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Hallo zusammen,
ich hätte mal eine Frage bezüglich eines selbst geschriebenen WoW Romans. An wen muss ich mich denn wenden, wenn das Buch veröffentlicht werden soll? Auf Emails an Blizzard antwortet mir seit Wochen niemand und am Telefon kann mir leider auch niemand eine Auskunft geben. Vielleicht liest mein Beitrag ja ein "Blauer", der mir weiterhelfen kann. Die Geschichte spielt in Azeroth, ist aber ein völlig eigenständiger Roman in Form eines Thrillers. Die Handlung spielt nach dem Tod von Arthas und vor dem Kataclysmus. Der Roman heisst: Spiel der Macht Der Klappentext wäre wie folgt: Magni Bronzebart wurde getötet! Ein Attentäter der Horde hat es auf die Herrscher der Allianz abgesehen. Er betreibt ein grausames Spiel mit Leben und Tod: Am Ort seines Verbrechens hinterlässt er Karten mit den Bildern seiner Opfer und dem Wappen der Horde. Ein Schurke vom SI:7 muss sich der Jagd nach dem Mörder widmen. Dann geschieht ein weiterer Mord... Als Buch ist spannend geschrieben und dürfte um die 240 Seiten %#%* sein. Zumindest habe ich mal in MS-Word die Seiten auf Taschenbuchgröße eingestellt und die Schriftgröße angepasst. Falls ihr interessiert seid, kann ich gerne mal ein-zwei Kapitel hier ins Forum stellen. Schurkische Grüße |
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Mhm.
Darf ich etwas anmerken? Also rein vom Klappentext her würde mich das Buch nun nicht reizen. Es wirkt leider wie jeder andere 0815-Serienmörder-Krimi der einen schnell langweilt. Prinzipiell denke ich aber, dass es u.U. diese Wirkung gar nicht verdient hat, denn allein dadurch, dass es sich in Azeroth/WoW abspielt, wäre es demnach ja irgendwie eine Mischung aus Fantasy und Krimi? mMn solltest du den Klappentext vielleicht noch bearbeiten um deine Arbeit für andere erst so richtig interessant zu machen. Und: eine Leseprobe tät ich dennoch gern nehmen! |
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54, Goblin, Schamanin
360
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Da die Bücher ja offiziel Kanon sind (so wie ich das verstanden habe) wird dein größtes Problem sein, dass Magni von Blizz gerade nunmal anderweitig verplant ist.
Zweiter Punkt: Deutsche Autoren bleiben so gut wie unbeachtet. Aber Fanfiction war und ist im Forum immer sehr beliebt. Und mit Quazzl hättest du ja mindestens einen Leser für einen Auszug sicher. ;) |
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Hallo,
erst mal Danke für die Antworten. @Quazzi: Natürlich darfst du anmerken. Das Buch ist eben ein Thriller... und die Klappentexte lauten mal durchgehend alle so... Aber deine Kritik habe ich wohlwollend aufgenommen :-) @Firlefantz: Das Problem wird in der Story gelöst werden ;-) Ich poste mal die ersten 3 Kapitel hier herein. |
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Kapitel 1
Langsam stieg ich von meinem Palomino, den ich etwas abseits des Weges, der von Westfall in den Wald von Elwynn führte, versteckte. Das Pferd war mir seit mehreren Jahren ein treuer Begleiter. Ich befestigte die Zügel an einem Strauch und schlich verstohlen Richtung Straße. Ist mein Plan perfekt, überlegte ich, als ich auf einen Felsvorsprung kletterte. Von hier aus hatte ich den besten Überblick über alles, was sich auf der Straße abspielte. Seit mehreren Wochen hatte ich Erlan Drudgemoor beschattet, hatte seine Tagesabläufe studiert. Mein Job hatte mich von Sturmwind nach Westfall geführt, dann auf die Insel Theramore und wieder zurück nach Sturmwind. Heute würde ich den Kurier der Defias töten und mir sämtliche Berichte über die Struktur einer der größten Verbrecherorganisation im Menschenreich beschaffen. Ohne jeglichen Skrupel. Mein Plan war perfekt. Niemand würde jemals herausfinden, wer den Mord begangen hätte. Wie ein Geist würde ich verschwinden, ohne auch nur eine Spur zu hinterlassen. Das hatte ich jahrelang trainiert und ich war ein Meister darin. Ich bin ein Assasine im Auftrag des SI:7, dem Geheimdienst der Allianz. Was mein neues Opfer betraf war die Beschattung mehr als einfach. Während ich auf dem Fels mit einem Fernrohr meinen Beobachtungsposten bezog, bekam ich wieder den Beweis hierfür. Bei genauerem Hinsehen gab es nur einen einzigen Unterschied. Diesmal würde es nicht bei der Observierung bleiben, wenn Erlan Drudgemoor an diesem Tage an mir vorbei reiten würde. Und er würde nicht allein sein. Eskortiert wurde er von zwei großen, finster dreinschauenden Gestalten, denen man im Dunkeln lieber nicht