[KdV&Co.][Verlassenen-Rp-PvP] Lordaerons Vierzehntes

Rollenspiel
Lehne nicht die Hilfe des Söldners ab. Denke daran, dass jede dieser Kreaturen so viel wert ist wie drei Männer: ein Mann mehr auf deiner Seite, ein Mann weniger auf der Seite deines Feindes, und ein weiterer Arbeiter in deinen Waffenfabriken.

+++ Kommandierender General Constantine Beaumont, 231. Vicomte des Generalstabs von Argentium IV +++
Beatriz hatte ihre Stiefel von Matsch und den Überresten eines unglücklichen Worgen befreit, der ihr nahe der Mauer über den Weg gelaufen war und wandte sich gerade ihrer Waffe zu, als Kommissar Nivelig die Tür zum Aufenthaltsraum aufstiess und zusammen mit einem Schwall kalter Meeresluft und einigen Blättern die Baracke betrat.
Die strenge Sin'dorei, die einzige Lebende der Truppe, salutierte knapp und pinnte dann wortlos den im Wind raschelnden Dienstplan der nächsten Woche an das schwarze Brett der Garde.
Beatriz stellte fest, dass sie ihr Schwert mit beiden Händen umklammert an die Brust gedrückt hielt, wie ein Kind ein geliebtes Stofftier. Hastig legte sie es zur Seite und salutierte mit gekreuzten Armen, was ihr einen kurzen Seitenblick ihrer Vorgesetzten und ein noch kürzeres Nicken eintrug.
Ihr habt diese Woche die Nachtwache, Kalteneich, teilte der Kommissar ihr mit.
Beatriz nickte stumm, was bei der Elfe zu einer Furche zwischen den Brauen, einem kurzen Anspannen der Kiefermuskulatur und einem eisigen Blick in Beatriz' Richtung führte.
Die Verlassene besann sich schnell eines Besseren, sie räusperte sich nervös "Verstanden, Kommissar Nivelig".
Mit einem zackigen "Für Lordaeron!" verschwand der Kommissar wieder nach Draussen.
Der Dienstplan raschelte im Luftzug der sich schliessenden Tür ein letztes mal auf.


OOC: Für BfA mit all seinen schönen Neuerungen was das World-PvP angeht, suchen wir Rekruten um unsere Ränge zu verstärken und unser Fokus wird sich wieder deutlicher auf den (Open-World) PvP-aspekt des Spiels richten.
Welchen Mut kann derjenige besitzen, der vor einem Wechsel des Glücks zittert? Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des eigenen Unlebens erhaben zu sein.

Der Kommandant kehrt zurück und der Krieg ruft. Donnerstag ziehen wir gen Westen!
Nun, diesen Donnerstag ist dann aber wirklich soweit: Wir marschieren zur Dunkelküste!
Glut zu Asche. Die dunkle Fürstin wollte es so und ließ dies elendigen Baum endlich abfackeln. Genugtuung. Genugtuung wäre es gewesen, wenn dieses Baumvolk nicht ganze zwei Züge des Infanteriebataillons mit ihren nicht endenden Hinterhalten ausgelöscht. Kein brennender Ast wird mir meine Männer zurückbringen.

Aber der Genuss des Sieges war nur von kurzer Dauer. Die zermürbten Gardisten mussten ein weiteres Mal an die Front. Dieses Mal in ihrer Heimat. Lordaeron durfte nicht fallen, doch die Garde kam zu spät. Sie fanden nur ein Seuchenmeer in Tirisfal. Verbrannte Erde. So wie es die Menschen schon damals hinterließen. Verachtung. Verachtung für ihr eigenes Volk, all die Jahre und sie lernten es nicht. Sie wollen uns keine Heimat lassen. Doch eins war seit jeher auch klar: Wer den Verlassenen ihre Heimat rauben will, wird sterben.

Ein Schicksal, das sie alle ereilen wird. Nun aber früher als spät!


https://youtu.be/yD0bV87c6-8
Neuer Spähbericht von der Front:

https://lordaerons14.blogspot.com/2018/08/aufklarung-des-kustenabschnitts.html
Erkundung: Drustvar

Na das war mal ein Ausflug, ich meine, ich hatte gehört, dass das 14. viel und lange marschiert, aber selten war ich so froh gewesen, nicht mehr ganz unter den Lebenden zu weilen.

Der Kommandant hatte einen kleinen Stosstrupp, bestehend aus der Gefreiten Grau, der Stabsgefreiten Nemeyer, ihm selbst und mir, zusammen gestellt um Drustvar zu erkunden.

Es war trotz der Strecke eine vergnügliche Unternehmung gewesen. Nach dem Verlust der Heimat, der sicher nur temporär sein wird, dafür wird die Dunkle Fürstin schon sorgen, und dem Aufenthalt in der grünen Hölle bei den seltsamen Trollen, waren die düsteren Wälder von Drustvar eine willkommene Abwechslung.

Wir landeten in einem „Hafen“ der eigentlich nur aus dem Wrack eines wenig glücklichen Nachtelfenschiffes und einer etwas höher gelegenen Höhle bestand und mit allerlei abgewrackten Gestalten bevölkert war. Man kam sich beinahe zu fein angezogen vor in der leuchtend blauen Uniform mit den glänzenden Rangabzeichen, den polierten Beschlägen und Schnallen.

