HL Silber und besser als der Durchschnitt? Ein Erklärungsversuch

Heroes of the Storm: Allgemeines
Viele Silber-Spieler kommen nicht aus dem Bereich heraus, halten sich aber für besser als der Durchschnitt (beide Teams). Ist die Annahme, man sei besser als der Durchschnitt, nur eine Selbsttäuschung?

Nicht unbedingt. Eine mögliche Erklärung liegt darin, dass neue Accounts nicht von unten, sondern von der Mitte aus anfangen. Der "MMR 0" liegt vermutlich bei Silber1/Gold5.

Wenn man nun Silber3 ist, rieseln an einem all diejenigen vorbei, die nach Bronze gehören. (Mir ist das gerade aufgefallen, als ich einen Mitspieler mit ca 35% Winrate (über alle Helden) hatte. Offenbar gehört er noch weiter runter.)

Der Durchschnitt des Könnens aus beiden Teams kann also z.B. so aussehen (5=Rang passt, 1= schlechter, 10= besser):
5/5/5/5/5 vs. 5/5/5/5/1
Demnach liegt der Durchschnitt bei <5, man selbst ist also mit 5 über dem Durchschnitt. Hat aber trotzdem den passenden Rang, nur der Spieler mit der "1" nicht.

Wie schon öfter moniert, ist es für die richtig eingerankten Spieler Zufall, wo der mit der "1" landet, da das System ihn noch für eine 5 hält. Dabei verteilen sie sich freilich auf das eigene Team (4 Plätze) und das Gegnerteam (5 Plätze), so dass man auf viele Spiele gesehen langsam aufsteigt.

Zum Start einer neuen Saison wird solch ein Aufstieg dann allerdings neutralisiert, indem wieder die gesamte Spielerschaft prozentual auf die Ränge aufgeteilt wird. Siehe
https://eu.battle.net/forums/de/heroes/topic/17621502131?page=1#post-18

Ich möchte auch noch auf AlphaKevins Aufstiegsexperiment hinweisen, in dem er schrieb:
20.07.2016 12:30Beitrag von Alphakevin
Meiner beobachtung nach ist es das wichtigste auf Gold zu kommen, die spiele wurden ab silber 1/ gold 5 um galaxien besser.

Das erklärt sich damit auch: Sobald man den "MMR 0" Zenit überschritten hat, ist man nicht mehr mit den ganzen Abstiegskandidaten konfrontiert; es dominiert weniger der Zufall, wer den Abstiegskandidaten hat, sondern eher das eigene Können. Freilich gibt es ab dort auch wieder die Aufstiegskandidaten.

Meinungen dazu?
20.09.2018 09:21Beitrag von RAW
Viele Silber-Spieler kommen nicht aus dem Bereich heraus, halten sich aber für besser als der Durchschnitt (beide Teams).

Passt nicht ganz zu deiner Ausführung. Die Annahme der Spieler ist häufig eben nicht nur überdurchschnittlich zu sein, weil sie ne 1 im Team bzw. eher Gegnerteam haben, sondern weil sie annahmen, selbst ne 10 zu sein.
Die Frage wäre also: Wenn sie tatsächlich ne 8 sind, während alle anderen im Schnitt ne 5 sind, wieso kommen sie nicht weiter? Haben sie ne falsche Selbsteinschätzung oder liegt es an anderen Gründen?

20.09.2018 09:21Beitrag von RAW
Wie schon öfter moniert, ist es für die richtig eingerankten Spieler Zufall, wo der mit der "1" landet, da das System ihn noch für eine 5 hält.

In der praxis ist das Problem leider noch größer. Die Feststellung, dass er ne 1 ist und keine 5, beruht auf einer Menge Spiele. Du würdest dir kein Urteil bilden, wenn er seine 35% Winrate aus 10 Spielen hat - die Anzahl ist einfach zu gering.
Soll heißen: Solange viele Leute nicht auch sehr viel in der Heldenliga spielen, solange kann das System sie auch falsch einschätzen - und es praktisch auch einfach nicht besser wissen.
Die Einschätzung zu:
5/5/5/5/5 vs. 5/5/5/5/1
kann dann bezogen auf die Fähigkeiten auch bedeutend:
8/8/5/2/1 vs. 10/8/6/5/3
wobei dem System eben alle nur als 5er kennt.

