[RP-Story]Der Argus Geschichtenthread

Die Aldor
Was auch immer das zu bedeuten hatte, es verhieß nichts gutes. Der Illidari starrte in den Himmel und ballte seine Hände zu Fäusten. Seine Krallen bohrten sich dabei tief in seine Handfläche und mehrere Blutstropfen fallen auf den verderbten Boden herab. Andere seiner Gruppe näherten sich und blickten Aethas an. Immerhin war er der Anführer dieser Einheit. Sie erwarteten irgendeine ansprache oder dergleichen, doch Aethas selbst wusste nicht was er dazu sagen sollte.

"Brüder und Schwestern.. Ich weiß nicht was ich dazu großartig sagen soll.. Außer das offensichtliche das ein von Teufelsmagie verderbter Planet in der nähe unseres Planeten aufgetaucht ist. Was auch immer es damit auf sich haben sollte, wir werden es herausfinden und die Legion zurückdrängen!"

Aethas besieht sich seine Mitstreiter und richtet seinen Blick wieder auf den unbekannten Planeten am Himmel. Er kam einem so vertraut vor.. und doch so Fremd.


OOC:

Dieser Beitrag dient als kleine Zusammenfassung für die ersten Reaktionen des Auftauchens des neuen Planeten, Argus. Hierbei handelt es sich nicht um eine ankündigung für irgendwelche Plots. Zumindest nicht von meiner Seite aus. Viel spaß beim kreativen SChreiben :)
Laute Geräusche drangen aus Ratsch. Gebrüll, Geheule, Lachen. Nichts ungewöhnliches für diese Zeit und vor allem dann nicht, wenn die Piraten wiedermal im Kiel verweilten. Besoffene torkelten schon am Abend volltrunken heraus, wenn sie es schaften. Manche lagen einfach draussen verstreut herum, dort schlafend am Boden, wo sie eben zu Fall gekommen sind. Spätestens am nächsten Morgen würden sich die Haudraufs in der Goblinstadt schon um die "Spätaufsteher" kümmern. So wie jeden Tag. Alles wie immer.

Mit schweren, gemächlichen Schritten trat eine größere Gestalt aus der Taverne. Dreispitzhut, dunkles Hemd und mit Hufen als Füße. Leise pfeifend und mit einer halbleeren Rumflasche in der Hand wurde einfach der nächste Baum anvisiert. Dann öffnete sich die Hose.
Während der Strahl lief sah sich der Tauren gut gelaunt um. Das Meer, Ratsch, die Besoffenen, eine große Kugel am Himmel, die Kotze am-

Eine große Kugel am Himmel?

Tam starrte das seltsame Gebilde an.
Still versiegte der Strahl, während er weiter baff und mit offener Hose nach oben sah.

"Ich brauch mehr Rum. Eindeutig"

Damit stiefelte der Tauren wieder rein. Morgen würde es sicher wieder normak sein. So wie jeden Tag. Völlige Routine. Alles wie immer!
Die Daelins stolz verließ einmal mehr den hafen von Sturmwind, als man letztes mal von Naga aufgehalten wurde. Diesmal wird es was, so war man sich sicher. Und die Fahrt verlief ruhig. Der Wind war stark, die Crew sang munter umher. Alles war schön, bis auf die Kotzende Magierin unter Deck.

Doch als man ein Viertel des Weges überstand, geschah es. Ein lautes krachen, ein knirschen in der Luft, und ES öffnete sich. Kapitän Felina, und ihre Tochter bemerkten es erst, als die Crew still wurde. TOtstill. Alle starten zu Seite. Auf die Felgrüne Kugel, die im Himme stand.

Was als nächstes geschah? Stille. Totenstille. Gefolgt von Panik. Direkt kam der befehl zu wenden, und man warf alles, absolut alles über Bord was nicht weiter Notwendig war. Kisten, Kugeln und die Kanonen. Man wollte nurnoch schnell in der Hauptstadt ankommen.

Doch so leicht ist das Leben nie. Ein ganz Schlauer Fuchs, genauer gesagt die Kübelnde Magierin meinte etwas rumzuzaubern. Und wie jeder weiss, Magie zieht Dämonen an, wie Licht die Motten!

So kam es, wie es kamen musste. Und die Legion fand das Schiff. Noch war man nicht im sicheren Hafen Sturmwinds, und so musste man sich verteidigen. Glücklicherweise war es "nur" ein Eredar, und die Crew konnte ihn schnell niederstrecken.

Ohne Kanonen oder Fracht, und mit einer verletzten und leicht verstörten Kapitänin, wurde ein Leuchtfeuer geschossen, um die Stadt zu Informieren, das da ein Boot in Not steckt.

Die Crew wurde mit Beibooten an Land gesandt, und das Schiff wird generalüberholt. Die Daelins Stolz wird in neuem Glanz für die Allianz die Segel setzen! Jetzt ist Marine mal so richtig!
"Wir seh'n uns morg'n wieder!"

Schwankend samt Flasche in der Hand, torkelt Teri bereits betrunken aus dem pfeifenden Schwein. Der Korken der Flasche wird von seinen Zähnen ergriffen und anschließend in den Kanal gespuckt, als Teri über diesen schlendert. Er betrachtet einige Leute die sich wohl etwas aufgeregt unterhielten, ignorierte sie jedoch gänzlich. Am Kathedralenplatz bemerkte er eine Menge bei den Wachen.

"Was'n da los?..." Noch bevor er ein Schritt in dessen Richtung setzt, schlägt er sich mit der flachen Handfläche auf die Stirn und kehrt auf der Ferse um. Durch zu viel Schwung brauch er ein Moment, bevor er wieder auf wackeligen Füßen seinen Weg zum Hafen antritt.

"Wieso frasche ich mich sowas...? Die geh'n mir sowieso am Allerwertest'n vorbei..."

Endlich am Hafen angekommen, sucht er sein Lieblingsfleck auf und somit den Abend mit einem schönen Anblick und Ruhe zu beenden. Wiedermal wird die Flasche zu den Lippen geführt, als er inne hält und diesen merkwürdigen Planeten am Himmelszelt sieht.

