Thema
Selber ein Buch geschrieben?
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Bearbeitet von Xiombarg am 02.02.12 11:49 (MEZ)
Hoi liebe Comm,
nun sind wir hier ja alle (mehr oder minder) von anderen fantasybegeisterten Individuen umgeben. Mir stellt sich da die Frage, ob ihr schonmal dran gedacht habt, selbst unter die Autoren zu gehen. Ich hab soooo viele Manuskripte zuhause rumdümpeln, aber ich komme nie über 5-10 Kapitel raus. An den Ideen liegts nicht, aber wenn ich dann mal bei nem neuen Kapitel angelangt bin les ich mir das alte nochmal durch und dann ist es entweder nicht mehr stimmig, oder es muss noch was eingefügt werden, was dann ne anderen Schreibstil hat, etc... Kurzum: Ich verliere die Lust dran. Geht das euch auch so? Habt ihr gar schon eigene Bücher verfasst? Würdet ihr da ne Leseprobe hochstellen? Ich überleg mir gerade, welches meiner höchst stümperhaften und unausgeglichenen Exemplare ich hier mal probeweise einstellen könnte... Wär um jegliche Tipps zum Überwinden solcher "Spaßblockaden" dankbar. Langsam nervt's mich nämlich wirklich, weil ich auch mal endlich was fertig bekommen möchte, um dann stolz drauf zu sein :) Kennt ihr bestimmt, man ist ja doch ein kleines bisschen ehrgeizig ;) Danke und LG, Kathi |
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54, Goblin, Schamanin
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Um ehrlich zu sein habe ich keinen Tipp gegen diese Spaßblockaden beim Lektorat. Ich zieh das dann meist durch, anders geht's ja nicht.
Wobei mir das meist nur dann passiert, wenn die ersten Seiten schon seeeehr lange her sind und ich merke, dass ich eigentlich nicht nur korrigieren, sondern glatt neu schreiben müsste. Was mir hilft ist, immer wieder Kontakt zur Geschichte aufzubauen. Wie erklär ich das am Besten, hm. Gedankenspiele mit den Charakteren, losgelöst von der Geschichte, in der ich von ihnen erzähle. Was sind das für Typen, wann gefallen sie mir, wann finde ich sie spannend? Danach schreibe ich meist gerne weiter. Dadurch entstehen auch mal Textpassagen, die mit dem eigentlichen Werk nichts zu tun haben und auch nicht reinkommen, mir aber immer wieder Ideen und neue Anstöße geben. Das lässt sich - etwas abstrakt zwar, aber es geht - auch auf Gegenden oder Events erweitern, ist mit Personen allerdings leichter. ;) Dann geb' ich den Tipp: Fang mit Kurzgeschichten an. Die finden schneller ein Ende und sind meist auch direkt von Anfang an durchdacht. Wobei ich mich selbst an meinen guten Rat nicht halten kann. ;) Ich bin einfach kein Kurzgeschichtenschreiber, bei mir findet es nie ein Ende... *rolleyes* |
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Bearbeitet von Lilithu am 06.02.12 20:12 (MEZ)
Ich selber bin gerade an einem Roman dran. Es hilft ungemein wenn man sich quasi einen kompletten Handlungsbogen ausdenkt und auch aufschreibt. So weiß man in etwa wie das Buch weitergeht bzw endet und man "verläuft" sich nicht ;)
Und falls man das nicht vorher macht, dann wenigstens nachher um Logikfehler zu vermeiden. Auch für die Charaktere sollte man sich sozusagen einen "Characterchart" anlegen. Da drin enthalten können Geburtsdaten, Geburtsort, Lieblingsfarbe, -ausdruck, -essen usw usf enthalten sein, so kriegt jeder Charakter die für ihn typischen Charakteristiker. Schon mal bei einem Buch / Film gedacht: "Häh, das ist aber untypisch für den Charakter?" Genau dann wurde so etwas nicht gemacht und die Charaktere fühlen sich unecht an. Und versucht eure Erzählstimme zu finden. Jeder hat seine eigene Erzählstimme und wenn man die gefunden hat flutscht es wie von selbst. Es nützt nichts wenn man versucht so wie zb Anne Rice zu schreiben, wenn man eher Chuck Wendig ist. |
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Ich habe mal für meine Cousine einen Band mit Kurzgeschichten verfasst. Die lagen alle bei so 30-50 Seiten.
