[A-RP-Gilde] Die Erwählten

Die Aldor
1 2 3 5 Weiter
Nunmehr zwei Jahre nach unserem Konzept "Blutgeweiht",
(Link: https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/15161304511 ) und einer längeren WoW-Pause, freuen wir uns ein neues Rollenspielkonzept im selben düsteren Genre wie damals vorstellen zu dürfen: Die Erwählten!
Damals wie heute steht unser Team aus erfahrenen Rollenspielern mit seinen Grundsätzen für RP-Qualität sowohl im IC als auch im OOC. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die beiden Gildenvorstellungen hier und da ähneln.


In diesem Sinne, seid gegrüßt müder Wanderer,
im Zuge des Beitrags hier im Forum möchten wir unsere Rollenspielgilde
"Die Erwählten" bewerben.

Kurzübersicht:
Fraktion: Allianz
Gesinnung: Neutral Böse, gleichermaßen Feinde Sturmwinds wie bspw. Gesetzlose
Völker: Alle Allianzvölker, Leerenelfen nur bedingt
Klassen: OOC alle Klassen, IC-Todesritter und Dämonenjäger nur bedingt
Ansprechpartner: Carolle/Norma, Tazarr, Wastley
Tags: Kult, Überleben, Konflikt, Kampf, Zwangslage
Besteht seit: 01.01.2018
Homepage & Forum: http://wowgilden.net/die_erwaehlten
Unser Gilden-Discord: https://discord.gg/GfNxkGp
(Ihr seid herzlich eingeladen)
Mitgliedersuche: Aktiv
IC-Teil - Zum Schmökern und Einstimmen:

Der letzte Tagebucheintrag eines müden Wanderers:

„Ich habe schon viel von der Welt gesehen, die guten Seiten wie auch ein paar Schlechte. Ich bin viel herumgekommen, doch solch‘ ein Ort ist mir noch nie begegnet, derart Ländereien habe ich noch nie zu Gesicht bekommen.

Es ist, als wäre die Luft selbst erfüllt von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit und mit jedem Atemzug den ich von ihr in mich aufsauge, erfüllt mich diese Melancholie mehr und mehr und erobert mein Herz. Mein Lächeln ist mir ebenso aus dem Gesicht entschwunden, wie das fröhliche Pfeifen meiner Lippen, das mich immer so heiter auf meiner Wanderschaft begleitet hat.

Ausgemergelte Bäume, verlassene Dörfer, zurückgelassene Hütten und dunkle Städte, selbst das Gras wirkt dieser Orts weniger grün als anderswo.
Düsternis und Tristess hat diese Landstriche befallen, wie eine Krankheit die langsam und qualvoll Leben und Vitalität jedem entzieht, der sich mit ihr ansteckt.

So sind auch die Bewohner des Tals, in Stadt und Land. Wie Kranke wandeln sie umher. Arbeiten, Schlafen, Essen, Sprechen, Leben, sogar die Kinder spielen in den Straßen, aber all' dies geschieht wie durch einen grauen Schleier der Hoffnungslosigkeit hindurch, der scheinbar alle Träume, Ziele und Wünsche hinfortgewaschen hat, wie über einen unüberwindbaren Graben hinweg, in dem alles Glück und Zuversicht verschütt' gegangen ist.

Einen frohen Wandersmann haben sie schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Wer wäre nun überrascht, dass mich niemand freudig begrüßte und mit mir sein Brot teilen wollte. Als Wandersmann besitze ich nur was ich am Leibe trage und war immer guter Dinge, von den Menschen zu denen ich komme, freundlich begrüßt zu werden.

Doch hungrig verließ ich die Tore der Stadt, hatte ich doch weder Silber, noch etwas, was ich für einen Kant Brot eintauschen konnte. „Auf dem Lande sind die Leute sicher liebenswürdiger“, dachte ich bei mir.

Und tatsächlich fand ich in einem abgelegenen Dorf eine kleine Gemeinschaft, die mich herzlich zu Tisch bat. Sie lebten gewiss nicht im Überfluss, und mir wurden auch schon üppigere Mähler aufgetischt, doch stillte ich meinen Hunger mit ihrem Brot und ihrem Käse. Meinen Durst vermochten jene Leute, die sich alsbald als „die Erwählten“ preisgaben jedoch nicht zu löschen.

Diese Menschen, in ihrer Mitte jene verhängnisvolle Gastgeberin, haben mich heimtückisch zu sich gelockt und mich auf einen Pfad gestoßen, auf dem man nicht umkehren kann.

Als ihr verfluchtes Wasser meine Lippen benetzte und der erste Schluck meine trockene Kehle befeuchtete, trat ich unwissend in ihren Bann.
Es ist das Wasser! Es brennt auf der Zunge wie Feuer und wie flüssige Lava ergießt es sich meinen Schlund hinab! Ich spüre es, bis hinunter in meinen Magen, meine Eingeweide und bis in jede Zehe hinein. Es erklimmt meinen Körper bis in jede Haarspitze und bis hin zu jedem Finger. Mir ist heiß und das brennende Gefühl zu verglühen quält meinen Körper. Ich möchte mich erbrechen, doch speie ich weder Gift noch Galle, nur ein Schmerzensschrei entweicht meinen schmelzenden Lungen. Mein Herz rast und ich spüre meinen Puls pochend, um Erlösung bettelnd, in meinem ganzen Körper. Krämpfe durchzucken jeden meiner Muskeln bis ich endlich zur Ruhe komme.

Als mich der Schmerz verlässt und nur eine dumpfe Taubheit zurück bleibt, für die ich über alle Maßen dankbar bin, richtet sich mein verschwommener Blick auf meine linke Hand. Sie leuchtet! Meine Hand leuchtet!

Nachdem ich mich nach Sekunden, die sich hartnäckig wie Stunden hielten, zur Besinnung komme sehe ich es: Es ist nicht meine Hand die leuchtet. Es ist ein Mal. Ein magisches Siegel das sich auf meiner linken Handfläche abzeichnet. Ein Kreis mit geschwungenen Linien darin.
Mit gleichermaßen Grauen wie Faszination betrachte ich das Geschehen, hat mich jener Schwächeanfall doch schon lange zu Boden gehen lassen, so kommt es mir jedenfalls vor, da verblasst und verschwindet das Leuchten, samt der magischen Kreise und Linien und hinterlässt meine linke Handfläche wie ich sie gut vierzig Jahre kenne.

