[Verlassenen-RP] Seuchenfaust

Die Aldor
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Die Klippen von Dalaran

Aufgrund der neusten Meldungen einiger Fledermausreiter, die seltsame Lichter nahe des Dalarankraters erblickt haben wollen, entschloss sich die Seuchenfaust, die Koordinaten von den Flugblättern ihrer Gefangenen aufzusuchen. Alles deutete darauf hin, dass die SI:7, eine Sondereinheit des Allianzmilitärs, dort eine Evakuierung der letzten Menschen von Alterac koordinierte. Während die schwer gerüstete Einheit auf Kriegsmähren von Süden über die Schlickfelder anrückte, wurden die Todespirscher Wagner und Fuchs vorgeschickt, um die Lage auszukundschaften. Angekommen im Tal von Dalaran konnte zunächst nichts unübliches erspäht werden.

Doch auf den zweiten Blick stellen sie einige seltsame Erscheinungen fest, die in und um die Ruinen des Kraters zu sehen waren: Immer wieder zogen sich Spuren durch die hohen Gräser des Tals, ohne einen erkennbaren Verursacher. Am Südende des Kraters flimmerte die Luft wie von großer Hitze, war in den Ruinen keine Bewegung auszumachen. Zwei dürren Figuren, die die Todespirscher beobachtet hatten, verschwanden spurlos aus ihrer Sicht, als sie auf das offene Feld traten. Die Verlassenen stießen zurück zur Haupttruppe und berichteten von ihren Beobachtungen. Hauptmann Werlau entschied, dass sie zunächst ebenso vorsichtig in die Ruinen vordringen würden.

Die Todesritterin Barsbach begleitete die Pirscher als Vorhut, als sie in die Straßen rund um den Krater eintraten. Die seltsamen Erscheinungen nahmen zu; körperlose Stimmen und Geräusche ohne erkennbaren Verursacher. Barsbach trat in die Schattenlande über und nahm einen Strom an Energie war, der vom Krater selbst ausging und an dessen Rande in einen Strudel geformt war. Auch in der realen Welt gelangten sie an den Rand des massiven Kraters...nur um von der SI:7 attackiert zu werden. Ein ganzes Kontingent der Agenten nahm die Verlassenen unter Beschuss. Wagner konnte dank einer zeitlich ausgelösten Rauchgranate die Sicht genug beschränken, um sich und Fuchs in Sicherheit zu bringen und den Rest der Einheit zu alarmieren.

Daraufhin brach Chaos aus.

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Überfall auf Strom

Die nächsten zwei Tage und Nächte, die auf das Scharmützel am Dalarankrater folgten, nutzen die Verlassenen, um ihr weiteres Vorgehen zu planen und ihr Ziel, die verfallene, aber massive Festung Stromgarde, auszuspähen. Die Einheit zog ins Lager der Verlassenen hinter dem Thoradinswall und schickte ihre Todespirscher aus.

Ihr Einsatz erbrachte folgende Ergebnisse: Die Allianz hatte sich in den Wällen verschanzt. Dutzende Agenten der SI:7 sowie einige schwere Infanteristen der Legionen von Sturmwind besetzten den südwestlichen Distrikt, in dessen Mitte der Magierturm des einstigen Königreichs der Menschen stand. Heckenschützen sicherten die Mauern, Patrouillen die Straßen und selbst schweres Gerät in Form von einem Paar zwergischer Dampfpanzern bewachten Haupttor und Turm selbst. Allem Anschein nach wurden sie mit zwei Tarnschiffen herangebracht, einfache Transportschiffe, die unter großen Aufwand mit mehreren Reihen Kanonen, einem verstärkten Rumpf sowie einem Steuer aus rostfreiem Stahl ausgestattet wurden. Zuletzt konnten die Pirscher feststellen, dass sich in dem Magierturm die Kommandatur der Allianzmission traf – und sich zu hoher Wahrscheinlichkeit einer der Splitter des Dreikönigssiegels im Besitz eines ihrer Mitglieder befand.