begegnen wollte. An ihren Gürteln trugen sie die üblichen Einhandschwerter, die man bei jedem ordentlichen Schmied für eine Handvoll Goldmünzen kaufen konnte. War ich wahnsinnig, es allein mit drei Defias aufzunehmen? Nicht, dass ich mich selbst für verrückt hielt, oder an Paranoia litt. Ich glaubte bloß an meine Fähigkeiten. An das, was mir meine Lehrer im Hauptquartier und im Rabenholdt-Anwesen über Jahre hinweg beigebracht hatten. Und jetzt, keine fünfzig Meter entfernt, sah ich mein Ziel. Pünktlich auf die Sekunde. Pünktlich für meinen großen Auftritt. Verstohlen beobachtete ich von meinem Versteck aus, wie die drei Reiter behäbig auf mich zu ritten. Der Kurier trug eine anthrazitfarbene, lange Robe und das typische rote Stirnband der Defias. Seine beiden Begleiter waren vollständig in dunkle Lederrüstungen gehüllt, die schon bessere Tage gesehen hatten. Einer der beiden lachte über irgendeine Bemerkung des Kuriers und tätschelte ihm auf die Schulter. Ich konzentrierte mich. Ich konnte nicht vorsichtig genug sein. Der kleinste Fehler, das Missachten des kleinsten Details konnte mein Ende sein. Ein letztes Mal prägte ich mir sämtliche Details ein. Aus meiner Gürteltasche nahm ich eine kleine schwarze Phiole, die gefüllt war mit einem der tödlichsten Gifte, die es in Azeroth gab. Vorsichtig ließ ich den zähflüssigen Tod auf meine beiden Dolche tröpfeln. Gleich müssten sie absitzen. Dann wäre meine Stunde gekommen. Mit Hilfe von etwas Sprengstoff, den ich mir über einen Gnom aus dem Viertel Tüftlerstadt in Eisenschmiede besorgte, hatte ich einen Tag zuvor dafür gesorgt, dass die Straße durch !@*#e Baumstämme versperrt wurde. Mein Plan ging auf. Die Gruppe hielt, stieg ab und prüfte die natürliche Barriere. Mein Ziel stand zwischen seinen beiden Leibwächtern. Verstohlen, mit einem Dolch in jeder Hand, schlich ich mich an Erlan Drudgemoor heran. Der arme Kerl wäre erledigt, bevor er überhaupt wüsste, was geschehen war. Und sollte ihn mein Angriff nicht töten, würde das Gift auf jeden Fall seinen Zweck erfüllen. Zehn Meter, sechs Meter, bis auf wenige Zentimeter kam ich an ihn heran. Poff! Eine Blendgranate zündete. Die drei Defias waren benommen und orientierungslos. Beinahe gleichzeitig stieß ich den einen Dolch in Drudgemoors Seite. Mit meinem zweiten Dolch durchtrennte ich blitzschnell den Tragegurt seiner Tasche und riss sie an mich. Drudgemoor schrie laut auf und sackte dann wie ein nasser Sack in sich zusammen. Ich flüchtete entgegengesetzt der Richtung, aus der ich gekommen war. Die beiden Bodyguards nahmen mit gezogenen Schwertern die Verfolgung auf. Die erbeutete Tasche war verdammt schwer. Gleich würden sie mich eingeholt haben. Ich warf eine Rauchgranate und war verschwunden. Nicht ganz. Nur unsichtbar für meine beiden Verfolger. Verstohlen schlug ich einen Haken und setzte mich langsam von den Defias ab, die wild mit ihren Schwertern um sich schlugen, in der Hoffnung, mich vielleicht doch treffen zu können. Aber dafür war ich schon viel zu weit entfernt. Der Auftrag war erledigt. Erlan Drudgemoor war tot. Die Tasche mit sämtlichen Unterlagen über den Aufbau, die Verstecke und die Spione der Defias befand sich in meinen Händen. Auftrag erledigt. Mein Name ist Inegy. Ich bin ein Schurke. |
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Kapitel 2
In einem anderen Teil Azeroths bereitete Dalar Dawnweaver sein teuflisches Spiel vor. Seit zwei Tagen befand er sich bereits in Eisenschmiede, der unterirdischen Hauptstadt der Zwerge, die tief in den Bergen Dun Moroghs erbaut wurde. Völlig unauffällig hatte er sich im Gasthaus Zum Wilden Eber einquartiert. Er sah aus wie einer der vielen Nachtelfen, die sich anlässlich des alljährlichen Mondfestes momentan in den Hauptstädten Azeroths aufhielten. Dafür war nur etwas Magie nötig. Dawnweavers spielte die Rolle seines Lebens. Er würde Geschichte schreiben. Für seinen großen Auftritt hatte er sich die Robe der Druiden des Cenarius besorgt. Oder besser gesagt, von Vorbesitzer übernommen. Er würde sie sowieso nicht mehr brauchen. Er war tot. Seit seiner Anreise hielt ihn jeder für einen Druiden dieses Ordens. Sein Haar war pechschwarz, zu einem langen Zopf zusammengebunden und glänzte seidig. Schwarz war nicht seine Naturfarbe. Tätowierungen zierten das hellgraue Gesicht. Eine perfekte Maske. Er war nicht einmal Druide, und schon gar nicht vom Zirkel des Cenarius. Unglaublich. Eigentlich hasste er die Kleidung der Druiden. Allein beim Anblick dieses Stücks Stoff wuchs der