Thema
(Geschlossen)
Österreich wurde herabgestuft. Schlimm?
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80, Nachtelf, Schurke
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http://www.krone.at/Oesterreich/Standard_-_Poors_entzieht_Oesterreich_das_AAA-Rating-Bonitaets-Schock-Story-308079
Ist das jetzt sehr schlimm für uns als Bürger? Ich kenn mich da ehrlich gesagt nicht richtig aus. |
#1
13.01.2012
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Bearbeitet von Horgor am 13.01.12 23:53 (UTC)
Nö. Besonders nicht unter dem Aspekt, dass es noch andere Ratingagenturen gibt, bei denen Österreich nicht abgewertet ist.
Man verzeihe mir meine Ausdrucksweise, aber die Ratingagenturen sind eigentlich sowieso nur ein lästiger Pickel, den man schnell ausdrücken und loswerden sollte. Mag sein, dass es ganz ganz kurzfristig gewisse Auswirkungen hat(vielleicht beschließen die Parteien noch 1,2 weitere Maßnahmen im Sparpaket) langfristig hat Europa (und damit auch Österreich) aber größere Probleme, als ein verlorenes Triple-A-Rating. |
#2
13.01.2012
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Schlimm dürfte das wohl nicht sein, nein.
Mal abgesehen davon ist es eh stark in Zweifel zu ziehen, wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Einschätzungen ist. Als Beispiel sei die USA zu nennen, die höhere pro-Kopf-Schulden als Griechenland haben und bereits im letzten Jahr schon wenige Tage vor einer Zahlungsunfähigkeit standen, aber ein sehr gutes Rating (ich glaube AA+, also das Zweitbeste, wenn ich es richtig im Kopf habe) haben, was besser ist als das Rating der meisten anderer Länder der Welt bzw. Europas. |
#3
14.01.2012
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55, Untoter, Todesritter
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Japan zahlt die niedrigsten Zinsen trotz Verlust des besten Ratings. Die frisch herabgestufte USA erfreuen sich großer Beliebtheit bei Anlegern.
Das Krisenphänomen sind steigende Zinsen und nicht sinkende Ratings... |
#4
14.01.2012
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Schlimm dürfte das wohl nicht sein, nein. Die Rating-Agenturen wollen schlichtweg nicht ihr eigenes Land schlecht bewerten. Deshalb versucht Europa ja auch, eine eigene Rating-Agentur zu schaffen, um sich selbst gut zu bewerten. Ist genauso Schrott wie Arenawertung. :p |
#5
14.01.2012
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Bearbeitet von Crowyn am 14.01.12 19:00 (UTC)
Standard and Poors sitzt in den USA......und haben damit ihr eigenes Land (Die vormals beste Volkswirtschaft der Welt) heruntergestuft. Es spielt bei der Herabstufung von Österreich keine Rolle, ob Standard and Poors die einzige Rating-Agentur ist. Es spielt auch keine Rolle wie glaubwürdig dieses Unternehmen ist. Fakt ist, dass es Unternehmer und Investoren verunsichert. Galt der Staat grundsätzlich als sicherste Anlagequelle, so sind Investoren jetzt gezwungen umzudisponieren. Man darf nur hoffen, dass der Staat nicht zu keynsianern wird, denn besonders dann trifft diese Herabstufung den Staat besonders. iIes ist glücklicherweise in Österreich nicht der Fall, und deswegen können die wohl damit leben =) |
#6
14.01.2012