Eine Geschichte hat es ihr besonders angetan, sodass ich daraus etwas "Längeres" machen sollte. Sprich ich sollte daraus ein Buch machen. Jetzt bekommt sie jedes Jahr zum Geburtstag eine Fortsetzung der Geschichte. Ich bin gerade an Band IV, welcher auch der letzte werden soll. Danach verlagere ich die Handlung auf eine andere Person in der gleichen Welt. Material sammel ich eigentlich ständig. Im Bus, in der Arbeit, Nachts, wenn ich auswache usw. Dazu habe ich immer ein Diktiergerät und ein Notizbuch dabei. So vergesse ich nichts. Oft notiere ich mir auch nur "gelungene Formulierungen", Namen, Ideen für eine Beschreibung. |
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Ohh ein Diktiergerät wär ja was für mich... Gerade wenn ich abends ins Bett falle fällt mir so viel ein aber ich bin dann zu müde um zu schreiben. |
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Meins ist so ein Teil mit Cassette. Das lohnt sich wirklich. Kam so um die 50 DM damals. Ob man sowas heute noch bekommen kann? Keine Ahung. |
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Hab auf Amazon eins von Sony gesehen für 30 Euro...
Hm. Aber super Idee erstmal, danke dafür :) |
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Ich habs als ich jünger war häufig versucht und auch nen paar Seiten pro Geschichte zsuammengetüftelt. Ich weiß allerdings nicht mehr, wo ich die hab, ist schon was her und ich denke mein Schreibstil damals war auch nicht der tollste ;D
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Die meisten Versuchen zuviele Informationen über Figuren und Welt auf den ersten Seiten unterzubringen. Damit verschießen sie ihr Pulver zu schnell. Zudem haben viele mit Dialogen Probleme. |
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Bearbeitet von Cerka am 26.02.12 17:49 (MEZ)
Hi,
bevor mir WoW "aufgedrängt" wurde, habe ich hauptsächlich geschrieben. Viel geschrieben. Und die zur Geschichte passende Welt entworfen. (Inklusive des Versuches aus einem Plasikfußball einen Globus zu basteln und in Exel per Diagramme kleine Teile der Oberfläche z.B. eines Gebirges darzustellen :-D) Dieses rauschartige Schreiben ist hinsichtlich des Spaßes toll, aber es ist ein arger Raubbau am Körper. (Ich rede hier von vielen Stunden Tastatur"massage" bei denen die Seiten nur so in den Speicher fielen.) Jetzt, Jahre später, lese ich in diesen Texten noch immer meine erdachte Welt heraus und die Idee speziell für die Geschichte(n), trotzdem sind sie technisch schlecht. Die meisten Texte seit ich mit WoW begonnen habe sind kürzer, aber trotzdem keine Kurzen Geschichten oder gar Kurzgeschichten. Und meist schaffe ich es nicht sie zu beenden. Es sind Bauchgeschichten. Plötzlich ist da eine Ahnung und es geht los. Automatisch. Seite, Seite. - Ein paar Tage, ein oder zwei Wochen und dann ist das Fieber raus. Solche Bauchgeschichten können gut gehen (Minimum: man erreicht "irgendein Ende"). Es gibt sogar Autoren, die solche einfach runtergeschriebenen Geschichten auch verkauft haben. Aber Schreiben, gutes Schreiben, ist mehr