Hass in ihm. Im Grunde genommen hasste er alles, was die Allianz betraf. Dawnweaver war ein Blutelf, jene Elfen, die sich seit dem Krieg mit der Geißel des Lichkönigs vor vielen Jahrhunderten von den friedliebenden Nachtelfen abgewandt hatten und ein eigenes Königreich schufen. Die Blutelfen gehörten der zweiten großen Fraktion in Azeroth an, der Horde, dem Todfeind der Allianz. Dawnweaver machte sich auf den Weg in die Burg Eisenschmiede. Er hatte einen kleinen Samtbeutel dabei, den er lässig in seiner Hand spielen ließ, als er zielstrebig auf die Festhalle zuschritt. In dem Samtbeutel befand sich eine kleine, magische Kugel, deren Fähigkeit in der Aufzeichnung aller Geschehnisse lag. Mein Ergebnis wird unsere Völker stolz machen, dachte sich der Blutelf. Seine heutige Tat würde die verdammte Allianz bis ins Mark treffen. Die Festhalle war zum größten Teil mit Zwergen gefüllt, die wohl einen Wettstreit ausfochten, wer als letzter völlig besoffen unter dem Tisch landen würde. Dawnweaver widerte das Allianzpack an. Am liebsten hätte er ein Schwert gezogen und alle erschlagen. Er musste sich beherrschen. Sein Auftrag war viel zu wichtig. Am Kopfende eines massiven Holztisches saß sein Ziel: Magni Bronzebart. Der König des Zwergenreiches. Es war schon spät nach Mitternacht, als Dawnweaver beobachtete, wie sein Ziel die Festlichkeiten verließ und Richtung seiner Gemächer torkelte. Sein feuerroter Vollbart war völlig verklebt von dem vielen Bier, dass im Laufe der Feier mehr auf seinem edel verzierten Kettenhemd, als in seinem Mund landete. Begleitet wurde er von einer mehr als schönen Elfenfrau, deren Kleid ihre Angehörigkeit zu den Heilern Darnassus zeigte. Zehn Minuten später stand Dawnweaver vor der Tür seines Opfers. Als ranghoher Druide konnte er sich sogar hier, auf der privaten Etage des Herrschers, frei bewegen, auch wenn er sich so manchen mürrischen Blick der Wachen antun musste. Er lag genau im Zeitplan. Poch Poch. Die schwere Eichentür öffnete sich langsam. Er blickte in die strahlend grünen Augen einer traumhaft schönen Elfenfrau. Sie war schlank und hatte eine anmutige Figur. Von nahem wirkte sie noch atemberaubender als aus der Entfernung. Es war dieselbe Frau, die sein Ziel beim Verlassen der Feierlichkeiten begleitet hatte. „Ist es soweit?“, flüsterte sie. „Lass unser Spiel beginnen“, antwortete er und lächelte. |
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Kapitel 3 - Teil 1
Konnte er tatsächlich so einen Mord begehen, vor allem so einen provokativen Mord auf höchster politischer Ebene? Dalar Dawnweaver war recht zuversichtlich. Es war einfacher, als man glaubte, jemanden zu töten und dabei nicht erwischt zu werden. So etwas kam in der heutigen Zeit in Azeroth immer häufiger vor. Seiner Mitspielerin dagegen konnte man die Anspannung im Gesicht ablesen. Er konnte sie verstehen. Im realen Leben war sie Mitglied des Mondtempels von Darnassus. Sie stammte aus gutem Hause, war intelligent und gebildet. Keineswegs die typische, psychisch gestörte Mörderin, von denen sonst in Azeroth geredet wurde. Bestimmt keine Frau, die man auf Anhieb für seine Mitspielerin halten würde. Geradezu ideal für ihre Rolle in diesem verrückten Spiel, DEM Spiel überhaupt. „Er ist total betrunken“, flüsterte sie, während sie beide im dunklen Eingangsflur des Schlafgemachs standen. „Gut, dass er ein widerlicher Zwerg ist. Das macht es leichter, ihn kaltzumachen. Ich hasse sie alle.“ „Weißt du, was sie über unseren mächtigen Zwergenkönig sagen? Ein weiser und gerechter Herrscher. Das ich nicht lache, das war einmal. Heute ist er nur noch ein alter Zwerg, der noch immer nicht den Tod seines Bruders überwinden kann. Wir sollten ihn von seinen Qualen erlösen...“, erwiderte Dawnweaver. Der Hauch eines sarkastischen Lächelns legte sich über ihr Gesicht. „In dem Fall bin ich liebend gerne eine Heilsbringerin!“ Sie machte auf ihren Absätzen kehrt. Er folgte ihr mit etwas Abstand, als sie in den großen Wohn- und Schlafraum trat, der vom Licht mehrerer Fackeln erhellt wurde. Neben mehreren Schilden und furchteinflößenden Zweihandäxten hingen mehrere Bilder von Bronzebarts Ahnenreihe an den Wänden. „Druidin, wo bist du?“ ertönte eine raue, vom Alkohol gezeichnete Stimme durch das Zimmer. „Du wolltest dich doch um meinen Seelenschmerz kümmern.“ „Hier bin ich, euer Hoheit. Stets zu Diensten“, antwortete sie. Hinter ihrem Rücken trat Dawnweaver aus ihrem Schatten. „Überraschung!“ sagte er. Dabei hielt er einen Zauberstab in seiner Hand und zielte auf den Kopf des Königs. Ein rotschimmernder Strahl drückte den König an sein Bett. Der Zwerg röchelte. Die Magie des Stabes verhinderte, dass der Zwerg laut nach seinen Wachen rufen konnte. Die Waffe lag ruhig in Dawnweavers Hand, sein Verstand arbeitete klar und präzise. Das Spiel begann. Ab hier gab es kein Zurück mehr. |
