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Bearbeitet von Raizen am 18.02.12 09:18 (UTC)
Während wir hier noch über ACTA diskutieren steht scheinbar schon das nächste Projekt namens INDECT auf der Planung:
http://www.stopp-indect.info/?page_id=2&lang=de Werden nun George Orwells Fantasien Wirklichkeit? |
#1
18.02.2012
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Laut dem Link nicht mehr Planung, im Falle von Fuballstadien schon Durchführung...bin zu besoffen, um zu googlen, macht ihr ma...
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#3
18.02.2012
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1, Mensch, Krieger
0
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Wenn die Straßen dadurch sicherer werden warum nicht. Ich wohne in der Stadt und hier passieren nunmal Verbrechen. Und bevor ich das nächste Opfer bin wähle ich doch lieber eine bessere Überwachung.
Ich weiß nicht warum man sich gegen mehr Sicherheit wehrt. |
#4
19.02.2012
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Hauptsächlich weil dir absolute Sicherheit kein Überwachungsstaat der Welt bieten kann, der "Gewinn" für den du also große Teile deiner Privatsphäre opfern darfst ohne vorher überhaupt gefragt zu werden ist also letztlich eventuell für einige ein "besseres Gefühl", für eine Menge anderer Menschen hingegen eher das Gefühl, stetig beobachtet und unter einen Generalverdacht gestellt zu werden. |
#5
19.02.2012
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Kenn mich jetzt mit dem INDECT-Thema speziell nicht aus, allerdings denke ich, dass man beide Seiten betrachten muss.
Auf der einen Seite gibt es Leute, denen Überwachung ziemlich egal ist. Sie freuen sich über das Plus an Sicherheit, welches durch die Überwachung kommt. Solange es persönliche Grenzen gibt, das heißt nicht gerade in meiner Wohnung Kameras hängen, und solange das System nicht missbraucht wird, zähle ich persönlich mich auch zu dieser Gruppe. Allerdings gibt es auch Leute, welche sich dadurch in ihrer Privatsphäre massiv eingeschränkt fühlen. Und ich denke, auf diese Leute muss man einfach Rücksicht nehmen. Weil es diese Gruppe meistens stärker in ihrem Leben einschränkt, als es der anderen Gruppe nützt, bin ich eigentlich, solange ich mich noch nicht näher über das Thema informiert habe, gegen Einführung großflächiger Überwachung. Jeder einzelne muss das für sich selbst entscheiden. Ich hoffe, dass man dabei auch ein wenig an die andere Gruppe denken kann. Mich würde noch interessieren, was ihr von der Überwachung in U-Bahnen usw. haltet. |
#6
19.02.2012
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Was wäre das denn bitte für eine Gesellschaft, in der man erstmal prophylaktisch festgenommen wird, weil man irgendwo "herumlungert" oO Das ist ja wohl absolut lächerlich. Können die komischen Politiker das nicht einfach mal sein lassen?
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#7
19.02.2012
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@Schrödingér
Auch Kriminelle sind nicht dumm ausser in dem Punkt das sie glauben nicht erwischt zu werden. Wenn die Straßen überwacht werden, werden sie ganz einfach ihr Ding abseit dieser abziehen und dann liegt man eben bsp. nicht halbtodgeprügelt und ausgeraub auf der Straße, sondern in einer dunklen Gasse, Keller oder Hinterhof wo einem niemand sieht und hilfe ruft. Hinzukommt das ein solches System auch sehr gut missbraucht werden kann um die Bürger generell zu überwachen und das leichter und Umfangreicher als es selbst die Stasi in der DDR konnte... |
#8
19.02.2012
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Guter Brief von A. huxley an George Orwell 1984 von 1949:
Dieser Brief ist aus dem Jahr 1949. Huxley nimmt in diesem Brief zu den Inhalten des "fiktven" romans Stellung. Er geht insbesondere auf die Möglichkeiten der modernen Psychologie zur Bewustseinskontrolle ein. http://www.scribd.com/doc/29318440/lesenswert-Brief-von-A-huxley-an-George-Orwell-1984#source:facebook |
#9
19.02.2012
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Bearbeitet von Sabøtage am 19.02.12 20:33 (UTC)
Schwerpunkt Überwachungen wie auf Bahnhöfen, Unterführungen, bei Bankomaten und so weiter macht es durchaus Sinn.
Jede sonstige präventive Überwachung im öffentlichen Raum per Video wirft nur unsummen an Kosten auf, aber bringt in wirklichkeit rein garnix. ...und wie man bei den allseits "beliebten" Ubahn Schlägern sieht, schreckt manche noch nichtmal die Überwachung, von schweren Straftaten ab... |
#10
19.02.2012
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Bearbeitet von Mulandir am 19.02.12 21:01 (UTC)
Genau das ist es. Es wird bereits überwacht, was aber nicht sonderlich viel bringt.