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Ich denke mal das Amerika versucht wieder als DAS LAND dazustehen und versucht durch betrug und Erpressung alles zu erreichen. Genauso wie das ausserhen abstufen von Frankreich. Ganz mieses spiel was die Weltmächte an den Finazmerkten abziehen(auf unsere kosten). Aber das was mich an meisten ankotzt ist das die Menschen noch mehr zahlen müssen. Die frau Merkel sagte nein ich will nicht mehr zahlen 210Milliarden reichen und es ist zu viel. Was ist bamm 2 wochen später Herrabstufung und 210 Milliarden reichen nicht aus. Sry aber klar es ist schlimm da die zinsen steigen durch die herrabstufung und der Restungsschirm reicht nicht mehr aus. Politiker sind die größten Mafias die es gibt und das schlimme ist, es ist legal. PS: Ich wette mit dir Blizzard lässt diesen Thread schließen wie die anderen zu diesen Thema auch da sie wie die Regierung wollen das,dass Volk weiter verdummt. So lange keiner zum Wählen geht werden immer die gleichen an die Macht kommen und usn ausnutzen. Mfg Beästmaster aka Etha |
#7
14.01.2012
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This Und nichts anderes. Sobald eine Privatwirtschaft,einem Staat versucht vorschriften zu machen,und nichts machen diese Agentueren,und die integrität,eines Staates bzw. der Volkswirtschaft zu ihrem Vorteil zu beeinflussen stimmt etwas nicht. Und wie wir alle Wissen sind es 3 amerikaische Privatfirmen.Allein das sollte schon anlass zur sorge geben. |
#8
15.01.2012
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Öhm, ja die USA wurde JETZT bzw. vor 2,3 Monaten das erste mal herabgestuft, als viele Euro-Länder die wirtschaftlich besser dastanden als die USA schon längst herabgestuft worden sind. Bei der USA war die Herabstufung ein Warten bis auf den letzten Moment, bis man wirklich das AAA-Rating objektiv nicht mehr erklären konnte - während in Europa grundsätzlich sehr großzügig abgestuft wurde. Da ist schon ein gewisses System erkennbar. Ansonsten: Die Perversion ist eben genau diese Verunsicherung, die diese Ratings auslösen. Vorher ist alles okay, dann kommt auf einmal ein schlechteres Rating. "Die Anleger"(wer auch immer das ist. Die Depersonalisation der globalisierten Finanzwirtschaft ist zum !@#$%^, weil absolut intransparent) sind verunsichert, die Zinsen steigen. Der Staat bekommt Zahlungsausfälle usw. In weiterer Folge geht das Rating immer weiter runter und so weiter -> Ein Teufelskreis, ausgelöst durch ein schlechteres Rating. Anders gesagt: Die Ratingagenturen sind nicht einfach nur neutrale Beobachter, sondern durchaus in der Lage Finanzpolitik zu betreiben. Und nunja, ganz ehrlich, ohne keynesianische Politik wären diese ganzen Finanzhaie doch sowieso schon bankrott. Wer hat denn den Finanzmarkt 2008 gerettet? Nicht die so tolle, oft beschworene, unsichtbare Hand des freien Marktes, sondern - richtig - keynesianische Finanzpolitik. Das jetzt, wo der freie Markt mehr oder weniger gerettet ist und die Staaten deswegen vorm Abgrund stehen, auf einmal wieder der Neoliberalismus gefordert wird zeigt doch die Perversion. Auch wenn der Slogan "Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen" sehr sehr simpel ist - im Kern trifft es leider zu. WIR waren die leidtragenden der Finanzkrise(und eben nicht die Banken, denen gehts immernoch ganz gut) und wir sind die leidtragenden der daraus resultierenden Staatskrise. Ich bin kein großer Freund der keynesianischen Wirtschaftstheorie, da sie mir zu kurz greift(mMn ist das Konzept der Staatssanierung einfach zu unausgereift, im Grunde hat die Theorie ab "der Staat hat eingegriffen und mit seinen Finanzmitteln alles ins Lot gebracht" gewisse Schwächen, da daraus nicht zwangsweise ein Konjunkturaufschwung resultieren muss), aber im Endeffekt hat sie sich doch als weitaus effektiver herausgestellt als jegliche Liberalisierungspolitik, die immer nur zu einer Entdemokratisierung der Wirtschaft und auseinanderklaffenden Arm<->Reich-Schere beigetragen hat. |
#9
15.01.2012
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Bearbeitet von Gnomerix am 15.01.12 04:37 (UTC)
