Thema Stellt euch eine Welt ohne freies Wissen vor
Lost
Krag'jin
Lost
33, Tauren, Schamane
300
Die Überschrift in deutsch nur, weil der Beitrag ansonsten wohl geschlossen werden würde. Keine Erklärung, nur ein Link:

http://en.wikipedia.org/wiki/Main_Page

lG
Kìna
Anub'arak
Kìna
81, Blutelfe, Todesritter
4005

http://www.darklegacycomics.com/322.html

hunderte anderer User und Websites ziehen auch mit.
http://nlb-creations.com/2012/01/13/websites-confirmed-for-the-jan-18-blackout-protesting-sopa/


Und ich bleib auch offline bis in die Abendstunden. Dies gilt für meine Communities als auch für sämtliche OnlineSpiele/Portale/usw.



außer vlt. mein Webradio, weil ich kein eigenständiges Radiogerät in meiner Bude habe :3
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
Hat nicht auch Google mal drüber nachgedacht, den Dienst für Heute zu quittieren? Ich denk DAS hätte extremere ausmasse...

Eine Welt ohne freies Wissen geht wieder in richtung Mittelalter - damals hat die Kirche alles schön zurückgehalten. In China steht die grosse Firewall und dass nun (unter dem Vorwand der Urheberrechte) manche Politiker gern ein dämliches Volk hätten, war abzusehen.
Sneakytoes
Festung der Stürme
Sneakytoes
85, Untoter, Schurke
1860
http://www.youtube.com/watch?v=sE5WlyQRvaM
Gnomerix
Aegwynn
Gnomerix
6, Gnom, Krieger
0
Hat nicht auch Google mal drüber nachgedacht, den Dienst für Heute zu quittieren? Ich denk DAS hätte extremere ausmasse...

Nur Google.com (über Proxy erreichbar). Den Rest der Welt kann es ja auch egal sein was die Amis für lustige Gesetze erfinden. Für uns ändert sich ja nichts.
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
*kopfkratz* irre ich mich, oder würden durch das Gesetz Youtube, Google-Bildersuche und weiteres unter dies fallen...? Dadurch ändert sich für uns sehr wohl etwas...
Pikzwölf
Mug'thol
Pikzwölf
25, Goblin, Krieger
140
18.01.2012 15:07Beitrag von Salinja
*kopfkratz* irre ich mich, oder würden durch das Gesetz Youtube, Google-Bildersuche und weiteres unter dies fallen...? Dadurch ändert sich für uns sehr wohl etwas...

Das und noch viel mehr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Protest_gegen_SOPA
Hier kann man lesen, was das allein für die Wikipedia in allen Ländern bedeuten würde und was sonst noch so ansteht.
Barov
Krag'jin
Barov
12, Untoter, Schurke
0
Bearbeitet von Barov am 18.01.12 16:53 (UTC)
18.01.2012 08:54Beitrag von Salinja
und dass nun (unter dem Vorwand der Urheberrechte) manche Politiker gern ein dämliches Volk hätten, war abzusehen.

dumme Schafe lassen sich halt leichter kontrollieren.
Hhonk
Blackmoore
Hhonk
85, Troll, Jäger
2110
Dieses Forum wäre nach Verabschiedung des Gesetzes vermutlich auch nicht mehr erreichbar, weil hier überall Youtubelinks auftauchen.
Im Grunde würde überhaupt nichts mehr gehen.
Selca
Forscherliga
Selca
85, Tauren, Schamanin
7620
Ohne freies Wissen?

Freies Wissen gab es schon vor dem Internet. Man nennt verfügbares freies Wissen "Bücher", "Bibliotheken", "öffentliche Archive". Überschätzt mal das Web nicht, fundiertes Wissen, nicht diesen Wiki-Matsch aus Fehlinformationen und gezielter Propaganda, findet man immer eher in Büchern. Diese Dinger aus Papier mit den komischen schwarzen Flecken drin.
Pikzwölf
Mug'thol
Pikzwölf
25, Goblin, Krieger
140
Ohne freies Wissen?

Freies Wissen gab es schon vor dem Internet. Man nennt verfügbares freies Wissen "Bücher", "Bibliotheken", "öffentliche Archive". Überschätzt mal das Web nicht, fundiertes Wissen, nicht diesen Wiki-Matsch aus Fehlinformationen und gezielter Propaganda, findet man immer eher in Büchern. Diese Dinger aus Papier mit den komischen schwarzen Flecken drin.

Oh, ein Kulturpessimist. Hallo.