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Kapitel 3 - Teil 2
Magni Bronzebart versuchte, sich aufzurichten. Sein Gesicht war wutverzerrt. „Bei allen Göttern...? Wer bist du? Wie zum Teufel bist du hier hereingekommen?“ Er sprach undeutlich und bekam einen hochroten Kopf. Den Blutelfen ließ diese Wut kalt. Er amüsierte sich und lächelte. In diesem Bett wirkte der König wehrlos. „Deine Vergangenheit hat mich zu dir geführt“, antwortete Dawnweaver. „Und jetzt halt deine dämliche Fresse. Ich verspreche dir, wir werden alles so kurz und schmerzlos wie möglich erledigen.“ Er starrte auf Magni Bronzebart und erinnerte sich an etwas, dass er vor kurzem im Gasthaus „Zum wilden Eber“ gehört hatte: Unser König ist aber alt geworden. Und bei näherem Betrachten stimmte das. Der stolze König von einst, war nur noch ein Schatten seiner selbst. Ein alter Sack mit Doppelkinn, dass sogar unter seinem ##!!en Bart noch deutlich zu erkennen war. Außerdem war er das Startsignal in diesem Spiel. Der Blutelf öffnete den schwarzen Samtbeutel und reichte seiner Mitspielerin zwei Handschellen. „Kassandra, wärst du wohl so gütig. Bitte eine Hand an jeden Bettpfosten, meine Teuerste.“ „Mit dem größten Vergnügen“, sagte sie. Etwas majestätisches lag in der Art, wie sie sprach, wie sie sich benahm und wie sie sich bewegte. „Hast du kleine dreckige Elfin irgendetwas mit der Sache hier zu tun?“ Der Zwerg stieß scharf den Atem aus, als er die angebliche Druidin fassungslos anstarrte. Sie musste lächeln. „Nein, nie im Leben“, antwortete sie und zog mit einem Ruck die Handschellen zu. Dawnweaver holte eine magische Kristallkugel unter seinem Cape hervor und reichte sie Kassandra. Sie wirkte einen kurzen Zauber und richtete das Kugel auf den Zwerg. Sie konnte sehr gut mit der der Magie umgehen. „Was zum Teufel habt ihr vor?“ fragte Bronzebart mit aufgerissenen Augen. Kalter Angstschweiß bildete sich auf seiner Stirn. „Was wollt Ihr? Was ist hier los? Verdammt, ich bin König!“ Die magische Kugel begann aufzuzeichnen. Schon das erste Bild war ein Genuss für jeden Anhänger der Horde. Die Aufzeichnung begann mit dem geschockten und dann verblüfften Ausdruck auf dem Gesicht des Zwergenkönigs. Plötzlich machte es Klick. Es war, als hätte sich der Promillepegel im Körper des Zwerges im Nichts aufgelöst. Bronzebart hatte endlich kapiert. „Ihr könnt mich töten, aber ihr brecht nicht meinen Willen oder den Willen meines Volkes. Man wird mich rächen“, drohte er schnaubend. „Los, tötet mich! Wenn das der einzige Weg ist, mich eurer Anwesenheit zu entledigen, dann tut es gleich. Los!“ Ein König der Allianz befiehlt einem Mitglieder der Horde, ihn zu töten? Das war ein unbezahlbarer Augenblick, wie Kassandra wusste. Das war also ein stolzer Anführer der Allianz? Jämmerlich. Ein Verkauf der Magiekugel im Reich der Horde hätte mehr als genug Gold eingebracht. Das stand allerdings außer Frage. Sie brauchten ihn in ihren tödlichen Spiel und für die Überraschungen, die später kam. Dalar Dawnweaver ging entschlossen durch das Zimmer. Den Zauberstab hielt er dabei dicht vor die Stirn des Zwergenkönigs. Genial. Jetzt fing sein Spiel erst richtig an. „Eure Majestät, ich werde euch jetzt töten. Da gibt es nichts zu diskutieren. Glaubt ihr an einen Gott? Dann sprecht jetzt Euer letztes Gebet. Achja, erwähnt mich bitte auch darin. Ich möchte doch auch von meinen Sünden erlöst werden.“ Der Strahl des Zauberstabs wurde intensiver. Jetzt ging es ums Ganze. Der Blutelf spürte, dass seine Hand leicht anfing zu schwitzen. Eine einzige kleine Schweißperle wanderte langsam die Stirn hinab. Auch Kassandra bemerkte es. Das ist eine Hinrichtung, sagte er sich. Eine vollkommen gerechte Exekution. Dieser Allianzler hatte es verdient. Das Spiel beginnt und ich stehe mittendrin. Aus einer Entfernung von höchstens einem Meter feuerte er einen Feuerball auf den Zwergenkönig. Bronzebarts Kopf explodierte. Erledigt! Zufrieden blickte er Kassandra. Sie lächelte. Gelangweilt richtete er seinen Zauberstab auf die Frau und tötete sie ebenfalls. Time to play. Das Spiel der Horde hatte begonnen. |
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Ich habe die Kapitel nun gelesen.
