Gaming: Belgien verbietet Lootboxen

Allgemeines
Was ist eure werte Meinung über diese Thema und wie sieht das hier
bei Diablo 3 aus.Mit diesen Digital Gaming Überraschungs Eiern.

https://www.pcwelt.de/a/gaming-belgien-verbietet-lootboxen,3450584?utm_source=best-of-pc-welt-manuell&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter&ext_id=3450584&r=768666928472232&lid=869842&pm_ln=5

https://www.pcwelt.de/a/lootboxen-koennte-verbot-in-deutschland-drohen,3449658

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Generell sind Lootboxen ja nix schlechtes , nur wie man diese im jeweiligem spiel einbindet ist was ganz anderes.

Auch der Faktor Mensch ist hier ganz wichtig ähnlich wie bei Glücksspiel.

Ich persönlich würde es begrüßen wenn es auch in Deutschland stark eingeschränkt wird oder sogar verboten , da mit den Lootboxen einfach zu viel Schindluder betrieben wird.

HF
Solange diese kosmetische Sachen beinhalten sind mir Lootboxen Schnuppe.
Meine Meinung zu Microtransaktionen ist ja generell folgende:

Wenn die Zukäufe spielentscheidend sind, ist das Spiel komplett auf Abzocke ausgelegt und wird von mir einfach nicht gespielt. Punkt aus.
Wenn die Zukäufe kosmetischer Natur sind, oder mit vernünftigem Zeitaufwand auch ohne Geldeinsatz erspielbar sind und somit eher QoL-Feature sind: Kann man machen, auch wenn damit "eher unbedarfte Spieler" de facto ebenso abgezockt werden wie in den echten Abzock-Spielen.

Das alles gilt für Käufe, bei denen man vorher genau weiß, was man erwirbt.

Zufälligen Loot in Boxen kaufen finde ich ehrlich gesagt komplett Banane. Wenn dabei klar gesagt wird, wie hoch die Chancen auf bestimmte Items sind, und alle Items in den Boxen einen gewissen Wert haben (und nicht durch doppelt- und dreifach-Funde einfach nur Müll sind), mag das noch angehen. Sonst ... gaaaanz merkwürdig. Ein Verbot solcher Praktiken würde ich befürworten, wenn "der Markt" sowas nicht von alleine regelt.

Was mich aber interessieren würde, wie so ein Verbot genau begründet wird. Denn wenn zufällige Lootboxen in Computerspielen verboten werden - wie sieht es dann mit den Panini-Sammelalben aus, für die man am Kiosk diese Sticker-Päckchen kauft? Ist das nicht genauso Glücksspiel und müsste reguliert werden? Oder wird das durch klar definierte Chancen, Tauschbörsen (bzw. überhaupt die Möglichkeit des Tauschens) und/oder die Möglichkeit gezielter Nachkäufe zur Komplettierung umgangen?
Frre 2 Play gibt's ja nicht, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Man kann ein Spiel mal antesten aber irgendwie muss der Entwickler ja Geld verdienen, oder er verschwindet wieder.

Es sollte kontrolliert werden wie viel ein Spieler kauft, befindet sich jmd im "Rage" Modus weil er sich einbildet etwas unbedingt haben zu müssen, was bei zufälligen Boxen halt nicht geht, so sollte das gestoppt werden, z.B. man kann nur 10 Packs täglich kaufen. Der Spieler wird gezwungen eine Nacht drüber zu schlafen...

Der erspielbare Loot bzw. Fortschritt sollte natürlich immer im Vordergrund stehen. Das Problem ist "heutzutage" dass Spieler oft sofortigen Erfolg haben möchten und sich nach kürzester Zeit drüber aufregen nicht weiter zu kommen. Die Entwickler kommen diesen Spielern entgegen und bieten ihnen gegen $$ Fortschritt an.

Ob man nun z.B. 60x5 Karten für 50€ (Hearthstone) anbieten muss bleibt fragwürdig, ich käme halt nie auf die Idee das zu kaufen weil es in ca 2 Monaten erspielbar ist.

Ich begrüße eine sinnvolle Überwachung oder Begrenzung, ein Verbot finde ich nicht gut. Muss ja jeder selber wissen was er mit seiner Kohle anstellt.
27.04.2018 09:49Beitrag von Glex
Generell sind Lootboxen ja nix schlechtes , nur wie man diese im jeweiligem spiel einbindet ist was ganz anderes.