In der Nacht auf den dritten Tage sollte die Seuchenfaust zuschlagen. Sämtliche ihnen von Exekutor Sprecher zur Verfügung gestellten Hilfstruppen wurden von Hauptmann Werlau zurück hinter den Thoradinswall geschickt. Denn der Plan war, die Schiffe der Allianz zu vernichten oder zu beschädigen, um eine Ablenkungen zu erzeugen, dass Toderpirscher Wagner und Fuchs zusammen mit Apothekerin Eltringham in erbeuteten Uniformen der SI:7 in die Festung eindringen und den Splitter sichern können…

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Zwei Wege

Nachdem die Seuchenfaust erfolgreich mit einem Splitter aus Strom fliehen konnte, kehrten sie nach Tarrens Mühle zurück, um sich zu sammeln und ihre Beute zu untersuchen. Es folgten einige Tage der Ruhe. Keine Vergeltungseinsätze der Allianz und keine Meldung der Frostwölfe. Der Splitter wurde indes analysiert: Ein rautenförmiger, weiß-goldener Stein von der Länge eines Fingers, eingefasst in einen Rahmen aus dunklen Metall. Nähere Untersuchungen zeigten, dass es sich um Mithril handelte, einst glänzend doch über ein Jahrtausend abgestumpft. Das Material des Steins konnte nicht geklärt werden, ebensowenig die Energie, die in Wärme und Licht von ihm abstrahlte – die Worte des Draenei blieben der einzige Anhaltspunkt auf den mysteriösen Kristall.

Nach jener kurzen Ruhepause ritten Apothekerin Ebbings und Todeswache Finsch zum Tunnel der Frostwölfe, um den aktuellen Stand zu erfragen. Es stellte sich heraus, dass auch sie bis vor kurzem noch hinter einem der Splitter her waren. Der Sohn des Kriegsmeisters Lagrond und seine Meute verfolgten die Spur der Frau in Schwarz, jener Hexe, die sich als Schutzherrin der Menschen von Alterac ausgab doch den Splitter aus dem Besitz eines ehemaligen Prinzen des Bergkönigreichs entwendet hatte. Durch die Berge und Täle jagten sie Sie, bis sie ihre Witterung am Zugwindlager am Fuße des Gebirges verloren, als sie vermutlich einen der hiesigen Greifen für eine Flucht nutzte.

Währenddessen machten sich die Hilfstruppen, die Exekutor Sprecher Hauptmann Werlau für die Stürmung der Festung Stromgarde zur Verfügung gestellt hatte und ihr Lager in Tarrens Mühle aufgeschlagen hatten, auf den vermeintlichen Heimweg. Todespirscher Wagner gelang es, den Kommandanten der Truppen abzufangen und zu befragen, wohin es gehe. Er gab an, das er seine Soldaten, Monstrositäten und Fleischwagen nach Mühlenbern verlegen sollte und mutmaßte, dass es womöglich mit dem letzten Splitter zutun habe. Jener, der sich seither in der Hand der Verlassenen befände.

Nach der Rückkehr Finschs und Ebbings besprachen sich die Soldaten. Zum einen sollten die Letzteren ebenfalls nach Mühlenbern reisen, um herauszufinden, was dort vor sich ginge. Der Rest würde nach Norden aufbrechen und das Zugwindlager in den Westlichen Pestländern aufsuchen, in der Hoffnung, die Spur der Hexe wiederzufinden. So trennte sich die Einheit auf.

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Ende in Flammen

In Mühlenbern öffneten sich die Tore. Finsch und Ebbings fanden ihre Heimatbasis bis auf die zwei Pirscher auf der Mauer leer vor, sämtliche Fenster verrammelt und jede Laterne auf kleinster Flamme brennend. Die Pirscher wussten nicht, wo die Magistratin sei. Alleine einige andere Späher seien noch im fest verriegelten Rathaus. Finsch erklomm die Mauer und sah sich nach dem Ursprung der seltsamen Geräusche um, die er vor dem Eintreten vernehmen konnte…
Zeitgleich durchschritt der Rest der Seuchenfaust unter Führung des Hauptmanns das Portal, dass die Soldaten der Allianz mit ihrem Leben beschützt hatten. Sie kamen unweit von Mühlenbern aus, nahe der örtlichen Mine. Zahllose Spuren fanden hier ihren Ursprung und verloren sich im Silberwald. Viele führten jedoch gleich in Richtung Mühlenbern. Die Seuchenfaust verfolgte sie so gut es ging, jedoch konnte keine einzige Spur bis zu ihrem Verursacher verfolgt werden. So entschloss sich die Einheit nach Mühlenbern einzukehren. Als sie sich den mächtigen Toren näherten, vernahmen auch sie langgezogene Pfiffe, die wie Signale durch das Tal hallten. Einer der Apotheker, Meressa, konnte keine Einflüsse verspüren, doch eine magische Präsenz, die sich von Norden näherte...