Zu allererst mein Kompliment. Du verstehst dich darauf, mit Worten umzugehen und deinen Schreibstil mag ich ziemlich gerne. Vom Gedanken her wäre das wohl definitiv auch eine Story, die mich interessieren und die ich lesen würde. Allerdings - so finde ich, nimm das nicht als Allgemeingültig - wirken diese ersten Kapitel sehr schnelllebig, fast holprig. Ich habe mich ein wenig gehetzt gefühlt. Ich bin ein Fan von Geschichten, in denen die Worte 'malen' und der Umgebung und den Figuren Tiefe verleihen. Gerade eine Welt wie Azeroth bietet so viele Möglichkeiten, den Leser tiefer in eine Welt eintauchen zu lassen, die vor allem wohl Fantasyfans begeistern würde. Ich z.B. hab erst durch WoW auch eine Schwäche für Fantasyromane entwickelt. Man kann sowas ja auch so be- und umschreiben, dass dem Leser dennoch ausreichend Raum für eigene Phantasie bleibt, der Autor aber von vorneherein eine gewisse Atmosphäre schafft. Das fehlt mir persönlich ein wenig. |
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Danke für deine Kritik und deine Anregungen. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen.
Ich bin leider eher ein Fan von kompromisslosen Erzählungen ;-) Leider hat sich von Blizz immer noch niemand gemeldet. Schon kurios. Dauert wohl genauso lange wie ein Ticket ingame ;-) |
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Falsche Reihenfolge. Zuerst fragt man nach der Lizenz, bevor man sich an einen Roman wagt, den man veröffentlichen möchte.
Romane zu Spielen oder Filmen sind oft - gerade auch in WoW, wenn man bedenkt, welche entscheidenden Ereignisse der Welt in die Romane verlagert wurden, statt im Spiel selbst stattzufinden, siehe "Cairnes Tod" etc. - Teil der offiziellen Geschichte. Und das heißt, der Autor hat sich bis in die kleinsten Kleigkeiten zu fügen und nichts anzutasten, was nicht geändert werden darf. Und da bezweifle ich, daß Magni der ideale Aufhänger ist. Zudem ist der Roman in deutscher, nicht englischer, Sprache geschrieben. Normalerweise gilt die englische Variante als Ursprungsvariante, muß also von Anfang an vorliegen, damit die Lizenzgeber das Produkt begutachten können. Und dazu kommt auch noch, daß nicht nur kein Widerspruch zu allem, was bisher veröffentlicht wurde, existieren darf, nein, das Produkt darf keiner der Allgemeinheit u.U. noch unbekannten Planung widersprechen. Schreibe den Roman um und entwickle Deine eigene Welt, die Grundgeschichte ist übertragbar. Die Frage ist, was möchtest Du? Geld verdienen, durch die Veröffentlichung eines WoW-Romans? Das wird so nicht möglich sein. Als Fanautor bekannt werden und Fanfiction verbreiten? Da würde ich im Forum anfangen. Mit Kurzgeschichten. Ich weiß nicht genau, inwieweit das hier erlaubt ist, die Frage hat mich nie interessiert, aber wenn die erste Geschichte gelöscht wird, hast Du eine Antwort von Blizzard. |
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Bearbeitet von Selca am 16.02.12 16:22 (MEZ)
Was den Stil angeht:
Zu schnell, Beschreibungen zu flüchtig. Eigentlich wird mehr schnell und flüchtig erklärt und gesagt als beschrieben, von der Handlung bis zum Bauwerk. Manchmal hat man den Eindruck, es ginge darum, möglichst schnell möglichst viele Orte und Namen aus dem Spiel einzubauen. Wer WoW nicht kennt, ist überfordert und gelangweilt, wenn er gleich mit einem Dutzend Namen auf Seite 1 erschlagen wird und nichts einordnen kann. Wer WoW kennt, schaltet ab, sobald er die Erklärung zur Geschichte der Blutelfen, die Tatsache, welcher Fraktion sie angehören etc. liest. Nebenbei: "Dawnweaver war ein Blutelf, jene Elfen, die sich seit dem Krieg mit der Geißel des Lichkönigs vor vielen Jahrhunderten von den friedliebenden Nachtelfen abgewandt hatten und ein eigenes Königreich schufen." Der Krieg mit der Geißel war also vor Jahrhunderten? Wann spielt der Roman noch einmal? Der Sprachstil schwankt zu sehr. Und manche Wörter gehören nicht unbedingt in einen derartigen Text. Bodyguard, Promillepegel, Job, Time to play. Solche Begriffe gehören durchaus in einen Roman, der in den USA spielt, um auch in der deutschen Übersetzung dann für Lokalkolorit zu sorgen. Aber das gilt in dieser Form nicht für Azeroth. Es gibt häufig Wortwiederholungen. Samtbeutel.....Samtbeutel, Details....Details..., magische Kugel...magische Kugel Es gibt seltsame, etwas schiefe Bilder, wie das des Promillepegels, der sich in Nichts auflöst, und es gibt zuviele Klischees. Aus der Grundidee könnte man allerdings etwas machen. Nur würde ich nicht so offensichtlich direkt am Anfang die Motive herausposaunen. Übe mit Kurzgeschichten. Das diszipliniert. Und dann gehe zu Romanen über. |