Ich gehe in den Supermarkt und kaufe mir einen 6er-Pack Eier. Manchmal ist sogar ein echtes Hühnerei drin und nicht nur Zitronen oder Kunststoffeier. Hmm ... :)

Wie sich das Thema letztlich weiter entwickelt, bleibt abzuwarten. Die Entwickler bzw. Publisher sind nun am Zug und es ist davon auszugehen, dass sie diese Herausforderung meistern werden - notfalls per Lizenzierung oder aber dem indirekten Verkauf der Boxen ...
27.04.2018 11:11Beitrag von Hebalon
Was mich aber interessieren würde, wie so ein Verbot genau begründet wird. Denn wenn zufällige Lootboxen in Computerspielen verboten werden - wie sieht es dann mit den Panini-Sammelalben aus, für die man am Kiosk diese Sticker-Päckchen kauft? Ist das nicht genauso Glücksspiel und müsste reguliert werden? Oder wird das durch klar definierte Chancen, Tauschbörsen (bzw. überhaupt die Möglichkeit des Tauschens) und/oder die Möglichkeit gezielter Nachkäufe zur Komplettierung umgangen?


Ich würde zumidest so argumentieren, Lootboxen sind oft nicht handelbar bzw. Accountgebunden, streng genau genommen gehören sie nicht mal einem! Denn bei WoW z.B. gehört ja einem der Digitale Inhalt nicht mal. Man wird also auch noch beklaut wenn das Spiel "abgeschalten" wird.

Und wie du schon geschrieben hast, ist beim Sammelalbum auch gewollt, sich fehlende Karten über Tausch zu besorgen. Was man ja durchaus positiv bewerten kann. Und man hat eben auch physisches Eigentum.
Die allg. Entwicklung hin zu Lootboxen kann ich voll und ganz nachvollziehen.
Meinen Geschmack trifft das allerdings meistens eher nicht.

Mal gucken wie die Entwickler mit dem Gegenwind in Form von Sh.itstroms und jetzt auch Verboten umgehen werden...
...
Früher: Spiele waren bei ihrem release komplett (und funktionierend).
Das mußten sie auch sein, weil sie physikalisch auf Steckmodul, CD Rom usw. daher kamen. Da war nix mit day one patch, season pass und lootboxen, weil Internet war nicht. Am PC hatte man noch die Möglichkeit, nach vier Wochen Warterei mit Glück einen patch auf der beiligenden CD oder DVD der sogenannten Fachzeitschriften (GameStar usw) zu bekommen.

Heute: Liebloser, halbgarer, unfertiger F2P-Mist, lauert in Hundertschaften auf steam auf den unbedarften Nachwuchscasual, der dann doch lieber begeistert dreißig Flocken in ein professionell wirkendes 2,5-Level-online-Mohrhuhn namens PUBG investiert. Alle drei Tage ´nen (immerhin) kostenlosen Zwangspatch, größer als der Speicher einer guten Grafikkarte.

Bei einem Spiel mit lootboxen käme ich mir so verarscht vor, als ob ich im Obi einen Knarrenkasten kaufe, in dem nur die Ratsche und vierzig Prozent der Nüsse drin sind.
Lootbox = Glücksspiel
Sehe ich auch so und brauche ich nicht.
Diese Spiele gehen mir am ... vorbei.

Kann die Belohnungstüten in D3 ja nicht betreffen, da diese nicht durch
Echtgeld gekauft werden.

Würde spielentscheidender Loot durch MTA's in D3 kommen ...
Dann bin ich nicht dabei. Spiele "normal" weiter ... wobei
was ist bei D3 noch "normal" ;-)
27.04.2018 11:11Beitrag von Hebalon
Was mich aber interessieren würde, wie so ein Verbot genau begründet wird.
Begründet wird das in der Regel mit einer Schutzfunktion des Staates gegenüber seinen Bürgern.
Aus hardcoreliberaler Sicht (meiner) muss man das - moralisch - sehr kritisch bewerten, weil der Staat hier in etwas eingreift, was ihn schlicht nichts angeht, und nichts angehen darf, aber die Lebenserfahrung zeigt leider auch, dass ein Eingreifen hier nicht immer unklug ist.