"Bei Davy Jones nasses Grab! Was'n mit den' Mond'n passiert?!"
Er fühlte sich entweder von seinem Auge oder durch den übermäßigen Konsum an Rum über den Tisch gezogen. Die Flasche wird kurz abgestellt und das Auge wird gerieben - mehrfach. Er blinzelt und sieht den Planeten immer noch.

"Dann bilde ich es mir also doch nich' ein... 's schon ziemlich bizarr... Aber auch auf eine Art... interessant..."

Trinkend sitzt er am Hafen, betrachtet den fremden Himmelskörper bevor er schließlich samt Flasche in der Hand einnickt.
Ein Zauber war gewirkt worden, sie spürte es, sie ahnte es und erfasste es mit allen Sinnen. Welch Wahnsinn war dies nun. Dann fiel ihr Blick vom Dämon den sie auf dem Hochberg erlegte und der nun den Schnee farblich veränderte nach oben in den Himmel.

"Das...? " Nun, irgendwie kam es ihr bekannt vor, anderseits auch nicht. Doch selbst auf diese Entfernung war es möglich diese Aura zu spüren. Cassilya zog ihre Klinge aus dem gefallenen Dämon vor ihr und umklammerte ihre Waffe fester als üblich*

Der Krieg hatte eine neue Wendung. Sie musste dringend zurück und dann ...
Sie folgte dem Blick ihres Anführers, als sie bemerkte, was er meinte. Der Planet am Himmel bot einen atemberaubenden Anblick... Und doch spürte sie bereits die Verseuchung, welche auch sichtbar für sie war. Sie umfasste die Gleve und den Speer fester und ein Knurren entrang sich ihrer Kehle. Keine Wut war darin zu hören, nur Vorfreude.

Da war der Sieg. Dort oben, auf dieser fremden Welt. Sie würden siegen, sie wusste es. Sie lauschte Aethas' Worten und nickte, stimmte seinen Worten zu. Sie blickte zurück auf ihr Lager und sammelte eine ihrer Nadeln auf, steckte sie zu den Anderen in den Gürtel.

Vorbereitungen mussten getroffen werden. Der Krieg würde zur Legion getragen werden - und einen Platz an der Front würde sie sich nicht nehmen lassen.
"Meister" drang die Stimme durch die kalten Katakomben des Kellers. Völlig außer Atem rannte die junge Dame, sodass ihr silbriges Haar nur im Wind hinter ihr wehte. Stoff hatte sie grade genug am Körper um die wichtigsten Stellen dezent zu bedecken und je mehr so rannte, umso mehr schepperte die Kettenartige Leine um ihren Hals. Klänge welche selbst durch den leeren Raum hallten und die Stille buchstäblich zerrissen.

Die Dame blieb schlagartig stehen und fasste sich an den Hals, eh sie einen Wimpernschlag später gurgelnd die Hände an das Halsband legte und merkte wie sie langsam vom Boden abhebt. Ihre Füße beginnen wild in der Luft zu strampeln während während zeitgleich ihre Lungen sich nach Luft zu ringen scheinen. "Es... krz... tut... tut mir... es tut mir leid..." presst sie hervor eh sie einmal aufbrüllt und sich ein samtig weißer schleier schreiend aus ihrem Körper löst und in die Schatten aufmacht. Hechelnd, schwitzend und stöhnend vor Erschöpfung beginnt die geqüalte Dame sich langsam wieder zu sammeln als sie mit einem dumpfen Knall auf den Boden kniend aufkommt. "Zu gütig" erwiedert sie ruhig eh sie sich verneigt und langsam wie eine Katze über den Boden zu den Füßen des Peinigers angetigert kommt.

"Was ist so wichtig, dass ihr euch anmaßt mich zu stören?" ertönt die deutlich markante Stimme während man spüren kann wie der Blick sich runter auf den Körper legt. Ein mancher würde behaupten, dass der Peiniger wohl mehr als nur die pralle Aussicht genießen würde... doch jene die ihn kennen, wissen das dem nicht so ist. So legt sich der Blick ruhig auf das Gesicht der angeketteten Dame. "Draußen... ihr werdet es nicht glauben Meister." kommt es denn ruhig als sie leicht die Zunge nach draußen hängen lässt. Die Hand des Beschwörers greift in die Haare und beginnt den Nacken zu kraulen eh er einfach nur einmal seufzt. "Wenn es unwichtig ist... werde ich dich Häuten und deine nackten Muskeln mit Salz einreiben... während ich dich am leben halte."

Mit den letzten Worten wir das Haar gepackt und der Kopf samt Körper leicht nach vorn geworfen. Es war bestimmt vieles aber nicht angenehm eh die Dame auf alle vieren die Stufen nach oben ging, gefolgt von dem Beschwörer mit der Leine in der Hand. Oben im Haus angekommen wurde die Tür geöffnet eh der Beschwörer nach draußen in den Sternenhimmel sah "Sterne... ja... wie jeden Abend. Und ihr wagt es wirklich mich DESWEGEN-!" kommt es denn leicht entzürnt eh man einfach an die Kehle der Begleiterin greift. Sagen tat sie nichts nur mit einem lächeln nach oben zeigen hinter den Beschwörer. "WAS soll da-" brachte er die Worte hervor eh er das Gesicht umgewendet hat.

Schlagartig ließ die Hand die Kehle der Dame los und der Beschwörer betachtete mit großen Augen den neuen Stern am Himmel. Er kannte diese Welt aus Geschichten der Meister, er kannte ihre Macht aus Legenden der Eredar. Der Beschwörer begann zu lachen eh er einfach nur auf die Knie fiel und die Arme freudig der Welt entgegen streckte. "Die Allianz... die Horde... SIE WERDEN STERBEN! DER MEISTER IST DA!" gefühlte Kilometer weit konnte man das Geschrei hören aber... waren sie doch alleine. So stand die Dame auf und ging mit schwenkender Hüfte hinter den Beschwörer. Einfach die Kette um seinen Hals legen und ihn erdrosseln... DAS war ihre Gelegenheit sich zu befreien.