Ich habe übrigens auch in Büchern schon zahlreiche Fehlinformationen gefunden. Und jetzt?
Kalecgyos
Aegwynn
Kalecgyos
85, Mensch, Magier
13435
Freies Wissen gab es schon vor dem Internet. Man nennt verfügbares freies Wissen "Bücher", "Bibliotheken", "öffentliche Archive".


Also in einer ziemlich ineffizienten und nutzlosen Form. Ich für meinen Teil bin mehr als froh über die Onlineverfügbarkeit... Was da für Stunden in der Bibliothek draufgehen würden regelt Google und Srg+f in Minuten.
Kìna
Anub'arak
Kìna
81, Blutelfe, Todesritter
4005
Bearbeitet von Kìna am 19.01.12 06:40 (UTC)
Muttie ist wieder zuhaaaauseeeee!

Hach wie hab ich mein interwebbies vermisst q..q

Ohne freies Wissen?

Freies Wissen gab es schon vor dem Internet. Man nennt verfügbares freies Wissen "Bücher", "Bibliotheken", "öffentliche Archive". Überschätzt mal das Web nicht, fundiertes Wissen, nicht diesen Wiki-Matsch aus Fehlinformationen und gezielter Propaganda, findet man immer eher in Büchern.


pardon, da hab ich doch etwas für....achja! *wirft einige Klumpen Matsch umher aus Empörung*
Ich muss doch sehr bitten, "freies Wissen" ist nicht frei verfügbar in Form von Büchern: wenn die Anschaffungskosten für Bücher oder Bibliothekszugänge unermesslich hoch sind, bzw. nicht jede Stadt/Dorf hat eine Bibliothek oder einen Buchladen. Bücherlesen kostet Geld, das einige nicht aufbringen können.
Ich zum Beispiel wohne in einer sehr ländlichen Gegend. Die nächste Stadtbibliothek ist ganz ganz weit weg, ungefärh eine Autostunde entfernt (und ich habe kein Auto :3 ), und diese Bibliothek ist...gelinde gesagt lächerlich.
Und die Schulbibliothek ein paar Dörfer weiter verfügt über keine richtige Wissenslektüre, sondern lediglich ein paar Märchenbücher und ... Kinderbücher von 6-12, was eigentlich für eine REALSCHULE (Plus) eine Beleidigung ist.
Zudem bin ich auch gesundheitlich angeschlagen und kann nicht immer wegen jedem Kochrezept, jedem Lexikon-Artikel und jeder Kleinigkeit aus dem Dictionary das Haus verlassen.
Zumal es mich 5,50 Euro am Tag kostet, um in die Stadt zu gelangen.
Für mich ja so schon fast unerschwinglich.



Wohl aber sind Portale wie Wikipeda kostenlos und umfangreich--- nicht, dass ein Internetzugang nichts kosten würde, aber es ist einfach wesentlich einfacher und häufiger in der Welt zu bekommen als Bücher und Zeitschriften- denn Bücher kosten im Druck, Bücher kosten im Transport und in der Lagerung, btzw. Instandhaltung und im Ersetzen von kaputten Exemplaren.
Und wird das Internet auch manchmal, durch Spenden oder ähnliches, von Leuten kostenlos zur Verfügung gestellt, damit gerade Schulen besseres Bildungsmaterial zur Verfügung steht.


http://www.gulli.com/news/14815-buy-this-satellite-freies-internet-fuer-die-dritte-welt-2010-12-02
ich weiß zwar nicht, was daraus geworden ist, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, Internet kostengünstig, bzw. fast kostenlos für alle, bereitzustellen.


Außerdem, nicht zu vergessen: BÜCHER können nicht nur FEHLinformationen enthalten durch
- Druckfehler
- Layoutfehler
- Übersetzungsfehler
sondern können auch Informationen enthalten, die einfach nicht richtig und nicht auf dem neuesten Stand sind!

Ich habe hier zum Beispiel einen Atlas liegen, auf dem die DDR noch eingezeichnet ist.
Wowwwwwwww, hätte ich nicht die Möglichkeit an eine neuere Ausgabe zu kommen oder hätte ich das Internet nicht mit immer aktuellen Karten, würde ich vielleicht denken müssen, es gäbe dieses "DDR"-Ding noch immer.

Mir graut vor so einer Vorstellung der Uninformiertheit und Zurückgebliebenheit meinerseits!

