Thema Gegen Politik wehren?
Trve
Thrall
Trve
75, Nachtelf, Jäger
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Hallo,

seit einiger Zeit macht sich bei mir eine immer größere Unruhe bezüglich unserer Politik breit.
Will da nichts genaues nennen, aber vieles beunruhigt mich halt und ich hab den Dran friedlich (!) dagegen vorzugehen.

Was kann ich tun?
Bekannt ist mir nur die klassische Demonstration. Irgendwo einmal langspazieren, in Trillerpfeifen pusten, Schilder hochhalten und (wenn überhaupt) im TV belächelt werden.
Sowas auf die Beine zu stellen, nur um hinterher doch nichts zu erreichen, ist doch arg frustrierend.

Bleibt dem Volk denn keine andere Möglichkeit? Müssen wir echt bis zum Ende der Legislaturperiode warten, wo wir neue Wahlen treffen können?

liebe Grüße
Kalecgyos
Aegwynn
Kalecgyos
85, Mensch, Magier
13435
Joa, auf friedlichem Weg kannst nur warten.
Und dann evtl. mit einer eigenen Partei an den Start gehen.

Aber kannst dich ja mal umsehen, wie die Staaten in Afrika letztes Jahr ihre Regierungen losgeworden sind.
Gnomerix
Aegwynn
Gnomerix
6, Gnom, Krieger
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Aber kannst dich ja mal umsehen, wie die Staaten in Afrika letztes Jahr ihre Regierungen losgeworden sind.

Sollten wir hier auch mal versuchen. :D
Trve
Thrall
Trve
75, Nachtelf, Jäger
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Hehe, wenn es keine friedliche Methode gibt, diesen Schlamm aus dem Reichstag zu wischen, wirds wohl so sein müssen^^

Da fällt mir ein: Wie organisiert man denn eine Demonstration? Die müssen doch angemeldet und genehmigt sein, damit das nicht unter Landfriedensbruch oder so fällt...
Glaub kaum, dass es eine Art Amt gibt, wo man reinspaziert und sagt "Mahlzeit, ich will gegen unsere Regierung Demonstrieren!" Oo
Salinja
Die Aldor
Salinja
85, Nachtelfe, Jägerin
4910
Nunja... Nächstes Jahr wird gewählt und Angie hat den Gegenparteien den Wind aus den Segeln genommen.

Kernkraft und Mindestlöhne...

Trotzdem gibt sie mir als Schweizer keine Rechtfertigung - das wird wohl auf "Merkel macht es zwar falsch, aber der Wahlgegner hat noch gar nix gemacht... wählen wir Merkel, die macht wenigstens was."

Und dann werden die AKWs wieder hochgefahren, Mindestlöhne werden bei 8ct die Stunde festgelegt ("Hey, Ich sagte Mindestlöhne, wie hoch die sind, sagte ich nie!") und weiterhin wird Geld nach Griechenland geschickt anstelle Deutsche Strassen zu Reparieren.

Ich persönlich hoffe, dass Merkel und Sarkozy abgesetzt werden - dann ein paar Länder aus der Teuropäischen Union werfen und gut ist.
Crowyn
Eredar
Crowyn
85, Untoter, Magier
4995
Zuerst würde mich interessieren, was genau dich an der heutigen Politik stört....



19.01.2012 13:56Beitrag von Salinja
Und dann werden die AKWs wieder hochgefahren


Wenn es notwendig ist.....Kernenergie ist nicht der Grund für einen hohen Co2 Ausstoß der unsere Umwelt verpesten und die Erderwärmung vorantreibt.



19.01.2012 13:56Beitrag von Salinja
Mindestlöhne werden bei 8ct die Stunde festgelegt ("Hey, Ich sagte Mindestlöhne, wie hoch die sind, sagte ich nie!"


Lohnstagnation und die niedrigen Mindestlöhne sind unter anderem der Grund für den sehr gut verlaufenen Aufschwung Deutschlands nach der Krise. Warum eine eigentlich konservative Partei überhaupt über Mindestlöhne diskutiert ist eher meine Frage.



19.01.2012 13:56Beitrag von Salinja
weiterhin wird Geld nach Griechenland geschickt anstelle Deutsche Strassen zu Reparieren.