Sie nahm die Kette und legte sie in seine Hand eh sie sich brav auf den Boden neben ihn legte. "Und wenn ihr die Welt eingenommen habt... Beschwörer... bekomme ich denn meinen Anteil? Schließlich hat euer Portal ja den Planeten hier her gebracht." Stille durchzog die Nacht der beiden eh der Beschwörer einfach nur eine Hand sanft an ihre Wange legte. "Ja... jeder Mann... wird dir als Sklave zur Befriedigung dienen. Und du hast recht... ICH... habe das Tor für den Meister geöffnet. Denn ICH... bin... DER BESCHWÖRER!"


OoC: Mal eine andere Sicht der Dinge... Wir haben den Krieg nicht verloren, wir spielen grade unser Ass im Ärmel.
„Annilena! Ihr bleibt hier bei den restlichen Verteidigern und haltet diese Position! Die Legion darf nicht durchbrechen!“ Die kräftige Stimme des Draenei übertönte den Lärm der Schlacht: Schlachtrufe, Zaubersprüche, das Donnern von Stahl auf Stahl.

„Verstanden, Exarch! Was habt Ihr vor?“ Der Speer der Paladin fand das Maul des anstürmenden Teufelshundes. Tief rammte sie der Kreatur die heilige Klinge in den Körper. Der Dämon zuckte noch einige Male, seine Tentakel versuchen selbst im Sterben noch an sie zu kommen, bevor er endgültig still war. Achtlos zog sie ihre Klinge heraus, das dämonische Blut verdampfte auf der Waffe.

„Wir versuchen eine Bresche zu schlagen um den Hügel einzunehmen! Sie dürfen die Kanonen nicht in Position bringen! FÜR! DAS! LICHT!“ Der Exarch stürmte in die Reihen der Dämonen. Ein mächtiger Zauber, die Paladin spürte die Kraft und Macht des Lichtes noch an ihrer Position, wurde gewirkt und von der angreifenden Teufelswache blieb nichts als Asche zurück.

Die Paladin griff ihre Waffe mit beiden Händen. Argus. Sie hätte niemals gedacht, dass sie jemals auf der Heimatwelt der Draenei stehen würde. Auf einem anderen Planeten, irgendwo in den Großen Dunklen Weiten. Irgendwo in der unglaublichen Endlosigkeit des Universums. Doch hier war sie nun. Seite an Seite mit den Soldaten der Armee des Lichts. Sie sah sich nicht als Mitglied, sie sah sich nicht mal als Anwärterin dieser mächtigen Armee. Das sie überhaupt mit ihnen hier kämpfte…mehr Glück und Zufall. Aber vielleicht auch Entschlossenheit und Willenskraft.

Die Schlacht tobte blutig und brutal weiter. Teufelswachen, Hunde der Legion, Eredar…und noch abartigere Kreaturen rannten gegen ihre Stellung. Doch sie hielten stand. Die Dämonen mussten sich zurückziehen…zumindest vorläufig. Sie würden wiederkommen, denn sie kamen immer wieder.

„Nordlicht! Ruht Euch etwas aus bevor sie zurückkommen“, sprach eine der Kriegspriesterinnen sanft, während sie sich um eine Wunde kümmerte.

„Haben wir eine Nachricht vom Exarchen?“ Die Paladin nahm ihren Helm vom Kopf und rieb sich über die schweißnasse Stirn. Sie holte einige Male tief Luft, doch die teufelsverseuchte, nach Schwefel stinkende Luft gewährte nur wenig Erholung.

„Nein bisher nicht. Umso wichtiger ist es, dass Ihr euch ausruht. Wir müssen bei voller Stärke sein, wenn die Dämonen kommen.“ Sie lächelte kurz und Annilena nickte lediglich als Antwort. Sie ließ sich schlicht und ergreifend an einem Felsen nieder, nahm sich ihre Feldflasche und trank etwas vom Wasser. Ihr Blick wanderte in Richtung des Himmels.

Sie sah die endlos vielen Sterne. Die ewigen Weiten des Kosmos. Und jeder einzelne Lichtpunkt war eine Sonne. Und um jede Sonne kreisten die verschiedensten Welten. Für einen kurzen Moment fragte sie sich, wie viele andere Millionen Seelen nun ebenfalls nach oben schauten und die Endlosigkeit in sich aufnahmen. ‚Und irgendwo dort draußen…ist Azeroth‘, dachte sie mit einem Anflug von Heimweh.

„Was ist das dort?“ hörte sie dann einen der Schützen ungläubig sagen. „Seht ihr das?“ Andere Draenei blickten in die Richtung, in welche der Schütze nun deutete. Auch Annilena erhob sich von ihrem Platz, ging auf einen kleinen Hügel um in die angegebene Richtung zu schauen.

„Sieht aus wie eine Explosion von Teufelsenergie…“

„Unsere Truppen kämpfen dort doch nicht…“

Annilena verengte die Augen zu Schlitzen. Es sah tatsächlich so aus, als wäre eines der Dimenssionschiffe der Legion explodiert. Grüne Teufelsenergie regnete als Feuerbälle auf die Welt hinab. Die Schallwelle erreichte sie schließlich, doch nur ein leises Grummeln war zu vernehmen.

„Alle auf Position!“ rief eine Offizierin, „Es könnte eine List der Brennenden Legion sein! Aktiviert die Schutzschilde und bleibt wachsam!“ Einige leuchtende Kristalle fingen an vor Energie zu summen und Barrieren aus Licht umgaben ihre Stellung. Sie hatte diese Barrieren schon mehrmals in Aktion gesehen: Sie sahen so zerbrechlich und durchschimmerend aus…doch selbst größere Teufelskanonen konnten die Barrieren nicht durchbrechen. Sie nahm ihre Position ein, ihren Speer fest in der Hand haltend.

Doch dann geschah es: Der Himmel zerriss. Es geschah in beinah absoluter Stille und tatsächlich bemerkten sie es nur, weil sich das Licht auf Argus dezent veränderte. Blicke wanderten in Richtung des Sternenhimmels.

„Was bei allen Naaru…“
Rote leuchtende Energie knisterte im Himmel, es erinnerte die Paladin an das Dunkle Portal als die Eiserne Horde durchstürmte, während sie diesen langsam aufrissen. Durch diesen Riss im Himmel erblickten die Soldaten der Armee eine Welt. Sie wurde größer und größer, endlose blaue Meere waren zu sehen, weiße Wolken wanderten am Himmel dieses Planeten entlang. Mehr und mehr bekam man von dieser Welt zu sehen…und schließlich erkannte sie es.