als nur tolle Ideen haben. Für eine Welt. Für einen Protagonisten. Für Nebenfiguren. Für Statisten. Für einen Antagonisten. Der tollste Dialog kann bei kritischer Betrachtung unter Umständen rausgestrichen werden. Nicht, weil er doch nicht sooooo toll war, sondern weil er die Handlung nicht voranbringt. Weil er möglicherweise zu starke Bilder erzeugt, die von der eigentlichen Handlung wegführen. Eine Geschichte folgt einem Handlungstrang. Eine Szene liefert Informationen, die die Haupthandlung voranbringen. Sie wirft Fragen auf und sie erklärt. Das sind die Spannungsbögen. Szenen oder Teile von Szenen die vom Handlungsstrang - dem der Protagonist folgen sollte - wegführen wie z.B. Rückblenden, senken die Spannung. Unser Held findet zufällig im Bündel eines vor Monaten verstorbenen, geliebten Onkels einen schweren Goldring mit einem tiefblauen Stein, der viel zu kostbar ist als daß er tatsächlich diesem Menschen hätte gehören können. Der Leser kennt durch Einleitung das Szenario in dem sich der Held befindet. Er hat diesen bei dessen Einführung in die Geschichte gerade gut genug skizziert bekommen, damit er tendenziell einen ähnlichen Typen wie der Autor sieht. - Und wartet nun darauf, daß der Held reagiert. Der mit den Spielschulden denkt vielleicht: "Prima, den Ring versetz ich und zahle meine Spielschulden zurück." Der Eitle streift ihn womöglich sofort über, um festzustellen, ob sich das gut macht. Der Trauernde heult nun erst recht los. Und der Leser? Der möchte den Protagonisten am liebsten anstupsen und sagen: "Los! Was ist nun mit dem Ring?" Zu lesen bekommt er aber die Erinnerung daran wie der Held mit sechs Jahren mit der lieben Mama auf einer Blumenwiese im Kreis getanzt hat, und das ihr Kleid von GENAU dem gleichen Blau gewesen war. - Weder das Kleid noch Mama kommen auf den folgenden 867 Seiten bis zum Wort "Ende" jemals wieder vor. Erinnert sich der Held jedoch an eine Szene mit dem Onkel, die schon lange zurückliegt und die ihm jetzt gerade zufällig(?) wieder in den Sinn kommt, bei dem sie über Prinzessinnen gelacht haben, und eine Prinzessin taucht schon wenige Szenen später in der Geschichte als zweite Hauptfigur auf, dann gibt es hier eine für die Handlung relevante Information. Aber muß die in einer Rückblende kommen? Womöglich gleich in der ersten Szene nach der Einleitung? - Hier könnte ein Prolog helfen in dem man das ganze damalige Geschehen in einer eigenen Szene dem eigentlichen Text voranstellt. Oder man läßt sich andere Möglichkeiten einfallen wie der Held im steten Handlungsfluß an die Informationen gelangt, die er aus der Erinnerung schöpfen könnte. Die Handlung läuft auf ein Ziel zu. Der Protagonist will dort hin. Der Leser sollte es auch wollen. Tip für's Überarbeiten: Arbeitet immer an einer Kopie der letzten Version. Nach x-mal verändern stellt man oft fest: die erste Version war am Besten. Ob einem etwas gefällt ist Schwankungen unterlegen. So. Genug geplappert. trollische Grüße, Cerka |
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Los! Was ist denn nun mit dem Ring?
