Lektionen des Gastwirts

Ihr habt schon ein paar Spiele absolviert und seid der Meinung, dass ihr die Grundlagen beherrscht? Großartig! Aber glaubt mir, es gibt immer noch viel für euch zu lernen, ganz gleich, wie gut ihr schon seid. Also, holt euch einen Stuhl und lasst uns über einige grundlegende und nicht so grundlegende Dinge sprechen, die ihr beim Spielen von Hearthstone im Kopf haben solltet.

Wichtige Informationen zu Karteneffekten

Mittlerweile wisst ihr ja, dass man Karten in Hearthstone grob in Diener, Zauber und Waffen unterteilen kann. Ihr wisst auch, dass einige Karten ziemlich einfach funktionieren („Fügt einem Charakter 6 Schaden zu.“), wohingegen andere bestimmte Effekte haben, die beim ersten Ausspielen oder Eintreten eines speziellen Ereignisses aktiviert werden bzw. so lang bestehen bleiben, wie die Karte im Spiel ist. Schauen wir uns einige dieser Karteneffekte und ihre Kombinationsmöglichkeiten für mächtige Combos an.

Dienerfähigkeiten

Einige Diener haben Fähigkeiten, die so lange bestehen bleiben, wie der Diener mit dieser Fähigkeit im Spiel ist. Der Schlachtzugsleiter verfügt z. B. über eine Fähigkeit, die all eure anderen Dienern +1 Angriff verleiht und der Junge Drachenfalke besitzt die Fähigkeit 'Windzorn'.

Ausgelöste Effekte

Diese Effekte werden erst unter bestimmten Bedingungen aktiviert. Hier einige Beispiele für ausgelöste Effekte:

  • Kampfschrei: Der Kampfschrei eines Dieners wird beim Ausspielen aktiviert. Der Kampfschrei der Elfenbogenschützin ermöglicht euch z. B., ein Ziel auszuwählen, das 1 Schaden erleidet.
  • Geheimnisse: Geheimnisse sind Zauber, die nach Eintreten bestimmter Bedingungen aktiviert werden. Das Geheimnis 'Zauberformerin' wird z. B. ausgelöst, wenn euer Gegner einen Zauber auf einen Diener wirkt.
  • Dienerfähigkeiten: Einige Dienerfähigkeiten sind ausgelöste Effekte. Der ausgelöste Effekt der Kultmeisterin (eine Karte ziehen) wird z. B. jedes Mal dann wirksam, wenn einer eurer Diener stirbt.
  • Todesröcheln: Das Todesröcheln eines Dieners wird ausgelöst, wenn er das Spiel verlässt. Das Todesröcheln des Beutehamsterers lässt euch z. B. eine Karte ziehen, wenn er stirbt.
  • Dauerhafte Effekte: Karten wie z. B. Windzorn, Verstohlenheit oder Segen der Könige erzeugen Effekte, die so lange bestehen bleiben, wie die betroffene Karte sich im Spiel befindet (oder das Ziel zum 'Schweigen' gebracht wird, wodurch alle dauerhaften Effekte von der Karte entfernt werden).

Combos

Manche Karteneffekte können kombiniert werden und so verheerende Auswirkungen entwickeln. Zum Beispiel:

  • Ein Junger Drachenfalke allein ist ein kleines Ärgernis, aber nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste ... bis ihr im nächsten Zug Segen der Macht wirkt, wodurch er +3 für jeden Angriff erhält. Autsch!
  • Einen Verrückten Bomber auszuspielen, ist riskant, da er letzten Endes euch mehr Schaden als eurem Gegner zufügen kann. Befinden sich jedoch Diener wie der Akolyth des Schmerzes oder der Gurubashiberserker im Spiel, könnte sich die Explosivität des Bombers in einen unerwarteten Vorteil verwandeln.
  • Der Messerjongleur an sich ist schon ein gefährlicher Zeitgenosse, wenn ihr ihn jedoch mit einem Diener wie der Violetten Ausbilderin kombiniert, könnt ihr damit ziemlich schnell einigen Ärger machen.

Es gibt ziemlich viele solcher Combos im Spiel. Der Punkt ist, dass viele Karteneffekte andere Effekte verstärken können. Haltet immer Ausschau nach Möglichkeiten des Zusammenspiels von Karten. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja neue und interessante Möglichkeiten, zwei Karten so zu kombinieren, dass euer Gegner sich wünscht, euch nie getroffen zu haben.