Die hervorragende Infrastruktur ist der Grund, warum Investoren von Deutschland angezogen wurden. Die schlechte Lage Griechenlands ist das, was sie von Europa abhält. Was sollte also unser Plan sein ?
Salinja
Die Aldor
Salinja
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4910
19.01.2012 16:21Beitrag von Crowyn
Wenn es notwendig ist.....Kernenergie ist nicht der Grund für einen hohen Co2 Ausstoß der unsere Umwelt verpesten und die Erderwärmung vorantreibt.


Von A-Z (Abbau, Anreicherung, Transpurt, Nutzung, Wiederaufbereitung, Abklinglagerung und Endlagerun) ist Kernenergie definitiv auch nicht CO2 Neutral - bringt dazu einige Strahlen- und Gifttechnische Probleme mit sich. Nur weil beim AKW oben nur Wasserdampf rauskommt, heisst es nicht, dass das Uran einfach so sauber ist minjung ;)



19.01.2012 16:21Beitrag von Crowyn
Lohnstagnation und die niedrigen Mindestlöhne sind unter anderem der Grund für den sehr gut verlaufenen Aufschwung Deutschlands nach der Krise. Warum eine eigentlich konservative Partei überhaupt über Mindestlöhne diskutiert ist eher meine Frage.

Während Arbeitnehmer beim Staat anklopfen müssen um trotz Arbeit auf das Einkommen eines Hartzers zu kommen. Woher die Kohle kommt ist auch klar: Steuern. Schonmal überlegt warum die Steuern in Deutschland so extremst hoch sind...?
Meines Erachtens liegt das Problem allerdings nicht in den Mindestlöhnen sondern in dem Tolligen Arbeitnehmerschutz, welcher schon ein paar Firmen in die Schweiz trieb. Nicht für Briefkästen, sondern zur Produktion. Wie war das... Hochpreisinsel?
Die Firmen sind sorgfältig darin wen sie Einstellen: Wie man die Leute wieder loswird, ist schwierig.


19.01.2012 16:21Beitrag von Crowyn
Die hervorragende Infrastruktur ist der Grund, warum Investoren von Deutschland angezogen wurden. Die schlechte Lage Griechenlands ist das, was sie von Europa abhält. Was sollte also unser Plan sein ?


Schauen wir mal vom Nationalen aufs Kommunalnetz: Gemeinden und Städte können den Unterhalt nicht mehr bezahlen, weil der Staat zu viel abschöpft. Die Folge: Gemeinden versteigern ihre Schlaglöcher um die Reparatur finanzieren zu können.
Crowyn
Eredar
Crowyn
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19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Während Arbeitnehmer beim Staat anklopfen müssen um trotz Arbeit auf das Einkommen eines Hartzers zu kommen


betrachten wir daraufhin den nächsten Satz:



19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Woher die Kohle kommt ist auch klar: Steuern.


Und nun schauen wir, welches Land trotz hoher Steuern auf dem klar ersten Platz der unternehmerfreundlichsten Länder im europäischen Raum steht.

19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Meines Erachtens liegt das Problem allerdings nicht in den Mindestlöhnen sondern in dem Tolligen Arbeitnehmerschutz, welcher schon ein paar Firmen in die Schweiz trieb


Es gibt viele Konkurrenten, die Firmen aus Deutschland abwerben, Und bei allem nötigen Respekt: Die Schweiz, gehört nicht dazu.



19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Nicht für Briefkästen, sondern zur Produktion


Niemand hat behauptet ein gescheiter Unternehmer legt einen produktionsintensiven Prozess in das deutsche Innland. Im Bereich der hoch qualifizierten Jobs, vor allem was die Dienstleistungen angeht, schwebt Deutschland mit "Ersatzraten" von 121 % eine klare Richtung vor.

19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Schauen wir mal vom Nationalen aufs Kommunalnetz: Gemeinden und Städte können den Unterhalt nicht mehr bezahlen, weil der Staat zu viel abschöpft.


Was ist der Plan ? Richtig, hin zum liberalen. Und so sollte die Verstärkung von Unternehmen, das Drücken auf die Schuldenbremse der richtige Weg sein. Moment, wir haben eine liberal/konservative Regierung. Vielleicht ist es genau das, was im Moment ihr Fehler ist.
Gnomerix
Aegwynn
Gnomerix
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Bearbeitet von Gnomerix am 19.01.12 17:54 (UTC)

Lohnstagnation und die niedrigen Mindestlöhne sind unter anderem der Grund für den sehr gut verlaufenen Aufschwung Deutschlands nach der Krise. Warum eine eigentlich konservative Partei überhaupt über Mindestlöhne diskutiert ist eher meine Frage.

