Thema
Medizin, Jura, oder BWL?
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Hallo, ihr Lieben,
ich habe da so ein kleines, großes Problem und da ich nicht genau weiß wohin damit, poste ich das mal in einigen Foren, in denen ich mehr oder weniger unterwegs bin. Kurz zu mir, ich gehe in die 12. Stufe eines Gymnasiums und bin eigentlich ein guter Schüler, meine schriftlichen Noten sind meist sogar ohne Lernen zwischen 1 und 2, die mündliche Mitarbeit variiert, je nach Lehrer und der damit zusammenhängenden Motivation! ;) Nun, jedoch mache ich mir doch so langsam meine Gedanken, da ich ja bald fertig mit der Schule bin und für mich aufjedenfall ein Studium in Frage kommt, stellt sich mir die Frage.... Was soll ich studieren?!! Momentan interessieren mich die oben genannten Studienfächer einfach unheimlich... So sind auch in der Schule meine Lieblingsfächer Biologie, Chemie, Sozialwissenschaften und alle Arten von Fremdsprachen (Englisch, Französich, Spanisch) In das Arbeitsleben von einem Internisten und einem Chirurg konnte ich schon in meinem 1 Monat langem Praktikum machen. Außerdem hat mein Onkel Medizin studiert, ist jedoch jetzt in der Pharmakulogie. Der Vater meiner Freundin arbeitet als Staatsanwalt und der konnte mir auch einige Vor- und Nachteile des Studiums und des Arbeitslebens aufzählen.. Was BWL angeht, mich intressieren Wirtschaftswissenschaften einfach.. :D Ich hab hier auch schon eine ellenlange Pro und Contra Liste für die jeweiligen Studienfächer liegen, jedoch kann ich mich einfach nich so recht entscheiden :/ Ich zermater mir da im Moment einfach regelrecht den Kopf... Könntet ihr da vielleicht noch etwas Licht ins Dunkel bringen?? Ich würde mich sehr über Antworten freuen! :)) |
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Schreib die 3 richtungen auf zettel und pin sie an die wand, wirf dann nen dartpfeil blind dagegen.
Tada |
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Bearbeitet von Yinethos am 21.09.11 19:17 (UTC)
Medizin - zwar viel Geld, jedoch niedrige Lebenserwartung, kaum Freizeit und richtig viel Lernstoff... +Titel aneignen... viel Spaß...
Jura- hmm... kompliziert ist das nicht... kannst viel Geld machen, jedoch musst du dir die Klischees gefallen lassen. BWL- würde ich persönlich abraten... WAS ich dir empfehlen würde... wären Sprachwissenschaften. Archie verdient heute auch viel... Aber das war meine Meinung... du entscheidest |
Bin Diplom-Ökonom. Würde es nicht nochmal machen, bin froh, dass ich es jetzt "nur" noch lehren muss. |
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Schreib die 3 richtungen auf zettel und pin sie an die wand, wirf dann nen dartpfeil blind dagegen. DAS hilft mir jetzt nicht wirklich weiter :D Medizin - zwar viel Geld, jedoch niedrige Lebenserwartung, kaum Freizeit und richtig viel Lernstoff... +Titel aneignen... viel Spaß... Och, Lernen und Wissen aneignen ist eigentlich nicht das Problem... Zumal das Medizinstudium wohl unheimlich faszinierend und intressant sein soll, ergo, man hat sogar "Spaß" am Lernen...^^ Mit den Jurapunkten, kann ich dir wohl zustimmen^^ Und wieso würdest du von BWL abraten?
Dasselbe hier... Was genau war denn das schlimme an der ganzen Sache...? |
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Bearbeitet von Rhylthar am 21.09.11 19:46 (UTC)
Weil, auch wenn es bei mir jetzt schon ein bischen her ist, einfach sehr sehr trockene Materie ist, die Dich in der Praxis in der Breite kaum weiterbringt. Wenn Du betriebswirtschaftlich arbeiten willst, zählt die Erfahrung im Betrieb, nicht immer nur die Theorie (die sicherlich auch wichtig ist). Wenn Du auf Karriere aus bist, heisst es: Praktika noch und nöcher gepaart mit einem straffen Bachelor-/Masterstudiengang in einem Fach, bei dem jeder glaubt, er könne das große Geld machen. Demenstprechend sehen die Hörsäle auch aus...und auf dem Arbeitsmarkt bist Du einer von vielen. Solltest Du dagegen vorhaben, Lehrer zu werden--> Machen. Werden gesucht wie sonstwas. |
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Och, Lernen und Wissen aneignen ist eigentlich nicht das Problem... Nein... ich meinte was anderes... Die Gefahr dich mit etwas anzustecken und deine Familie damit zu gefährden ist theoretisch riesig. Zum Thema lernen: Ich bin mir da nicht 100% sicher, aber waren es nicht 80% der Medizinstudenten, die das Studium abbrachen, weil sie den Druck nicht standhielten? |
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Also Lehren steht mir momentan nicht im Sinne, ehrlich gesagt... Den Punkt den du ansprichst, der ist bei mir auch mit nem *@*%en Minus vermerkt... Wenn ich BWL studieren würde, bräuchte ich irgendwas, dass die Leute denken "Boah, DAS ist unser Mann!", ich müsste mich halt irgendwie besonders machen... Mein Problem bei den ganzen Sachen ist halt... Ich will nicht in 10, oder 15 Jahren Zuhause sitzen und denken " Verdammt, wieso musstest du unbedinkt Fach XY Studieren hätteste doch lieber mal Fach Z studiert!" |
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Die Frage ist: Kannst du den Druck aushalten Menschen sterben zu sehen? Kannst du das Risiko auf dich nehmen, dich anzustecken? Kannst du mit den moralischen und meist auch juristischen Problemen leben, wenn du einen Fehler begehst? Und kannst du dann ohne Probleme weiterarbeiten? Kannst du bei einem Notfall deinen freien Tag auf der Intensiv verbringen?