„…beim Heiligen Licht selbst…Azeroth?“, war alles was sie sagen konnte, so groß war ihr Unglaube. Doch es gab keine Zweifel. Sie hatte viele Welten gesehen auf Sternenkarten, in Schriften, als Hologramme oder sie hatte sie sogar besucht. Doch nur eine Welt besaß etwas derart Markantes, etwas was sie von allen anderen unterschied: Den Mahlstrom.

Mehr und mehr wurde offenbart, mehr und mehr wurde sie bestätigt: Die Pestländer, das Alteracgebirge, Nordend, Kalimdor…es war…wunderschön. Fragen sammelten sich in ihrem Kopf, wie es angehen konnte, warum sie nun Azeroth so klar vor sich sah…doch vor allem sah sie die Schönheit ihrer Heimatwelt. Sie spürte Tränen an ihren Augen. Sie wünschte andere könnten es sehen, wie sie es nun tat. Diese Schönheit sehen und bewundern.

Doch dieser kurze Moment der Klarheit, der Bewunderung wurde brachial zerschmettert, als die teufelsverstärkte Stimme eines Eredars über die Landschaft fegte: „Unser Preis liegt vor uns! Man hat uns den Weg geöffnet, den Weg um Azeroth ein für alle Mal auszulöschen! Vernichtet die kümmerlichen Reste dieser „Armee“! Zerschmettert ihre Körper, zerreißt ihre Seelen! AZEROTH WIRD FALLEN! FÜR SARGERAS!“

„Soldaten! Achtung!“ Eine Explosion von Teufelsenergie zerschmetterte an der Barriere. Annilena riss sich vom Himmel ab und fokussierte sich auf das was vor ihr geschah. Sie hätte noch Zeit, Azeroth in all ihrer Schönheit zu betrachten. Doch dafür müsste sie diese Schlacht überleben.

„Für das Licht! Für AZEROTH!“

OOC:

Und noch eine andere Sicht...von Argus selbst aus.
Trunken vor Müdigkeit öffnete der gnomische Magier ein Fenster, nachdem seine Studien und Versuche zu interdimensionalen Reisen in eine Sackgasse geführt hatten, als auch schon schweigend und ungläubig das Augenpaar sich weitete. Er zögerte, ehe er in einen Freudentanz ausbrach beim längeren Anblick des Planeten am Horizont. "Ich habe es geschafft! Bei Mekkadrils Schnäuzer, ich habe es endlich geschafft!" hörte man in der morgendlichen Ruhe auf den Strassen Dalarans aus dem Fenster einen Gnom in seinem Labor rufen. Er hatte nichts geschafft.
Noch eine weitere Nacht ohne Tochter im Haus, die Sorgen häufen sich trotz der beruhigenden Worte der Tante. Die Gedanken schweifen zum Raubtier im Büro und wieder zur Tochter. Erst als ein gewisser Tumult und Unruhe auf den Straßen zu hören war schaut Jack nach dem Rechten. Wer wurde getötet, brennt das Haus der Arcados wieder? Neugier ist des Menschen antrieb und so geht er hinaus.

Zwar mag der Jäger Zeit-Weltreisen aus erster Person kennen doch war ein grün glimmender Planet der gut viermal so groß ist wie die weiße Dame doch recht erdrückend. Panik und Sorge machte sich in seinem Herzen breit, der erste Gedanke bei seinen Kindern. Als der Hüne sich sicher war, dass dieses riesengroße Gebilde gerade nicht wie erst vermutet auf Azeroth krachen wird und einfach nur riesengroß ist sprechen Taten. Ohne Schuhe und nur mit einer lockeren Hose bekleidet sah man die restliche Nacht das laufende Kunstwerk aus Hautbildern durch die Straßen rennen und den Namen
"Amilia!" und auch "Lia!" rufen.
Wie so gut jeden Abend ging die Kaldorei eine halbe Stunde nach dem achten Abend Glockenschlag in Richtung der Kaimauer. Wie immer sollte es sein. Sie steigt auf ihre Zinne, betrachtet den Rand von Mutter Mond und kniet sich bei der Hälfte hin. Die Augen werden geschlossen und ruhige Worte an Elune gerichtet.
Doch irgendwas war anders als sie es die vielen Jahre gewohnt war. Ein ungutes Gefühl breitete sich in ihrem Gebet aus.
Schließlich verstummen ihre Worte. Einen kurzen Moment zucken die Ohren, dann hört sie einen ungewohnten Ton. Ein seltsames Knistern.
Die Augen werden geöffnet und der erste Blick galt der großen silbernen Gottheit. Doch bleibt dieser nicht lange haften. Ein Blick zur Seite und das Langohr bleibt regungslos da stehen. Ein Riss im Himmel und eine grüne Kugel die nach und nach sichtbar wird. Das ungute Gefühl verstärkt sich als der Riss verschwindet, der Fremde Körper bleibt.
Was ist das? Ein zorniges Zeichen Elunes? Etwas komplett anderes?
Das sind die ersten Gedanken die ihr durch den Kopf schießen.
Vorsichtig geht sie von der Zinne und bemerkt jetzt erst die vielen Bürger und Reisenden, welche von der Kaimauer hinauf starren.
Manche schreien, andere starren wie sie wortlos hinauf.
Der Blick wandert zurück zum Himmelsobjekt. Da, ein kurzes flackern am Horizont. Ein Leuchtfeuer? Oder etwas von diesem Ding?
Was auch immer diese Kugel und das Leuchten ist, sie wird es wohl herausfinden müssen.
Nach und nach entfernt sie sich vom Hafen, doch bleibt sie immer mal wieder stehen um zum Himmel auf zu sehen.
Die Bürger, Wachen, Paladine,
oder sonst jemand wird wohl etwas darüber wissen.
Sie wird sich umhören.
Angespannt zog die Elfe ihr rechtes Bein nach hinten und winkelte den Fuß an für einen besseren Stand, Robe und Haupt von schwarzer Asche und und dem Gestank der Dämonen um sie herum bedeckt riss sie die Hände auseinander, eine vor sich auf höhe ihres Gürtels, die andere nach hinten auf Schulterhöhe. Arkane Macht durchströmte ihren Körper und tauchte die Silhouette ihrer Hände in ein eisiges Blau, ehe sie auch schon begann die Worte der Macht ihren Feinden entgegen zu rufen, mit denen sie einen Blizzard in die hintere Reihe beschwören wollte, um den Vormasch zu ihrer eigenen zweiten Verteidigungslinie zu verhindern.