Ich bin nun kein Wandersmann mehr, so erklärt man mir, ich bin ein Erwählter.
„Und wenn ich nicht will?“, frage ich entsetzt.
„Dann wird das Leid mit einem Schrei erneut die Melancholie aus deinen Lungen vertreiben…“
Konzept - Was euch erwartet:

Das Konzept der Gilde ist bewusst unkonventionell gewählt und füllt vielleicht auch nur eine Niesche für Fans des düsteren Genres aus, doch bietet es einen seltenen und potenziellen Ansatz für eine Vielzahl von Charakteren.

Der lesenswerte IC-Teil gibt bereits einen eindrucksvollen Vorgeschmack, was den geneigten Leser erwarten mag.
Im Grunde geht es darum, dass euer Charakter langfristig mit einer Situation konfrontiert wird, die ihm in den aller meisten Fällen nicht gefallen wird. Wahlweise durch Hinterlist und Tücke, oder ganz plump durch brachiale Gewalt zwingt man ihm ein Druckmittel auf, der ihn in eine nachhaltige Spannungssituation bringt.

Konkreter ist "ein Erwählter" ein Charakter, der durch nicht minder viel Pech und idR. den Umstand, zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein, dank klassischem Hexenmeister-Handwerk aus einer Vielzahl von möglichen Opfern herausgepickt, und mit einem magischen Band an eine Gruppe gebunden wird, die das gleiche Schicksal erleidet.

Jener schwarzmagische Pakt ist in der Lage, Leid und Qual zu erzeugen, nicht jedoch über den freien Willen eures Charakters zu herrschen oder zu entscheiden, welcher eurem Charakter zu jeder Zeit auch uneingeschränkt und unangetastet bleibt.

Wer entscheidet?
Entgegen der nun vielleicht aufkommenden Vermutung, gibt es keinen Meister der sich in seiner Macht sonnt und nach und nach dem Größenwahn verfällt, sondern alle Erwählten sitzen im gleichen Boot.
Nunja fast. Der tatsächliche "Meister" wird von uns nicht ausgespielt sondern als NSC in Form einer gestaltlosen Präsenz, einer Entität wenn man so will, dargestellt.
Die gute Carol Sinclair, ein altes Mütterchen und von Hause aus Hexe, war die Erste, die auf der Suche nach der Erfüllung ihrer eigenen Ziele mit jener Kreatur in Kontakt kam.
Von falschen Versprechungen geködert, wurde aber auch sie in eine Falle gelockt, was sie zu dem zweischneidigen Schicksal bringt, als Stellvertreterin des gestaltlosen Wesens dessen Willen unter den Erwählten durchsetzen zu müssen. Hierzu kann sie den angesprochenen Pakt nutzen um die Unwilligen und Widerborstigen unter ihnen zu zähmen. Gelingt ihr das nicht, so droht auch der vermeintlichen "Meisterin" der Zorn jener übergeordneten Präsenz.

Jenes Wesen ist es auch, das scheinbar ganz willkürlich, nach eigenem Gutdünken unbescholtene Leute auswählt, und sie mit dem "Mal der Erwählten" zeichnet, welches unsichtbar auf ihnen liegt, bis sie von den Erwählten erzwungenermaßen Besuch bekommen und das verfluchte Wasser trinken müssen, dass den Pakt besiegelt.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, zum Aufseher aufzusteigen, was wiederrrum neue Möglichkeiten entbietet, aber das würde hier nun zu weit führen.

Wer oder was sich hinter jener düsteren Präsenz verbrigt, verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht. Es sei nur gesagt, dass wir uns trotz der Konditionen und Eigenheiten die wir für unser Konzept brauchen, kompromisslos im Rahmen der Warcraft-Lore bewegen.
Unser tägliches RP:
Diese ungefähre Ausgangslage vorrausgesetzt, gilt es sich zu orientieren. Es bieten sich nun viele Möglichkeiten an, um zu handeln und in Beziehung mit anderen zu treten:
  • Wie wird sich Euer Charakter verhalten?
  • Welche Seite wird er wählen?
  • Wie verhält er sich gegenüber der Herrin?
  • Sieht er das Ganze als Chance auf Einfluss und Macht?
  • Oder fühlt er sich seiner Freiheit beraubt und reagiert wahlweise mit Zorn oder Trauer?
  • Wie verhält er sich gegenüber den Aufsehern und höher gestellten Erwählten?
  • Wie wird er in jener feindlichen Umgebung sein Überleben sichern?
  • Sucht er sich Freunde, oder macht er sich Feinde?
  • Welche Pläne strebt euer Charaker an? Freiheit für alle?
    Rebellionspläne? Aber wem kann man trauen?
  • Oder loyal jenen gegenüber, die Macht versprechen?
  • etc...

Ein bunter Fragenkatalog, der Inspiration oder handlungsleitend für das Verhalten eures Charakters sein könnte. Natürlich sind auch eure Ideen gefragt.

Die spezielle Art des Konzepts aus dem offensichtlich "bösen" Genre des Rollenspiels bietet den Vorteil ein breites Spektrum an Charakterkonzepten aufnehmen zu können ohne an Authentizität und Glaubwürdigkeit zu verlieren, da auf Grund der meist unfreiwilligen "Rekrutierung" der Erwählten die themenspezifische Filterfunktion wegfällt.

Es ist daher zu aller erst einmal eine OOC-Entscheidung des Spielers, ob das Genre, welches hier beschrieben und bespielt wird, dem Spieler perspektivisch zusagen könnte.
Leider gestaltet sich ein ProbeRP auf Grund der vorherrschenden Bedingungen recht schwierig. Daher heißt die Devise: Abwägen und im Zweifelsfall ausprobieren. Es zu versuchen und hinterher zu dem Entschluss zu kommen, dass es doch nicht so gut passt wie Anfangs gedacht, ist kein Beinbruch.


