Thema Richtig lernen
Bramir
Kil'jaeden
Bramir
85, Zwerg, Krieger
9130
Bearbeitet von Bramir am 09.02.12 20:30 (UTC)
Nabend Leute.

Ich dachte ich mach hier im Forum mal einen Thread auf mit einem Thema, dass sicher einigen bekannt sein dürfte.

Anlass ist meine Matheprüfung vom Dienstag, für die ich mich 6 Wochen intensiv vorbereitet habe um dann (teils) an einfachsten Umformungen zu scheitern. Wie lernt ihr möglichst effektiv neuen Stoff sodass er sauber am Stichtag präsent ist? Und wie verhindert ihr Aussetzer wie ich sie hatte?

MFG
Ein frustrierter Zwerg

[EDIT] war ja klar, falsches Unterforum. Sollte eigentlich im "Wissenschaft & Technik"-Bereich landen
Kuhryphäe
Frostwolf
Kuhryphäe
6, Tauren, Paladin
0
Repetitio est mater studiorum.

Soll heißen: nicht einen Tag vor der Klausur 8 Stunden am Stück Stoff reinprügeln, sondern in kleinen Dosen und viel wiederholen, so kommt es im Langzeitgedächtnis an.

Und Prioritäten setzen; also eine feste Uhrzeit täglich freihalten, in der nur gelernt wird.
Tachikoma
Kel'Thuzad
Tachikoma
85, Nachtelfe, Priesterin
5770
Ganz wichtig... in Gruppen. Drei Leute empfinde ich dabei als Optimum.
Dabei auch nicht unbedingt Leute, die alle auf dem gleichen Niveau rumhängen, gute Schüler/Studenten wiederholen es beim beibringen, erhalten manchmal auch neue Erkenntnisse und festigen den Stoff. Der schwache Schüler/Student sieht endlich Zusammenhänge und kann dementsprechend Zeit sparen (Menschen können es einem eigentlich immer besser beibringen als Bücher).
In Gruppen kann man auch gut an einer Tafel oder ähnliches arbeiten um als Gruppe knifflige Sachlagen besser zu besprechen.
Schon oft verzweifelten einzelne Personen einer Gruppe, zusammen hat immer irgendwer ein Teil des Puzzles hinzugefügt und alle hatten etwas davon.

Einen Tag vor der Klausur/Prüfung ist es meist zu spät, eine Woche brauch ich für meine Prüfungen minimal, zwei bis drei sind gut.

Und Blackout bei Prüfungen, kenne ich schon einige Fälle. Das Problem, man gerät in Panik, Adrenalin wird ausgeschüttet... ein Mechanismus unseres Körpers der vielleicht früher bei der Jagd half, in der Prüfung doch hinderlich ist, denn zwar wird unsere Reaktionsgeschwindigkeit geschärft und unsere Kraft erhöht... aber das bringt einem bei einer Prüfung nichts. Dafür wird das Denken erschwert, logische Zusammenhänge werden schwerer zu erkennen, Erinnerungen nicht mehr so greifbar, Fehler häufiger.
Daher, falls dieser Fall eintrifft sich dies Bewusst machen, tief durchatmen, Ruhe bewahren. Verhindern kann man soetwas nicht, aber versuchen wieder einen kühlen Kopf zu bewahren.
Sera
Der Abyssische Rat
Sera
85, Mensch, Paladin
5310
Bearbeitet von Sera am 10.02.12 09:18 (UTC)
Das ist ein ziemliches Phänomen. Ich hatte während meines Studiums mehrere Klausuren und mündliche Prüfungen für die man Monate lernen musste. Das Skript war meist ein paar hundert Seiten stark und es konnte alles beliebig detailliert drankommen.

Ich habe festgestellt, dass es verschiedene Formen des Lernens und des Verstehens gibt.

Man hört immer so Weisheiten: "Auswendig lernen ist nicht das Ziel, man soll es verstehen!"

Der Punkt ist, wenn man etwas nicht versteht oder nicht in angemessener Zeit rekonstruieren kann, dann muss man es auswendig lernen. Sei das ein Absatz in einem Buch, oder sei das ein mathematischer Beweis der über 2 Seiten geht.