Wenn ja, dann hast du schon wahrscheinlich mehr auf dem Kasten als manch andere Ärzte. Nur das Studium fehlt noch =) |
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Geh doch in Schnupperkurse... die werden dir natürlich die besten Seiten des jeweiligen Fachgebiets zeigen, jedoch kannst du dann eine grobe Vorstellung davon bekommen, was auf dich in diesen Berufszweigen zukommt.
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85, Tauren, Krieger
2260
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Dem TE fehlt wohl die Praxis.
Schau dich nach Praktika um, um einen Einblick in die jeweiligen Berufe zu kriegen und dann kannst du sicher entscheiden, ob du das bis zum Schluss durchziehen willst.. Wenn du was in Richtung BWL machen möchtest und erfolgreich sein willst, musst du, wie schon jmd anderes gesagt hat, viel praktische Erfahrung sammeln. Theorie nützt dir in den meisten Fällen sehr wenig, vor allem was Führungspositionen angeht. |
Die Wahrscheinlichkeit, dass Du jetzt schon wissen kannst, welcher Beruf wirklich "Berufung" für Dich sein wird, ist sehr gering. Dann ist Medizin evtl. gar nicht so schlecht, da Du eine ganze Bandbreite an Spezialisierungen wählen kannst, vom Unfallchirug bis zum Augenarzt. |
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Viele Studenten entscheiden sich nach dem ersten Semester nochmal um, es ist nichts ungewöhnliches, wenn man mit einem Studium beginnt, dass einem garnicht so zusagt.
Wenn dir es dir mit Sicherheit Spaß machen würde, alle 3 Studiengänge zu studieren, dann würde ich mich wohl darauf konzentrieren, an welchen der darauffolgenden Berufsbereiche du wohl langfristig am meisten Spaß hättest. Auch wenn man sich von den Bekannten natürlich gut Informationen holen kann, würde ich nicht groß miteinfließen lassen, was Verwandte/Bekannte etc. studiert haben. Das hilft dir bei deinem persöhnlichen Weg und deinen persöhnlichen Vorlieben nicht weiter. |
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Medizin, Jura, oder BWL? erhängen, ertrinken, verbrennen? also wenn du Glück hast, nimm Medizin und hoff, dass beim Fall das Genick bricht, dann gehts schneller. :( |
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Wenn du in der Schule meist ohne Lernen gute Noten hast, dann kann das beim Studium unter Umständen zum Problem werden, weil du das Lernen nicht gewöhnt bist oder es dir je nach Intensität nicht liegt. Grade bei Medizin und Jura musst du ackern, da ist nichts mit "geht auch ohne Lernen". Medizin find ich von den Fächern am coolsten. Ich bedauer manchmal, dass ich nicht z.B. Medizin studiert hab - der akademische Aspekt reizt mich immer, aber in der Praxis find ich alles ekelhaft, ich konnte nicht mal nen Fisch sezieren in der Schule oder mir eine Verletzung ansehen. Später in der Praxis ist es wohl der sinnvollste, aber auch der verantwortungsvollste Job von allen. Möglicherweise wirst du aber nicht der coole Dr. House werden, sondern dir in einer Großstadt die Furunkel von alten Leuten ansehen müssen. Jura ist halt trocken. Viele Stunden darfst du dann die Fischereigesetze und so lernen. Musst du wissen, ob dir die Materie trotzdem Spaß macht. BWL ist so das Larifari-Fach für die Masse, die Geld irgendwie cool findet und auch was vom Kuchen abhaben will. Mein Bruder macht grade noch sein BWL-Diplom zu seinem Physik-Diplom, ging locker noch nebenbei. Nur mit BWL bist du dann halt einer von vielen. Und gefühlt gibts bei BWL oder Wirtschaftswissenschaften viele Dummschwätzer und Idioten mit hochgeklapptem Kragen, die auf wichtig machen. |