Unser RP-Alltag gestaltet sich einerseits aus den regelmäßig stattfindenden Plots die sich um die Erwählten drehen und deren Wirkung auf ihr zunehmend problematisches Umfeld, und andererseits aus dem freien RP, in dem sich jeder Charakter selbst in der Gruppe organisiert und Kontakte knüpfen kann. Durch die natürlich häufig angespannte IC-Situation gibt es auch hier viele Interventionsmöglichkeiten:
  • Konflikte, bis hin zu Kämpfen, einerseits miteinander gegen das bewusst rau geschaffene Umfeld, andererseits ggf. auch gegeneinander bei Streitigkeiten etc.
  • Intrigen, Pläne, Absprachen, Bündnisse und Einflussnahme bis hin zur gezielten Manipulation.
  • Reise- und Lagerfeuer-RP. (obwohl wir an unserem Hauptstandort auch Häuser beziehen)
  • Magische Rituale und Zauber aller Art, ein betonter Kultaspekt.
  • Und natürlich das klassische Überleben. Auch ein Erwählter bekommt am Ende des Tages Magenknurren und muss sehen wie er seinen Durst stillt und seinen Hunger sättigt
  • usw...

Hinzu kommt, dass wir unseren Rollenspielstandort bewusst unfreundlich, gar lebensfeindlich und unwirklich charakterisiert haben, wodurch die Überlebens-Facette für unser Konzept nochmal betont und hervorgehoben wird durch die Fragen: "Woher bekommen wir unsere Vorräte, Kleidung, Nahrung, Materialien wie bspw. Feuerholz etc.?"
Unser Versprechen - Worauf ihr euch verlassen könnt:

Das Konzept zielt nicht darauf ab, irgendeinen Geltungsdrang oder diverse OOC-Vorsätze ins RP zu übertragen, sondern ganz im Gegenteil: Es geht uns um das authentisch ausgespielte RP in einem spannenden und konfliktreichen Konzept mit Seltenheitsqualität.

So ihr bereit seid mitzuwirken und euch einzubringen, garantieren wir einen interessanten Spielfluss der mehr als genug Möglichkeiten erzeugt, sei es aus den Plots oder generiert durch das offene RP, die eigenen Ansprüche an Rollenspiel sowie die Konzeptionierung eurer einzelnen Charaktere einzubringen und zu entfalten.

Zudem müsst ihr auf keinen Fall irgendwelche dauerhaften oder maßgebliche Veränderung bzw. Konsequenzen an eurem Charakter ohne eure Zustimmung erdulden. (Wie bspw. Chartod, Verstümmelungen, etc.)
IC werden die Charaktere natürlich nicht gefragt, jedoch werden wir OOC eure Wünsche immer berücksichtigen.

Die Unterwerfung als Erwählter dient nur dazu ein Druckmittel gegenüber eurem Charakter aufzubauen um einen angemessenen Spannungsbogen zu erzeugen, welcher maßgeblich und notwendig für die Motivation und Dynamik in diesem Konzeptgenre ist, nicht jedoch die Persönlichkeit des Charakters einzuschränken oder zu verändern.
Wie euer Charakter daher auf- und in diese/r Situation reagiert und von nun an fühlt, denkt, handelt, etc. ist natürlich auch weiterhin ganz euch überlassen.

Es sei euch daher versichert, dass wir weder OOC vorhaben, noch dass es uns IC möglich ist, eurem Charakter den freien Willen zu nehmen.
Es wird also kein Charakter als willenloser, gehirnloser Zombie enden.

Sollte sich während des Rollenspiels dennoch Missfallen an der Situation oder dem Konzept einstellen und der Austritt erwägt werden, behalten wir uns selbstverständlich vor, wenn das gewünscht sein sollte, euren Charakter ohne längerfristige Konsequenzen in einem Plot aus dem Geschehen herauszuspielen und uns so, wohl oder übel, im Guten von einem Spieler zu trennen.
Erwartungen - Angebot und Nachfrage:

Was wir suchen:
IC wird vorab jede Person von der gestaltlosen Entität "erwählt" was dazu führt, dass die Herrin gezwungen ist, jener Person nachzujagen oder ihr eine Falle zu stellen um ihr habhaft zu werden.
Hierdurch, und auch durch den Umstand, dass die Erwählten mit ihrem Zustand nicht hausieren gehen, ist ein fremdgesteuerter IC-Beitritt, initiirt durch euren Charakter, kaum möglich. Im Gegenschluss führt das dazu, dass willkürlich ausgesucht werden kann, was für Charaktere sich unserer Gruppe anschließen. Es gibt sogesehen nur wenige Ausnahmen.
Eine Ausnahme wären bspw. IC-Todesritter und IC-Dämonenjäger, da der magische Pakt zu sehr mit ihrer untoten- bzw- dämonischen Essenz korrelieren würde. Hier sind wir eher vorsichtig und werden uns die Mögleichkeiten dabei im Einzelfall ansehen.

OOC suchen wir interessierte, motivierte, kompetente und aktive Rollenspieler, da wir eine reine RP-Gilde sind und keine Raids oder PvP organisieren. Das bedeutet nicht, dass ihr bei uns auf PvE und PvP verzichten müsst. Das soll nur bedeuten, dass wir als Gilde kein PvP und PvE wie Raids oder RBG organisieren.
Zudem würden wir uns eine angemessene Aktivität wünschen. Damit ist nicht gemeint, dass Ihr jeden Tag anwesend sein müsst, es wäre nur wünschenswert, wenn weder dem Charakter noch dem Spieler der rote Faden der Geschehnisse gänzlich abhanden käme.

Zudem wünschen wir uns ein lorekonformes Rollenspiel, welches nicht über die klaren Grenzen der Lore und ihre durchaus bestehenden Grauzonen hinausgeht sowie Charakterkonzepte, die ein gewisses Maß an Solidität und Bodenständigkeit aufweisen.