Maßgeblich würde ich sagen: Viele Spieler die sehr viel Spielen und sich etwas mit dem Spiel auseinander setzen, steigen auch unweigerlich auf. Je mehr sie spielen und je mehr sich sich mit dem ganzen auseinander setzen, desto schneller und höher steigen sie auf. Das bedeutet im Wesentlichen: Je höher man kommt, desto besser stimmt auch die Einschätzung des Systems demgegenüber, wie gut ein Spieler ist. Ausnahmen kann es immer geben, sei es weil sie einfach Random mit hochgezogen wurden, oder einfach durch frühere Fehlentscheidungen des Systems (wahlweise manipulieren des Systems) zu hoch eingestuft sind.

Ansonsten wird das System nur für jene feststellen, wie gut sie tatsächlich sind, wenn sie entsprechend häufig mit anderen Vielspielern gematcht werden.
Jeder Smurf und jeder "Gelegenheitsspieler" verfälscht das Ergebnis und macht ein gutes Matchmaking dementsprechend komplizierter.

---

Einzige Abhilfe die ich sehe, ist das MMR wie es heute genutzt wird, nur für die oberen Ligen anzuwenden und in den unteren Ligen entweder alle bei 0 anfangen zu lassen (dann muss man sich nach oben durchkämpfen). Das ist nicht schön für die weniger guten Spieler, da sie andauernd mit besseren Konfrontiert werden würden.
Oder man definiert die Ränge neu an bestimmte Fähigkeiten welche "geprüft" werden. Z.B. ob jemand Stutter-Steps beherrscht. Allerdings habe ich keine Vorstellung, ob oder wie man es praktisch umsetzen könnte.

Ansonsten hilft nur die Holzhammer-Methode: Die Leute dazu bringen viel viel mehr Heldenliga zu spielen, sodass das System wirklich die Spielstärke feststellen und zuordnen kann. Also noch größere Belohnungen für erfolgreiche Spiele etc.
Der Durchschnitt des Könnens aus beiden Teams kann also z.B. so aussehen (5=Rang passt, 1= schlechter, 10= besser):
5/5/5/5/5 vs. 5/5/5/5/1
Demnach liegt der Durchschnitt bei <5, man selbst ist also mit 5 über dem Durchschnitt. Hat aber trotzdem den passenden Rang, nur der Spieler mit der "1" nicht.

Wie schon öfter moniert, ist es für die richtig eingerankten Spieler Zufall, wo der mit der "1" landet, da das System ihn noch für eine 5 hält. Dabei verteilen sie sich freilich auf das eigene Team (4 Plätze) und das Gegnerteam (5 Plätze), so dass man auf viele Spiele gesehen langsam aufsteigt.

(...)

Meinungen dazu?


Ja, ich möchte Zitiertes gerne einmal relativieren.

Sicherlich stimmt die häufig genannte Aussage, dass die Chance den "Ausfall", welcher Art auch immer, im eigenen Team zu haben, geringer ist, als ihn gegen sich zu haben. Dies führt mittelfristig - unter der Annahme, dass man selbst nie der Ausfall ist - zu einem Aufstieg auf einen Rang und ein MMR, das sich über dem echten Rang bzw. MMR befindet. Um in deinem Konzept zu bleiben, ist man selbst dann nur noch eine 4.

Nimm man nun weiter an, dass der durchschnittliche (beachte, dass man selbst nie der Ausfall ist!) Spieler leider in knapp 10% der Fälle selbst der Ausfall ist, spielt man mittelfristig als 4 mit jeder Menge 5en. Die Folge: Man ist zwar kein Totalausfall, ist aber in genügend Spielen das Zünglein an der Waage, um für die Niederlage verantwortlich zu sein. Der positive Verteilungseffekt, den Ausfall in 56% der Spiele im Gegenerteam zu sehen, wird somit negiert.