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Bearbeitet von Lilithu am 24.02.12 11:05 (MEZ)
„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.“ ... Ach nee, falscher Text :P Ja aber echt Cerka, was war nun mit dem Ring?! Ich denke aber auch, so wie du im Forum schreibst, dass du super Bücher schreiben könntest. Ich würds kaufen. *Cerka Fangirl* |
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54, Goblin, Schamanin
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Die Handlung läuft auf ein Ziel zu. Der Protagonist will dort hin. Der Leser sollte es auch wollen. Trifft den Nagel auf den Kopf. Ich denk' da beim Schreiben gar nicht groß drüber nach und eigentlich ergibt es sich von selbst, aber es immer im Hinterkopf zu haben verhilft sicher zu einer guten Geschichte. :) |
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*erschreckt hochfahr, ... dabei den Stuhl umwerf, ... der den Ficus bösartig an den Rand des Ficus-Tischchen schubst, ... worauf der empört mit den Blättern raschelt, ... beim Versuch diesen zu beruhigen mit dem Trollhintern einen nach Pisa-Art gebauten Turm aus Manuskripten, Hintergrundmaterial, Plots, Zeitleistenprobeausdrucke, Charakterentwürfe und dem kleinen schwarzen Buch zum Einsturz bringt, ... was die jäh belastete Tastatur zu einer Flut an Buchstaben und Zeichen in Richtung Monitor veranlaßt, ... die nach kurzer Fixierung die gut verständliche Botschaft "Mehr Käse!" erkennenläßt, ... was die These belegt, daß Kekskrümel in Tastaturen einen Evolutionssprung machen und zu Pizza- bzw. Spaghetti-Liebhabern mutieren, ... worauf mich ein Geistesblitz durchfährt für einen Thriller-Bestseller, ... was mich daran erinnert, daß da ja ne Frage zu beantworten war, die sich um eine Story dreht* *Stuhl aufstell, hinsetz, ausgeschaltetes Mikro nehm - Luftguitarre kann ja jeder - und mit tiefer, Unheil verkündener Stimme sag:* "Der Ring - ist der Schlüssel ..." *In die Runde strahl* |
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Das was Cerka da beschrieben hat trifft es sehr genau. Und genau deshalb "erzähle" ich lieber meine Geschichten und schreibe sie nicht auf . Ja ich bin recht schreibfaul, Tastentext ist nicht mein Ding weil ich der Meinung bin das eine Geschichte geschrieben sein muss .
"Seltsam, aber so stehts geschrieben" Kennt das noch wer? ;-) Ich habe einmal meinem Patenkind ein improvisierte Geschichte über "Die Toffels" erzählt. Sie fand das so toll das ich sie immer weiter spinnte und ich irgendwann das alles aufschreiben musste um nichts zu vergessen wenn sie mal was nachfragt. Es war/ist eine imensse Arbeit und werde es mit Sicherheit nicht nochmal machen. Hörst du Vivi? Du hast das einzige Exemplar dieses Manuskripts! Ach ne sie ist ja noch zu klein für Wow und kann das nicht lesen *schmunzel* Drauglin , Barde der finsteren Ritter |
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Bearbeitet von Arleta am 27.02.12 02:00 (MEZ)
Und der Leser? Der möchte den Protagonisten am liebsten anstupsen und sagen: "Los! Was ist nun mit dem Ring?"
Nach jahrelanger spannender Detektivarbeit findet der Held heraus dass der Ring ein Schlüssel für einen versteckten Schatz ist. Nach weiteren Jahren voll spannender Detektivarbeit (bei der der Held auch mindestens eine hübsche Frau trifft und außerdem noch mindestens zweimal die Welt rettet) ist der Schatz endlich gefunden: eine alte Kiste voller schwerer Goldringe mit tiefblauen Steinen und dazu eine Notiz "Sorry für die Einfallslosigkeit, aber wenigstens erinnern dich diese Steine an das blaue Kleid deiner Mutter damals auf der Blumenwiese. Gruß, Onkelchen" ----------
Huch, dich gibts ja auch noch! Und du treibst dich im Forum herum, na sowas :) |
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Bearbeitet von Cerka am 27.02.12 10:11 (MEZ)
Liebste Arleta,