Man darf sich nicht von vornherein Themen nehmen und sagen: "Das kommt doch eh nicht dran." oder "Das kann ich dann schon.". Im Zweifel kannst du garnichts, das heißt das Üben und die Wiederholung muss stets das komplette Thema beinhalten.

Dafür braucht man aber einen Zeitplan. Dieser sollte vorallem regelmäßig sein. Es gibt so Spezialisten die lernen 15 Stunden am Tag und sind dann ganz stolz drauf. Manch einer kann so auch lernen, die meisten brauchen aber kleine konzentrierte Lerneinheiten.
Realistisch Themenbereiche abstecken die man sich am Tag vornimmt und alles durchgehen.

Je länger man schon für ein Thema lernt, desto mehr kann man pro Tag schaffen, da mehr von früheren Einheiten hängen bleibt.

------------------------
Beispiel:

Ich hatte eine große mündliche Prüfung die auf mich zukam. 6 Wochen Zeit - Mathematische Stochastik, ich hab keine Ahnung von irgendwas, erstmal bissl Panik. Also bin ich jeden Morgen um 9 in der Uni gewesen und habe täglich 6 Stunden in Ruhe gelesen und gemacht.

Zunächst die leichten Themen gelesen, nix verstanden. Empfohlenes Buch vom Prof rausgeholt und drin geschmökert. Nix verstanden. Die erste Woche war... nicht so erfolgreich. Ich habe einfach erstmal geschaut was eigentlich zu tun ist, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wieviel ich am Ende im Kopf haben muss. Aber immer so, dass ich die 6 Stunden absitzen musste.

In der zweiten Woche hab ich erstmal vom Lesen abgesehen und mich an das Verstehen der Grundlagen gemacht. "Ach, das ist hier ein Vektor... das da ist orthogonal zu dem da? Was bedeutet das eigentlich für meine Abbildung." Die Großen Themen hab ich immernoch nicht verstanden, Panik war noch nicht da, aber mir war mulmig.
Am Ende der dritten Woche konnte ich plötzlich einen der Kernsätze und die Definitionen. Am Ende der vierten hatte ich eine grobe Ahnung von allen Sätzen die mir wichtig schienen; Und ab da ging das auswendig lernen los.

Das war eine der Prüfungen bei denen es bei mir wirklich sehr gut zeitlich geklappt hat.
--------------------------

Wichtig ist vor allem, dass man ehrlich zu sich ist. Wenn man etwas nicht versteht, dann muss man merken und zugeben, dass man es nicht versteht. Erst dann kann man dran arbeiten.

Für das Rechnen ist das ebenso. Ich zum Beispiel bin nicht besonders rechenfest. Das bekämpft man am besten indem man übt. Üben, üben, üben. Am besten eine Liste haben um zu sehen wo die Probleme liegen.

Wichtig ist vorallem, dass man Übersicht bewahrt und nicht zwei Tage vor der Prüfung merkt, dass man ja die eine Sorte von Aufgaben noch garnicht gerechnet hat.

Prüfungssituation und Lernsituation: Andere sind beim Lernen wichtig. Keine Frage, wie einer der Vorposter es schon sagte.

Aber! Miss dich bloß nicht an anderen. Wenn jemand dir stolz erzählt: "Ich hab gestern noch 15 Stunden gelernt", dann ist das meist nur Gerede und Selbstdarstellung. Genauso wie "Das Thema ist voll einfach!"

Wichtig in der Lernphase ist, dass du weißt wo deine Schwächen liegen. Wenn du etwas nicht verstehst oder etwas nicht weißt, dann musst du diese Lücke schließen.

Klar, man weiß nicht alles über ein Thema. Man sagt ja immer: "Wir lernen auf Lücke." Das Problem entsteht dann, wenn man in größeren Themenbereichen sitzt, wenn die Klausur über 3 Vorlesungen geht und jede Vorlesung hatte 2000 Folien an der Wand und alles ist relevant. Dann wird aus "Lücken-Lernen" schnell "Insel-Lernen".

Man darf sich nicht verrückt machen. Sone Brocken löst man nur, indem man breit gefächert das Thema versteht, damit man es in der Prüfung dann angemessen rekonstruieren kann.