Was wir nicht suchen:
  • Karteileichen, die nach ihrem Einstieg nicht mehr wieder kommen.
  • San'layn, Geißelfürsten, Dämonen die sich in unbescholtenen Jungfrauen verstecken, etc. Die Liste der absurden Charkonzepte ist endlos lang und mündet von ihrem "Edge-Level" über den Zustand der speziellen Schneeflocke in diverse Free-Fantasy-Konzepte.
  • Spieler an denen die Lore gänzlich vorbeigegangen ist.
  • OOCler, die sich während RP stattfindet, permanent im PvE/PvP befinden.
  • Casual-RPler, die nur einmal in drei Wochen den Weg ins RP finden.
  • Charaktere mit einem Powerlevel von 12/10, die Städte oder wahlweise auch ganze Länderreien vernichten könnten, wenn sie nur wöllten.
Kontakt - IC und OOC:

Der IC Kontakt:
Von einem plumpen Zufall, mit dem Euer Charakter ins Visier der Erwählten gerät, über kindliche Neugier oder jugendlichen Leichtsinn, bis hin zum Stellen einer gerissenen Falle, wahlweise für oder vielleicht sogar von eurem Charater, ist vieles als Kontakt- und Einstiegsszenario möglich und völlig unproblematisch, um euren Charakter in diese missliche Lage zu bringen.

Theoretisch könntet ihr beliebig einen Charakter ungeachtet seiner Gesinnung auswählen, da seine "Rekrutierung" idR. gegen seinen IC-Willen geschieht. Also die Frage, ob sich euer Charakter diese "Behandlung" gefallen lassen würde, stellt sich gar nicht, da die Grenzen des Möglichen durchaus abgesteckt sind.

Das Einzige, das ihr bei der Auswahl des Charakters vielleicht beachten solltet wäre wohl, dass jener nicht so psychisch labil gestaltet ist, dass er sich nach einem Schicksalsschlag direkt das Leben nimmt oder alle Motivation für Handlungen und Reaktionen einstellt. Das würde das RP mit diesem Charakter ja abrupt enden lassen.

An dieser Stelle möchten wir noch anbringen, solltet ihr euch mit dem Gedanken, dass im Leben eines geliebten Charakters mal nicht alles nach Plan läuft und sich das Leben nicht wie ein rosaroter Traum gestaltet, schwer tun, solltet ihr euch den Einstieg bei uns zwei Mal überlegen, da wir bei uns eine (für das WoW-Universum) realistische Situation erzeugen wollen, in der bspw. durch eine unerwartete Wendung oder eine falsche Einschätzung der Situation, ein IC-Verlauf eintreten kann, der eurem Charakter ganz und gar nicht recht sein könnte.

Das soll nicht heißen, dass wir Chartode oder Verstümmelungen praktizieren oder bewusst herbeiführen. Jedoch gibt es IC eben Konsequenzen und Folgen, die im Laufe des RPs entstehen können, mit denen euer Charakter konfrontiert wird und die ihm wohl oder übel missfallen könnten.

Der OOC Kontakt:
In allen Fällen bitten wir vor einem gemeinsamen RP um einen kurzen OOC-Kontakt, vorzugsweise im Whisper oder gern auch wahlweise hier im Zuge dieser Vorstellung, in unserem Gildenforum oder per In-Game-Brief. Hierzu könnt Ihr am besten folgende Leute kontaktieren:
  • Carolle/Norma (Gildenleiter)
  • Tazarr (Stellvertreter)
  • Wastley (Offizier)

Anschließend können wir gemeinsam alles Weitere planen, eventuelle Fragen klären und dann ggf. die Ideen für Euren Einstieg besprechen und organisieren.
Nach Wunsch könnt ihr auch unserem Gilden-Discordserver beitreten. Dort findet sich bestimmt jemand für eine spontane Frage-Antwort-Runde.
https://discord.gg/GfNxkGp


Sonstiges - Was noch dazu gehört:

Weitere Informationen sowie unsere FAQ findet ihr im Forum unserer Homepage:
http://wowgilden.net/die_erwaehlten/forum.html
Dort finden sich u.A. auch Antworten auf Fragen wie "Wo spielt ihr denn so?", doch unseren Rollenspielstandort mit seinen Eigenheiten hier noch zu erörtern, würde den Rahmen dieser Vorstellung endgültig sprengen.
Update:

Mit Patch 7.3.5. wurden uns von Blizzard die verbündeten Völker an die Hand gegeben. Für die Allianzseite bedeutet das konkret Dunkeleisenzwerge, lichtgeschmiedete Draenei sowie Leerenelfen.
Auf diese Erneuerung möchte wir bezüglich unseres Projekt hier eingehen und greifen nach häufiger Nachfrage darüber hinaus das Thema IC-Todesritter und IC-Dämonenjäger bei uns nochmal auf.

Während die Dunkeleisenzwerge ja schon lange Teil der IC-Immersion des Rollenspiels gewesen sind und daher auch nach wie vor unbedenklich von unserer Seite aus integrierbar sind, mischen sich die Leerenelfen nun als völlig loreneue Charaktere in das Rollenspielgeschehen ein.
An dieser Stelle wollen wir die von Blizzard zur Verfügung gestellte Lore weder kritisieren noch bewerten sondern nehmen primär erstmal an, was man uns da mitgibt:
Leerenelfen als Blutelfen, die von ihrer Regierung verstoßen wurden, weil sie sich mit den Mächten der Leere eingelassen haben, diese studieren, erforschen und anwenden.

Aus der Logik heraus kann es also nicht allzu viele Leerenelfen geben, was uns dazu führt, dass sich wohl noch weniger in unseren entlegenen Winkel der Welt verschlagen sollte. Daher räumen wir den Leerenelfen zwei Planstellen in unserem Konzept ein.

Ähnlich wollen wir nun auch mit den IC ausgespielten Todesrittern und Dämonenjägern auf Grund von vermehrter Nachfrage verfahren. Auch ihnen wollen wir nun jeweils eine Planstelle in unserem Konzept zur Verfügung stellen.

Für alle Planstellen gilt, dass wir jedoch ein erhöhtes Maß an Aktivität und Authentizität erwarten. Soll heißen, dass wir uns tatsächlich aktive Maincharaktere in diesen Rollen wünschen, die sich kompromisslos an der Lore und einer tadellosen Glaubhaftigkeit orientieren.

Aktuelle Übersicht der Planstellen:
(Stand 23.06.18)

Todesritter: 0/1
Dämonenjäger: 0/1
Leerenelfen: 1/2

An dieser Stelle möchten wir auch auf die Informationen hinweisen, die im Laufe dieses Threads auf Nachfrage aufgekommen sind:
https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/17617573147?page=2#post-28
Platzhalter
Ich habe eine Gänsehaut bekommen als ich die Einleitung gelesen habe. Ich freue mich sehr, dass ihr wieder da seid. Ich war damals sehr traurig als Blutgeweiht ein Ende nahm und habe jeden Kontakt zu den Spielern verloren.
Nun überlege ich fieberhaft ob ich es regeln kann zwei Charaktere zu spielen, da ich keinem Konzept zu wenig bieten möchte.

Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg.
Selbst die Platzhalter jagen einem einen Schauer über den Rücken!

Klingt großartig!

Viel Erfolg!
Wir freuen uns bereits über das positive Feedback.
Natürlich würden wir uns noch mehr über Zuwachs freuen ;).
So eine Entscheidung muss aber gründlich abgewogen werden *Nickt verstehend*.
Ich selbst habe damals das Blutgeweiht-Konzept sehr genossen und hoffe auch dieses Mal, dass wir für viel Spannung, Freude und Unterhaltung unter unseren Mitgliedern sorgen können und diese uns ebenfalls damit bereichern.
Leise trommelte der Regen gegen die Fensterscheibe des Zimmers, in dem sie die Nacht verbringen sollte. Doch an Schlaf war nicht zu denken. Schon gut zwei Stunden, nachdem sich die Frauen unten bei Tisch verabschiedet und sich eine geruhsame Nacht gewünscht hatten, waren inzwischen vergangen. Teresa schlug die Decke zurück und setzte sich an die Bettkante. Für gut fünf Minuten glitt ihr Blick zum Fenster hinaus. Der wolkenverhangene Himmel ließ kaum das Mondlicht durchscheinen, trist und grau war diese Nacht. Wäre nicht der Regen zu hören gewesen, hätte es etwas durchaus gespenstisches an sich gehabt, doch so, war die Melancholie des Ortes in dem sie lebte, beinahe greifbar.
Langsam erhob sie sich, schlang sich dich dünne Decke um die Schultern und verließ mit bemüht leisen Schritten das Zimmer. Auf dem Gang draußen sah sie sie kurz hinüber zu den anderen Zimmertüren die im ersten Stock des Gebäudes lagen und hinter denen sich die unterschiedlichsten Personen befanden. Ein Schauer lief ihr über den Rücken bei dem Gedanken dass sich unter ihnen eine Frau befand, die gar nicht wusste, in was für einer Gefahr sie sich befand. Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Brust, ehe sie die Hand an das Geländer legte, langsam und behutsam die alte Holzstiege hinabtrat, so dass die Bretter verhältnismäßig leise knarzten und ächzten unter ihrem Gewicht. Als sie am unteren Ende der Treppe angelangt war, wandte sie den Kopf herum, hielt die Luft kurz an und spähte nach oben. Hatte sie jemanden geweckt? Anscheinend nicht, denn es blieb auch zwei Minuten später alles ruhig im Haus. Ein klein wenig erleichtert atmete sie durch und wandte sich dann dem Essbereich zu.
Als sie zu dem kleinen Tisch trat entnahm sie diesem das Glas mit der Kerze darin, ehe sie zum Kamin trat, von dort einen noch glühenden Spahn Holz hervorholte, mehrmals auf dessen Spitze bließ, bis das Feuer sich erneut entfachte und sie die Kerze anzünden konnte. Anschließend warf sie das Stückchen Holz zurück in den Kamin und trat zur Haustür. Obwohl sie jene nur einen kleinen Spalt öffnete, drang die nasse Kälte beinahe eisig herein. Rasch schlüpfte sie hinaus, zog die Tür hinter sich wieder ins Schloss und ging die wenigen Stufen hinunter. Das Licht der Kerze flackerte aufgrund des Windes ungesund im Glas. Sie erhob eine Hand, mit genügend Abstand über jenes, so dass sie sich nicht verbrannte. Auf jene Weise konnte sie wenigstens die kleine Flamme vor dem Regen bewahren. Sie erhob das Glas auf Gesichthöhe und trat auf den Hof hinaus.
Der Blick versuchte die dunklen Schemen der Umzäunung zu erspähen, als auch durch die Bindfäden hindurch den Umriss des kleinen Schuppens zu finden, in den sie gehen wollte. Der Boden war durchtränkt, so dass mehrer Pfützen kalten, dreckigen Wassers den Weg dorthin säumten und sie Acht geben musste, nicht auf dem glitschigen Boden auszurutschen, als sie ihren Weg einschlug. Es dauerte nur wenige Augenblicke, doch reichte die Zeit aus, dass ihr Kleid bereits größtenteils vom Regen durchnässt war. Das goldblonde Haar, fiel in dickeren Strähnen, von denen das Wasser tropfte. Sie trat zu einem kleinen Haufen Strohs und atmete durch, dann wurde das Glas mit der Kerze abgestellt, ehe sie sich vor jene kniete, die Hände in ihren Schoß legte und die Augen schloß.
Abermals vergingen einige Herzschläge, ehe leise, beinahe flüsternd ihre Worte die Monotonie des Regens durchbrachen. "Licht, du gnädige, gütige Macht voller Hoffnung, Zufersicht und Liebe, ich brauche dich in der Stunde tiefer Dunkelheit mehr denn je." Teresa öffnete die Augen, blickte zur flackernden Flamme von der dünner Rauch aufstieg und schloß ihre Hände ineinander. [i]"Die Dunkelheit zog über die Stätte, in der meine Schwestern und ich jahrelang treu dienten. Die Mächte des Wahnsinns greifen stärker um sich und trachten allen Lebenden nach dem Tod. Die Mauern der Stadt sind nicht länger ein Zufluchtsort. Sie wandeln sich zu einem Gefängnis. Oh Licht! Wie soll ich die Barmherzigkeit üben, wenn der Weg dorthin verschüttet wird? Wie kann ich Menschen helfen, wenn ich gezwungen bin, Gräueltaten zu verüben?
Die Dunkelheit streckt ihre lechzenden Finger aus. Sie fand eine Frau, die sich auf sie eingelassen hat und durch welche nun Menschen gepeinigt werden. Was kann ich tun um jenen zu helfen? Wie soll ich ihnen helfen, wo ich doch so wenig weiß? Deine Gnade möge uns zuteil werden. Hilf uns die Pein zu erdulden und einen Weg zu finden die Finsternis aus unseren Herzen zu verbannen. Lass uns nicht verzagen im Glauben an deine Stärke und Macht." Während sie so sprach beugte sie das Haupt und begann ganz sacht mit dem Oberkörper etwas vor- und zurück zu wippen. Immer wieder wurden die Worte durch kleinere stockende Pausen unterbrochen, in welchen sie die Lippen aufeinander presste, die Augen fest schloss, nur um sie gleich darauf wieder zu öffnen, um zu spüren wie einzelne Tränen begannen über ihre Wangen zu rinnen. "Gib mir die Kraft, diesen Umstand hinzunehmen, bis du mir einen Weg aufzeigen magst, wie ich dies beenden kann ohne noch mehr Menschen ins Leid zu stürzen. Ich vertraue auf deine Macht und fühle mich als dein Werkzeug durch welches das Leid ein Ende finden wird, sobald die Zeit gekommen ist.".....
Teresa sprach gewiss mehr als eine Stunde so leise für sich. Sie betete, flehte und weinte, ehe sie innehielt und die Stille wieder vorherrschend wurde. Ihr Herz war schwermütig, doch der Geist zuversichtlich, als sie ans Ende dieser einseitigen Unterredung kam. Sogar ein leises Lächeln legte sich auf ihre Züge, als sie etwas innere Ruhe gefunden hatte. Sie ergriff das Glas mit der inzwischen beinahe niedergebrannten Kerze, hob es auf, ehe sie sich selbst aufrichtete und dann das Gebäude verließ. Nachdem sie die Türschwelle des Wohnhauses übertreten hatte, das Kerzenglas auf dem Tisch abstellte, die Flamme durch ein stärkeres Pusten zum Erlöschen brachte und sie sich dann wieder vorsichtig in den ersten Stock geschlichen hatte und nun wieder vor ihrem Bett stand, raunte sie sich selbst noch einmal leise zu: "Das Licht wird am Ende Alle befreien und über die Dunkelheit triumphieren" Mit dieser Überzeugung legte sie sich nieder, schlang die Bettdecke fest um den Leib und fand endlich einige wenige kostbare Stunden Schlaf.
Rauchend saß die alte Frau auf dem Stuhl in dem unrechtmäßig angeeigneten Haus. Aber der Fairness halber muss man sagen, dass sich der Vorbesitzer auch unrechtmäßig hier niedergelassen hat. Die ursprünglichen Bewohner dieses Hauses waren schon lange fort. Genaugenommen die Bewohner des ganzen Ortes.
"Freienhain", stand auf dem Ortsschild "Herzlich willkommen in der Gemeinde Freienhain" Diese Aussage war so unrichtig, wie sie nur hätte sein können. Mal abgesehen davon, dass eine Ansammlung von sechs Häuschen noch keine Gemeinde ausmacht, war hier schon lange niemand mehr willkommen.
Unglaublich, was zwei Jahre ohne Pflege und Zuwendung einem kleinen Fischerdorf anhaben können. Sehr gemütlich oder gar wohnlich war es nicht mehr und der prasselnde Dauerregen der im Gonerilltal fiel, hatte fleißig mitgeholfen, die Gebäude zu ruinieren.