Ich persönlich sehe mich als einen Netzbürger, denn meine ersten Tappser im Internet habe ich 1997 gemacht, also im Alter von grade mal 9 Jahren und fühle mich hier wesentlich heimischer als in der "realen Welt" unter den gleichaltrigen Besoffskies, Burgerfressmaschinen und von zu lauter Musik zu Schwerhörigen gemachten Leuten- Leuten meiner Altersgruppe. Das war schon immer so und mir graut es davor, dass ich ohne die Eigenständigkeit und den steten Fluß an Wissen und Beschäftigungsmöglichkeit selbst einmal ein versoffenes, schwerhöriges, verdummtes und Burger-in-mich-reinstopfendes Subjekt geworden wäre wie "die Anderen".
Meinereiner langweilt sich nämlich enorm schnell und ich wäre sicherlich auf viele viele dumme Gedanken gekommen ohne Internet, Computer allgemein, und Konsolen.
Ich finde dieses "Bücher sind doch so viel besser" und "omg, Piracy!" und "o.O das Web is böse!" Gezetere lächerlich, und

beleidigend.


Ja wirklich, ich fühle mich durch das Schlechtmachen oder des Herabwürdigen des Internets beleidigt. Nicht, dass ich Angst hätte, dass die "Kritiker" Recht haben könnten,
nein, denn wir sind uns alle einig, dass es Inhalte im Internet gibt die da nicht drin sein sollten und auch die Mentalität und die Affinität zum zügellosen Mobbing/Bashing/usw kann man nicht wegreden, aber diese "Kritiker" sind doch nur altes Gerümpel wie die Medienkonzerne die um ihre Machtpositionen fürchten, die um ihre Umsatzzahlen fürchten und die doch von den wahren Möglichkeiten des Internetmarketings schändlicherweise keine Ahnung haben. Nicht nur das, nein, es kommen auch immer wieder einfache Menschen daher, oft auch jüngere, die einfach dem Fernsehen und den Printmedien nach dem Munde reden und ... ach.

Leute. Fortschritt.
Nicht Rückschritt!
Man hat hart gekämpft, viel geforscht, viel gearbeitet in der Vergangenheit, um uns den heutigen Standard zu ermöglichen. Würdigt die Pioniersarbeit!
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
In den Augen der (konservativen) Politiker bestehen Internetnutzer doch sowieso nur aus Pädos, Piraten und Piratsmatrosen.

Wobei die Generation Facebook doch sowieso beweist, was die Heutigen Jugendlichen von Datenschutz und Freiheit halten. Aber wehe der Staat erstellt eine Akte über den Bürger (in der weit weniger drin steht, als im öffentlichen Facebook-Konto). Aber wehe der Staat setzt Computerspiele auf den Index (in denen weit Schlimmere dinge drin sind, als die X-Tausend Apps, welche von Apple im Store dauernd abgelehnt werden).

Klar will die böse Oberschicht ein Dummes Volk welches man nach belieben Regieren kann.

Das Internet hat sehr zur Aufgeklärten Gesellschaft beigetragen. Politiker können sich mittlerweile weniger erlauben, kommunikation wurde vereinfacht und Wissen ist schnell und Aktuell abrufbar.

Wie Kìna sagte: Entweder man hat einen DDR-Atlas oder ein Onlinekartendienst von Google, Microsoft oder Nokia, bei dem die vor 3 Wochen gebaute Quartierstrasse schon eingezeichnet ist.

Weiterhin ist das Publizieren von kritischen Texten auf Papier deutlich schwieriger als im Internet.
Kìna
Anub'arak
Kìna
81, Blutelfe, Todesritter
4005
Bearbeitet von Kìna am 19.01.12 10:19 (UTC)
19.01.2012 10:15Beitrag von Salinja
Weiterhin ist das Publizieren von kritischen Texten auf Papier deutlich schwieriger als im Internet.


Da man ersteinmal einen Verlag finden muss, der das ganze aufkauft, den Druck finanziert und sich eventuelle Probleme mit skandalösen Texten zumuten möchte.


Ich möchte auch per se garnicht behaupten, dass die Politik ein dummes Volk möchte.
Es soll halt einfach zu regieren sein. Ich glaube, diese Politiker sind manchmal ein wenig weltfremd und können garnicht anders, als sich ein "großes schönes Etwas" zum "Regieren" vorzustellen, statt an Kinderarmut, Arbeitslosigkeit und durchs Raster fallende Menschen zu denken. Dumm sollte das nicht sein und nicht gehalten werden, denke ich, außerdem würden bei zu viel "Dummen" die Fachkräfte mangeln (noch mehr als ohnehin schon),- das schaukelt sich dann doch wieder bis in die eigenne Reihen der Politiker hoch, denn auch die brauchen Ärzte und so weiter, auch wenn man meinen mag, dass sie sich mit ihrem Geld alles leisten und erlauben könnten/wollten.- was meiner Meinung nach ein Trugschluss ist.
Wir dichten uns gerne die Opferrolle an und fühlen uns von "den dort oben" betrogen und machen sie gerne für alles verantwortlich.