So hat es bei mir zumindest in Mathe immer geklappt.
Nâzghul
Mal'Ganis
Nâzghul
85, Orc, Hexenmeister
6035
Bearbeitet von Nâzghul am 10.02.12 11:19 (UTC)
09.02.2012 21:29Beitrag von Bramir
Anlass ist meine Matheprüfung vom Dienstag, für die ich mich 6 Wochen intensiv vorbereitet habe um dann (teils) an einfachsten Umformungen zu scheitern. Wie lernt ihr möglichst effektiv neuen Stoff sodass er sauber am Stichtag präsent ist? Und wie verhindert ihr Aussetzer wie ich sie hatte?

wenn es an einfachen umformen scheitert, wo zugegebenermaßen viele mit schwierigkeiten haben, dann sollte man einen teil der "lernzeit" auch damit verbringen diese alten sachen sich wieder reinzuprügeln. wie soll man sonst an die kompliziertere mathematik gehen, wenn man die grundlangen noch nicht beherrscht?

-wie schon einige meiner vorredner erwähnt haben ist gruppenlernen sehr effektiv (wenn alle am selben strang ziehen und niemand mit einer "kein bock" haltung dabei ist). man lernt 1. unbewusst länger, ohne dass der stoff einem zu öde wird, um weiterzumachen,
2. verfestigt man den stoff bei sich selbst, wenn man versucht anderen etwas zu erklären und bekommt nen haufen neuer erkenntnisse, zB. warum etwas so ist wie es ist. es sollten trotzdem nicht zu große gruppen werden, würd vorschlagen max 3 personen. 2 find ich optimal.

-besorgt euch unbedingt klausuren aus den letzten semestern/jahren! die profs sind auch nur menschen und oft zu faul, ihre klausuren jedes jahr komplett neu zu strukturieren, ohne etwas an den themen zu verändern. zudem kann man sich schon auf bestimmte "fallen" vorbereiten, die evtl drankommen werden. ab und zu hat man glück und es kommt die identische klausur dran, die man gelernt hat -> 1 inc
wenn eine mündliche prüfung ansteht, sprecht mit leuten, die dies schonmal gemacht haben und fragt, worauf legt mein lehrer/prof besonders wert, was fragt auf jedenfall?...etc

-versuch dir einen überblick über die themen zu beschaffen. meistens sind das nur 2-3 die in der klausur abgefragt werden. dann schätzt du die zeit in, die fürs lernen insgesamt brauchen wirst. bei mir liegt die zeit ca immer um 1 monat. ich nehm mir extra viel zeit, um enspannt an den stoff zu gehen, ohne zeitdruck, den du haben wirst, wenn du übermorgen prüfungen hast und du gerade mal die hälfte kannst.

-kaffee mit zu klausur nehmen (besonders morgens), oder esst iwas süsses kurz vor der klausur, gibt alles kurzzeitig energie

-literatur besorgen, manche skripte geben nicht den vollen umfang über ein thema, das in den klausuren verlangt wird

-eine sache noch, die ich für einen gute idee halte: gebt anderen leuten, neben dem studium/schule, nachhilfe in mathe. realschule/gym etc... vorteile:
1. man bekommt ne relativ gute bezahlung
2. grundlagen verfestigen sich bei dir (zB algebra), wenn du es anderen erklärst
3. flexible arbeitszeiten
man schlägt also viele fliegen mit einer klappe
Arlòn
Das Konsortium
Arlòn
85, Blutelf, Paladin
6405
Bearbeitet von Arlòn am 10.02.12 10:16 (UTC)
es gibt eine sehr gute methode zu lernen damit kann man sich massenhaft informationen in kürzester zeit einprügeln kann jedoch ist diese hier zu erwähnen nicht erlaubt da sie auf substanzen zurückzuführen ist die man nur besitzen darf wenn man das dazugehörige rezept vorweisen kann ^^
Sera
Der Abyssische Rat
Sera
85, Mensch, Paladin
5310
10.02.2012 11:16Beitrag von Arlòn
es gibt eine sehr gute methode zu lernen damit kann man sich massenhaft informationen in kürzester zeit einprügeln kann jedoch ist diese hier zu erwähnen nicht erlaubt da sie auf substanzen zurückzuführen ist die man nur besitzen darf wenn man das dazugehörige rezept vorweisen kann ^^