"Anu-dela fala'dorano---!" sie kam ins stocken als ein roter Blitz den Himmel erhellte und anschließend spaltete, wie eine Klinge durch Fleisch. Gefärbt in das rote Licht richtete sie ihren Kopf gen Himmel und war nicht gefasst auf das Schauspiel das sich ihr bot: während der Himmel sich augenscheinlich spaltete und die Sterne in der Dunkelheit aufblitzten fiel ihr Mund weit auf als sie den von Teufelsmagie zersetzten und teilweise zerstörten Planeten direkt vor ihren eigenen Augen sah. Immer breiter wurde der Riss zwischen ihrer Welt, Azeroth, und Argus und umso weiter der Riss sich über ihrem Haupt öffnete, umso mehr ihrer eigenen Mitkämpfer richteten ihren Blick in den Himmel um das Schauspiel weiter zu beobachten - dabei waren sie nicht alleine, selbst die Dämonen richteten ihren Blick auf das Schauspiel das jenseits jeglicher Vorstellungskraft lag.

Schwer zitternd und kaum zu Atem kommenden formte die Elfe ihre Lippen und wisperte in Darnassisch das einzige Wort das ihr in ihrer Verzweiflung in den Sinn kam, machtlos gegen die Darbietung von Macht die sich ihrem Verstand drohend entzog, während sie sich der Realität nicht länger verweigern konnte "Nein..."
Der Mond war aufgegangen und das Firmament geschmückt von unzähligen Sternen. Eine Tageszeit, zu der es sich als Kaldorei durchaus aufzustehen lohnte, auch wenn es im Dämmerwald wohl nie richtig hell werden wollte am Tag und es dadurch ohnehin gleich war, wann man es vorzog, sich aus dem Bett zu schälen.
Mit einem herzhaften Gähnen rieb die Einsiedlerin sich den Schlaf aus den trüb schimmernden Augen und schwang die langen, dünnen Stelzen aus der Strohkiste, welche die Parodie eines Bettes sein sollte.
Die Dinge waren einfach hier draußen. Frisches Wasser besorgen. Die kümmerlichen Kräuterbeete gießen. Vorräte suchen oder verspeisen. Höhere Priorität hatte es nun jedoch, der Hygiene nachzugehen und das Gesicht im großen Wassertrog vor der winzigen Hütte zu waschen, die so klein war, dass zivilisiertere Personen sie womöglich nicht einmal als Abstellkammer im Garten verwendet hätten. So schlurfte Nia'lee träge hinaus, kniete vor ihrer einigermaßen sauberen Wassersammlung und klatschte sich mit beiden Händen bereits einen ordentlichen Schwall in das halbwache Gesicht - als das wabernde Bild auf der Wasseroberfläche ein grünes Leuchten reflektierte.
Ein Umstand, den die elfische Gestalt zunächst nur flüchtig aus dem Augenwinkel wahrnahm, doch schließlich ein zweites Mal genauer hinsah. War der Mond in dieser Nacht etwa grün geworden? Oder hatte sie doch einen ordentlichen Knick in der Optik!? Quälend langsam bewegte sich ihr Haupt nach hinten über die Schulter, um einen Blick aufs Himmelszelt zu werfen, welches einen neuen Bewohner bekommen hat, während die Elfe noch von Säblerjungen und Schokoladenfiguren geträumt hatte.
Während der Mund mit den rauen Lippen ein Stück aufklappte und die silber-weiß glimmenden Augen sich exorbitant weiteten, drehte sich auch der Rest des Körpers mit. Mit beiden Händen klammerte man sich am hölzernen Trog fest und konnte nicht anders, als den gigantischen Planeten dort oben einfach nur anzustarren.
Es gab immerhin einen, der noch Ruhe bewahrte, nämlich der rosa gefiederte Hippogryph der Elfe, der herangetappst kam, um Nia'lee aus der Schockstarre hinauszuholen, indem er sie mit dem Schnabel sacht von der Seite anschubste. Diese runzelte schließlich nur die Stirn und wendete ihre Augen zu dem Tier mit der sonderbaren Farbgebung, um verständnislos ein paar Worte zu murmeln: "Ich sagte doch, wir werden alle untergehen. Warum glaubt mir denn nie jemand..?"
Pandaria - Sri-La - Strand

Es war ein normaler Tag - oder zumindest sollte es einer werden - so normal die Tage nun einmal waren in diesen Zeiten.

Spätestens seit Beginn der Dämoneninvasion war Sri-La ein Anderes - die einstige Ruhe und Harmonie war empfindlich gestört - Shado-Pan und ihre Helfer verweilten nun schon wochenlang (..oder waren es Monate ?) hier um Vorräte zu sammeln und Verletzte zu versorgen. (Immerhin dankbare Abnehmer für frischen Fisch.)

Aber seit heute der grüne Riesenmond erschienen war.
Panik, Verwirrung und Ratlosigkeit.
Und ob sich das so bald wieder legen würde war fraglich.

Vielleicht sollte ein Gnom sein Mütterchen in Tüftlerstadt noch einmal besuchen gehen ... falls das Ding wirklich das Ende sein sollte.
Mein dritter Kaffee heute schon. Der Schreibkram in der Wache nimmt teilweise schon Ausmaße an, welche die Kämpfe gegen die Brennende Legion als Spielplatz-Scharmützel erscheinen lassen. Ihr werft euch Unmengen von Dämonen entgegen und meint, dass ihr es schwer habt? Dann versucht mal die Aktenführung der Allianz zu verstehen.