---
Ansonsten stimme ich dir vollumfänglich, auch mit deiner Grundaussage, zu. Es bot sich nur an, meinen Gedankengang hier stehen zu lassen ;)
20.09.2018 10:18Beitrag von Arcane
Dies führt mittelfristig - unter der Annahme, dass man selbst nie der Ausfall ist - zu einem Aufstieg auf einen Rang und ein MMR


Ich denke nicht, dass sich das MMR dadurch erhöht, sondern dass es mit einberechnet ist. Siehe
31.07.2018 11:21Beitrag von Xenramek
Dabei steigere ich mein MMR ein wenig, habe aber nur ~51% Siegrate, steige also langsam auf. Das System zeigt mir auch, dass ich langsam aufsteige und das meine MMR sich nicht meinem Rang anpasst, da es mir negativen persönlichen Rangausgleich gibt.

Demnach bleibt das MMR gleich. Da nach MMR gematched wird, ist quasi auch deine Folgeannahme nicht zutreffend, da sie darauf aufbaut.

20.09.2018 09:58Beitrag von Nachtspion
Soll heißen: Solange viele Leute nicht auch sehr viel in der Heldenliga spielen, solange kann das System sie auch falsch einschätzen

In der Tat spielen die Leute wenig HL. Aktuell ein Spiel gehabt, beide Teams haben einen "Einstufungsspieler", der also noch in den Placements war. Auch andere Spieler hatten wenige Games, einer 17 diese Saison.
Ich denke nicht, dass sich das MMR dadurch erhöht, sondern dass es mit einberechnet ist. Siehe
31.07.2018 11:21Beitrag von Xenramek
Dabei steigere ich mein MMR ein wenig, habe aber nur ~51% Siegrate, steige also langsam auf. Das System zeigt mir auch, dass ich langsam aufsteige und das meine MMR sich nicht meinem Rang anpasst, da es mir negativen persönlichen Rangausgleich gibt.

Demnach bleibt das MMR gleich. Da nach MMR gematched wird, ist quasi auch deine Folgeannahme nicht zutreffend, da sie darauf aufbaut.

[/quote]

Ich glaube, hier liegst du falsch. Xen sagt in seinem Zitat, dass sich das MMR nicht so schnell anpasst wie der Rang.

/edit:
Damit es klarer wird, hier die Fortsetzung des Zitats:
31.07.2018 11:21Beitrag von Xenramek
Bildlich sieht das dann so aus, erneut fiktive Zahlen.
  • Saisonstart: - 1100 MMR + Spiele in der Saison = neues MMR -1050

Das Ligensystem belohnt spielen schneller und mehr als das MMR, weil wir Spielern gerne das Gefühl von Fortschritt geben möchten und weil MMR sich in unserem System langsam bewegt und somit frustrierend sein könnte.

[/quote]
Ich denke nicht, dass sich das MMR dadurch erhöht, sondern dass es mit einberechnet ist. Siehe
<span class="truncated">...</span>
Demnach bleibt das MMR gleich. Da nach MMR gematched wird, ist quasi auch deine Folgeannahme nicht zutreffend, da sie darauf aufbaut.


Ich glaube, hier liegst du falsch. Xen sagt in seinem Zitat, dass sich das MMR nicht so schnell anpasst wie der Rang.


Auslegungssache. Bei 51% Winrate passt sich der Rang ja schon nicht gerade "schnell" an. Auf 100 Spiele hat man dann 2 mehr gewonnen als verloren. Der Durchschnittsspieler wird wohl nicht mehr als 1 Liga damit pro Saison aufsteigen. Wenn das MMR also "sich dem Rang" (=max. +1 Liga) nicht angepasst hat, ist es demnach wohl gleich geblieben.
Die Frage wäre also: Wenn sie tatsächlich ne 8 sind, während alle anderen im Schnitt ne 5 sind, wieso kommen sie nicht weiter? Haben sie ne falsche Selbsteinschätzung oder liegt es an anderen Gründen?

die frage die sich hierbei doch eher stellt ist, woraus sich dieser 6-8´er wert zusammensetzt.
diese person könnte z.b. ein 9er kandidat sein, wenn er in teamfights/brawls ist ... ist aber leider nur ne 2 oder 3 wenn es um timings, vision und mapkontrolle geht.