Ja, das bringt auch so viel, da man ja auch Zusammenhänge so gut versteht, die über die "Nennen Sie die 6 D's der Marktforschung" hinausgehen.
Arlòn
Das Konsortium
Arlòn
85, Blutelf, Paladin
6405
Bearbeitet von Arlòn am 10.02.12 12:44 (UTC)
es gibt eine sehr gute methode zu lernen damit kann man sich massenhaft informationen in kürzester zeit einprügeln kann jedoch ist diese hier zu erwähnen nicht erlaubt da sie auf substanzen zurückzuführen ist die man nur besitzen darf wenn man das dazugehörige rezept vorweisen kann ^^


Ja, das bringt auch so viel, da man ja auch Zusammenhänge so gut versteht, die über die "Nennen Sie die 6 D's der Marktforschung" hinausgehen.



ja auch zusammenhänge werden einem dann schneller bewusst, der wirkstoff hilft einem nicht nur dabei sich stupide alles zu merken, darum gibt es ja auch genügend studenten und akademiker die sich dafür einsetzen das es einfacher zugänglich gemacht wird nur wirds niemals passieren denn es muss ja auch handwerker geben und leute die nen verstopftes klo wieder "fixen" wenns mal nichtmehr abfließen will...
Kalecgyos
Aegwynn
Kalecgyos
85, Mensch, Magier
13435
Außerhalb der Mathematik wird nur geschwaffelt.

Mathe muss man verstehen, bei allem anderen kann man sich den Stoff auch locker um 75% kürzen indem mans mit weniger heißer Luft formuliert.
Tachikoma
Kel'Thuzad
Tachikoma
85, Nachtelfe, Priesterin
5770
Bearbeitet von Tachikoma am 10.02.12 15:47 (UTC)
10.02.2012 13:43Beitrag von Arlòn
ja auch zusammenhänge werden einem dann schneller bewusst, der wirkstoff hilft einem nicht nur dabei sich stupide alles zu merken, darum gibt es ja auch genügend studenten und akademiker die sich dafür einsetzen das es einfacher zugänglich gemacht wird nur wirds niemals passieren denn es muss ja auch handwerker geben und leute die nen verstopftes klo wieder "fixen" wenns mal nichtmehr abfließen will...

Ja mehr Drogen! Die Spätfolgen lassen wir außen vor... wir sollten auch die Sportler sich alle dopen lassen, wer am besten doped und nicht stirbt, gewinnt!
Würden alle den Stoff nehmen, würde das den Studenten sicherlich helfen, dann würde der Stoff einfach noch schwerer werden, diejenigen, die nichts nehmen, bleiben auf der Strecke, weil sie den unfairen Anforderungen nicht gewachsen sind. Eine Endlosspirale beginnt, jeder versucht besseres Mittel zu nehmen, erst ist es ein Mittel, aber wo ist der Schlußstrich?
Und unendlich lang kann man solche Mittel auch nicht nehmen, im späteren Leben muss man auch ohne Hilfsmittel den Job bewältigen können und nicht nur zugedröhnt.

Achso, was ich noch vergessen hatte zu erwähnen, was mir sonderlich gut hilft: Lernen an einem neutralen Ort. Zu Hause vor dem PC kann ich kaum lernen, am besten fahr ich dafür in die Uni auch wenn es noch so weit weg ist, es ist eine neutrale Umgebung, wenig Ablenkung, Ruhe, sodass man sich voll aufs Lernen konzentrieren kann. Muss auch nicht die Uni sein, ein Cafè oder sonstiges tut es auch, solange es ein neutraler Ort mit wenig Ablenkung ist.
Bramir
Kil'jaeden
Bramir
85, Zwerg, Krieger
9130
10.02.2012 16:00Beitrag von Kalecgyos
Außerhalb der Mathematik wird nur geschwaffelt.