Das Ende gibt es hier:

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Ein weiterer Plot geht zu Ende und diesmal hat er womöglich die Heimat der Seuchenfaust, Mühlenbern, auf dem Gewissen. Wohin es von hier aus geht, ist noch unklar. Doch wohin auch immer die dunkle Füstin uns schickt, wir werden ihr folgen.

Tod allen Widersachern!
Roter Sand

Earnest Kip Broderik, Chronist der Seuchenfaust sahs bei den Lazaretten die nach dem Krieg um Unterstadt, in Orgrimmar aufgebaut wurden. Beinahe lauernd für einen Schreiber, lauernd auf schlecht Nachrichten. Umgeben von allerlei Zetteln von Listen, handgeschriebenen Notizen in unterschiedlichen Sprachen der Horde. Er führte Buch. Buch über angehörige, über lebende, über die Schreienden und über die Toten. Immer hielt er die Augen nach einem der seinen offen. Seuchenfaust. Diese kleine Einheit die sich unter Garam Werlau in den Krieg geworfen hat.

„Für die Fürstin.“ flüstert der Chronist leise, der nun zu einem Derjenigen wurde, der Protokoll über den Tod führte. Nicht das erste Mal, daran erinnerte er sich. Nicht der erste Krieg den er neben den Leichen verbrachte. Geschichte wiederholt sich. Der Chronist nickte sich beinahe selbst zu ehe er die Liste der Schreienden studierte. Der Dahinsiechenden. Derer deren Überleben an einem seidene Faden und ganz in den Händen der Heiler lag. Unterstadt, unbewohnbar selbst für die Seinen. Kein Heiler der, das wieder hinbiegen könnte, zumindest vor erst. Weil was man nicht heilen kann ist die Leere der Heimatlosigkeit, die nun versucht wird mit rotem Sand und Notizen über den Tod zu stopfen. Roter Sand der zwischen seinen Knochen knirschte, in seiner Robe hing und selbst die schwarze Tinte färbte wenn ein Lüftchen wieder etwas davon über die Pergamente wehte. Seine Pergamente, seine Heiligtümer, einen Großteil musste er zurücklassen. Wichtige Aufzeichnungen hatte er entweder mitgenommen oder verbrannt damit sie niemandem sonst in die Hände fallen aber er hätte sie auch einfach hier im roten Sand vergraben können. Der rote bröselige Sand, der unter dem Lazarettbetten getränkt von rotem Blut war. Nachdem alles grün war, wurde alles rot. Der Krieg war auch bei dem Schreiber angekommen. Zumindest im Kopf.

Er raffte das Pergament in seiner Hand zusammen. Die Liste aller Individuen in Garens Mühle. Die Liste der Seuchenfaust. Wenige Hacken zeigten diejenigen die noch ihr Unleben bestritten. Hauptmann Werlau, Sir Liant von Brill – durchgestrichen. Einige mit Fragezeichen versehen. Die übrigen Zähne in seinem Kiefer begannen zu malen. Es war an der Zeit. Und so durchstach die Spitze der Feder das Pergament, als er den Hacken hinter sich Earnest Kip Broderik machte.
Öffentliches Update ( September 2018 )

Zusammenfassung - Gespräch über die Zukunft der Gilde in Bezug auf BfA-Content und Lore (vom 19.08.2018)

Disclaimer: Lore-Auslegungen zur territorialen Kriegssituation sind Gilden-intern und müssen/sollen nicht als allgemeingültig hier missverstanden werden. Wer die Situation anders für sich und sein Konzept wahrnimmt hat alle Rechte dazu und ist nicht zwangsläufig im Irrtum.