Kartenvorteil

Manchmal ist man in der Situation, ganz einfach seine gesamte Hand ausspielen zu können, während der Gegner immer noch fast 10 Karten besitzt. Falls ihr in diesem Zug das Spiel nicht gewinnen könnt, würde ich euch raten, sie nicht auszuspielen. Und der Grund? Euer Kartenvorteil.

Einfach ausgedrückt ist der Kartenvorteil eure Fähigkeit, eure Karten auszuspielen. Je mehr Karten sich in eurer Hand befinden, desto wahrscheinlicher könnt ihr solche ausspielen, die zur aktuellen Situation passen. Habt ihr also mehr Karten auf der Hand, besitzt ihr den Kartenvorteil. Mehr Diener auf dem Spielfeld zu haben, gilt auch als eine Art von Kartenvorteil. Wenn ihr eurem Gegner zahlenmäßig überlegen seid, könnt ihr besser taktieren und eure Karten so ausspielen, dass sie die maximale Wirkung erzielen.

Die wichtigste Möglichkeit, den Kartenvorteil in Hearthstone zu erhalten, besteht in Zugeffekten von Karten wie z. B. Arkane Intelligenz oder Dienern wie dem Goblinauktionator. Den Kartenvorteil behaltet ihr folgendermaßen:

Spielt nicht übermäßig viele Karten aus

Versucht nur so viele Karten auszuspielen, wie nötig sind, um einen Vorsprung zu behalten. Vermeidet Situationen, in denen ihr eure Hand vollständig leert, außer ihr seid euch absolut sicher, dass ihr so den Sieg erringt.

Tauscht mit Verstand

Stellt euch den Kampf zwischen Dienern wie das Tauschen von Figuren auf einem Schachbrett vor. Wenn ihr drei eurer Diener opfert, um einen gegnerischen Diener loszuwerden, ist das kein guter Tausch. Könnt ihr jedoch drei Diener des Kontrahenten mit einer eurer Karten ausschalten, sieht die Sache schon ganz anders aus.

Kartenzieheffekte

Ihr solltet in Erwägung ziehen, euer Deck mit Kartenzieheffektkarten auszustatten, um mit angemessener Geschwindigkeit Karten ausspielen und ziehen zu können.

Tipps für neue Spieler

Vom Magier, der seinen letzten vernichtenden Zauber für einen Spottdiener verschwendet hat, statt seinen Gegner zu erledigen, bis zum Krieger, der seine Axt gegen einen vielleicht etwas zu mächtigen Diener erhoben und danach das Zeitliche gesegnet hat, habe ich schon alles erlebt. Daher habe ich für euch ein paar grundlegende Tipps zusammengestellt, mit denen ihr euer Spiel verbessern könnt.

Übernehmt euch nicht

Spielt nicht mehr Karten als nötig aus, besonders dann nicht, wenn ihr schon einen deutlichen Vorsprung vor eurem Gegner habt. Man weiß nie, wann er eine Karte ziehen könnte, die das Blatt wendet – gerade dann braucht ihr eine komplette Hand.

Haltet euch mit Stärkungszaubern zurück

Stärkungszauber können einiges bewirken, aber wenn ihr Unmengen davon in eurem Deck und nur ein paar Diener habt, auf die ihr sie anwenden könnt, seid ihr ein leichtes Ziel. Und wenn ihr denselben Diener immer wieder verstärkt, riskiert ihr, aus ihm einen Blitzableiter zu machen – einen Magnet für Entfernungszauber.

Verschwendet keine Schadenszauber

Arkane Geschosse im ersten Zug zu wirken, wenn nur jämmerliche 3 Schaden bei eurem Gegner herauskommen, ist eine Verschwendung einer großartigen Karte. Wartet, bis ihr die Möglichkeit habt, einen guten Tausch mit diesen Karten hinzubekommen.

Versucht euer Deck nicht zu clever aufzubauen

Wenn ihr Unmengen von Combos in eurem Deck verwendet, könntet ihr schnell Probleme bekommen, wenn ihr die falschen Karten in der falschen Reihenfolge zieht. Konzentriert euch stattdessen auf ein paar starke Combos und eine robuste allgemeine Strategie.

Klammert euch nicht an eure Karten

Ihr sollt euch zwar nicht übernehmen und keine Zauber verschwenden, allerdings auch nicht zu lang auf euren Karten sitzen. Wenn ihr einen Zauber oder Diener habt, der euch jetzt einen Vorteil bringt, dann nutzt ihn auch!