Nach einem zackigen Marsch durch die nach altem Laub und modrigen Pilzen duftenden Wälder, lichtete sich das Unterholz und gab den Blick auf majestätische, schneegekrönte Berge und karge Vegetation frei. Wir stiessen auf einen kleinen Trupp Allianzler, welche offenbar Jagd auf vollkommen überdimensionierte Bergfalken machten. Es gibt immer einen noch gefährlicheren Jäger, das war (wie meistens) die letzte Lektion die ein Lebewesen lernte, so auch für die Allianzler. Ihre Leichen überliessen wir nach einem kurzen, brutal geführten Kampf, den Elementen und den Wildtieren.

Das ganze Gebiet ist übersäht mit Siedlungen der Kul Tiraner und natürlich kriecht das Allianzgezücht schon überall herum und leckt den Einheimischen die Stiefel. Widerlich.
Wir haben keine Gnade gezeigt und sie dezimiert, wo immer wir sie angetroffen haben. Trotz unserer Kammerjägertätlichkeiten kamen wir zügig voran. Wir durchquerten einen schwer bewachten Engpass in den Bergen, überquerten mit Hilfe der Gleiter die Meerenge und arbeiteten uns langsam zu den Gipfel der nächsten Bergkette vor, welche Drustvar vom Sturmsangtal trennt.

Oben angekommen, ordnete der Kommandant, nach dem vorhergegangenen Flug offenbar zuversichtlich geworden, einen weiteren Gleitersprung an, der uns zu einer unserer Basen im Sturmsangtal tragen sollte.

Auch dieser Flug gelang, was den Kommandanten schon beinahe euphorisch werden liess, er sprach ein Lob aus.

Die Unternehmung war ein voller Erfolg.
(( Ambient-Musik: https://www.youtube.com/watch?v=QT-R0QnNoUc ))

Einst wehten die frischgetünchten, stolzen Banner der Königsblauen in den ehrwürdigen Ruinen von Lordaeron. Zu einer Zeit, in der die Verlassenen ihren Platz noch kannten, zu einer Zeit, in der Struktur, Geduld und Disziplin für Ordnung in Volkesmitten sorgte. Eine Vielzahl von Triumphen hatte das Vierzehnte, treue Recken im Dienste ihrer hohen Fürstin, für Lordaeron eingefahren, Feinden die scharfkantigen Klingen der Äxte und Schwerter ins Gesicht gezimmert..protegiert, taktiert, Befehle ausgeführt.
Äußerer Gefahren wurden sie Herr, erschlugen Gilneer, Zwerge, Kal‘dorei, die Zahl der Toten wuchs und wuchs, wenn auch sie selbst bisweilen herbe Verluste einzustecken hatten. Leichen... die Leichen sind das versiegende Blut der schwelenden Wunden, welche der Krieg hierzulande hinterlässt. Wälder werden niedergebrannt, Erze aus den tiefsten Adern Azeroths gesaugt, bis nichts mehr über bleibt. Nichts...außer dem Tod. Das Ende von allem und nur durch uns, ein neuer Anfang.
Aber ich schweife ab.

Ich erinnere ich mich an jenen Tag, da dicke Tropfen aus dem Wolkengeflecht des Tirisfaler Himmels auf die ehernen Mauern unserer geliebten Unterstadt fielen. Wo schwerer Nebel die Szenerie rahmte, als untermalte das Wetter selbst die Tragik des Momentes, an dem die Garde Recht sprach und das Schwert der Justiz Köpfe von Leibern trennte. Ein Tag, an dem sich Orcs wie Trolle, Tauren, Sin’dorei wie Verlassene auf dem Vorhof der Unterstadt versammelten, um Genugtuung zu erfahren für die Verbrechen, mit denen eine Gruppe widerspenstiger Verlassener die eigenen Reihen innerhalb der Horde terrorisiert hatten. Für Lordaeron! Für Sylvanas!

Terror und Freiheitskampf, zwei Worte, die so nah beieinander liegen, und doch so unterschiedliche Weltanschauungen mit sich bringen. Wann wird der subversive Kampf für Veränderungen eigentlich zum Terror (erklärt)?
Wann wird ein Dissident zum Verräter, wo sind die Grenzen, und gibt es das Wohl des Großen und Ganzen überhaupt?
Es sind immer wieder die gleichen Fragen, auf die Historiker wie ich stoßen, und immer wieder bleibt mir im Grunde nur eine Erkenntnis, obgleich es ein Paradoxon darstellt, welches mir bisweilen seltsamst humorig erscheint: Verlässlich ist der Wandel allein. Er sieht den Aufstieg und den Fall von Königreichen, die Gezeiten von Krieg und Frieden. Wir müssen mit dem Wandel gehen, wenn wir überleben wollen.

Es hat sich Vieles geändert. Ich sehe aus einem Verschlag verbrannter Bretter auf ein Tirisfal, dass von Seuche und Feuer verzehrt ist.
Totenstille in einer Form, die selbst für mich als Verlassenen ein ganz neues Ausmaß erfährt. Die neue Heimat, die sich das vom Schicksal gezeichnete Unsereins über Jahrzehnte mühsam erschuf, verloren. Lordaeron verloren.
Königsblaue, wo seid ihr nur?

Eine Stimme regt sich in mir, welche ich als Wissenschaftler bisweilen zu unterdrücken suche. Der ganz subjektive Wunsch, dass diesem Kurs, den der Wandel gerade schlägt, durch eine weitere Weichenstellung des Schicksals Einhalt geboten wird.
Neue Ideen braucht das Land....

- aus den privaten Aufzeichnungen T. Stillwassers

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