somit hat er zwar recht in seiner persönlichen annahme, dass er besser ist, nämlich das er seinen helden so beherscht, dass er nahezu alle fights nehmen kann.
aber durch sein unvermögen zu erkennen wann er welche camps einsetzen sollte, bzw wie er die map im allgemeinen manipulieren kann, verfällt dieser vorteil wieder.

nun ist halt die entscheidene frage:
in wie fern gleichen seine mates das ganze aus?
bzw. sind diese mit ihm "auf einen lvl"

entschließen sich die anderen dauerhaft mit ihm zusammen zu kämpfen, stehen die chancen recht hoch, dass sie das game gewinnen können, da seine stärken hier zum vorscheinen kommen.

auf der anderen seite, könnte es sich bei dieser person aber auch um jehmanden handeln, der nur ne 4 im micro ist und somit kämpfen lieber aus den weg geht, sofern er keinen vorteil in ihnen sieht.
dafür ist er aber evtl. ne 7 oder 8 im macro.
schickt die camps immer kurz vorm obj. los, manipuliert die minionwaves und hat sein hauptaugenmerk auf den xp-balken beider teams und den rotationen auf der karte.

im endeffekt sind beide auf ihrem gebiet besser.
es kommt im endeffekt aber darauf an, in wie fern das restliche team darauf eingeht.
hat der macro-lastige spieler z.b. jehmanden, der genauso denkt, werden sie hauptsächlich zwischen den lanes hin und her rotieren, die minions farmen, ganks vorbereiten, die camps timen und tunlichst darauf achten immer außerhalb des sichtradius der anderen zu bleiben.

wie der micro-spieler, der in fast jedem tf die oberhand hat, erzielt der macro spieler seinen vorteil im konstanten druck auf der karte. seien es nun die ganks oder die "drückenden" camps wenn die objektives beginnen.

somit stellt sich doch weniger die frage ob das team aus 5/5/5/4/8 spielern besteht .. sondern vielmehr ob die regulären 5´er die schwächen des 8´ers
a.) ausbügeln können
b.) sich auf seine spielweise einlassen mögen (sei es nun permabrawling oder permanentes rotieren)

20.09.2018 09:58Beitrag von Nachtspion
Je höher man kommt, desto besser stimmt auch die Einschätzung des Systems demgegenüber, wie gut ein Spieler ist. Ausnahmen kann es immer geben, sei es weil sie einfach Random mit hochgezogen wurden, oder einfach durch frühere Fehlentscheidungen des Systems (wahlweise manipulieren des Systems) zu hoch eingestuft sind.

Ansonsten wird das System nur für jene feststellen, wie gut sie tatsächlich sind, wenn sie entsprechend häufig mit anderen Vielspielern gematcht werden.


Ich denke damit triffst du er relativ gut.
ich sehe teilweise immer wieder gold und plat5 spieler, die bei den knights mit den melees anfangen ... oder beim versuch die giants zu nehmen fast draufgehen, da sie sich permanent treffen lassen ..
(wo wir wieder beim thema oben währen :X )

natürlich sind diese spieler gut ... nur da sie evtl. 1-2 mal in der woche am abend nen paar runden zocken, fehlen ihnen oftmals entsprechende erfahrungen und sie können situationen teilweise schlechter einschätzen, als jehmand der 4-6 tage in der woche jehweils 2-3 stunden zockt.

es ist doch wie beim sport ...
ich kann einen rot-weiß-gurt haben mit super reflexen und einer guten technik ...
nur schätzt er die situation falsch ein, kann ihn selbst ein blau-gurt überraschen
20.09.2018 11:12Beitrag von Balbero
diese person könnte z.b. ein 9er kandidat sein, wenn er in teamfights/brawls ist ... ist aber leider nur ne 2 oder 3 wenn es um timings, vision und mapkontrolle geht.

Das ist wirklich ein wichtiger Punkt!
Jeder hat irgendwo schwächen. Je niedriger der Rang, je mehr Schwächen hat der Spieler in einigen Bereichen.