Viele glauben, es läge an den hohen Bergen im Osten, dort wo der Gebirgspass beginnt, dass es so viel regnet. Sie glauben, die schweren Regenwolken würden an ihnen hängen bleiben. Unfug, den nur Reisende und Schwachköpfe glauben. Die wenigen langjährigen Bewohner des Tals, die noch nicht das Weite gesucht haben, wissen dass jenem Regen eine gänzlich andere Ursache zu Grunde liegt. Dieselbe Ursache, die auch für die trostlose Melancholie verantwortlich ist, die wie ein dichter Nebel die Luft zum Ersticken bringt und das Tal seit mehreren Jahren heimsucht.

Carol nickte mehrfach langsam, während sie nachdenklich, ein Bein über das andere geschlagen, in den Raum hineinstarrte und ihre doch eher unfrauliche Pfeife kleine Qualmwölkchen erzeugte. Das grässliche Ding stank fürchterlich. Also die Pfeife, nicht Carol, obwohl da die Meinungen auch auseinander gingen.
Doch sie hatte es ganz aushaltbar in dem Haus. Teresa hatte ihr ein Feuer in dem alten und rissigen Kamin gemacht und Will hatte ein Reh geschossen, dass ihr ebenfalls von Teresa mit dem Wenigen, das in ihrer Klause verfügbar war zubereitet hatte. Satt und gewärmt wartete nun im oberen Stock noch das Bett auf sie, bis sie endlich ihre Pfeife fertig geraucht hatte.

"Was will er nur...?", fragte sich das Mütterchen immer wieder: "Wozu soll das gut sein? Wo soll das hin führen?" Sie schüttelte unzufrieden mit dem Kopf, da sich ihr die Antworten einfach nicht erschließen wollten. "Ob ich nun meine zusätzlichen Jahre bekommen habe...?"
Ein grausiger Gedanke drängte sich ihr auf. Jener, vor dem sie nun schon über ein ganzes Jahrzehnt davonlief. Sollten sie die dunklen Künste nach so langer Zeit doch überwältigt haben? War all ihre Vorsicht um die sie so lange bedacht gewesen ist ganz umsonst? War sie auf ihre alten Tage noch senil geworden und nun hatte sich das Böse schließlich doch noch ihrer bemächtigt?
Jener mahnende Fingerzeig war ihr Zeit ihres Lebens und Schaffens mit den dunklen Kräften bewusst, doch nie hätte sie in Erwägung gezogen, dass ihr mal so etwas passieren könnte.