Lass mich raten: Du studierst Mathematik? ;)

Und danke für alle Antworten. Leider habe ich die ganzen Tipps schon immer beherzigt. Lernen tu ich mit 3-4 Leuten an Uni, abgelenkt wird man da nicht, und nach 6 Semestern Bachelor wage ich zu behaupten meine Schwächen ganz gut zu kennen.
Mein Problem liegt eher in "am Stichtag präsent sein". Speziell im Fach Mathematik (ist nicht die erste Klausur bei diesem Prof) gehen mein Wissensstand und das was ich zu Papier bringe deutlich auseinander. "Tief durchatmen und beruhigen" ist nett, hilft mir aber bei einer dermaßen zeitkritischen Klausur auch nur bedingt weiter.

Es muss doch eine möglichkeit geben, wie man Flüchtigkeitsfehler (Vorzeichen vertauschen, einfachste Additionen/Divisionen) sauber vermeiden kann ohne sich jede Umformung dreimal ansehen zu müssen. Brachiales lernen stößt irgendwann an meine Grenzen.
Tachikoma
Kel'Thuzad
Tachikoma
85, Nachtelfe, Priesterin
5770
Also wer es ins 6. Semester schafft, der sollte eigentlich keine großen Problem mehr haben bzw. Probleme sehen, eine Klausur nicht zu schaffen.

Ich selber kenne das Problem mit dem "Am Tag abrufen können" bei mündlichen Prüfungen, zu wenig Zeit zum genauen Nachdenken, Nervosität weil Leute auf die Antwort warten, da liegt meine Schwäche. Kann bei soetwas nicht mehr die Gedanken klar ordnen.

Flüchtigkeitsfehler vermeiden... tja ordentlich arbeiten würd ich jetzt sagen, aber ich kann es nur zu gut verstehen, diese Woche erst eine Klausur wiederbekommen, da habe ich von einem Term nur die wichtige Hälfte mitgenommen und weiter bearbeitet (den Rest nimmt man sonst als Balast mit, solch ein 2/T bei einer Z-Transformation), das kostet ordentlich Punkte und man würde sich am liebsten selbst dafür schlagen.

Ein Patentrezept hab ich nicht, ich selber bin kein Musterstudent, für den Bachelor hats bisher gereicht und wenn nun nichts alzu unmögliches auftaucht wird auch der Master gut gehen, aber irgendwo sind einfach die Grenzen gesteckt... zumindest für mich.

Nebenbei, die Mathematik ist vielleicht genau, aber da wird nicht weniger geschwafelt bei den Definitionen... und nur Mathematik bringt einen auch nicht weiter, wenn man keinen Grund hat, sie anzuwenden. Unwichtig sind kaum Studiengänge, denn irgendwo braucht man halt solch ausgebildeten Leute... nur könnte man vielleicht einige Fächer umstrukturieren, BWLern etwas mehr Mathe beibringen zum Beispiel, dann müssten Banken nicht mehr auf Ingenieure zurückgreifen müssen, wenns ums rechnen geht...
Arlòn
Das Konsortium
Arlòn
85, Blutelf, Paladin
6405

Ja mehr Drogen!


jup klar mein ich drogen *facepalm* die gibts ja auch immer so leicht beim doc auf rezept ...
Tachikoma
Kel'Thuzad
Tachikoma
85, Nachtelfe, Priesterin
5770
Falls du Ritalin meinst... ja es ist eine !@#$%. Es ist egal, obs beim Arzt erhältlich ist oder nicht...
Orl
Thrall
Orl
2, Tauren, Krieger
0
Bearbeitet von Orl am 10.02.12 19:24 (UTC)
Zum lernen selber gibts kein "Allgemeinrezept".
Ich selber bevorzuge das "Last-Minute-Lernen", weil ich dann gezwungen bin mich jeden Tag 10-12 Stunden auf den Stoff zu fokussieren und gedanklich nicht abdrifte(was nämlich mein größtes Problem ist, ich bin mit den Gedanken immer woanders..wenn ich den Zeitdruck hab, gehts viel besser) d.h. ich lern 2-3 Tage vor der Prüfung, aber dafür entsprechend viel, und hab bei der Prüfung dafür dann den gesamten Stoff im Kopf (wobei ich auch dazusagen muss, dass ich sehr leicht lerne..meistens reicht 1-2x lesen aus, um mir die Sachen zu merken).