Ist doch eh alles nur eine langes in die Länge ziehen an dessen Ende der totale Wirtschaftscrash wartet. Die Frage ist nicht mehr ob sondern wann (auch wenn es noch 100 Jahre dauert). Ich für meinen Teil hoffe nur, dass ich dann schon unter der Erde liege. Falls sich jemand fragt wie die Apokalypse aussieht, ich vermute genau so.^^
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#10
15.01.2012
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Ich bin kein großer Freund der keynesianischen Wirtschaftstheorie, da sie mir zu kurz greift(mMn ist das Konzept der Staatssanierung einfach zu unausgereift, im Grunde hat die Theorie ab "der Staat hat eingegriffen und mit seinen Finanzmitteln alles ins Lot gebracht" gewisse Schwächen, da daraus nicht zwangsweise ein Konjunkturaufschwung resultieren muss), aber im Endeffekt hat sie sich doch als weitaus effektiver herausgestellt als jegliche Liberalisierungspolitik, die immer nur zu einer Entdemokratisierung der Wirtschaft und auseinanderklaffenden Arm<->Reich-Schere beigetragen hat. Die keynsianische Wirtschaftspolitik hat nicht nur Probleme, sie ist unausgereift und nicht zwingend einem Konjunkturaufschwung förderlich. Was allerdings wenig daran ändert, um auf das Thema zurückzukommen, dass sich der österreichische Staatsbürger wenig Sorgen um seine Zukunft aufgrund der Herabstufung seines Landes machen muss. Ich möchte niemandem auf die Füße treten, aber Österreich ist für die Weltwirtschaft so unbedeutend, dass diese Bewertung keine großen Auswirkungen haben wird. Investoren haben vorher schon kaum in dieses Land investiert...und werden es auch jetzt nicht tun =). Aber als Bürger muss man sich wohl nicht fürchten...noch nicht. |
#11
15.01.2012
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Und der Liberalismus ist inwiefern konjunkturförderlich? ;)
Wie gesagt: Ohne Keynesianismus gäbs jezt garkeinen Neoliberalismus mehr, weil das System schon vor 3 Jahren kaputt gegangen wär (gut, mehr als den Crash herauszuzögern hat man auch nicht getan) Beide Wirtschaftsansichten greifen immer nur bedingt, quasi nach dem Motto alle 30 Jahre gibts eine Wirtschaftskrise, eines der beiden Konzepte ist unzureichend und das andere übernimmt die Kriseninterpretation & Krisenlösung. |
#12
15.01.2012
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Weisst schon das das Euro Rettungspaket jetzt durch dieses kleine unbedeutende Land unter anderem (210Mlliarden Euro) nicht mehr ausreicht? Sind ja nur unsere Steuern die drauf gehen und Rating Angenturen sind so unbedeuten klar,,,, |
#13
15.01.2012
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55, Untoter, Todesritter
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Beide Wirtschaftsansichten greifen immer nur bedingt, quasi nach dem Motto alle 30 Jahre gibts eine Wirtschaftskrise, eines der beiden Konzepte ist unzureichend und das andere übernimmt die Kriseninterpretation & Krisenlösung. http://www.youtube.com/watch?v=JTzMqm2TwgE Ist zwar nur für die USA passt aber auch für die Eurozone. |
#14
15.01.2012
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Ratingagenturen haben schon einen Sinn. Anleger müssen wissen wo ihr Geld am besten aufgehoben ist. Möchte ich mein Geld riskieren in der Aussicht hohe Rendite zu bekommen? Dann ist B oder C das Richtige für mich xD