Erzähl das mal Menschen die (vielleicht nicht in Deutschland) für 150€ im Monat arbeiten. Hey, dir geht's sche!ße und nagst am Hungertuch, aber Hauptsache mit deinem Land geht's Bergauf.

Ob du wohl die selbe Einstellung hättest wenn du 5€ die Stunde verdienen würdest (die Wahrscheinlichkeit, dass du mehr verdienst oder noch gar nicht arbeitest, scheint mir extrem hoch bei der Aussage)?
Crowyn
Eredar
Crowyn
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Bearbeitet von Crowyn am 19.01.12 17:55 (UTC)
19.01.2012 18:52Beitrag von Gnomerix
Erzähl das mal Menschen die (vielleicht nicht in Deutschland) für 150€ im Monat arbeiten. Hey, dir geht's sche!ße und nagst am Hungertuch, aber Hauptsache mit deinem Land geht's Bergauf.


Niemand freut sich über so etwas das ist klar. Wenn sich Deutschland allerdings im Aufschwung befindet kann man ja darüber nachdenken, ob man vielleicht zu einem Keynesianier mutiert =)

Und eines sollte noch klar sein, und ich verstehe nicht warum das nicht ankommt. In Deutschland nagt NIEMAND der legal arbeitet am Hungertuch. Nicht umsonst hat Deutschland eine vergleichsweise geringe Armutsrate.
Gnomerix
Aegwynn
Gnomerix
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Das war jetzt auch nicht auf Deutschland bezogen, hier arbeitet ja niemand für 150€. Ich sehe auch noch ein, dass es Bereiche gibt, in denen es unmöglich ist in Saus und Braus zu leben. Aber was nicht sein kann ist, dass es Firmen gibt, die ihre Mitarbeiter wie den letzten Dreck behandeln und sich selbst die Taschen vollstopfen. Und dagegen sollte was getan werden.
Crowyn
Eredar
Crowyn
85, Untoter, Magier
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19.01.2012 19:08Beitrag von Gnomerix
dass es Firmen gibt, die ihre Mitarbeiter wie den letzten Dreck behandeln und sich selbst die Taschen vollstopfen


Woher nimmst du diese Information ?
Gnomerix
Aegwynn
Gnomerix
6, Gnom, Krieger
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Bearbeitet von Gnomerix am 19.01.12 18:32 (UTC)
dass es Firmen gibt, die ihre Mitarbeiter wie den letzten Dreck behandeln und sich selbst die Taschen vollstopfen


Woher nimmst du diese Information ?

Davon gibt es hier viele. Was meinst du wer sich bewirbt die 1€ Jober einzustellen? Bestimmt niemand der sie hinterher übernehmen will. Wozu auch, Geld vom Staat und gratis Arbeitskräfte. Aber ich würde es wohl genauso machen.
Crowyn
Eredar
Crowyn
85, Untoter, Magier
4995
Davon gibt es hier viele. Was meinst du wer sich bewirbt die 1€ Jober einzustellen? Bestimmt niemand der sie hinterher übernehmen will. Wozu auch, geld vom Staat und gratis Arbeitskräfte.


Geld vom Staat: Kann nicht sein, unsere Regierung ist liberaler als man im Moment glauben kann. Der Staat eröffnet lediglich niedrigere Zinsen mit der "Taktik" staatliche Investitionen zu drücken.

Kurzarbeit war in der Krise sinnvoll...im Moment ist es das nicht mehr. Das wissen Unternehmer und deshalb gibt es davon weniger als man glauben mag.
Lemurensohn
Anub'arak
Lemurensohn
55, Untoter, Todesritter
90
19.01.2012 18:55Beitrag von Crowyn
Niemand freut sich über so etwas das ist klar. Wenn sich Deutschland allerdings im Aufschwung befindet kann man ja darüber nachdenken, ob man vielleicht zu einem Keynesianier mutiert =)


Man kann nicht zum Keynesianer mutieren. In der Lehre von Keynes geht es um Instabilität und nicht um Schuldenmachen.

Entweder man glaubt die Marktwirtschaft ist ein sich selbstregulierendes System ohne Schwachstellen ist oder man glaubt es nicht.

Der Thread wird eh geschlossen Politik und so.
Trve
Thrall
Trve
75, Nachtelf, Jäger
0
In Deutschland nagt NIEMAND der legal arbeitet am Hungertuch.

