[RP-Guide] "Der gute, alte Feuerball" - Magier

Die Aldor
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Sehr schöner Guide. Einige Punkte meiner Unklarheit sind nun beseitigt. Zwei Gnomendäumchen nach oben und ein Riegel Gnoblerone für den TE :)
Ich habe das Gefühl belehrt worden zu sein mit Texten die ich fast schon auswendig kenne ^^

Ich empfehle das CB zu nutzen, wenn ihr ein Überblick über Runen zu bekommen, allerdings sind die 'Regeln' der Runenmagie In-Game ziemlich unterschiedlich zu denen im CB, da solltet ihr also aufpassen und euch lieber am Spiel selbst orientieren.
Man sollte die Corebooks definitiv nicht mehr als Vorbild für Rollenspiel benutzen, das zeigen schon die Widersprüche in deren Aussagen.

Jedoch kann man sicherlich den ein oder anderen Atmosphäre-Tipp übernehmen.
Bei Manchen sachen MUSS man halt auch die Corebooks nehmen weil wir noch keine andere "Quelle" oder neue Version haben.
Nein. Man muss sie nicht benutzen, weil sie keine Lore sind.
Wenn man nicht weiß, wie man gewisse Themen KONKRET bespielen kann, dann hält man da besser seine Finger von fern.

Der Guide hier macht da eine gute Unterscheidung und nutzt die meisten Corebookquellen zur Atmosphäregestaltung, aber man muss sich davon verabschieden das Ganze als bare Münze zu betrachten.
Dann tu das, denn hier hat niemand das Gegenteil behauptet Cadrius.
Weder als "Vorbild" noch als "bare Münze".
Es sind Alternative Quellen, die mit Vorsicht zu genießen sind, da viel Lore überholt ist, wie in früheren Texten von mir beschrieben. Gerade die Runenmagie ist überholt.

Gleichzeitig stehen im CB Dinge die erst später implementiert werden, wie der Sonnenläufer und der Nahkampf-Jäger. Der Todesritter, der Demonhunter usw.
Du verstehst?

Gruß Jack.
inb4 das hier zu einem Glaubenskrieg bezüglich Lorequellen wird. Hier steht exakt, welche Aussagen ich aus welcher Quelle beziehe und daher kann jeder geneigte Leser für sich selbst entscheiden, ob er diese dann auch benutzen will. :)

Außerdem: Ich habe noch, hinter der Quellenangabe, ein kleines Addendum mit Flavor-Tips fürs Rollenspiel hinzugefügt, die ich noch ein wenig erweitern werde.
Schöner Guide, daher hat er jetzt auch ein Plätzchen in der Guides-Sektion des Forumstickies :

https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/10887529480#post-3
[RP-Guide] "Der gute, alte Feuerball" - Magier:
- https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/17616601713
Ein toller Gilde über das Magierdasein!

Da steckt echt jede Menge Arbeit drin, wirklich gut gemacht. Auch die Belege mit den vielen Quellen ist sehr gelungen, genau wie die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Quellen und deren Aktualität/ Gültigkeit. Ein großes pelziges Daumenhoch auch von mir.

Eine kleine Sache ist mir noch aufgefallen: Die Magier und das Licht. In den Romanen um Rhonin begegnet dieser einigen Paladinen. Diese behandeln ihn sehr abschätzig und begegnen ihm mit großem Misstrauen, nennen ihn mitunter auch 'Verlorene Seele. Sie haben daher bei Lichtgläubigen (Menschen) wohl einen nicht ganz leichten Stand.
06.08.2017 14:37Beitrag von Koraleen
Eine kleine Sache ist mir noch aufgefallen: Die Magier und das Licht. In den Romanen um Rhonin begegnet dieser einigen Paladinen. Diese behandeln ihn sehr abschätzig und begegnen ihm mit großem Misstrauen, nennen ihn mitunter auch 'Verlorene Seele. Sie haben daher bei Lichtgläubigen (Menschen) wohl einen nicht ganz leichten Stand.


Da möchte ich direkt zwischengrätschen. Es wird immer wieder diese eine, isolierte Begebenheit aus dem Roman ("Tag des Drachen") zitiert, ohne all die anderen Indizien, die für das Gegenteil sprechen zu beachten.
Da wäre zum Beispiel die Beziehung zwischen Arthas und Jaina; an keiner Stelle äußert Arthas (der zu diesem Zeitpunkt noch der Vorzeigeschüler von Uther ist) irgendwelche Vorurteile in Bezug auf ihre Profession. Auch Uther ist wie man in WCIII sieht, voll des Respekts für sie. (In den alten RPG-Books gabs sogar mal einen Brief von ihm an einen Paladin-Kollegen, in dem er die Beziehung zwischen seinem Schüler und der Magierin explizit befürwortet.)