Für weniger Risikofreudige sollte es dann halt A sein mit der Aussicht auf niedrigere Dividende. Letzten Endes muss sich jeder Staat der Staatsanleihen anbietet gefallen lassen dass diese auch nach privatwirtschaftlichen und finanztechnischen Aspekten beurteilt werden. Das Grundproblem ist natürlich dass diese Beurteilungen von Menschen gemacht werden. Was bedeutet z.B BBB Schuldner mittlerer Güte, die momentan zufriedenstellend agieren Was ist zufriedenstellend? Was ist mittel? Wie definiert man die Güte? Wenn du ins Gasthaus gehst und ein Schnitzel ist und zufrieden aufstehst... War es dann gut? War es zufriedenstellend? War es ausreichend? War es erstklassig? In meiner Branche gibt es für praktisch alles Toleranzfelder und Normen. Das kannst du für die Finanzwelt natürlich nicht machen. Wenn bei uns in Wien die ÖMV abbrennt dann haben wir ein massives Wirtschaftsproblem z.B. Dieses Beurteilungssystem ist einen Dreck wert und entsprechend wird es auch für politische Zwecke instrumentalisiert. Die Ratingagenturen machen Politik. Damit verfehlen sie Ihren Zweck. Und wer seinen Zweck verfehlt ist nutzlos. Wer nutzlos ist gehört ausgesondert und durch etwas brauchbares ersetzt. |
#15
17.01.2012
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Glaub mir, Österreich muß unter keinen Rettungsschirm. :D Österreich ist Nettozahler in der EU genauso wie Deutschland und noch einige andere Länder. Von den Ratern und anderen Glaskugelsehern wurde nur immer kritisiert wie stark österreichs Banken im Osten engagiert sind. Und nun haben sie uns halt eins draufgegeben, ist villeicht ärgerlich aber nicht gefährlich. |
#16
10.02.2012
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64, Blutelfe, Priesterin
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Österreich - 365 Milliarden Euro Schulden bei 8,2 Millionen Einwohnern
Griechenland - 327 Milliarden Euro Verschuldung bei 11,2 Millionen Einwohnern Finanziell siehts bei denen aber auch nicht gut aus. |
#17
10.02.2012
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Österreich - 365 Milliarden Euro Schulden bei 8,2 Millionen Einwohnern Zuerst mal: Keine Ahnung, wo du die Zahlen her hast, aber sie sind schlichtweg falsch. Die österreichischen Staatsschulden betragen ~220 Milliarden Euro. Bei Griechenland stimmen deine Daten in Bezug auf 2010, momentan sinds ~350 Milliarden. Aber selbst wenn deine Daten richtig wären -> Schulden werden immer in Relation zum BIP gemessen. Und da hat Österreich ein größeres als Griechenland (270 Mrd. Euro zu 230 Mrd. Euro). Österreich liegt bei der prozentualen Staatsverschuldung(in Relation zum BIP) übrigens unter Deutschland. Wieso postet man eigentlich einen Post, der mit völlig falschen Zahlen um sich wirft? Was ist der Sinn dahinter? |
#19
10.02.2012
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Bearbeitet von Nightwìsh am 10.02.12 15:07 (UTC)
Ne, überhaupt nicht, vor allem weil Österreich eine gesunde Wirtschaft hat, staatliche Rechtssicherheit garantiert und die Menschen ohne grössere Probleme ihren beruflichen Tätigkeiten nachgehen können. (und das behaupte ich mal als ein Nicht-in-Österreich-lebender Nicht-Österreicher) Die Herabstufung fand im Rahmen des Euros statt, eigentlich müsste man die gesamte Eurozone abwerten (resp. nur die EZB) und nicht einzelne Länder, aber that's another story. Die ganze europäische Krise ist eh nur politisch gemacht, die Realwirtschaft hat keine Krise. Das grösste Problem an der EU sind die elenden "EU-Fonds". Salop gesagt funktioniert das so: jeder Staat zahlt 1 Euro rein und nimmt gleichzeitig 2 Euro heraus. Finanziert wird das ganze dann über private Banken durch Staatsanleihen (sind ja 100% sicher, hust hust) Was dann passiert, sieht man an Griechenland. ... Und weitere EU-Länder werden so enden, da wette ich mit jedem um ein 5-Sterne-Abendessen. |
#20
10.02.2012
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