Mein eigener Bruder. Niedriglöhner auf dem Lande, ein Arbeitsweg so lang, dass es vom Staat (oder Arbeitgeber?) Spritgeld gibt - wenn er nicht knapp 1km unter der festgesetzten Marke gesessen hätte.
Er arbeitete quasi nur, um das Benzin für den Weg zur Arbeit zu bezahlen. Andere Arbeit gab es in dem Kaff nicht.
Niemand nagt am Hundertuch? Glaubste selbst nicht.

Jemand fragte, was mich an unserer Politik stört.
Natürlich stören mich auch mehr oder weniger unpolitische Probleme wie die Spritpreise, stiegende Kosten für Lebensmittel, viele Steuern...was mich als einfachen Arbeiter eben so nervt, das Geld kommt ja mit einem Fingerschnippen ins Haus geflattert. ;)
Was mich am meisten stört ist, wie die Politik allgemein funktioniert - wir (und eben auch zich Millionen BILD-Abonennten) wählen für ein paar Jahre ein paar Menschen, die dann alles machen dürfen, was sie wollen und wir können denen nix dafür.

Bestes Beispiel, was wohl vielen schon zum Halse raus hängt: Stuttgart 21. Das Volk, welches in einer Demokratie die Entscheidungen zu fällen hat, will den Bau nicht, weil es die Stadt verschandelt und nach vielen Meinungen von Menschen, die sich damit auskennen werden, im Vergleich zum Nutzen zu wenig Gewinn einbringen wird, weil diesen Bahnhof einfach kein Schwein braucht. Es wurde verhältnismäßig friedlich demonstiert, das Volk hat gesagt, was es will (oder in diesem Fall eben nicht will^^) und sie wurden daraufhin mit Wasserwerfern teilweise ins Krankenhaus geschossen. Die Demonstranten dürften sowas nicht, mit Waffengewalt erreichen, was sie wollen (was ich ehrlich gesagt gut finde Oo ).

Ich fühle mich als Bürger eines demokratischen Staates irgendwie an der Nase lang geführt und veralbert und nicht ernst genommen. :(
Horpti
Gul'dan
Horpti
85, Orc, Schamanin
13685
19.01.2012 16:41Beitrag von Salinja
Von A-Z (Abbau, Anreicherung, Transpurt, Nutzung, Wiederaufbereitung, Abklinglagerung und Endlagerun) ist Kernenergie definitiv auch nicht CO2 Neutral - bringt dazu einige Strahlen- und Gifttechnische Probleme mit sich. Nur weil beim AKW oben nur Wasserdampf rauskommt, heisst es nicht, dass das Uran einfach so sauber ist minjung ;)


Wenn man das so betrachtet, sind dann natürlich sämtliche Arten Energie zu erzeugen nicht CO²-neutral. Denn z.B. egal ob Wind-, Wasser- oder Atomkraft, sämtliche beteiligten Fahrzeuge fahren mit mineralölbetriebenen Aggregaten. Da steckt aber dann doch ein qualitativer Unterschied drin. Denn die kann ich prinzipiell auch komplett elektrisch betreiben. Und das gilt bei der Kernenergie ganz analog für den wesentlich für die CO2-Emission beitragenden energieintensivsten Prozessschritt, die Urananreicherung. Der kostet richtig was an Energie (z.B. die Anlage George Besse I, mit der Frankreich noch bis vor kurzem sein Uran angereichert, die hat drei Kernkraftblöcke nebenan stehen, die nur Energie für die Anreicherung lieferten, die Nachfolgeanlage ist allerdings erheblich effizienter) und wenn man als Lieferant für die benötigte Energie nicht, wie es offensichtlich sinnvoll wäre, die Kernkraftwerke in denen das Uran verbraucht wird ansetzt, sondern den nationalen Energiemix, für Deutschland dann mit entsprechend viel Kohle dabei, dann kommt man auf enorme Werte. Und produzierte so ulkige Artefakte wie z.B. die Tatsache, dass nach dieser Rechenweise französische AKWs wesentlich weniger CO² emittieren als Deutsche. Und falls jemand denkt so einen Unsinn rechnet doch niemand zusammen: Der zugehörige Wikipedia-Artikel hat als einzige Quelle eine Studie, die genau so argumentiert.

Bei einem Kohlekraftwerk hingegen steckt die CO²-Emission nicht in irgendwelchem Bedarf an Hilfsenergie, sondern unmittelbar im Prozess selbst und deswegen kommt man da auch nicht drum herum.