Mit der Tasse in der Hand öffne ich die Tür und betrete unsere Rampe. Eine kleine Pause und ein wenig Obergefreiter Von Zeldig ärgern wird meine Stimmung bestimmt aufhellen. Ich schließe die Tür mit dem Fuß, worüber er sich besonders gerne aufregt und grinse frech und erwartungsvoll in seine Richtung, doch er ignoriert mich. Stirnrunzelnd nehme ich noch einen Schluck Kaffee. Ich werde wohl stärkere Geschütze auffahren müssen.

Er dreht seinen Kopf in meine Richtung. „Sagt mal, Schneestein… Habt ihr eigentlich heute noch etwas vor?“, fragt er mich.

„Hmm? Warum, wollt euch mit mir verabreden?“, kommt es schmunzelnd von mir, doch der Gesichtsausdruck von Von Zeldig bleibt gleich. Stattdessen deutet er mit einem Nicken gen Himmel. Ich folge seinem Blick und der Anblick einer grünlichen, verzerrten Kugel zieht mich in ihren Bann. Schön und unheilvoll zugleich glubscht sie mich zwischen den Wolken hindurch an.

Unterhalb der Rampe tummeln sich bereits einige Menschen und debattieren erregt über Neuigkeit. Gesprächsfetzen dringen an mein Ohr.

„Schatz, der Mond ist kaputt.“

„Verfluchte Nachtelfen. Sind mit ihren Gebeten dem Mond so sehr auf den Zeiger gegangen, das er sich grün geärgert hat.“

„Wenn jetzt die Welt untergeht… Also, ich will nicht als Jungfrau sterben…“.

Das übliche eben. Sturmwind. Hauptsache morgen früh gibt es frische Brötchen.
Ich schütte meinen Kaffee weg. Der Notfallplan, welche seit der Invasion nur außer Kraft, jedoch nicht aufgehoben wurde, sieht vor, dass alle Wachsoldaten in ständiger Bereitschaft zu bleiben haben. Was jetzt folgt sind Alarmierung der Soldaten außer Dienst, das Einlagern von Lebensmittelrationen, Betten, Zelte und so weiter sowie die Umstellung der Dienstpläne. Aufgrund der fehlenden Befehlsgebung seitens der Burg und weil wir nicht wissen, was das dort oben eigentlich sein soll, werden wir die nächsten Stunden nur so mit Anweisungen um uns werfen, damit unsere Soldaten beschäftigt sind und sich nicht so viele Gedanken machen.

Vielleicht werde ich mich über den Dienstweg hinwegsetzen und mal unverbindlich beim Magiersanktum vorbeigucken. Eventuell wissen die ja irgendwas.
Das war ein Zeichen. Ob das Ding am Firmament Argus oder Snickers hieß, war der Barbarin so ziemlich gleich.
Wichtig war, dass es dort hing.

Prompt erinnerte sie sich zurück an die heftigen Reibereien im Hochland, als das Jahr noch jung war. Merkhanda Abendwind. Das Drei Monde Banner.
Nun... das hier war doch ein dritter Mond? Jedenfalls hatte Tanvala den noch nie hier gesehen.
Merkhanda musste also Recht gehabt haben. War sie obendrein noch ein Orakel gewesen?
Das einzige, was hier nicht so recht zusammenpassen wollte, war die Tatsache, dass dieser dritte, unübersehbare Mond einen definitiven Mangel an Blutrot aufwies.
Oder konnte er wie die beiden anderen Monde auch an seltenen Tagen im Jahr zur Nacht hin rot werden? Ein Gelehrter hatte ihr mal zu erklären versucht, dass Monde rot werden können, wenn sie halb im Schatten ihrer Welt lägen.
Die Kriegerin hielt das für Quatsch. Wenn Monde sich rot färbten, dann war das ein Vorbote für blutige Kriege.
Jedenfalls konnte man sich darauf mehr verlassen als auf irgendeinen Unfug, den man aus staubigen Büchern vorgelesen bekam.
Die Kriegerin hatte schon viele Dinge auf Azeroth und auf Draenor miterlebt, und so langsam konnte sie nichts mehr wirklich überraschen. Interssant sah es dennoch aus.

Dieser neue, runde Fels am Himmel hatte hier und dort grün. Felgrün. Nun, diese Farbe war Tanvala ausreichend bekannt nach den Geschehnissen der letzten Zeit. Ja, das stank nach mehr Ärger mit der Legion.
Jedenfalls starrte Tanvala viele Stunden auf diesen neuen Trabanten.
"Das ist also ein Zeichen." kam sie irgendwann zum Schluss.