Und, dass die Jugendlichen mit ihrem Facebook und Co ein wenig zu unsorgfältig und zu unbedarft umgehen, ist aber auch viel die gewollte (durch "Egal-Sein") oder ungewollte (eigene Uninformiertheit, Unkenntnis der Aktivitäten der Kinder im Web) Schuld der Eltern.


Ich finde auch, dass es langsam nötig wird, dass der Computerunterricht in der Schule mehr gefördert werden muss, die Kinder häufiger dort am PC arbeiten sollten (zumindest bei den Schulpflichtigen die ich kenne, ist es einfach zu wenig), und über all die Dinge wie Facebook, Blogging/MicroBlogging und FileSharing und Co aufgeklärt werden müssen: damit man mit den neuen Medien bewusst und sorgsam umgehen kann, es müssen über Möglichkeiten aber auch Risiken und Rechte aufgeklärt werden.


Dann gibt es auch hoffentlich irgendwann weniger Fotos von betrunkenen Jugendlichen dort, einen wirklich legalen Umgang mit FileSharing Diensten (immerhin kann man damit auch sinnvolle Sachen machen, siehe google Docs) und die Kinder werden nicht einfach so ins kalte Webwasser geworfen.


Es ist für mich unverständlich, warum man in der 8. Klasse heutzutage nicht lernt, dass das Internet eigentlich ein Ort voller sinnvoller Sachen sein kann--- wenn man nur damit richtig umgeht.


Sorry, dieses "Textformations-" und "Textverarbeitungsgedöns", das die 15 Jährige aus meiner Verwandtschaft als "Wahlpflichtfach" sich da geben muss, ist der selbe Krempel, den ich mir auch schon geben musste- und damals war's schon sehr rückständig und überholt.


Wer Microsoft WORD (insert veraltete Versionsnummer hier) für das Maß aller Dinge halten muss weil er sonst nichts kennt, Windows XP als einizgstes OS kennt und sonst von nichts eine Ahnung haben kann, weil niemand da ist der es ihm erklärt, der hält zwangsläufig Facebook und Co auch für den Mülleimer für flüchtige Bekanntschaften und fragwürdige Partybildchen und das Internet für einen großen Laden, in dem alles "umsonst" ist und in dem man sich nach Herzenlust bedienen darf- auch an topaktuellen Filmchen.

Zwangsläufig.
Auf das Denkvermögen eines Individuums kann man dabei nicht all zu sehr setzen, fürchte ich.
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
Es geht nicht einmal gross um "Eltern" - ich und meine Schwester hatten die selben Eltern (höhöhö) trotzdem lädt sie als 27 Jährige deutlich kritischeres Zeug (drölfzig Bilder ihrer 1 Jährigen Tochter) hoch, als es vernünftig ist. Während sie von ihrem kleinen Brüderchen (mir) und unseren Eltern immer wieder davor gewarnt wird.

19.01.2012 11:03Beitrag von Kìna
Und, dass die Jugendlichen mit ihrem Facebook und Co ein wenig zu unsorgfältig und zu unbedarft umgehen, ist aber auch viel die gewollte (durch "Egal-Sein") oder ungewollte (eigene Uninformiertheit, Unkenntnis der Aktivitäten der Kinder im Web) Schuld der Eltern.


Bei den Jüngeren - ja: Ich erinnere mich noch an den Informatik-Unterricht, als der Lehrer sagte: "Wenn ihr Probleme bei Photoshop oder Word habt, wendet euch an [RL-Name von Sali], der hat mehr Ahnung." - das fand ich dann schon etwas bitter (zumal mein Gesuch für eine Dispens abgeschmettert wurde).

Klar, ich war damals schon ein Computer- und Internetkind welches die Möglichkeiten des Computers/Internets (nicht nur für Games) faszinierender fand, als ein rundes, über den Rasen gekicktes stück Leder.