Um nun zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Wieso überhaupt demonstrieren? Selbst an der Politik teilnehmen ist doch viel besser. Das muss auch nicht über Parteien geschehen, die Ministerien, Ämter und sonstige staateigene Organisationen suchen doch dauernd Leute. Und auf der Arbeitsebene hat man dann auch mal die Möglichkeit die Probleme von allen Seiten zu betrachten, denn so einfach wie es die Leute mit den Transparenten gerne hätten ist es doch selten.
Horpti
Gul'dan
Horpti
85, Orc, Schamanin
13685
20.01.2012 00:23Beitrag von Trve
Bestes Beispiel, was wohl vielen schon zum Halse raus hängt: Stuttgart 21. Das Volk, welches in einer Demokratie die Entscheidungen zu fällen hat, will den Bau nicht,


Du hast schon mitbekommen, dass ihr da eine Volksabstimmung hattet?
Und für die Entfernungspauschale gibt es meines Wissens nach auch keine Mindeststrecke.
Kuhryphäe
Frostwolf
Kuhryphäe
6, Tauren, Paladin
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20.01.2012 00:23Beitrag von Trve
In Deutschland nagt NIEMAND der legal arbeitet am Hungertuch.

Mein eigener Bruder. Niedriglöhner auf dem Lande, ein Arbeitsweg so lang, dass es vom Staat (oder Arbeitgeber?) Spritgeld gibt - wenn er nicht knapp 1km unter der festgesetzten Marke gesessen hätte.
Er arbeitete quasi nur, um das Benzin für den Weg zur Arbeit zu bezahlen. Andere Arbeit gab es in dem Kaff nicht.
Niemand nagt am Hundertuch? Glaubste selbst nicht.


Die Lösung lautet: Umziehen. Mobilität und vor allem Flexibilität sind heute extrem wichtig. Dem muss man sich beugen, ob man will oder nicht.



Bestes Beispiel, was wohl vielen schon zum Halse raus hängt: Stuttgart 21. Das Volk, welches in einer Demokratie die Entscheidungen zu fällen hat, will den Bau nicht, weil es die Stadt verschandelt und nach vielen Meinungen von Menschen, die sich damit auskennen werden, im Vergleich zum Nutzen zu wenig Gewinn einbringen wird, weil diesen Bahnhof einfach kein Schwein braucht. Es wurde verhältnismäßig friedlich demonstiert, das Volk hat gesagt, was es will (oder in diesem Fall eben nicht will^^) und sie wurden daraufhin mit Wasserwerfern teilweise ins Krankenhaus geschossen. Die Demonstranten dürften sowas nicht, mit Waffengewalt erreichen, was sie wollen (was ich ehrlich gesagt gut finde Oo ).


Irre ich mich oder gab es einen Bürgerentscheid? Da waren die Demonstranten wohl nicht 'das Volk' sondern bloß die Minderheit.
Horgor
Thrall
Horgor
16, Worgen, Jäger
40
Gleich mal vorweg - für folgendes hab ich leider keine empirischen Beweise, das ganze basiert eher auf Theorien, nicht auf Daten(+ich habe es sehr vereinfacht dargestellt):

Politik ist immer Idealismus solange du nicht politisch beteiligt bist.
Sobald du es bist, ist Politik Realismus.

Dieser Gegensatz verdeutlicht leider, dass wir wirklich eine gewisse Machtlosigkeit der Politik besitzen, da wir als Bürger grundsätzlich viel eher dazu tendieren Idealisten zu sein, als Realisten, es bei Politikern (und Interessensvertretern und und und) aber genau umgekehrt aus.
Das Problem ist, dass politischer Idealismus, der in der Praxis angewandt wird, grundsätzlich zu autoritären Systemen neigt, da es keine "einheitliche" Gesellschaft gibt und Idealismus aber meistens nicht sehr kompromissbereit ist.
Solange wir also eine Demokratie aufrechterhalten wollen, kommen wir aus diesem Realismus nicht heraus, oder anders gesagt: Bevor du das System ändern kannst, wirst du Teil des Systems und wirst damit aufhören es zu ändern.
Genau das verschafft uns dieses Ohnmachtsgefühl.
Politische Erfolge sind immer sehr, sehr klein und Teilerfolge. Eigentlich musst du als Politiker unglaublich bescheiden und genügsam sein, weil du sonst nicht mehr demokratisch agieren kannst..

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