Tatsächlich wird hier ja vor allem Geld mit Leuten verdient, die ihre Kaufentscheidungen nicht rational treffen oder treffen können. Das heißt: würde jeder rationale Kaufentscheidungen treffen, hätte sich das Modell längst erledigt. Stattdessen aber funktioniert es ausgesprochen gut. So gut, dass fast die komplette Industrie nachzieht, und das Modell übernimmt; zum Schaden derer, die da nicht mitspielen wollen und denen deshalb sukzessive nur noch ein eingeschränktes Angebot an Spielen zur Verfügung stehen wird (weil alle anderen sich über irgendwelche Lootbox-Modelle oder dergleichen finanzieren).
Besonders perfide an dem Modell ist ja, dass ein Großteil der Zielgruppe Kinder sind, also Menschen, denen man tatsächlich die Fähigkeit abspricht, gänzlich rational mit Entscheidungen umzugehen. Was leider im Umkehrschluss nicht heißt, dass alle Erwachsenen dazu fähig wären.

27.04.2018 11:11Beitrag von Hebalon
Denn wenn zufällige Lootboxen in Computerspielen verboten werden - wie sieht es dann mit den Panini-Sammelalben aus, für die man am Kiosk diese Sticker-Päckchen kauft? Ist das nicht genauso Glücksspiel und müsste reguliert werden?
Ich denke, dass man sich hier ähnlich wie bei Alkohol auf eine Art gesellschaftliche Etablierung berufen könnte (auch wenn die im Vergleich zum Alkoholkonsum weit weniger kulturell verwachsen ist).

Die BTM-Gesetzgebung ist ja ein ähnliches Eingreifen des Staates in die Freiheit der Bürger und deshalb moralisch genauso fragwürdig. Wenn man sich die Opioid-Epidemie in den USA ansieht - die allerdings auch von der Pharmaindustrie stark befeuert wurde - muss man dennoch infrage stellen, ob ein Verbot gewisser Drogen nicht doch politisch sinnvoll ist.
Auch hier aber ist eine eigentlich hochgefährliche D.roge legal, einfach, weil sie das schon immer war, und wahrscheinlich auch, weil Alkoholkonsum tatsächlich so gesellschaftlich verwurzelt ist, dass ein Verbot gar nicht durchsetzbar ist, was das Prohibitionsexperiment in den Staaten recht deutlich gezeigt hat.

Außerdem gehts da um Fussball... da ist mit Rationalität eh Feierabend.
manman die belgier! lootboxen und co geht ja mal gar nicht, aber not-kühlwasser der akws ERHITZEN, damit druckbehälter wegen TAUSENDER risse nicht beim zwischenfall hochgehen, das ist eeeeeeeeeeeeeeeez-life. und zwar seid jahren! #tihange u doel!
den verantwortlichen und politiker dort gehört der kopf mal kräftig gewaschen! aber richtig kräftig (#triggered). und nein, ich komm nicht aus nrw

@ apfelkuchen: interessante und sehr schlüssige sichtweise. gefällt mir gut, +1

lootboxen gehen mir voll am popo vorbei. von mir werden spieleschmieden niemals auch nur einen müden cent für lootboxen und ähnliches sehen. wer aber mag, der soll es mMn auch holen dürfen, egal ob glückspiel, mit taschengeld bezahlt oder was auch immer.
es zu verbieten ist std. politischer move ala : "oh wir sorgen uns um unsere bürger, kinder, glückspiel blabla" ((politiker tzzzzzz, nur der gedanke an die jungs triggert mich schon wieder (auch wenn sie eig. "nix" dafür können (manche)))
27.04.2018 09:24Beitrag von Buliwyf
wie sieht das hier bei Diablo 3 aus. Mit diesen Digital Gaming Überraschungs Eiern.


Nicht vorhanden, daher kein Problem. Oder was meinst du mit Gaming Ü-Eiern?
Zum Thema Panini (Ist hier ein schlechter Vergleich)

Bei Panini ist die Chance auf jede Karte bekannt:
Die Gleiche wie auf alle anderen auch.
Zudem ist ein Tausch der doppelten Karten auch problemlos möglich, da andere Leute eben vlt. genau diese Karte suchen.

Bei Lootboxen hat jeder den selben wertlosen Müll, wenn er überhaupt handelbar ist und alle suchen das selbe superseltene Item.
Auch Holland uberlegt das verbieten von lootboxen weil es unter gluckspiel vallen wurde.
Früher: [...]