ich hätte mal eine Frage bezüglich eines selbst geschriebenen WoW Romans. An wen muss ich mich denn wenden, wenn das Buch veröffentlicht werden soll? Auf Emails an Blizzard antwortet mir seit Wochen niemand und am Telefon kann mir leider auch niemand eine Auskunft geben. Vielleicht liest mein Beitrag ja ein "Blauer", der mir weiterhelfen kann. Für Emailanfragen zu diesem Thema wäre Community-de@blizzard.com die richtige Adresse. Darüber würden wir dich auf unsere FAQ zu rechtlichen Fragen hinweisen, also mache ich das jetzt hier: http://eu.blizzard.com/de-de/company/about/legal-faq.html Ich denke, das Verlegen deines Romas wird vermutlich nicht so ohne Weiteres möglich sein. Deine Mitspieler würden es aber bestimmt schätzen, wenn du auch den Rest davon als Fankunst hier im Forum mit uns teilen möchtest. Ich verschiebe deinen Beitrag auf jeden Fall mal in unser entsprechendes Themenforum. |
#14
17.02.2012
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Hallo zusammen,
also erstens: ich wollte damit keinen Bestseller landen :-) Ich habe aus Langeweile mal damit angefangen und irgendwie hat sich die Geschichte dann immer weiter entwickelt. Das dann so etwas bei herauskommt, habe ich nicht gedacht. zweitens: die Recherchen bezüglich der Klassen habe ich alle aus dem Netz gezogen. Egal, ob hier auf der Seite, oder Wow-Wiki usw. usw. Etwas offizielles im Netz zu finden ist recht schwierig. Die WoW Romane sind da auch nicht gerade hilfreich. Ich habe hier im Regal 4 "Werke" stehen... Sollte im besten Falle Blizzard doch Interesse haben und geschichtliche Korrekturen verlangen, denke ich, werde ich diese direkt von der Quelle bekommen. Und wenn nicht... dann geht die Welt auch nicht unter :-) Jedenfalls danke ich euch allen für die Kritik und Anregungen. Es ist schon merkwürdig, wie manche die Texte lesen. Ich habe zum Beispiel von meiner Gilde sehr viel Lob für den Schreibstil bekommen. Das Direkte, ohne große Ausschweifungen kam da sehr gut an. Das schlechteste Beispiel für Langatmigkeit ist hier wohl Bernhard Hennens: Die Elfen. So sollte es auf keinen Fall werden. Ich denke, das Ganze liegt dann eher im Geschmack des einzelnen Lesers. Man kann es eben nie allen Recht machen :-) @Tyiliru: Danke für die Tipps. Die Emailadresse habe ich bereits verwendet. Da kam keine Antwort. Ich habe sogar eine in englisch verfasst und an die Merchendising-Adresse gesicht. Auch von dort habe ich keine Antwort bekommen. Die rechtlichen Hinweise habe ich mir bereits durchgelesen. Ich werde jedoch auf KEINEN Fall selbst in der Sache tätig werden. Ich bin alt genug, und auch ausgebildet genug, um zu wissen, was für rechtliche Schritte da kommen könnten ;-) Zur Not werden Städtenamen, Orte, Namen und Kennzeichnungen ersetzt und es wird ein Krimi, der irgendwo in Deutschland spielt und der Mörder killt halt Politiker ;-) Ich werde auf großen Wunsch auch mal das vierte Kapitel reinstellen. Ich danke euch auf jeden Fall schon mal für eure Antworten. Viel Spass beim Lesen Bis dann. |
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Kapitel 4 Teil 1
Als alles begann war ich zum Glück weit weg. Ich machte ein paar Tage Urlaub in Kalimdor. Der erste Urlaub seit über zwei Jahren. Meine Reise hatte mich in die Hauptstadt der Nachtelfen geführt. Darnassus ist eine wunderschöne Stadt, voller Leben – jedenfalls meiner Meinung nach. Sie wahrt das Gleichgewicht zwischen der Natur und dem Leben einer Großstadt. Mein Beruf führte mich an die entlegensten Plätze in Azeroth, aber nur hier verspürte ich innerlich zur Ruhe zukommen. Nach dem Besuch des Mondtempels und einer langwierigen Meditation flog ich auf dem Rücken eines Hyppogryphen nach Auberdine, um etwas Zeit mit Aliessa Windrufer, einer Druidin vom Zirkel des Zenarius zu verbringen. Wir waren nun ungefähr drei Jahre lang enger befreundet. Sie hatte das Talent, alles noch so schlechte wieder ins Lot rücken zu können. Als sich der Hyppogryph der Landestelle näherte bot sich mir ein erstaunlich klarer Blick auf den herrlichen Hafen, den Wald und den kleinen Ort, der Eins mit der Natur war. Ich ließ mich einfach von dem Blick überwältigen. Ich konnte