[quote="27229272366"] An meiner Uni gibt es ein ganzes Stück mehr Juristen als BWLer. Jura ist da genauso ein Massenfach wie BWL. Ansich ist Medizin ebenfalls ein Massenfach (ein anderes Niveau wie bei BWL und Jura). Ein Massenfach ist nichts schlimmes, da es entscheidend ist, wieviel Nachfrage herrscht. Studienfächer wie Theologie, Literaturwissenschaften, etc. sind Nischenfächer, die trotzdem eine höhere Arbeitlosenquote haben. Was Dummschwätzer, übertriebenes Styling (Anzug als Student an der Uni...) sind bei meiner Uni ebenfalls die Juristen vorne. BWLer gibt es ebenfalls einige "elitäre" Studenten, der Schnitt ist in Jura jedoch höher. Generell denke ich, dass sie Jura und BWl bei den besagten Punkten nichts nimmt. V.a. bei diesen 2 Studiengängen ist wohl die wirtschaftliche Situation des Landes für die Chancen auf Arbeit entscheidend. Wodurch man pauschal kaum Aussagen über die Arbeitschancen nach dem Studium geben kann. |
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Warum nicht etwas Handfestes wie etwa Chemie oder Biologie? Scheint dich ja auch zu interessieren.
Naturwissenschaften ändern nicht einfach irgendwann die Gesetze, sind gesucht und auch in der Gesellschaft recht verschont von Klischees. Vielleicht wirst du angesehen wie n "Nerd" wenn du sagst dass du sowas studierst, wobei dir das auch in den anderen Fächern passieren kann, wenn du etwas auf dem Kasten hast, musst du aber nicht in den Gedärmen fremder Leute rumwühlen und kannst in der (einflussreichen!) Chemie/Pharmaindustrie viel Kohle machen. Jura macht mein Kollege - Die Wege nach Oben sind dort recht komplex - Richter zu werden ist auch nicht das Einfachste. Mit nem Fertigen Jurastudium kommst mit etwas Glück in eine Anwaltskanzlei und machst erstmal (schlecht bis nichtbezahlte) Praktika. N anderer Kollege machte VWL (Also quasi Mathematischeres BWL) - Trockenster Stoff, nun ist er in einer schlecht bezahlten Stelle einer Schweizer Grossbank. Wenn, dann am ehesten noch Medizin - wobei ich Bio oder Chemie nicht ausser acht lassen würde. Ist zwar dann "Nur dumme Industrie" anstelle von Finanzsektor, Law&Order oder Praxen (Plural von Praxis?!) wobei man in der Industrie wohl am Ehesten noch Aufstiegsmöglichkeiten hat. |
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pff "nur dumme Industrie" denken manche wirklich so? Woher kommt denn sonst das ganze schicke zeug? Von den beratern?
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Mache einfach mal ein paar Praktikas.
Also jetzt nicht in die Chirugie , sondern auch mal in anderen Bereichen. An deiner Stelle würde ich mich mal an einen Studienberater wenden, die kennen sich meistens sehr gut mit den Berufen aus. Es gibt meistens Studienfächer, von denen man nicht vermutet hat, dass es sie gibt. Es gibt soweit ich weiß auch kein BWL mehr. Sondern nur noch Wirtschaftswissenschaften , dank des Bachelors. Ich hätte noch ein paar fragen: 1. Magst du es anderen Leuten zu helfen? 2. Ist dir das Geld wichtig oder möchtest du nur davon leben können 3. Möchtest du schnell fertig werden. // Manchmal ist man nach dem Master noch nicht fertig// 4. Wie sieht es bei dir mit dem Gewissen aus? Jura befasst sich mit dem Recht und nicht mit der Gerechtigkeit. 5. Laut Klischees , sollen Menschen die in den Wirtschaftswissenschaften arbeiten , recht kalt und rückstichtslos sein, bist du leichtgläubig? 6. Wie sieht es mit dem Selbstbewusstsein aus? Kannst du gut mit Menschen umgehen? Als Mediziner hast du recht viele Möglichkeiten. Du kannst auch, wenn du relativ viel Ruhe haben möchtest , Hausarzt werden (natürlich gibt es auch Notfälle, wo ein Hausarzt , viel Stress hat) Man muss ja nicht unbedingt in der Intensiv Station arbeiten. Oder man kann auch in der Pathologie arbeiten, ist auch ganz spannend. Außerdem hast du doch selbst geschrieben, dass dich Medizin begeistert. Deswegen empfehle ich dir Medizin oder zu Not falls es mit den N.C nicht klappen sollte und du sofort studieren möchtest, Naturwissenschaftliche Fächer. (Biochemie) |
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