"Kriegsgeschmiedete Seuchenfaust"

Da die Organisation des Reiches von Lordaeron samt aller Gebiete innerhalb dessen durch den Fall von Unterstadt einen herben Schlag erlitten haben, gelten Teile des einstigen Reiches als "vernachlässigt" oder "aufgegeben" - darunter auch Mühlenbern. Das Resultat ist die entstandene Irrelevanz der restlichen Wachposten jener Region. Die dortigen, der Organisation und Führung verschriebenen, Ränge wurden nichtig. Die Verlassenen der Seuchenfaust sind derzeit als Flüchtlinge in Orgrimmar/Umgebung gelistet und können ihre Titel erst wieder in bestehenden Institutionen geltend machen oder sich als eigene, freie Institution/Truppe formieren. Da es nach wie vor eine allgemeine Loyalität zur Horde und zu den Verlassenen gibt, werden sich im folgenden die Reste der Seuchenfaust mit anderen Flüchtlingen und ebenso nicht dienstlich verpflichteten Verlassenen zusammen schließen, um unter der bekannten Führung eine neue Truppe zu formen.

Da die Kriegslage die aktuellen Führungskräfte der Verlassenen dazu zwingt nurnoch auf größere Truppen / Regimente zu achten, fällt es (bis auf eine geregelte Meldepflicht) nun gänzlich in den Schoß der Seuchenfaust, selbst ihre Relevanz und Effizienz bei den Kräften der Verlassenen unter Beweis zu stellen. Folglich wird intern entschieden, wo, womit und wie die Verlassenen der Seuchenfaust arbeiten/aushelfen. Dieses Ringen nach Nutzerbringung bestimmt die Zukunft und das Bestehen der Seuchenfaust. Angetrieben von dem Ehrgeiz das Erbe gefallener Helden jener Einheit weiter in die Welt zu tragen und bestimmt vom aktuellen Kriegsgeschehen, wandelt sich also das Unleben der Seuchenfaustler von einem Bürger-Militär-Verband für Heimatschutz in eine fraktionsorientierte (Für die Horde - aber nur als Verlassene) Loyalisten-Truppe. Während einstige Bürger nun im Schutze der Horde stehen, wandelt sich der Dienst jener "Spezialisten/Militärs" in eine hoch-flexible Mischung aus Erfüllung von Missionen (Die bei der Kommandatur der Verlassenen für Freiwillige abfallen) und Expeditionen. Ziel ist es, der Horde (Präziser noch: Sylvanas Windläufer) zu helfen wo man nur kann.

Dank bereits initialisierter Anpassungen von diversen Konzepten, wird der Seuchenfaust das schnelle Reisen zur Option bereit gestellt. In Hinblick auf den aktuellen Krieg werden verschiedenste Typen von Missionen möglich. So kann die Seuchenfaust in Zukunft legitim und schnell die Umgebung wechseln, Diplomatie, Erkundung, Forschung und Gefechte unter einen Hut bringen.
Wenn sie uns Lordaeron nehmen, nehmen wir ihnen den Rest Azeroths.

Bis dahin folgende Kurz-Infos an unsere Freunde innerhalb der Horde:

- Wir versuchen die Vibes der Verlassenen so gut es geht an euch zu bringen ungeachtet der Tatsache, dass wir nun in helleren Regionen mit mehr Sand und Staub spielen

- Vorerst haben wir nicht vor einen neuen festen Platz wie Tarrens Mühle oder Mühlenbern zu bespielen

- Wir wollen mehr mit anderen Spielergruppen in Kontakt treten und werden uns daher bei Zeiten mit diversen Gruppen kurzschließen

- Grundsätzlich ändert sich kaum etwas an unserer Gildenpolitik (Wir sind neuen Spielern immer noch offen gegenüber, bleiben aber bei den bestehenden Einschränkungen hinsichtlich des Volkes und des Powerlevels)

- Neuer Content wird IC zwar behandelt, aber nicht in den Fokus gerückt. Aufgrund interner Entscheidungen wollen wir vorerst den Krieg in klassischen Regionen bespielen. Die neuen Gebiete werden erst mit zeitlich weiterem Abstand bespielt

- Die Gilde will sich nochmals für schöne Stunden mit euch, den anderen Spielerschaften/Projekten der Horde, bedanken und ist in freudiger Erwartung an zukünftige Projekte
Da bleibt mir nur zu sagen: "Power to the Forsaken!" - Jetzt erst recht. Zwei Daumen hoch. Ein menschlicher, und ein... igitt... blutelfischer?
Ich gedachte dieser Tage oft den Verlassenen. Man sah sie nun viel in der Hauptstadt und in derer Umgebung wie sie umherzogen und sich unter die Einheimischen mischten. Ich schüttelte den Kopf. Einheimische. Wie das klang. Als wären sie kein Teil des großen Ganzen. Und doch...