Und fragte sich dann, warum das Ding unten rechts kaputt war.
Dämmerwald.
Spät war die Nacht, gar fast kurz vor Anbruch des Morgens. Doch noch immer strömten Menschen, alte, junge, Männer, Frauen und Kinder, Krieger und Bauern gleichermaßen panisch und fluchtartig durch die offenen Tore der Dämmerwacht. Die Schreie von Kindern und das Weinen von Müttern erinnerte Xilia an die Geschehnisse vor nunmehr rund einem Jahr.
An die Nacht, als die Dämonen über das Land einfielen und alles in Schutt und Asche legten. Verderbnis über alles brachten, das sich ihnen in den Wege stellte. Auch zu jener Zeit waren die Bewohner des Waldes die näher an der Wacht, als an Dunkelhain lebten zu ihnen gekommen, um Schutz zu finden.
Dort hatten sie einen Feind vor Augen gehabt, der ihnen zwar Schrecken einjagte, aber Form und Materie besaß, die man bekämpfen konnte. So gering die Hoffnung auch war gegen solch Übermacht zu bestehen.
Doch diesmal war alles anders.
Ein Schuss ließ die kleine Magierin die hoch oben auf der Burgmauer stand herum fahren. Ein markerschütternder Schrei der sich über alle anderen hinweg setzte. "LICHT BEWAHRE! ICH WERDE NICHT ZULASSEN, DASS MEINE FAMILIE SO STIRBT!" Noch ein Schuss. Ein letzter beendete es. Xilia erzitterte, als sie Körper zu Boden gehen hörte. Rasch war sie auf der Innenseite der Mauer heran, um die steinerne Brüstung zu umgreifen und die Augen hektisch über das Geschehen schweifen zu lassen. Dort lagen sie. Wehrlos, in ihrem eigenen Blute, auf dem Boden verstreut. Eine Frau, ein Kind, und ein Mann, der den noch rauchenden Revolver neben sich fallen gelassen hatte. Auch seine Überreste zogen sich über den Boden des Lagers, das sich hier aufgebaut hatte. Blut tränkte es. Panik brach aus. "IHR MÜSST EUCH BERUHIGEN!", versuchte die Stimme eines verzweifelten Grenzers die auseinander brechenden Menschen aufzuhalten. Schreie. Doch keine neuen Schüsse. Eilig waren weitere Männer im Banner der schwarzen Eiche, ihrem Banner, heran, um das schreckliche Bild von den Kindern und Müttern abzuschotten. Decken wurden über ihre Körper gelegt und fort, hinter die Burg gebracht.
"Milady..", trat eine Stimme fern und gedämpft, wie durch einen Schleier an ihr Gehör. Xilia wandte den angespannten Blick nicht von dem Innenhof ab. "Es kommen weitere Flüchtende. Das Lazarett hat bald keinen Platz mehr."
"Dann öffnet den Saal!", fuhr die kleine Frau auf dem Absatz herum und starrte den Gardisten an. "Wir haben genug Platz, seid Ihr blind?!"
"Verzeiht, Herrin, aber ich dachte - .."
Xilia schnitt dem Mann mit einer herrischen Geste das Wort ab.
"Hört auf zu denken und erledigt Eure Arbeit. Los!"
Im selben Moment, wie sie die harrschen Worte ausgesprochen hatte, taten sie ihr bereits leid. Es gab keinen Grund, den Gardisten so anzufahren. Doch sie musste sich eingestehen, dass auch ihr der Anblick am Himmel ihr angst einjagte. Mehr als angst. Wie gut verstand sie die Menschen hier, die in bloßer Panik flüchteten, sich gar das Leben nahmen, um nicht darauf zu warten, was sonst mit ihnen geschehen würde. Wie gerne würde sie es ihnen gleich tun. Eine Hand an der Schulter ließ die Frau erneut zusammen zucken. Eine gewaltige Hand, die dennoch keinerlei Kraft auf sie ausübte. Trotz ihrer Größe, die von der Befähigung von großer Gewalt sprach, hatte die Berührung etwas sanftes, gar beruhigendes an sich. Langsam und scharf sog sie die Luft ein, und berührte die großen Finger der ungewöhnlichen Präsenz.
"Argus.", hörte sie die bassige, doch ungleich Harmonie und Weisheit zeugende Stimme des Anachoreten. Xilia nickte knapp und sah in einer Frage die sich im Inneren aufkeimte zu dem uralten Wesen empor, das ihr erneut in den dunkelsten Stunden zur Seite stand. Doch dass Anuvaan Tränen in den seicht schimmernden Augen standen, versetzte sie beinah in selbigen Schrecken wie der Anblick dort oben.
Ein gewaltiger, grün glühender Ball hatte sich über den Himmel erstreckt. Ein ganzer Planet, der über ihren Köpfen aufgetaucht war, und seine bedrohliche, tod bringende Hand nach ihnen ausstreckte.
War dies das Ende ihrer Welt..? Doch selbst, wenn es so war - Wenn gewiss war, dass bald die Legion in ihrer wahren, geballten Macht, ohne jede längere Hinderung auf sie hinein brechen würde, würden sie diese Menschen hier in Sicherheit wiegen. Doch wie sollte sie sie vor sich selbst behüten? Der Blick der in dunkle Gewänder gehüllten Frau huschte wieder über die panischen Anwohner. Schreie, Weinen.. Und dann schallte mit einem male die Stimme des Anachoreten hinab.
„Haltet ein!“, schnitt es durch die Nacht und die Schreie, und ließ sie alle verstummen. Eine schier unnatürliche Stimmstärke fegte über das kleine Land, auf dass sie jeder hören möge. Und tatsächlich zog es die Blicke zu den Ursprung dieses Donners, ehe der Anachoret fort fuhr. „Ihr seid verwirrt! Ihr habt angst! Ihr fürchtet um Euch und Eure Familien weil ihr nicht wisst, was diese unheilvolle Welt ist, die uns von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht. Ich verstehe dies, und darum lasst es mich euch sagen. Denn obwohl diese Gebirge entstellt und verstümmelt sind, der Himmel zerrissen und die Landschaft verwüstet, würde ich zu jeder Zeit die Welt wiedererkennen, auf der ich geboren wurde, viele glückliche Jahre verbracht und meine eigene Familie gegründet habe!“ Mit zitternden Lippen hielt der alte Draenei inne und hob den Blick empor zu dem Unheil, das einst seine Heimat gewesen war. Er kämpfte das Zittern in der Stimme nieder, und fuhr fort. „Das“, deutete er mit seinem Stab hinauf auf den grünen Horizont, „ist meine Heimat Argus, heute die Heimat der Brennenden Legion! Doch unabhängig davon wieso sie dort ist kann ich euch eines sagen: Ich habe Jahrtausende gewartet, um diese Welt wiederzusehen, trotz, dass ich mir bewusst war, welcher Anblick mich erwarten würde! Denn was bedeutet sie für uns? Dass wir nur einen Schritt davon entfernt sind der Geißel tausender Welten direkt ins Herz zu stechen! Ich habe die tapferen Seelen gesehen, welche an der Verheerten Küste gekämpft haben und es noch immer tun, jeder einzelne für euch alle! Auch die Menschen aus diesen Wäldern arbeiten zusammen mit allen Völkern dieser Welt daran, Azeroth zu retten, EUCH zu retten!“