Ich denke, das gerade dies dazu führt, das Schwächen bei anderen Spielern extrem auffallen, wenn diese Schwächen in die eigenen Stärken fallen.
Ich rege mich ständig darüber auf, das Leute unser Hardcamp direkt einnehmen und nicht bis zum Objective warten. Im Gegenzug regen sich bei mir bestimmt Leute auf, das ich nicht richtig Stuttersteppe oder zu selten auf die Minimap schaue.
Du kannst aber auch nicht ewig aufsteigen. Irgendwann werden sich diese "Viele Spieler die sehr viel Spielen und sich etwas mit dem Spiel auseinander setzen, steigen auch unweigerlich auf. " irgendwo sammeln. Alle können ja nicht GM/M werden, oder? D.h sie werden irgendwo stagnieren. Wo ist das im Moment? Gold? Damit werden viele dann nicht zufrieden sein, da Gold von den Rängen her nur Mittelmaß darstellt.
Die Annahme der Spieler ist häufig eben nicht nur überdurchschnittlich zu sein, weil sie ne 1 im Team bzw. eher Gegnerteam haben, sondern weil sie annahmen, selbst ne 10 zu sein.


Dieses Fazit würde ich aus dem Frust-Ablass-Thread nicht unbedingt ziehen. Ist auch bei mir persönlich nicht so. Eher sind es wirklich diese grandiosen Abstiegskandidaten, die einem auf die Nerven gehen. z.B. gerade im letzten Game, pickt Tassadar (30% Winrate mit dem Helden, über alle Helden 42% Winrate diese Saison auf 152 Spiele). Pickt dann schon gar keine Talente mehr und geht (wohl) absichtlich sterben.
https://www.hotslogs.com/Player/MatchSummaryContainer?ReplayID=156799697
Es sind doch eher diese Kandidaten, die man dann als "1" einordnen würde.
20.09.2018 11:27Beitrag von Zenni
oder zu selten auf die Minimap schaue.

einfach im hintergrund laufen lassen ;)
https://www.youtube.com/watch?v=lYmgW4UkyZU


€dit:

kala hatte es eigentlich mal recht schön formuliert:

Das Vision-Game ist ein Minigame innerhalb des Spiels selbst !
Für jede Sekunde die Euch der Gegner sieht, bekommt ihr Punkte abgezogen.

Und nun nehmt Euch ein belibieges Replay aus der HL/TL/UD
Dann schaltet ihr auf die Sicht des Gegners und zählt wie oft und wie viele Sekunden Euch der Gegner sehen kann.
Jeh öfters (gerade bei Rotationen) desto schlechter seid Ihr
20.09.2018 11:12Beitrag von Balbero
die frage die sich hierbei doch eher stellt ist, woraus sich dieser 6-8´er wert zusammensetzt.
diese person könnte z.b. ein 9er kandidat sein, wenn er in teamfights/brawls ist ... ist aber leider nur ne 2 oder 3 wenn es um timings, vision und mapkontrolle geht.

Stimmt, habe die Zahlen eher als "persönliche Summe der Fähigkeiten" betrachtet und wollte nicht weiter ins Details gehen. Diese Differenzierung kann in einzelfällen natürlich aber nochmal einiges ausmachen. Insbesondere wenn man tatsächlich auf die Suche gehen möchte, wieso eine konkrete Person nicht aufsteigt, obwohl sie vermeidlich besser ist.

20.09.2018 11:31Beitrag von Ultravatar
Du kannst aber auch nicht ewig aufsteigen. Irgendwann werden sich diese "Viele Spieler die sehr viel Spielen und sich etwas mit dem Spiel auseinander setzen, steigen auch unweigerlich auf. " irgendwo sammeln. Alle können ja nicht GM/M werden, oder?