Nein, nein! Schnell schob sie den Gedanken fort. Ihre Pfeife war nun schon ausgeraucht und so löschte sie das Licht und ging zu Bett.
"Bei meinen Ahnen, wir hätten nicht die Abkürzung durch den Wald nehmen sollen. Warum-..."
"Shhh", unterbrach J'zhar einen seiner beiden Weggefährten.
Zu Dritt waren J'zhar, Fharis und Arad aufgebrochen, nachdem sie erfolgreich eine Handelskarawane überfallen hatten und nun die Absicht besaßen, das Plündergut zu verstecken.
Durch die wolkenreiche Nacht, dem starken Regenfall und dem mangelnden Mondlicht hatten sie sich jedoch ein gutes Stück verlaufen, weshalb sich Unmut in der kleinen Gruppe ausbreitete.
"Wo sind wir denn hier eigentlich?", kam es schließlich von Arad, ehe der inzwischen besonders mürrische Fharis ihm entgegnete:
"Wenn wir das wüssten, dann hätten wir uns doch nicht verlaufen du Trottel!"
"Wir haben uns nicht verlaufen", log J'zhar im Trotz, der den Weg bereits seit geraumer Zeit vorgab.
"Ich weiß genau wo wir sind... Wenn wir nach der nächsten Gabelu-... Seht dort! Ein Dorf!"
Die rechte Hand des dunkelgebraunten Mannes erhob sich und deutete auf die vereinzelten Häuser, nicht fern vor ihm.
Kein Licht brannte in den Fenstern, als auch rauchte kein Kamin. Doch zu so später Stunde musste dies nicht zwingend unüblich sein.
Arad schrägte seinen Kopf und spähte nach vorne: "Also Ich sehe hier gar nichts ... Nur dunkle Ecken und Kanten, die mit dem Himmel verschmelzen. Auch habe Ich das Gefühl, als würde uns Jemand bereits seit dem Waldrand folgen.
Vielleicht-..."
"Na endlich"
, unterbrach ihn Fharis. "Dann suchen wir uns einfach eines der Häuser am Rand des Dorfes aus. Wenn da nur so'n Alter drin wohnt, legen wir den einfach um und fertig. Sobald wir Sonnenlicht besitzen schmieden wir einen neuen Plan."
Der Blick des schlecht gelaunten Mannes, der sich nun nach Ruhe sehnte, striff über J'zhar und Arad, welche einfach ein kapitulierendes Schulterzucken von sich gaben und nickten.
"Wir sind einfach schon zu lange unterwegs. Wir haben Hunger und müssen Rasten. Dafür wird eines der Häuser schon dienlich sein. Achtet einfach auf Köter und so'n Kram", fuhr Fharis fort.
Die drei Männer, zusammen mit dem erbeuteten Diebesgut, zogen ihre erschöpften Beine am Rande des Dorfes zu einem Haus an der Klippe, welches wohl der gemeinsamen Meinung nach taugte.
Einige sicheren Schritte vor dem Haus hielten sie dann inne, ehe Blicke ausgetauscht wurden.
Der selbe Gedanke machte sich in den Köpfen der Dreien breit.
"Wer ... geht denn nun rein und sieht sich um? Und schaltet gegebenfalls die Einwohner aus?", kam es von Arad, ehe er wieder über seine Schulter blickte: "Dort ist doch Jemand ... im Wald. Hinter den zwei breiteren Bäumen dort."
J'zhar folgte seinem Blick und schüttelte seinen Kopf: "Ich sehe dort nichts. Auch ist es ein Wald. Vielleicht ist es ein Reh oder so. Ein wütender Haufen Dorfbewohner wäre eine größere Gefahr. Ich mach' das schon, ja? Wartet einfach hier."
Arad und Fharis stimmten mit einem Nicken ein, ehe J'zhar seine Taschen abzutasten begann.
"Einen müsste ich doch noch ... Ah, hier." Er zog einen Dietrich hervor und kniete vor dem Schlüsselloch. "Bring mal die Öllampe her."
Arad schluckte, als er sich beim Rascheln eines Busches umwandte, doch näherte er sich bereits nach kurzem Zögern J'zhar um ihm Licht zu spenden.
Nach einem Moment des Werkelns begann J'zhar jedoch zu fluchen.
"Verdammt."
"Was ist?"
, erwiderte Fharis.
"Dieses Schloss hier ist verrostet oder so. Ich kriege es nicht auf."
"Geh' mal zur Seite, ja?"

Fharis trat zu den Beiden und kniete sich ebenfalls nieder. Er schnappte J'zhar den Dietrich aus der Hand und widmete sich dann selbst der Tür.
"Hier, das sollte gehen."
J'zhar griff langsam nach dem Türgriff und drehte ihn, ehe sie sich tatsächlich öffnen ließe.
"Angeber", murmelte er mit einem flüchtigen Schmunzeln gen Fharis, ehe er in das Innere des Hauses trat und sich umzusehen begann.
Vorsichtige Schritte trugen ihn durch das Haus, bis er schließlich auch die knarzenden Stufen in die obere Etage des Hauses nahm.
Auch dort sah er sich um, ehe er feststellte, dass das Haus wohl verlassen worden ist.
Ein kurzes Schulterzucken folgte und der Mann nahm die Stufen wieder hinab zum Eingangsbereich. Er öffnete die Tür und spähte nach draußen, wo jedoch seine Freunde nicht auf ihn warteten.
"Arad? ... Fharis?" Doch Niemand antwortete ihm. Sein Blick sank zu Boden, wo er nur die Säcke mit dem Plündergut wahrnahm.
Erleichtert und zufrieden saß Carol in ihrem Schaukelstuhl in ihrem Haus in Sturmwind. Sie war froh, dass dieser Alptraum endlich zu Ende gegangen war. Wenn auch auf Umwegen, ist doch am Ende alles so ausgegangen wie sie es sich erhofft hatte. Ein Schmunzeln schwappte über ihre Lippen, als sie der sanften Vor- und Zurückbewegung des Stuhls noch einen Schubs gab.

Carols Haus war so eingerichtet wie man es von einer alten Dame erwarten würde. Alt-rosa Tapete und auf jedem, mit allem möglichen Nippes vollgestellten Möbelstück lag ein gehäkeltes Platzdeckchen. Nichts deutete auf die düsteren Machenschaften hin, der sich das Mütterchen schon seit so vielen Jahren hingab. Sie verstand es eben, sich bedeckt zu halten und niemanden Verdacht schöpfen zu lassen. Das war das mindeste, wenn man als Hexenmeisterin im Herzen des Königreiches lebte. Carol gehört schon seit je her zu den vorsichtigen Anwenderinnen der dunklen Magie, die keine großen Risiken, sowohl in der Anwendung jener, als auch in ihrem Auftreten einging.