'Vertraue niemals einem Verlassenen.'

Klangen die Worte des Hauptmanns durch meine Gedanken. Wie absurd. Er hatte mich selbst davor gewarnt und doch hätte ich mit keinem anderen lieber Seite an Seite gekämpft. Er hatte seine Untergebenen fest im Griff und sie gehorchten seinem Wort, was wohl dem Vertrauen geschuldet war, dass sie ihm entgegen brachten... gebracht hatten.

Ich hielt inne und seufzte einmal schwer auf. Ich war eine Runde durch die Hauptstadt gelaufen und befand mich wieder am Wasserfall am Tal der Ehre. Ich setzte mich ans Ufer und schickte ein stilles Gebet in den Himmel hinauf - in der Hoffnung dass es erhört werden würde.


Kleiner kreativer Push für eine ganz tolle Gemeinschaft!
Unter der Herbstsonne

Seit dem Fall von Unterstadt sind fast zwei Monate vergangen. Das Volk der Verlassenen ist versprengt. Bürger von Lordaeron vegetieren in Zelten, Höhlen und den Schatten von Orgrimmar dahin. Das Gefühl der Heimatlosigkeit und Ungehörigkeit ein altbekannter, stetiger Begleiter sind viele Verlassene erneut auf der Suche nach einem Platz in der Welt. Zivilisten fällt diese Suche schwer, viele Berufe ihrer Art sind in Orgrimmar nicht von Bedarf. Kaum ein Lebender wird regelmäßig Bedarf für einen Fleischformer oder Totengräber haben.
Soldaten allerdings...

Nach der Schlacht um Lordaeron wurde das Militär der Verlassenen neu aufgestellt. Neue Bataillone der Schlachtenwache wurden gegründet, um unter dem Kommando des Pestrufers auf die Inseln von Zandalar und Kul'Tiras zu segeln.
Kleinere Einheiten wie die Seuchenfaust, die heftige Verluste hinnehmen mussten, fielen dabei schlicht durch das Raster. Sei es der Fall des Hauptmannes Werlau, ihr mieser Ruf oder der stark variierende Erfahrungsgrad in ihren Reihen, die Seuchenfaust sollte nicht mit nach Zandalar segeln.
Somit waren die Militärs, Apotheker und Priester der ehemaligen Wächter von Mühlenbern und Tarrens Mühle gestrandet, auf einem wilden Kontinent und unter fremden Völkern. Ohne Führung, ohne finanzielle Unterstützung. Ohne Plan.

Doch sollte dies nicht das Ende der Einheit sein. Denn Lordaeron blieb ihre Heimat. Eine Heimat, die nicht mit dem Fall einer Stadt verloren gehen sollte. Noch immer harrten ihre Leidensvettern in den Bergen von Alterac, in den Tälern des Vorgebirges und im Silberwald aus. Soldaten in Tarrens Mühle, Schlickwachen auf ihren Feldern und Apotheker in der Burg Schattenfang. Sie alle weigerten sich, die Länder aufzugeben und führen einen verzweifelten Kampf gegen die einfallende Allianz aus allen Himmelsrichtungen. Und auch die Seuchenfaust würde in ihre Heimat zurückkehren, ihre Kammeraden zu unterstützen und auf einem heiligen Kreuzzug ihr rechtmäßiges Land zurück zu erobern!

Doch nicht heute. Und auch nicht morgen. Es fehlt Gold, Soldaten, Kriegsgerät. Es fehlt alles. Bis sie ihr beschworenes Ziel ansteuern können, verdingen sich die Verlassenen als Söldner, Arbeiter und Schreiber. Unter der glühenden Sonne des schwindenden Sommers durchquerten die Apotheker, Todeswachen und Priester die Tore Orgrimmars, die Schluchten und Ebenen von Durotar, um nun im Brachland ihr Glück zu suchen. Man munkelt, sie würden nahezu jede Art von Arbeit annehmen.