Mach nicht den Fehler und schwelge in Erinnerungen. Das führt zu nichts außer Frust. Ja, bei den ganzen Entwicklungen wird das liebe Geld aufs Korn genommen. Allerdings muss man auch zugestehen, dass es ein natürliches Gesetz ist: Alles, was sich nicht weiterentwickelt, stirbt aus.

28.04.2018 09:38Beitrag von HighLander
Heute: Liebloser, halbgarer, unfertiger F2P-Mist, lauert in Hundertschaften auf steam auf den unbedarften Nachwuchscasual, der dann doch lieber begeistert dreißig Flocken in ein professionell wirkendes 2,5-Level-online-Mohrhuhn namens PUBG investiert. Alle drei Tage ´nen (immerhin) kostenlosen Zwangspatch, größer als der Speicher einer guten Grafikkarte.

Das ist die unausweichliche Folge von Selbstüberschätzung. In all den Jahren zwischen Deinem "Früher" und "Heute" sind unzählige Produkte und Plattformen entstanden, die es "Möchtegern-Entwicklern" problemlos ermöglichen, ihren Kram der unbedarften Kunden anzubieten.
Hier und da kommt es zwar definitiv vor, dass man unter all dem Mist auch mal eine Perle findet. Aber, zumeist sind die vermeintlich guten Ideen alles andere als gut. Das kombiniert mit einem übersättigten (offenen) Markt und extrem niedrigen Budgets kann nur zu diesem einen Ergebnis führen. Ich glaube, hier kann man auch davon ausgehen, dass dies von Steam & Co. auch durchaus einkalkuliert wurde.

Insg. ziel Konsum, insb. in einem kapitalistischen Umfeld immer, wie schon weiter oben erwähnt, auf irrationales Verhalten der Konsumenten ab. Loot-Boxen sind hierbei nur die Spitze des Eisbergs.
Auch die Tatsache, dass nicht selten Kinder in jenes Kreuzfeuer geraten, ist durchaus einkalkuliert. Die extremen Fälle, die irgendwann doch vor dem Richter landen und nicht verglichen oder mittels gegenseitiger Schuldzuweisung ala "Aufsichtspflichtverletzung" abgewürgt werden, sind zumeist schnell vom Tisch - zugunsten der Kläger.

Etwas unschön, beim Blick über den Tellerrand und leider nichts, was sich auf die Gaming-Branche beschränken lässt. Sondern viel mehr eine gesellschaftliche Entwicklung. Wichtige Details verlieren sich in der Masse. Anstatt sich auf eine sehr spezielle Zielgruppe zu fokussieren und entsprechende Qualität zu entwickeln, wird breiter gestreut. Dank extrem guter Zugänglichkeit der Produkte, dank Internet & Co. wird dann gehofft, wenn man sein Produkt möglichst vielen potentiellen Kunden anbietet entsprechend viele Verkäufe zu tätigen um damit dann ggf. über dem Ertragsniveau der qualitativ hochwertigen Variante zu liegen. Dank dem z.T. irrationalem Verhalten der Menschen funktioniert dieser Ansatz leider sehr gut.

Auf der anderen Seite stehen dann die negativen Aspekte, die viel zu selten angeklagt oder/und verurteilt werden. Zumeist, weil sie gar nicht erst zur Sprache kommen. Der Kunde selbst lässt sich verarschen, legt diese Erfahrung als Lehrgeld ab und latscht dann traumwandlerisch sicher in die nächste Falle. Bis erst einmal ausreichend Protest entsteht, um dann wirklich mal eine Welle wie die hier diskutierte zu schlagen, vergeht viel viel viel Zeit ...
02.05.2018 10:39Beitrag von Tallaron
Das ist die unausweichliche Folge von Selbstüberschätzung. In all den Jahren zwischen Deinem "Früher" und "Heute" sind unzählige Produkte und Plattformen entstanden, die es "Möchtegern-Entwicklern" problemlos ermöglichen, ihren Kram der unbedarften Kunden anzubieten.


Daran sind nicht die Entwickler Schuld sondern diese Masse die die Entwickler damit bestärken jedesmal wieder den gleichen Müll zu kaufen.

Riesen Debatten gab es dazu schon bei Battlefield und CoD. Egal wie beschissen das vorherige Spiel gewesen ist das nächste wurde genauso wieder Gekauft oder sogar in Massen Vorbestellt.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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