nein, nein. Eigentlich würde der Onkel keine Sammlung an schweren Goldringen nebst blauen Steinen in der Schatzkiste hinterlegen. Diese Masse an Gold wäre ja nicht einfallslos, sondern ein Schatz. Nein. Wenn überhaupt hat das Onkelchen das blaue Kleid der Mama dort abgelegt. Was verwundert, denn eigentlich sollte die Mama doch darin in der Erde ruhen, verstorben vor einigen Jahren. Der Onkel ein übler Leichenschänder? Mitnichten! Tatsächlich ist die werte Mama gar nicht tot, das tränenreiche Wiedersehen findet natürlich erst gegen Ende es Epos statt. Zuvor fliegen buchstäblich die Fetzen. Nicht nur gegen üble Gesellen, die dem armen Held nicht gönnen, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu erfahren. Natürlich zofft er sich auch mit der Prinzessin, die ebenso spitzzüngig wie kampferfahren ist und sich nicht mal eben ein X für'n U vormachen läßt. Klar, des knistert gewaltig zwischen ihnen! Nun denn, am Ende sind die Bösen besiegt, Onkelchen stellt sich als der leibliche Vater vom Helden heraus, Mama kann endlich umziehen (ins Schloß der Prinzessin, dessen Paps ein Auge auf die Gute geworfen hat) und in schönster Aschenbrödel-Manier reiten dann Held und Prinzessin auf ihren schicken Pferdchen zur bekannten Melodie "La la la la la la la la la laaaa, la laaa, la laaa, la la laaaa ..." über das zart verschneite Feld. *seufz* Oder: Der Ring ist der Schlüssel zum Geheimnis das der Held zu lösen hat. Tatsächlich denkt der Held erstmal nicht mehr an den überraschenden Fund, er landet im Kerker, weil der Landesherr (Onkel der Prinzessin) mit harter Hand regiert und stets Unruhe und Verrat wittert. Unser Held trifft im Kerker auch auf diesen Mann, dem das Gesicht des jungen Mannes irgendwie bekannt vorkommt. (Erst viel später wird klar, daß der Landesherr den Onkel kannte.) Unser Held begegnet bei der Freilassung auch der Prinzessin. Ohne natürlich zu wissen wer sie ist, sie streunt ja ihr Ding durchziehend nicht in feinem Zwirn durch die Gegend. Nach und nach offenbart sich dem Leser der Zusammenhang zwischen dem Onkel des Helden, dessen Ring (Ja, er war dem Onkel einst gegeben worden!), der Prinzessin, dem Landesherrn und einem alten Geheimnis. Unser Held ist nicht der einzige mit einem Ring. Er ist nicht der einzige Ringhüter. Der Landesherr besitzt einen und die Prinzessin (sie fand ihn zufällig) auch. Die Zeiten sind schwierig und das Bestreben der Prinzessin ist es, ihren Bruder zu erwecken, den sie über alles geliebt hat und für den besseren Landesherrn hält als ihren Onkel. Doch auch sie kennt das alte Geheimnis nicht wirklich. Sie benötigt die Hilfe des Helden, der anfangs ja nur wissen will, was es denn mit seinem Onkel bzw. dem Ring aufsich hat. Schließlich müssen sich die jungen Leute - insbesondere die Prinzessin - entscheiden was ihnen wichtiger ist: das Wohl des Landes oder das Verlangen eines einzelnen nach einem geliebten Menschen. Die drei Ringe besitzen je eine Kraft: Schutz, Heilung, Vorhersehung. Zusammen besitzen die Macht Tote zu erwecken. Doch offensichtlich sind sie nicht dazu geschaffen worden jeden x-beliebigen Menschen zurückzuholen. Statt nun ihrem geliebten Bruder - dessen Leichnam auf wundersame Weise nicht verfällt - die Macht der drei Ringe zukommenzulassen, werden sie dafür eingesetzt einen Drachen zu erwecken. Denn das Land gehört den Drachen. Sie erschafften und regierten es in sehr früher Zeit selbst, später traten Menschen auf als Herrscher. Drachen in Menschenform und Menschen, die im Sinne des jeweiligen Drachen handelten, von ihm beraten wurden. Doch es kam irgendwann, wie es immer kommen muß. Menschen dachten, sie allein sollten regieren und töteten den Drachen. Genauer: dessen fleischliche Existenz. Durch den Einsatz der Ringe wurde nun die Seele des Drachen wiedererweckt. - Im Körper des geliebten Bruders der Prinzessin. (Er kann sowohl als Mensch herumlaufen als auch in Drachenform. Unsichtbarkeit ist eine praktische Eigenschaft in beiden Körperformen) Der Onkel der Prinzessin verbleibt auf dem Thron. Er ist ein intelligenter Herrscher, der sich nun, da das Land wieder besseren Zeiten entgegengeht (Drachenkraft = bessere Ernten etc.), weicher zeigen kann. Ende gut, alles gut :-) drachische Grüße, Cerka |