Stimmt, einzelne Spieler werden voraussichtlich irgendwann ihr persönliches Limit erreich. So werde ich persönlich wohl auch niemals ein GM werden, selbst wenn ich bedeutend mehr spielen würde und noch besser werden würde als ich heute bin.
Allerdings glaube ich, dass ein Großteil der Spieler erstmal das Potential hat soweit zu lernen, dass er besser ist also Bronze/Silber/Gold.
Wenn es aber nicht an Zeit/mangelnder Anzahl von Spielen scheitert, dann daran, dass mancher nicht gewillt ist sich "neue Fähigkeiten" anzueignen. (Muss auch nicht negativ sein: Solange der Spieler mit seiner Situation zufrieden ist, muss er nichts dazu lernen).

20.09.2018 11:36Beitrag von RAW
Dieses Fazit würde ich aus dem Frust-Ablass-Thread nicht unbedingt ziehen. Ist auch bei mir persönlich nicht so. Eher sind es wirklich diese grandiosen Abstiegskandidaten, die einem auf die Nerven gehen.

Würde es als eine Mischung aus vielen Faktoren betrachten. Natürlich hat man mal solche total-ausfälle. Aber ein einziges Spiel von 100 würde hier nicht einen allgemeinen Aufstieg verhindern. D.H. es müssen weitere Faktoren berücksichtigt werden. (Einiges dazu oben genannt)
Zweifellos sind solche Spiele aber besonders ärgerlich für das restliche Team.

Ansonsten ist es natürlich eine statistische Frage: Wie häufig gibt es diese Ausfälle? 1:100, 1:50, 1:10, 1:2 ?
Ist diese Ausfallquote besonders hoch, ist es tatsächlich ein Problem. Allerdings wüsste ich auch nicht, was Blizzard dann dagegen tun kann. Mehr als solche Spieler nach X-Meldungen erstmal auszusperren dürfte kaum möglich sein. Niemand kann zaubern, sodass diese plötzlich ihrem Rang entsprechend "gut" spielen.
Der Weg muss da der persönliche sein: Wenn man aufsteigen will, soviel besser werden, dass man möglichst große ausfälle auch kompensieren kann. Das wird mit steigender Stufe immer schwieriger. Andererseits sollten mit steigender Stufe auch die Ausfälle geringer werden.
20.09.2018 12:06Beitrag von Nachtspion
Der Weg muss da der persönliche sein: Wenn man aufsteigen will, soviel besser werden, dass man möglichst große ausfälle auch kompensieren kann. Das wird mit steigender Stufe immer schwieriger. Andererseits sollten mit steigender Stufe auch die Ausfälle geringer werden.


Im umkehrschluß kann ich daraus aber auch folgern:
Jeh niedriger und pers. schlechter ich bin, desto besser muß aber auch meine einschätzung der teamkammeraden und deren shortcommings sein.
denn auch deren unzulänglichkeiten nehmen mit abfallenden rang immer weiter zu, sodass ich erkennen muß, wen ich wo zu kompensieren habe.

jeh höher ich aufsteige, desto weniger muß ich auf die schwächen meiner mitspieler achten, da die ganz groben schnitzer von
2 aus 10 macro und 4 aus 10 micro, sich über die zeit einem 5/5 aus 10 annähern, sich das allgemeine spielverständnis verbessert und ich somit weniger aufwand betreiben muß ihre fehler aus zu bügeln, sondern mich mehr meinem eigenen spiel widmen kann
20.09.2018 11:10Beitrag von RAW
Auslegungssache. Bei 51% Winrate passt sich der Rang ja schon nicht gerade "schnell" an. Auf 100 Spiele hat man dann 2 mehr gewonnen als verloren. Der Durchschnittsspieler wird wohl nicht mehr als 1 Liga damit pro Saison aufsteigen. Wenn das MMR also "sich dem Rang" (=max. +1 Liga) nicht angepasst hat, ist es demnach wohl gleich geblieben.


Da wir beide theoretisieren, sollte man von einem sich anpassenden MMR ausgehen, sei diese Anpassung auch noch so marginal. Das von dir ins Feld geführte Beispiel von Xen beinhaltet schließlich auch eine minimale MMR-Anpassung.

In der Praxis hast du sicherlich Recht. Mit 51% Winrate bist du auf deinem Rating angekommen.
20.09.2018 09:58Beitrag von Nachtspion
Einzige Abhilfe die ich sehe, ist das MMR wie es heute genutzt wird, nur für die oberen Ligen anzuwenden und in den unteren Ligen entweder alle bei 0 anfangen zu lassen (dann muss man sich nach oben durchkämpfen).