An die Kosten hab ich noch gar nicht gedacht. Soein Vorhaben der totalen Überwachung würde allein in Berlin Tausende Kameras erfordern, die auch alle mit Energie versorgt werden müssen. Das Ganze dann global? Ehehehe Ernsthaft, wer soll das bezahlen? Die Welt hat grad echt andere Sorgen, als kleinkriminellen Angst zu machen, friedliche Menschen zu ärgern und unabschätzbare Kosten auf sich zu nehmen. Edit: Wenn die Bullen nicht so hirnrissig hoch angesetzte Aufnahmeanforderungen hätten (bei den Anwärtern gehts ja schon los), gäbe es von denen wohl auch mehr und man könnte an Orten wie U-Bahnen durch einfache Polizeipräsenz einiges verhindern. |
#11
19.02.2012
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64, Blutelfe, Priesterin
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...und wie man bei den allseits "beliebten" Ubahn Schlägern sieht, schreckt manche noch nichtmal die Überwachung, von schweren Straftaten ab... na immerhin wurden so die Kerle geschnappt und haben ihren Prozess bekommen, sonst hätte man sie nie erwischt. Ist auch was, finde ich. |
#12
19.02.2012
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...
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#13
19.02.2012
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64, Blutelfe, Priesterin
520
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Dir mag das vielleicht egal sein aber den Angehörigen des Opfers und vielleicht weiteren kommenden Opfern ist das bestimm nicht egal.
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#14
20.02.2012
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Ist es wirklich schon so spät? ;) Ich sehe jetzt nicht wo ich sowas angedeutet oder gar gesagt haben sollte. |
#15
20.02.2012
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ja aber wo bleibt die verhinderung von diesen Straftaten, wenn trotz Überwachung die Schläger gar nicht anders können. Setzt das Ganze dann nicht falsch an, wäre da nicht eher eine bessere Fürsorge in der Kindheit angesagt. Lieber nach Todesstrafe rufen, und am Besten noch am Sch.w.an. aufhängen und abschneiden, anstatt sich zu fragen was hat das ganze mit mir zu tun. Gerechtigkeitstrieb ist auch ein Trieb, und muss befriedigt werden wie man sieht. |
#16
20.02.2012
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Bearbeitet von Shalandriya am 20.02.12 11:44 (UTC)
Das mag ja grundsätzlich stimmen. Aber das wäre der falsche Ansatz. Es gilt Straftaten zu verhindern. Dies wird vollständig niemals möglich sein. Es wäre lediglich möglich, wenn man den Menschen seine Menschlichkeit nimmt. Jeder Mensch hat nun auch einmal eine böse Seite in sich, mit dieser Gewissheit müssen wir klar kommen. Deswegen ist es keine gute Idee unsere persönlichen Freiheiten einem Überwachungsapparat zu opfern, der am Ende nicht einmal das bewirkt, was er bewirken soll: Die Verhinderung von Straftaten. Im Endeffekt wird man damit nur Großkonzernen und machtbesessenen Politikern in die Hände spielen, welche nur darauf warten diese stark ausgeprägte Technologie zu missbrauchen. Gegen sämtliche Abkommen, welche in die Richtung von ACTA und INDECT einschlagen, gilt es sich zu wehren. |
#17
20.02.2012
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Bearbeitet von Shatar am 20.02.12 12:51 (UTC)
Ich finde, du übertreibst hier maßlos. Eine Strafe nach unseren Gesetzen mit einer Todesstrafe gleichzusetzen, öffentliche Aufgei.lung an der Bestrafung an sich unterstellen. Außerdem kommt es mir persönlich so vor, als würdest du die Täter geradezu in der Opferrolle sehen. Die können ja garnicht anders. Aha. Wie würdest du denn "mehr Fürsorge in der Kindheit" umsetzen? Die Eltern beim Erziehen überwachen? Elternführerschein?
Da magst du sicherlich Recht haben. Es wäre mal interessant zu wissen, wie viele Taten durch die Abschreckung verhindert werden.