Bei den persönlichen Beziehungen kann man auch weiter zurückgehen (bzw. wird das ja gerade wieder aktuell) bis zur Freundschaft von Khadgar und Turalyon. Wieder ein Paladin (und genau wie Uther nicht irgendeiner, sondern ein Gründer der Silberhand) der keinerlei Vorurteile gegen einen Magier hat, sondern zu dessen engsten Freunden zählt.
Diesbezüglich bietet sich auch die symbiotische Beziehung zwischen Magiern und dem Königreich Sturmwind an; da waren Hofzauberer wie Nielas Aran und nach ihm Medivh, die allgemein hochgeschätzte Persönlichkeiten waren, aber über das Persönliche hinaus auch Institutionen wie zu Zeiten des ersten Krieges die Beschwörer und später das heutige Magiersanktum, die sich immer in den Dienst von Krone und Volk gestellt haben.

Aber wenn wir speziell von Lichtwirkern und nicht nur -gläubigen reden dürfen natürlich die Fanatischsten unter ihnen nicht vergessen werden. Der Scharlachrote Kreuzzug hatte (auch entgegen der Darstellung zu vieler Spieler) nie etwas gegen ordentliche Magier, neben zahlreichen NPCs die durch Titel und Fähigkeiten ganz offensichtlich welche sind ("Engine!!111" ertönt es sogleich, ist es halt nur nicht), haben wir ganz konkret dort Leute wie Doan, der bereits zur Silberhand sowas wie eine Verbindungsoffizier zu sein schien und später im Kreuzzug ein hochrangiges Mitglied wurde, als auch Arellas Feuerlaub (hochelfischer! Erzmagier), dessen Statue bis heute in der Halle der Champions im scharlachroten Kloster steht.

Fazit: Eine gewisse Skepsis lasse ich gern gelten, aber das oft (nicht von Koraleen) unterschwellig suggerierte "Alle wahren Lichtgläubigen müssen alle Magier hassen" gibt die Lore einfach nicht her.
Juhu, ein Sticky! Außerdem:

/sign Vizzlebik

Ich kann mir vorstellen, dass bildungsfernere Schichten der Bevölkerung mehr die Macht des Magiers sehen und vor dieser Angst haben. Im "Mage"-Manga von WoW wird der Protagonist, beispielsweise, von seinem Vater fast verstoßen, als er den Wunsch äußert, Zauberer werden zu wollen.

Es ist aber schwer zu sagen, wie die generelle Rezeption von Magiern in der menschlichen Gesellschaft ist. Magie ist ein integraler Bestandteil der menschlichen Kultur, aber kein gesellschaftsbestimmender wie bei den Elfen.

Im Alliance Players Guide, auf Seite 79 lässt sich zB folgendes finden:

"Many human magi
succeeded where others failed — and not because
they were wiser or smarter, but because they would
not surrender control. Yet despite this, humanity
does not have the arcane addiction the high elves
suffer. Some humans become obsessed with the
arcane, but many want nothing to do with it and
are perfectly happy avoiding all signs of magic."

und weiter unten

"As a race, humanity is fascinated by magic. More
people want it than don’t, and even those who want
no part of magic love hearing tales of its use and
seeing demonstrations of its might."
Und aus der Kel Thuzad Kurzgeschichte haben wir:
...Eure Methoden werden uns noch alle als Ketzer brandmarken. "Das war zuviel." Wir werden schon seit Jahrhunderten als Ketzer gebrandmarkt. Die Kirche war noch nie mit unseren Methoden einverstanden. Aber all dem zum Trotz gibt es uns noch immer"


Eine Skepsis von Lichtgläubigen gegenüber Magiern anzunehmen ist sicher nicht verpflichtend, aber durchaus nicht nur aus der Luft gezogen.
Gratz zum Sticky, und da ich im vorherigen Post etwas Tunnelblick hatte: Er ist wohlverdient. Gerade die reichhaltigen Quellenangaben und die Tatsache, dass du die alten Quellenbücher nicht achselzuckend wegwirfst sondern sie als in vielen Details nach wie vor einzige Quelle zur Wirkungsweise der arkanen Magie einfliessen lässt, zeichnen ihn besonders aus.