Was mir bei Prüfungen selbst sehr hilft ist strukturiertes Vorgehen. Man hat ja irgendwie das Problem, dass man sich schonmal alle Fragen ansieht, und ein bisschen was zu jeder Frage denkt usw - also gedanklich immer schon eine Frage weiter ist (ich kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, dem das so geht ^^). Dann entstehen auch Schlampigkeitsfehler. Ich les mir zwar weiterhin die Fragen durch, aber wenn ich bei einer Frage bin, dann fokussiere ich mich NUR auf die. Das kann (wenn man mit Meditation ein bissl vertraut ist) recht leicht gehn, indem man einfach 2-3x durchatmet und einen klaren Kopf bekommt, alternativ kann man sich auch einfach seine Antwort in groben Zügen durchstrukturieren(wobei das als Mathematikstudent vermutlich nicht so einfach ist, wie in einem sozialwissenschaftlichen Studium), also "Keywords" und Punkte, die man für wichtig hält, vorwegnehmen und nachdem man die Frage beantwortet hat, nochmal nach den Keywords schaun und sich überlegen, ob man diese alle zufriedenstellend beantwortet hat.
Nichtsdestotrotz: Für gründliches Arbeiten ist es ganz, ganz essenziell, dass man gedanklich mit 100% an dem hängt, was man macht. Das heißt: Kein Vordenken auf die nächste Frage, im Idealfall nichteinmal weiter als bis zum nächsten Satz / Absatz / Umformung. Und beim Kontrolllesen danach genauso. Immer auf genau das konzentrieren, was man gerade macht. Dann siehst du deine Fehler auch viel leichter - manchmal gehen sie nämlich im Gesamtbild ein wenig unter.
Shatar
Anetheron
Shatar
85, Untoter, Priester
4485
Ich finds immer ganz praktisch, den Stoff nochmal vor dem Schlafen gehen zumindest teilweise zu wiederholen. Also nicht lernen --> als Belohnung noch bischen was anderes machen --> Schlafen, sondern wirklich direkt vor dem Schlafen. Mir kommt es so vor, als könnt ich mir dann Sachen besser merken.

*Selbst gerade gar keine Lust zum Lernen hab und deswegen im Forum rumgammel*
Ymir
Rajaxx
Ymir
85, Gnom, Krieger
2700
Hallo!

Ich hab bei meinem Studium auch ein paar Dinge gemerkt, die halfen:

1) Zuerst sollte man sich einen Plan machen, mit allen Themen die irgendwie denkbar sind, dass sie zur Klausur kommen

2) Es ist grundsätzlich schlecht "auf Zeit" zu lernen, besser ist es, sich am Tag so lange hin zu setzen bis man ein spezielles Thema in all seinen bekannten Formen verstanden oder gemeistert hat

3) Es ist grundsätzlich zu empfehlen sich den gesamten Lernaufwand gleichmäßig zu verteilen, soweit möglich..

4) Themen die einem sehr schwer fallen oder unangenehm sind dürfen nicht bis zum Schluss aufgeschoben werden, sondern sollten eher am Anfang gefestigt werden

5) Komplexe Themen, die man nicht versteht, darf man sich ruhig von Freunden in einer Lerngruppe erklären lassen oder gemeinsam erarbeiten, aber auch das "einsame Lernen" ist wichtig und bei leichteren Themen generell zu bevorzugen

6) Es ist sinnvoll gegen Ende des Tages noch einmal grob zu umreißen, was man heute alles neu gelernt hat bzw zum ersten Mal verstanden hat, es ist auch zu empfehlen eben diese Erkenntnisse nochmal aufzuschreiben, weil sie dann erhalten bleiben, falls man sie vergessen sollte und weil das Aufschreiben aus dem Gedächtnis prüft, ob man überhaupt das ganze Thema sofort abrufbereit im Kopf hat

7) Wenn man Kopfschmerzen oder dergleichen kriegt, sollte man eine Pause machen, sonst geht nix mehr

8) Extreme sind generelle eher zu vermeiden, ein Ausgleich ist, soweit möglich, sinnvoll