ACTA und INDECT sind aber 2 Paar Schuhe. Edit: Hab mal wieder ein wenig Zeit verschwendet und mich auf die Suche nach wissenschaftlichen Artikeln zu CCTV, also elektronischer Videoüberwachung, gemacht. Als Ausgangspunkt habe ich folgendes Review benutzt: http://www.emeraldinsight.com/journals.htm?articleid=1464673&show=abstract The thinking eye: Pros and cons of second generation CCTV surveillance systems Dort wird dann, wie vermutet, gleich am Anfang auf verschiedene Reviews verwiesen, in welchen die Effektivität von CCTV im Bezug auf die Verbrechensbekämpfung untersucht wurde. In dem Review sagen sie, dass es wohl einen Konsens dazu gibt, dass CCTV die Verbrechensrate senkt, auch wenn es wenige Untersuchungen gibt, die diese Ansicht nicht teilen. Ansonsten könnte der Artikel spannend sein, habe aber leider gerade keine zeit, ihn komplett zu lesen. Habe mir dann ein vielzitiertes Review rausgepickt. Dafür hat meine Uni aber keine Lizenz, aber der abstract ist auch ganz interessant: http://www.palgrave-journals.com/cpcs/journal/v6/n2/abs/8140184a.html Hier der zweite Artikel in der Ausgabe: Crime Prevention and Community Safety: An International Journal (2004) 6, 21–33; Abstract An evidence-based approach to preventing crime calls for the use of the highest-quality available evidence on the efficacy of a crime prevention program type and the use of the most rigorous methods to analyze this evidence. This article reports on the findings of a systematic review—incorporating meta-analytic techniques—of the highest-quality available research evidence on the effects of CCTV on crime in public space. CCTV had a significant desirable effect on crime, with an overall reduction in crime of 21 per cent in experimental compared to comparable control areas. CCTV was most effective in reducing crime in car parks, most effective when combined with improved street lighting and targeted at vehicle crimes, and more effective in reducing crime in the UK than in North America. Crime Prevention and Community Safety: An International Journal (2004) 6, 21–33; doi:10.1057/palgrave.cpcs.8140184 Hört sich ziemlich interessant an, vielleicht hat ja irgendjemand Zugang zu dem Magazin. Eventuell gibts die anderen Reviews zu diesem Thema auch in Magazinen, an welche ich drankomme, hab jetzt aber nicht soviel Zeit zum suchen leider. Edit 2: Doch noch ein aktuelleres Review gefunden: http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/07418820802506206 |
#18
20.02.2012
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64, Blutelfe, Priesterin
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ja aber wo bleibt die verhinderung von diesen Straftaten, wenn trotz Überwachung die Schläger gar nicht anders können. Setzt das Ganze dann nicht falsch an, wäre da nicht eher eine bessere Fürsorge in der Kindheit angesagt. Lieber nach Todesstrafe rufen, und am Besten noch am Sch.w.an. aufhängen und abschneiden, anstatt sich zu fragen was hat das ganze mit mir zu tun. Gerechtigkeitstrieb ist auch ein Trieb, und muss befriedigt werden wie man sieht. Ich kenn ehrlich gesagt nur eine Studie von London. Da steht an jeder Ecke eine Kamera und seitdem ist die Straßenkriminalität deutlich gesunken. Das wärs mir ehrlich gesagt schon Wert. |
#19
20.02.2012
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ja aber wo bleibt die verhinderung von diesen Straftaten, wenn trotz Überwachung die Schläger gar nicht anders können. Setzt das Ganze dann nicht falsch an, wäre da nicht eher eine bessere Fürsorge in der Kindheit angesagt. Lieber nach Todesstrafe rufen, und am Besten noch am Sch.w.an. aufhängen und abschneiden, anstatt sich zu fragen was hat das ganze mit mir zu tun. Unter anderem kann man dem etwas entgegensteuern wenn man unsere Bildungspolitik mal anders ansetzt. -Vorschul-oder Kindergartenpflicht Da schon mit lesen und schreiben anfangen insbesondere zur Erleichterung der Integration. -Abschaffen des Schulklassensystem Bundesweite Ganztagsschulen damit bescheuerte Eltern die viele Kinder in Hauptschulen verkorksen lassen, weil die Eltern dumm sind und Nachbar Alis Kind ja auch in der Schule wär, zur verbesserten Möglichkeit auch diese Kinder zu fördern, um denen nicht gleich den Mut zu nehmen überhaupt was in dieser Gesellschaft reißen zu können. -Anderes Fachpersonal Es reicht Fachwissen alleine nicht aus. Es muss auch in der Pädagogik dieser Grad erlangt werden. Eigene Fachkräfte dafür oder Lehrer dafür besser trainieren. Gegenargument ist da natürlich, dass das Geld fehlt daher: -Werbung in Schulen erlauben War bislang nur bedingt erlaubt. Wir werden doch eh alle mit Werbung bombardiert und manipuliert. Es spricht nichts dagegen, dass Werbung von World of Warcraft die Schule schmückt. Könnte weitaus ausführlicher sein, aber ihr wisst worauf ich hinaus will... Lieber zb. darin investieren als in Kameras die jeden Winkel der Stadt schmücken soll. |
#20
20.02.2012
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