Jetzt hatte sie es geschafft. Sie war den Klauen dieses... was auch immer das gewesen ist, entkommen und hatte sich erfolgreich ein paar Lebensjahre hinzuerschlichen. Die brauchte sie auch dringend.
Es musst schließlich immer noch ein Nachfolger für Carols umfangreiches Erbe gefunden werden. Das war ja der Grund, weswegen Carol überhaupt aufgebrochen war.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Carol hielt den Schaukelstuhl an, stand auf und ging überrascht zur Haustüre. Doch als sie öffnete stand niemand davor. Einen Moment schaute sie sich um, der Blick viel die Straße in der sie wohnte hinauf und hinab. Niemand zu sehen. Bestimmt nur ein Streich der Nachbarskinder.

Gerade als sie die Tür schließen wollte, geschah es jedoch: Carol riss erschrocken die Augen auf und hielt sich die Ohren zu.
"Nein... nein.. bitte, das darf nicht sein...", raunte sie panisch zu sich selbst. Da war sie wieder, die Stimme die ihr die letzten Wochen das Leben zur Hölle gemacht hatte. Die Stimme, die zu jenem gestaltlosen Wesen gehörte, das so unbarmherzig Carol und die Anderen in seine Gewalt gebracht hatte.
"Das, das kann nicht sein! Ich bin entkommen... ganz... ganz sicher!", stammelte die alte Witwe leise zu sich. Tränen liefen ihr über die Wange und sie stieß einen gellenden Schrei aus.

Mit eben diesem Schrei saß sie plötzlich aufrecht im Bett in dem Haus, dass sie so notdürftig mit William bezogen hatte. Benommen sah sie sich um. Sie brauchte einen Moment, um zu realisieren was geschehen war. Verzweifelt schloss sie die feuchten Augen, was dazu führte, dass das erste Paar echter Tränen über ihr Gesicht lief. "Es war nur ein Traum...", jammerte sie. "Ich bin immer noch hier..."
Regen. Von morgens bis abends Regen.
Meist das selbe monotone und gleichmäßige Nieseln, das einem spätestens nach zehn Minuten alle Kleidungsstücke durchgeweicht hatte, sofern man keinen etwas schützenden Umhang oder Mantel trug. Ansonsten dauerte es wohl 15 Minuten bis man nass bis auf die Knochen war.
Der Regen hatte aber auch etwas Beruhigendes. Es war zur Zeit die einzige Konstante die es im Leben eines jeden Bürgers von Gerfelden gab. Selbst die Leute, die sich erst seit einigen Tagen in dem kleinen Örtchen Freienhain, westlich von der Stadt, niedergelassen hatten, konnten darin einen festen Bestandteil ihres doch so durcheinander gebrachten Daseins erkennen.

Wer waren diese Hausbesetzer, die sich dort niedergelassen hatten, nachdem die rechtmäßigen Bewohner das Dörfchen verlassen hatten?
Es handelte sich um eine Gruppe aus zufällig zusammen gefundenen Individuen.
Ein älteres Mütterchen, welches nach außen hin, die liebe Oma von nebenan hätte sein können, es aber mehr als faustdick hinter den Ohren hatte.
Dann war da noch ihr Handlanger, ein groß gebauter Waidmann. Er wirkte irgendwie wie der typische Befehlsempfänger. Das Militär hätte gewiss seine Freude an ihm gehabt.
Desweiteren befand sich ein Zwerg unter den neuen Bewohnern des Dorfes. Ein Jäger der aus einem Bilderbuch hätte entsprungen sein können. Ein knorzeliger, brummiger kleiner Mann mit langem Bart, einem zweiläufigen Gewehr und einem gewöhnungsbedürftigen Humor.
Außerdem gab es noch zwei Menschen aus den südlichen Landen. Eine dunkelhaarige Frau, die allerlei Krimskrams ihr Eigentum nannte und von sich behauptete, dass sie in der Lage wäre, Verzauberungen zu vollbringen und ein großgebauter Mann, der seines Zeichens nach eine Art Krimineller war.
Dann gab es noch eine junge Frau, die aus Gerfelden selbst stammte. Eine Priesterin die im dortigen Orden den Großteil ihres Lebens verbrachte.

Seit dem gestrigen Tag, war die Gemeinschaft um eine Person angewachsen.
Jene Person war eine Frau, die genau wie das ältere Mütterchen, mit dämonischer Magie vertraut war und für ordentlich Aufruhr gesorgt hatte.

Die Frage war nun.. "Wer würde sich noch unfreiwillig der Gemeinschaft anschließen müssen?" oder "Wann würden sie wieder ausziehen um eine weitere Person in die Fänge des Unheils zu stoßen?" "Was wenn sie es nicht schaffen würden ihren Auftrag zu erfüllen und ein potentieller Neuzugang, würde entkommen können?" "Was, wenn einer von ihnen, während so einer Mission sein Leben verlieren würde?"
Fragen über Fragen auf die es momantan noch keine Antworten gab. Doch vielleicht würden einige schon recht bald geklärt werden können.
So sicher wie es auch morgen regnen würde, so sicher war, dass die Gruppe bald erneut Zuwachs bekommen würde.

Vielleicht durch Euch?

Ich möchte noch ein Dankeschön loswerden, für die super nette Gemeinschaft, die wirklich spannendes Rollenspiel anbietet und in der ich mich sehr wohl fühle.
Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Leute für dieses tolle Projekt begeistern würden und sich der Gemeinschaft anschließen.
Ich kenne noch die alte Gilde und bin sehr, sehr traurig, dass ich damals nicht die Zeit gefunden habe da langfristig länger mit dabei zu bleiben.

Wünsche euch ganz viel Glück und Erfolg mit dem neuen Projekt! Leider stecke ich aktuell sehr aktiv in etwas anderem drin, sonst würde meine erste PN euch gelten :)

Hoffentlich kann man hier noch eine Menge lesen, mich würds sehr interessieren.
13.01.2018 20:56Beitrag von Mirenne

Wünsche euch ganz viel Glück und Erfolg mit dem neuen Projekt! Leider stecke ich aktuell sehr aktiv in etwas anderem drin, sonst würde meine erste PN euch gelten :)


Vielen Dank für die Glückwünsche!
Es ist natürlich schade, da wir damals viel Spaß mit unseren Mitgliedern in 'Blutgeweiht' hatten.
Doch begrüßen wir auch jedes neue Gesicht und freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft, in einem erneut düsteren und schaurigen Konzept. :)

Nimm an der Unterhaltung teil!

Zurück zum Forum