9) Sport während des Lernens kann manchen Leuten helfen

hoffe das hilft ein bisschen, mehr fällt mir atm nicht ein

MFG Ymir, klein, aber oho!
Tyreko
Zirkel des Cenarius
Tyreko
14, Gnom, Magier
0
Ich hab mich immer folgendermaßen auf Prüfungen vorbereitet. Während dem Semester hab ich angefangen den Stoff für mich zusammenzufassen. Es kann auch nicht schaden, immer mehr zu wissen, als in Vorlesungsskripten angegeben ist. Also auch mal Bücher in die Hand nehmen, die sich speziell mit einem Themengebiet befassen und diese durcharbeiten. Wenn man den Stoff dann beisammen hat liest man sich alles wieder und wieder durch. Irgendwann ist der Stoff drin und man kann in der Klausur sein ganzes Wissen "auskotzen". Klappt meiner Erfahrung nach aber nur bei Schwafelfächern. Fächer wie Mathe oder Programmierungen jeglicher Art kann man am besten mit Übung meistern. Man sollte sich irgendwoher Klausuren aus früheren Semestern beschaffen, dann bekommt man ungefähr einen Einblick, in welche Richtung die Klausur geht. Oftmals erkennt man ständig wiederkehrende Themen und kann sich gezielt darauf vorbereiten. Hatte auch schon Klausuren, die identisch zu früheren Jahrgängen war... da war die gute Note natürlich vorprogrammiert ;)
Aber das wohl wichtigste ist wahrscheinlich immer in einer Lerngruppe zu lernen. Man lernt unheimlich gut, wenn man den Stoff anderen erklärt. Man kann auch selbst ungelöste Fragen zusammen erörtern und kommt so auf Lösungen, die einem allein nie eingefallen wären.
Nynx
Die Nachtwache
Nynx
85, Untoter, Priester
7525
Bearbeitet von Nynx am 13.02.12 09:50 (UTC)
Gibt ja schon einige gute Lerntipps hier. Ein kleiner Tipp aus der narrativen Psychologie (kann ja jeder von halten, was er will) ist, sich am Abend vor einer Klausur oder direkt vor der Klausur aufzuschreiben, was die eigenen Befürchtungen oder Ängste sind, was schief gehen könnte, etc. Das Wissen darüber, sich das aufgeschrieben zu haben soll das Arbeitsgedächtnis während der Klausur entlasten und hat bei Testpersonen etwa 12% - ich weiß es nicht mehr genau...- bessere Ergebnisse eingebracht, als bei der Kontrollgruppe.
Diedini
Area 52
Diedini
85, Mensch, Paladin
2670
Wichtigste ist wirklich nicht auf eine Klausur hinzulernen, sondern das ganze Semester kontinuierlich zu lernen. Nach jeder Einheit einfach noch einmal die Zeit nehmen den Stoff durchzugehen, Notizen zu übertragen und Übungen zu machen. So kann man dann vor der Klausur ganz gezielt die Bereiche mit Schwächen nacharbeiten und sich die älteren Sachen noch einmal zu führen.

Ist die unbeliebteste Methode, ist halt nix für faule Säcke, aber die effektivste. Vor allem weil der Stoff wirklich sitzt und nicht dieses Brechlernen (Vor der Klausur alles reinstopfen, aufs Papier !@#$%^ und dann alles vergessen). Gerade wenn man später Fächer/ Vorlesungen hat die auf den Stoff wieder aufbauen, ist das der optimale Weg. Sonst sitzt man im Folgesemester wieder da und kann alles nochmal lernen, am besten wieder 4 Wochen vor den Klausuren und jammert dann wie man das denn alles schaffen solle.

Bitte melde jede Verletzung der Forenrichtlinien, inklusive:

Beiträge die Gewaltandrohung beinhalten. Wir nehmen dies sehr ernst und werden die entsprechenden Behörden einschalten.

Beiträge, die persönliche Informationen zu anderen Spielern enthalten. Dies beinhaltet Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und unangebrachte Fotos und/oder Videos.

Beleidigende oder diskriminierende Sprache. Derartige Dinge werden nicht toleriert.

Hier klicken für den Verhaltenscodex im Forum.

Melde Beitrag #, verfasst von
Grund
Erklärung (Maximal 256 Buchstaben)

Gemeldet!

[Schließen]