es kaum erwarten Aliessa wiederzusehen. Seit wir in der Entscheidungsschlacht gegen Arthas, den Lichkönig, in der Eiskronenzidadelle Seite an Seite kämpften, standen wir uns nahe. Es gab nur ein Problem: Wir lebten in unterschiedlichen Welten. Wir mochten unsere Städte und unsere Aufgaben. Deshalb wussten wir nicht so recht, was wir tun sollten. Andererseits genossen wir es wirklich zusammen zu sein. Als ich die Rampe hinab in das Zentrum von Auberdine ging, kam sie mir bereits entgegen. Sie lächelte und sofort ging es mir großartig. Sie hatte stets diese Wirkung auf mich. Sie trug eine lange, edle in grün gehaltene Robe. Um die Hüfte hatte sie einen feinen Ledergurt gebunden, der die Robe eng an ihrem Körper anlegen ließ. Sie sah gut aus, verdammt gut. Sie roch nach edlem Parfüm, als ich sie in meine Arme schloss. Mann, hatte ich das vermisst. Es war mehr als zwei Monate her, seit ich sie das letzte Mal im Arm halten konnte. Ich hob Aliessa hoch und wirbelte sie im Kreis herum. Sie ist ein Meter zweiundsechzig und schlank. Ich einen Meter achtundachtzig. Ich bemerkte, dass einige Leute uns beobachteten. Die meisten lächelten. Warum auch nicht. Die Nachtelfen waren generell ein sehr freundliches und höfliches Volk. Dann schritten zwei dunkel gekleidete Zuschauer auf uns zu. Auf ihrem Rücken trugen sie edel verzierte Zweihandschwerter. Erst bei genauerem Hinsehen erkannte ich unter ihren langen Roben das Banner der Allianz. Die Leibgarde des Königs. Das kann nicht wahr sein! Ich stöhnte und setzte Aliessa ab, als hätten wir etwas verbrochen. Sämtliche Glücksgefühle waren wie weggezaubert. Einfach so. Weg! „Ich bin Major Dughan, dass ist Captain Malvew“, sagte der große grauhaarige Mann und deutete auf einen schwarzhaarigen Kerl Mitte Dreißig, der auf irgendetwas herumkaute. „Es tut mir Leid, dass wir euch stören müssen, aber man hat uns hierher befohlen, euch hier am Flugpunkt abzuholen. Sie sind doch Inegy von Sturmwind?“, fragte der Major um sich zu vergewissern. „Ja, ich bin Inegy. Das hier ist Aliessa Windrufer, eine Priesterin des Mondtempels und Angehörige des Beraterstabs von Tyrande Wisperwind. Sie können vor ihr ganz offen sprechen“, sagte ich. Der Major schüttelte den Kopf. „Nein, tut mir Leid, aber das können wir nicht. Unsere Befehle kommen vom oberster Stelle.“ Aliessa lächelte mich an. „Ist schon okay.“ Dann wandte sie sich von mir ab und ging auf eine Gruppe Magier zu, die über irgendetwas diskutierten. Sie ließ mich einfach mit den beiden Störenfrieden zurück. Das war genau das Gegenteil von dem, was ich wollte. Ich wollte, dass die beiden Menschen weggingen – von mir aus, dorthin wo der Pfeffer wächst. Hauptsache weit weg. „Dürfte ich wenigstens erfahren, weshalb man mir meinen Urlaub verdirbt?“, fragte ich Major Dughan ziemlich genervt. Ich wusste schon, dass es sich um etwas sehr wichtiges handeln musste, weil es bei meinen Job ständig um derartige Dinge ging. SI:7 Meister Mathias Shaw wusste immer, wo ich mich befand, selbst während meinem Urlaub. Was gleichzeitig bedeutete, dass ich wohl nie Urlaub hatte. „Wie wir bereits erwähnten, haben wir nur den Auftrag, euch hier abzuholen und dann sofort mit den königlichen Greifen nach Darnassus zu bringen. Dort wird man euch ein Portal zur Verfügung stellen, dass euch direkt nach Sturmwind bringt. Es gibt eine Krisensituation. König Bronzebart wurde in seinen Gemächern ermordet. Vom Täter fehlt bislang jede Spur. König Wrynn höchst persönlich möchte euch sprechen. Am besten gleich.“ |
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Kapitel 4 Teil 2
Ich schüttelte den Kopf und ging mit gesengtem Haupt zu Aliessa. Ich erklärte ihr alles, auch, dass ich versuchen würde, so schnell wie möglich zurückzukommen. Ihr Gesicht sprach Bände. Wir sahen uns kaum, und wenn, dann kam irgendwie immer die Arbeit dazwischen. Ich nahm sie in dem Arm. Es war ein anderes Gefühl als vorhin. Nach einem kurzen Abschiedskuss wurde ich von dem Major und dem Captain zu den königlichen Greifen geführt. Die edlen Tiere wurden von weiteren Soldaten König Wrynns bewacht. Der Flug zum Mondtempel von Darnassus dauerte nur wenige Minuten. Ohne den Austausch vieler Worte wurde ich direkt zu einem Portal gebracht. Ich schritt durch und befand im nächsten Augenblick in Burg Sturmwind. Mein Urlaub war zu Ende. |
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Hallo Inêgy.