Doch bringt sie nicht um ihren Sold, fügt man hinzu, sonst bringen sie dich um dein Leben.


Wir sind momentan nahe des Wegekreuzes anzutreffen!

Finstere Grüße.
Der Sturm

Was hatte sie getan? Immer und immer wieder schoss Annabel Voigt dieser Satz durch den Geist. Auf was für eine Mission hatte sie die Seuchenfaust angesetzt? Wieviele gute Männer und Frauen, Soldaten und Apotheker würde sie gegen ein vages Versprechen von Gold aufs Spiel setzen? Wieviele würden bei diesem Schachspiel des Schicksals geschlagen werden? Was hatte sie getan? All diese Gedanken zuckten ihr wie Blitze durch den Kopf, während sie sich an das knirschende Holz des Kajütentreppe klammerte. Denn Meer und Himmel waren im Begriff, das metaphorische Schachbrett samt Tisch umzuwerfen.

Tage zuvor schien der Auftrag ungemein verlockend. Eine Verlassene samt Begleitung wird vermisst. In ihrem Besitz wohl ein wertvoller Gegenstand, ein Objekt der Begierde für den Auftraggeber. So wertvoll, dass er sich das Aufspüren der Untoten wirklich kosten lässt. Zuletzt gesehen wurde so wohl in einer dicht bewaldeten Gegend im Westen von Kalimdor. Das war ihre Chance, hatte sie gedacht, aus dem feindseligen Brachland verschwinden und ihren Feldzug in die Heimat in einem Coup zu finanzieren. Auch für eine Überfahrt um das Südkap des Kontinents war gesorgt!

Also zogen sie aus, die "tödlichsten Söldner, den der rote Kontinent je gesehen hatte". Und bei Sonnenuntergang des gleichen Tages verluden sie ihre begrenzte Habe in die Kajüte eines Schiffs im Hafen von Ratschet.
Was sollten sie befürchten? Die Nachtelfen von Feralas wollten sie tot sehen, natürlich, aber dafür war die Bezahlung umso besser. Und auch Elfen sterben, wenn ihnen Seuche in die Visage gespritzt wird. Spätestens, wenn besagte Visage dann noch unter Axteinsatz gespalten wird. Damals hatte Annabel bei dieser Formulierung noch grinsen können.

Jetzt steckten sie auf dieser Nussschale fest, inmitten eines nächtlichen Tropensturms, gerade genug Seemeilen vor der Küste, dass selbst die Verlassenen den Rückweg nicht überleben würden, sollte ihr Schiff von einem der monströsen Wellenberge zermalmt werden.

Annabel umklammerte das Holz und betete zu Licht und Schatten, deren Ringen ihrer Ansicht nach Wurzel aller Weltlichten Konflikte war, auf dass sie den Zorn der Meere stillen mögen. Doch fand sie keinen Kontakt zu den kosmischen Mächten, nicht inmitten des Chaos der Meere.

Im Licht der magischen Flammen ihres Stabs erblickte sie einige Todeswachen, wie sie wie Murmeln auf dem Oberdeck hin und her geworfen wurden. Den meisten gefiel die Lage ähnlich wenig wie ihr, mit einer Ausnahme. Finsch lachte lauthals, immer wieder vom Wasser unterbrochen, dass wie Tinte über die Reling schwappte, um ihn nieder zu werfen.

Annabel kam nicht umher, für einen Moment makaber zu grinsen. Wenigstens einer hatte Spaß. Wenn sie diese Schiffsreise überlebten, konnte ihnen Feralas eigentlich so gut wie nichts in den Weg werfen, was sie nicht auch mit irrem Lachen und Gewalt aus dem Weg räumen könnten.


Auf hoher See geht es in Richtung eines neuen Abenteuers!

Finstere Grüße.
Sammelt seine Knochen in und unter Brill hervor

Es wäre grausig wenn der Thread versumpft und wir einen Neuen brauchen würden.

Den Alter, Patina und etwas guter Rost stehen einem Verlassenenthread einfach zu gut.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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