Im "Mage"-Manga von WoW wird der Protagonist, beispielsweise, von seinem Vater fast verstoßen, als er den Wunsch äußert, Zauberer werden zu wollen.

Das erklärt sich recht simpel, wenn man auf den Autoren des Mangas schaut: Es ist, genau wie bei "Tag des Drachen" Richard Knaak. Ich gehe jetzt nicht in die Tiefe warum ich ihn für den inkompetentesten Schreiberling halte, der seine Griffel je an Warcraft legen durfte...es sei nur gesagt dass ich es nicht für einen Zufall halte, dass die beiden einzigen, rein (auf Erzählerebene) negativen Nennungen von Magiern/Magie ausgerechnet von ihm kommen.
Knaak hat (wie in vielem) einfach ein mangelndes Verständnis für das Warcraft-Setting, weswegen sich seine Darstellung so mit der des gesamten restlichen Settings und aller anderen Werke beißt. Ihm schwebt ein rein antagonistisches Verhältnis zwischen Magiern und Restgesellschaft vor, ähnlich wie z. B. in Dragon Age.
Dumm eben nur, dass sämtliche anderen Autoren ihm da widersprechen. Ja, natürlich sind (leider) seine Werke ebenso Kanon wie die anderer, dennoch sollte man sich vielleicht nicht zu sehr an ihnen allein aufhängen.

Zumal der Magierhass in beiden Fällen, also Manga wie Roman, vor allem dazu dient, dem Magier-Protagonisten in den Augen des Lesers Mitleidspunkte zu verschaffen: "Schaut nur, der arme bemitleidenswerte Underdog der von allen verachtet wird und nun auszieht, ein Held zu werden (und optional eine Windrunner-Schwester zu knallen)." Diese bloße Verwendung als erzählerisches Hilfsmittel schwächt die Bedeutung der magierfeindlichen Aussage als Lore-Argument für mich daher weiter ab.
Das heißt im Übrigen nicht, dass (auf den Manga bezogen) im Einzelfall nicht ein Vater tatsächlich etwas dagegen haben kann, dass sein Sohn Magier wird, nur sollte man diese Geisteshaltung nicht für allgemeingültig halten oder sie nur auf einen für Menschen irrationalen Hass auf Magie begründen.

Magie ist ein integraler Bestandteil der menschlichen Kultur, aber kein gesellschaftsbestimmender wie bei den Elfen.

Das finde ich ist eine sehr gute Zusammenfassung der Stellung der Magie, die sich ja auch mit der Darstellung des von dir zitierten APG deckt. Klar gibts dann noch die Ausnahmen wie Dalaran (wo Magie eben genauso gesellschaftsbestimmend ist wie bei den Elfen die es mitgeformt haben), aber im Großen und Ganzen passt es.

EDIT zu Wimbert:
Das ist eine In-Character-Aussage von Kel'Thuzad, der zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Lichkönig im Bunde steht und korrumpiert ist, darum sollte man seine Aussage jetzt nicht unbedingt auf die Goldwaage legen. Als natürliche Feinde von Untot und unheiliger Magie ist er natürlich nicht gut auf die Kirche des Lichts zu sprechen, auch wenn er seine wahren Motive in der Szene noch verbirgt.
Der unmittelbar davorstehende Satz, gesprochen von Modera, impliziert eben grade das Gegenteil: Dass die Kirin Tor (noch) keine Häretiker sind. (Dass Modera Angst davor hat, dass sie als solche gebrandmarkt werden könnten ist durchaus verständlich, schliesslich geht es da um Nekromantie, die schon bei den Kirin Tor selbst schwer bestraft wird und natürlich auch außerhalb auf nullkommagarkeine Toleranz stößt.)
Übersichtliches Layout: ☑
Einwandfreies Schriftbild: ☑
Umfangreicher Quellenanhang: ☑
Gothic-Referenz im Titel: ☑

Einfach nur ein toller Guide! Dickes Plus von mir dafür. <3
03.08.2017 00:34Beitrag von Aeslynn
wenn meine kleinen Welpen etwas zur community beitragen


Welpe no more

Dieser Forenbeitrag ist wichtig und verdient wiederholte Anerkennung.
Ein grandioser Guide in den ich immer wieder gerne einen Blick werfe!

Wer etwas aus diesem Guide umsetzen möchte, ist herzlich zum Turnier der Magier eingeladen, zu finden unter https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/17614574666?page=5#post-81

/Save the guide!

Nimm an der Unterhaltung teil!

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