Ich hoffe, Du kannst noch ein wenig Kritik ertragen:
Wenn man eine ehrliche Meinung über sein Können erfahren möchte, darf man keine Leute fragen zu denen man irgendeine Art von Beziehung hat (z.B. Bekannte, Familie, Chef …). Sie werden einem aufgrund dieser Beziehung selten ehrlich antworten (können). (Dieser Rat ist nicht von mir. Ich habe ihn mal irgendwann irgendwo aufgeschnappt. Aber er erscheint mir so logisch, dass ich ihn seit dem befolge. … Nicht selten auch zu meinem Leidwesen …)
Trotzdem herzlichen Glückwunsch! Das ist doch schon mal eine gute Leistung, die Du da deiner Fantasie und deinem Durchhaltevermögen abgerungen hast. Vielleicht hast Du ja jetzt auch „Blut geleckt“ und dann wäre es einfach nur wunderbar, wenn Du deinen Schreibstiel noch ein wenig verfeinern würdest. Wer weiß wohin dich das noch treiben könnte … Zu schnell, Beschreibungen zu flüchtig. Eigentlich wird mehr schnell und flüchtig erklärt und gesagt als beschrieben, von der Handlung bis zum Bauwerk. Manchmal hat man den Eindruck, es ginge darum, möglichst schnell möglichst viele Orte und Namen aus dem Spiel einzubauen.Wer WoW nicht kennt, ist überfordert und gelangweilt, wenn er gleich mit einem Dutzend Namen auf Seite 1 erschlagen wird und nichts einordnen kann. Eigentlich möchte ich Selcas Post im Ganzen zustimmen, aber diesem Teil hier im Besonderen. Weißt Du, deine Gildies haben dich für deinen Text gelobt, weil sie sich in Azeroth und mit seinen Bewohnern auskennen. Mal zwei einfache Beispiele: Wenn Du von … den ich etwas abseits des Weges, der von Westfall in den Wald von Elwynn führte, versteckte. …oder von … befand er sich bereits in Eisenschmiede, der unterirdischen Hauptstadt der Zwerge, die tief in den Bergen Dun Moroghs erbaut wurde. …schreibst, haben deine Gildies sofort ein Bild der Gegend vor Augen. Alle anderen nicht. Wenn Du schreibst, beschreibe doch wirklich, was dein geistiges Auge sieht (Die staubige, lange Straße? Das Flimmern der Luft? Das heftige Treiben in der Stadt? Der Schein der vielen Kohlebecken?), was deine geistige Nase riecht (Blumenduft? Der Gestank eines toten Tieres? Der Geruch der nahen Schmiede?), was dein geistiger Körper spürt (Warme Sommerluft vielleicht? Herab rinnender Schweiß? Innerliche Kälte?), was deine geistigen Ohren hören (Das träge Summen von Bienen? Durch dein Auftauchen erschreckt rufende Vögel? Das beständige Schlagen von Schmiedehämmern? Das typische Sprachgewirr einer Großstadt?). Beim Schreiben hast Du garantiert irgend so was Ähnliches im Kopf. Also beschreibe es auch. Denn wenn Du es nicht beschreibst, kann man es sich nicht vorstellen. Deswegen muss es ja nicht gleich langatmig werden. Das bekommt man auch mit einzelnen, relativ kurzen Sätzen hin. So, das war es erst mal mit meiner Quälerei. Ich hoffe, ich habe dich nicht entmutigt. |
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87, Troll, Schamanin
5390
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Bearbeitet von Tirrissija am 23.02.12 22:49 (MEZ)
Ich empfehle:
http://www.federfeuer.de/ Hier bekomst du harte Kritik, aber sie bringt dich weiter. Hier sind sie sanfter und treten dir nicht auf die Zehen, es gibt aber viele Hinweise, wie man gut schreibt. (Don't tell, show, etc) http://www.schreibwerkstatt.de/ Es gibt auch viele gute Bücher zu dem Thema, z.B. (Englisch) http://www.amazon.de/Write-Great-Fiction-Structure-Techniques/dp/158297294X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1330033162&sr=8-2 |
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