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24, Goblin, Priesterin
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seitenweise?! wow
@Xiombarg: Versuch doch einmal eine Kurzgeschichte .. ---- In erster Linie wollte ich immer Lieder schreiben, habe das aber bis dato ums Verrecken nicht zustande gebracht. Ich hatte auch schonmal so mit dem Gedanken gespielt.. ein Buch .. zu schreiben, bin aber nie über eine Seite hinausgekommen (und gut, vom sprachlichen, obwohl es nicht darum ging, die Gute war halt sprachlich gut, davon ist auch nur eine 'Geschichte' geworden). Ich habe auch schon einmal versucht eine Fantasywelt auszudenken, woraus interessante kosmologischen und metaphysischen Ansätzen (ich studiere Philo) entstanden sind. Das war aber nur gedanklich. ---- Ich glaube mittlerweile, dass es ganz wichtig ist, was man mit dem Buch erreichen will. Das geschriebene Wort hat ja eine unglaubliche Macht, der man sich zumindest rudimentär bewußt sein muß. Die Absicht ist ja etwas zu kompilieren, was Gehalt hat, wozu man stehen kann und was Substanz hat, die man vorlegen kann. Ich hab, lustigerweise, schon lange kein Buch mehr gelesen. Das letzte war Tintenherz und (obwohl es mir eigentlich nicht besonders gut gefallen hat), wer die Geschichte kennt: Es klingt ja sehr stark durch, dass die Autorin selbst an eine sehr, sehr reichhaltige Fantasywelt gedacht hat, dann aber davon abgegangen ist und etwas verfasst hat, was ihr mehr entspricht. Das andere, was ich erwähnen wollte, sind Goethes 'Leiden des jungen Werthers', die ich zwar nicht gelesen habe, aber die recht ungewöhnliche Form des Buches dürfte ja widerspiegeln, dass der Mann ja mit Charlotte von Stein im Briefwechsel stand und die Beiden sich hunderte von Briefen geschrieben haben. Offenbar hat er dann ein Buch in dem Stil verfasst, dass ihm kommerziellen Erfolg beschienen hat (und das eine Selbstmordwelle ausgelöst hat ...) In letzter Zeit schreibe ich ungemein viel, allerdings Sachliches und es ist zum verrückt werden. 'Mit seinen Latein am Ende' - nicht über ausreichende Sprachfertigkeit verfügen um einen Gedanken zu Papier bringen zu können. |
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Muss ja nicht unbedingt immer gehaltvoll sein. Man kann ja auch, ganz bescheiden, nur gut unterhalten wollen. Und das kann ja auch nicht jeder. ------------ Alles was ich bisher geschrieben habe waren Kurzgeschichten (mal von Unmengen von Forenbeiträgen abgesehen... die hoffentlich für irgendwen, abgesehen von mir, unterhaltsam waren ;). Einige Kurzgeschichten waren nur zum Spaß, fürs Rollenspiel zB. Andere hab ich mir nur aus dem Grunde abgerungen, um schnell noch fix eine Note für ein eher schwammiges Fach wie zB "Illustration" zu bekommen. Jedesmal eher aus dem Ärmel geschüttelt, damit der Prof was hat, was er bewerten kann. Aber genau das, was für mich eigentlich nur ein grober Unfug und eine "Notlösung" war, kam dann gut an. Hat mich jedesmal ziemlich erstaunt. Ich habe aber keinen Weg gefunden sowas zu Geld zu machen. Das einzige, was mir die Sache eingebracht hat, war das Angebot eines Texterpraktikums einer großen Werbeagentur, welches ich aber aus finanziellen Gründen ablehnen musste. Und das ist definitiv zu wenig, um sich was drauf einbilden zu können *g* Einen Roman traue ich mir nicht zu. Es müsste einem was einfallen, was die Leute lesen wollen, und dann müsste man jahrelang daran schuften bis es fertig ist... |
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24, Goblin, Priesterin
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Naja, Gehalt, Substanz. Ich bin halt für Sachen, die es .. Wert ist schon wieder so ein blödes Wort.. Die man, einmal in die Existenz gerufen, froh ist, dass es sie gibt.
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