Das Problem ist, dass in den Schulen häufig Pädagogisch starke, aber Fachlich schwache Personen sind. Okay, Mathematik könnte ich bis zu Logarithmen und Grundlagen von Integral wohl auch Unterrichten (was für Grund- und Realschule lockerst reichen würde), Lehrer sind da nicht dämliche Menschen, aber sie sind mittlerweile nicht mehr Primär auf das Fachwissen getrimmt. In Manchen Fächern benötigt man eben sogenannt "Wütende Nerds" ;)

SOPA ist primär auch nicht für ein "dummes Volk" gedacht - aber es legt einen Grundstein für die Möglichkeit Extremer Zensur (wie man sie aus China kennt). Da die IANA allerdings für alle Top-Level-Domains zuständig ist und dem US-Wirtschaftsministerium untersteht, betriffts wohl nicht nur USA sondern die ganze Welt.
Thiri
Die Silberne Hand
Thiri
85, Gnom, Priesterin
0
[...]
Das Problem ist, dass in den Schulen häufig Pädagogisch starke, aber Fachlich schwache Personen sind. Okay, Mathematik könnte ich bis zu Logarithmen und Grundlagen von Integral wohl auch Unterrichten (was für Grund- und Realschule lockerst reichen würde), Lehrer sind da nicht dämliche Menschen, aber sie sind mittlerweile nicht mehr Primär auf das Fachwissen getrimmt. In Manchen Fächern benötigt man eben sogenannt "Wütende Nerds" ;)
[...]



Da möchte ich als ehemaliger Lehramtler bitte schnell einhaken: Zumindest auf Gymnasiallehrer trifft das leider eher im Gegenteil zu. An der Uni wird nämlich extrem viel fachliches, dafür aber kaum pädagogisches gelehrt. Erschwerend kommt dazu, dass etwa 70% des fachlichen nicht für den Unterricht am Gymnasium relevant sind, weil eben Uni-Niveau.
Allerdings trifft das nur auf die klassischen Disziplinen (also die regulären Schulfächer) zu. In Punkto Informatik oder auch "alles, was irgendwie mit Computern/Netz zu tun hat", fehlt einfach komplett das Interesse der Ministerien und anderer Bildungsbehörden. Es ist da schlicht und ergreifend komplett irrelevant, ob ein Lehramtler eine Zusatzqualifikation in diesem Feld mitbringt. Ich denke, an der Stelle müsste als erstes ein Umdenken her. Gerade, weil die Leute, mit denen ich studiert habe, teils selbst von PCs und dem Internet so viel Ahnung hatten wie ich vom Stricken: Ich weiß, dass es das gibt, und man viele tolle Sachen damit machen kann. Aber ich wüsste nicht einmal, wie ich Stricknadeln in die Hand nehmen müsste.

...So, nachdem der Beitrag ja vor allem SOPA diskutieren soll, entschuldige ich mich fürs Offtopic.

Zum Thema SOPA: Für mich dürfte es da nicht einmal eine Diskussion geben. Dieser Gesetzesvorschlag ist so daneben und lädt geradezu zum Missbrauch ein, dass ich einfach nicht begreifen kann, wie so etwas es so weit geschafft hat.
..Okay, wenn ich mir unsere Netzsperren (siehe anderer Thread zum Thema) angucke, dann weiß ich schon, warum.
Albert Einstein hatte doch recht mit seinem Universum und der Dummheit der Menschen, und der Unendlichkeit beider.
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
@Thiri: Gymnasiasten und Universitätler machen die Minderheit aus - klar, auch dort gibts Schüler welche irgendwie "deppert" sind - doch neigen meiner Erfahrung nach eher die "bildungsfernen Schichten" (wie es doch so schön heisst...) zu gefährlichem Verhalten im Netz...

@Topic: Dass man Illegale sachen im Netz sperren will, leuchtet mir ein - es muss ja nicht so liberal sein wie es die Schweiz handhabt (Download legal, upload illegal - Cracken/Hacken verboten). Aber wo setzt man die Grenze...? Das Ach so Freie Amerika sollte mal checken, wie sie das Netz mit so etwas einengen...
Ventosa
Zirkel des Cenarius
Ventosa
85, Nachtelfe, Druidin
4925
Hat nicht auch Google mal drüber nachgedacht, den Dienst für Heute zu quittieren? Ich denk DAS hätte extremere ausmasse...

Nur Google.com (über Proxy erreichbar). Den Rest der Welt kann es ja auch egal sein was die Amis für lustige Gesetze erfinden. Für uns ändert sich ja nichts.


Danke für diese feine und gute ironie, mit einem hauch Sarkasmus, abgeschmeckt mit einer feinen prise Zynismus.

Oder war das jetzt wirklich ernsthaft gemeint?

Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
Wann ist diese SOPA-Diskussion denn durch... bzw wann erfährt man ob das Internet nun abgeschaltet wird oder nicht...?

Ging das an mir vorbei...?

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