Das wäre vermutlich die beste Lösung für das derzeit schlechte Matchmaking

somit hat er zwar recht in seiner persönlichen annahme, dass er besser ist, nämlich das er seinen helden so beherscht, dass er nahezu alle fights nehmen kann.
aber durch sein unvermögen zu erkennen wann er welche camps einsetzen sollte, bzw wie er die map im allgemeinen manipulieren kann, verfällt dieser vorteil wieder.


Guter Punkt über den ich so noch nie nach gedacht habe und der trifft auch auf mich zu...
Das ist etwas an dem ich arbeiten muss.
Vielleicht spielen die Leute auch einfach nur die falsche Klasse/Helden. Ich habe 3 Jahre im Bereich Silber/Bronze gespielt und immer den Helden gepickt, welchen ich für richtig gehalten habe und es ging immer Berg auf und Berg ab. In der Mitte dieser Season habe ich mir so gedacht, „leckt mich alle am Pops, ich spiele nur noch Heal“. Wusste immer schon das Heiler mir sehr liegt (12 Jahre Heal in world of Warcraft -.-), also habe ich nur noch Malfurion gespielt und mein MMR hat sich stetig verbessert. Bin zur Zeit auf Gold 3 und bekomme auch keine Rangausgleichspunkte mehr abgezogen. War allerdings zwischendurch kurz vor Gold 1 und dachte mir da so, kannst ja auch wieder mal andere Klassen spielen. Pustekuchen! Dadurch halt der Abstieg in Gold 3.

P.s. Habe mit Malfurion jetzt ca. 180 Spiele diese Season und ein Winrate von 65,6%

Ich schließe daraus, das es bei sehr vielen nur an der klassenwahl liegt.

Mit freundlichen Grüßen
Ebenfalls ein guter Aspekt Zyona.
Persönlich denke ich auch, das man wenige Helden und idealerweise nur 1-2 Rollen spielen sollte um "besser zu werden".
Es gibt viele Leute die ständig irgendwas picken oder Helden, die sie nicht können. Ergebnis: Warum steige ich nicht auf? Bin doch imb4 r0xx0r
Ich schau mir auch immer die Statistiken meiner Mates an und was sehe ich? Sie spielen im Durchschnitt 30-40 Helden in der Season, da kann doch dann irgendwas nicht stimmte. Man sollte sich lieber auf ca. 5 bzw. 10 Helden konzentrieren, vorzugsweise 5 aus einer Klasse und der Rest zum rotieren aus anderen Klassen.
20.09.2018 12:06Beitrag von Nachtspion
Wie häufig gibt es diese Ausfälle? 1:100, 1:50, 1:10, 1:2 ?
Ist diese Ausfallquote besonders hoch, ist es tatsächlich ein Problem. Allerdings wüsste ich auch nicht, was Blizzard dann dagegen tun kann.


Es sind natürlich nicht immer Ausfälle. In einem Game heute war auch einer, der hatte 10 Games insgesamt, 70% Winrate (diese Saison). Leider ist der bei den Gegnern gelandet... Aber solche noch nicht Platzieren hab ich eigentlich häufig. Gerade starte ich ein neues Game, wieder einer "ohne Rang". Diesmal war er aber gut gewesen. Im Gegnerteam auch einer mit 61,5% Winrate, davon 78% Winrate mit Artanis (18/23 Spielen gewonnen) - Silber 4.... Also nur mal ein unrepräsentativer Abriss, aber man sieht schon, dass da wirklich sehr drastische Unterschiede in den Winrates zu finden sind.

Dagegen könnte man vielleicht etwas tun, indem Belohnungen erst ab 50+ Games/Saison gegeben werden. Viel mehr fällt mir auch nicht ein. Aber beim Erstellen des Threads ging es auch eher um eine Erklärung denn um einen konkreten Verbesserungsvorschlag.

Nimm an der Unterhaltung teil!

Zurück zum Forum