Während der Anachoret regelrecht in einem Feuer aus Leidenschaft aufzugehen schien und der Menge, die sich zunehmend sammelte und seinen Worten, ja gar seinen Tränen lauschte, die ungehindert über seine zeitlose Haut benetzten, fuhr er ungehindert fort.
„Eure Brüder und Schwestern, Tanten, Onkel, Cousins, Eltern, Kinder, Freunde, .. Jeder von uns wird jemanden haben, der in diesem Moment für euch dort oben sein wird, und den zahllosen Schrecken mutig ins Angesicht blickt, gegen einen Feind dem keine andere Welt so trotzen konnte wie diese! Die Brennende Legion fürchtet uns.. Ja, sie fürchtet unsere Liebsten, welche mit der Kraft der Gebete die ihr ihnen widmet kämpfen und bestehen! Das letzte was sie wollen würden ist, dass ihr nun im Chaos des Unwissens beginnt, ohne einen Feind euch selbst dahin zu raffen. Wofür sollen sie kämpfen, wenn wir nicht zusammenstehen und ihnen von hier aus einen Ort geben, an dem sie eine warme, geborgene Heimat wissen für die sie kämpfen und zu der sie nach diesem schrecklichen Krieg zurück kehren können? Für nichts anderes kämpfen auch wir! In einem Wald, in dem ihr alle Tag um Tag den Gefahren trotzt, um eine Heimat zu bewahren die ohne euch keine mehr wäre. Die ohne die Dämmerwacht keine mehr wäre! Auch ich sehe mich als Teil all dieser Menschen, wie es Lady van Darrow oder jedes einzelne Mitglied dieser Wacht ist, um diese große Familie zu der jeder einzelne von euch gehört zu schützen. So schließen wir uns alle zusammen! Helfen wir einander, stützen wir uns und sorgen umeinander, anstatt im Chaos zu versinken. Darum.. Bitte ich euch, Bewohner des Dämmerwalds: Tragt Hoffnung in euren Herzen und lasst diese Flamme niemals erlöschen! Seid stark.. Für alle, die ihr liebt!“
Tief verbeugte sich die uralte Gestalt vor der noch immer erstarrten Menge, sein Gesicht von einem zarten Film aus Schweiß und Tränen geradezu zersetzt, der Kopf in einem dunklen blau durch die Anstrengung gefärbt und ein erschöpftes Keuchen, das ihn Halt an der doch so viel zierlicheren Schulter der kleineren Gestalt suchen ließ. Als wäre er nun das voran gehende Beispiel, sich an seinem nächsten zu stützen und Halt zu erfahren, obgleich er doch weitaus ehrfurchtgebietender, und mächtiger erscheinen musste als die Magierin, die ihre Hand gen der so viel größeren hob und sie drückte. Er teilte jenen Moment der Schwäche mit ihr, mit jenen, die empor sahen.
In der Ferne erklang der Singsang der Priesterin in der Burg. Sie sprach von der Gnade des Lichts, von Wärme und Geborgenheit inmitten des Bösen. Und dies, dies mussten sie gerade sein. Das hatten sie einst geschworen. Ruhe und Geborgenheit ummantelte ihren Geist. Zweifelsohne die Präsenz des Draenei, die nur langsam im Rückzug seiner Hand wieder abschwächte, ihr neue Kraft gab. Wenn dies das Ende der Welt war, dann starben sie erhobenen Hauptes.
Mit diesem Gedanken verließ Xilia geschäftiger, hallender Schritte die Wehr um im Inneren der Burg ihre Berater zusammen zu rufen, sie nach Dalaran zu senden um mehr über dies gewaltige Bild am Himmel heraus zu finden. Es galt keine Wunden zu versorgen, kein Lazarett zu errichten, wie es vor einem Jahr gewesen war. Es galt, gegen die Verzweiflung selbst zu kämpfen. Allem voran gegen ihre eigene.
Thelran saß zusammengekauert im Schatten eines großen Felsen in den Abgrund vor ihm starrend. Seine Spektralsicht verriet ihm, dass die beiden Sukkubi auf ihren Positionen waren, lauernd, durch ihre Magie getarnt und auf sein Zeichen wartend.
Gleich muss es so weit sein. Der Kirin Trottel und sein Legions"richter" Freund, die heute hier Patroullie laufen, werden jeden Augenblick hier entlang kommen. Wenn sie denn so etwas wie Pünktlichkeit kennen.
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, sah er sie schon um die Ecke kommen. Der Griff um seine Gleven verfestigte sich und Thelran leckte sich über die Lippen.
Während die "Helden" dieser Welt das Grabmal des Sargeras zu ihrem eigenen machen, werden ihre Verbündeten einer nach dem anderen fallen. Und ich werde mich an ihren Seelen laben.
Seine beiden Opfer hatten die Position der ersten Sukkubus passiert. Er spannte sich an und gab den Dämonen das Zeichen zum Angriff. Die erste Sukkubus ließ die Illusion fallen, die sie unsichtbar machte: "Was haben wir denn hier? Solch ein schöner Troll. Wollen wir ein wenig spielen?", gurrte sie den Kämpfer an. "Und erst der Mensch der Mensch." Die zweite Sukkubus stand hinter ihnen, ihre Peitsche in der Hand haltend. Die beiden Sterblichen standen nun Rücken an Rücken, bereit ihren Angreifern entgegnzutreten. Sobald sie auseinander liefen, würde er sich auf den Zauberer stürzen.
Dann geschah es. Eine Explosion von Teufelsmagie am Himmel. Instenktiv schloss Thelran die Augenlider über die leeren Augenhöhlen, obwohl er wusste, dass es sinnlos war. Seine neue Sich würde ihm auch so die Energie zeigen, die da entfesselt wurde. Für einen Moment war er wie geblendet. Dann sah er, dass sich am Himmel ein rießiger Riss im Raum auftat und dahinter ein grüner Plante, aus dem Stücke herrausbrachen. Er hatte das schon einmal gesehen, als er zum Dämonen"jäger" wurde.
Argus! Der Endgültige Sieg der Legion rückt näher! Diese Welt wird in den Flammen der Legion brennen! Sofort schoss ihm Darnassus durch den Kopf, die Elfen die dort lebten. Sie werden eine Köstlichkeit sein, die Druiden. Der Weltenbaum wird brennen! Dann fielen ihm seine Opfer wieder ein. Wie gebannt starrten sie in den Himmel, die Sukkubi ebenfalls. Doch das war jetzt egal. Sollten sie doch kämpfen. Ich muss mit Akkirah reden. Mit diesen Worten sprang er den Felsen hoch, einen Ort suchend an dem er seinen Geist so weit ausstrecken konnte um sie zu erreichen.

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