[H-RP] Der Weißwolfclan

Die Aldor
Zurück 1 3 4 5
Hyjal. Das Ziel ihrer Reise, des geheiligten Pfades.
Erst die brennende, staubige Luft Durotars, gefolgt von den schattigen Weiten des Echsentals und dem verderbte Grauen im Teufelswald. Ein langer Marsch. Mit jedem Schritt wurde die Umgebung um sie herum gefährlicher, während ihre Kräfte schwanden.
Die letzte Ettappe in den eisigen Winden von Winterquell trieb ihnen trotz der Felle die Kälte in Mark und Bein.
Eine Reinigung der Elemente in seinen Augen. Wer durch den Teufelswald kam, trug die Verderbnis mit sich. Um diese abzuschütteln und rein zu bleiben, war die Schneeeinöde genau das richtige Mittel.
Leider hatte es auch Schnee an sich, Pässe zu versperren. Was die Orcs zwang umzudenken.
Auch eine Prüfung sicherlich. Die Schwachen würden aufgeben und umkehren. Ihn alleine zu erklimmen, war eine Herausforderung. Ob die Ahnen deswegen den großen Berg mit seinem Tal so mochten?
Zu gern hätte er auf Draenor die eigene Stätte der Orcs gesehen um die beiden miteinander vergleichen zu können. So blieb ihm nur die Worte der Ältesten.

Nun standen sie direkt vor ihm.
Die Statue des großen Wolfes war Angesicht zu Angesicht noch eindrucksvoller, als erwartet. Wer auch immer sie mit sterblichen Händen angefertigt hatte, wollte etwas Beständiges schaffen. Etwas, was die Zeit überdauerte.
Ein ewiger Kampf, den man nie ganz gewinnen konnte. Denn natürlich zeigten sich auch hier Spuren der Zeit, die dem Wolfsahnen jedoch einen passenden Ausdruck verliehen. Die Risse und Abplatzungen wirkten wie Kampfesnarben, die er voller Stolz zur Schau stellte.

Doch dass musste … warten.


Der Rathis trat an den versammelten Clan heran. Die Mimik wie gewohnt durch seine Wolfsmaske nur zu erahnen. Brummend und mit einem kurzen Gekratze am Hals, schnellte sein Blick erst zu einer der Jägerinnen, dann zu Gragu und Tari´ka.
„Bevor wir mit der Zeremonie für den weißen Wolf beginnen, würde ich einem anderen Ritus Vorrang lassen“
Erst als er sich der Aufmerksamkeit bewusst war, fuhr er fort.
„Den Begräbnis Ritus“

In seinem eigenen Kopf machte es in diesen Moment klick. Die Jägerin, Sahina, die sein Rathis eben angesehen hatte, war dieselbe, dessen Gefährte gefallen war. Es ärgerte ihn, dass sie ihn nicht schon im Wald würdig zu seinen Ahnen schicken konnten aber … der verderbte Teufelswald war kein geeigneter Ort dafür. Diese dreckige Luft, Erde und Wasser? Nein.
Und nun kam ihm ausgerechnet der maskierte Schlachtarm des Clans zuvor? Eine positive Überraschung.

„ Ich habe eine Nachricht vorraus geschickt und einer der Tauren hier, den ich vom letzten mal kenne, hat mir mein Wunsch erfüllt.“ Mit seinem Kopf deutete der massige Orc zu einer Stelle, die etwas abseits des Schreins lag auf der ein vorbereiteten Scheiterhaufen stand. Eine Art Liege auf der Spitze, die ganz offensichtlich für jemanden gedacht war.
„Wir haben ihn nicht mehr bei uns“ Wieder landete der Blick des Maskenorcs auf der Jägerin. „Aber wenn du etwas hast, das zu ihm gehört … können wir ihm dennoch ein würdiges Begräbnis geben. Um ihn zu ehren. Denn er war einer von uns. Und das sind wir ihm schuldig.“ Eine Pause.
„Das bin ich DIR schuldig.“


Und so begann der Ritus. Der gesammte Clan aufgereiht vor dem noch unentfachten, großen Holzgebildes. Er selbst mit Tari´ka nahm neben dem Rathis seine Position ein, da sie als Schamanen schließlich die Aufgabe hatten, dem Geist den richtigen Weg zu geleiten.
Ohne Worte entzündete der Maskenorc den Scheiterhaufen und drehte sich mit der Fakel vor die Anwesenden.
„Wir sind hier heute zusammengekommen, um Abschied zu nehmen,von einem Krieger des Klans, einem Langjährigen Begleiter unserer großen Jägerin, Sahina.“ Die Stimme klar und deutlich.
„Lok'thresash, weißer Wolf! Ahnen! Wir haben uns hier versammelt, um den Geist dieses ...“
Uroken, einer der Krieger, rückte ein wenig näher und legte der besagten Orcfrau die Hand auf die Schulter. Unter Tränen, die nun beinahe unendlich über ihr Gesicht hinabliefen, griff sie nach dessen Fingern und drückte diese leicht.
„... Ebers in eurer Reich zu geleiten!"


Es folgten noch weitere Worte, die er aber schon in die hintersten Winkel seines Kopfes verbannt hatte. Was blieb hängen blieb, war die Frage:
Warum bei den Ahnen hatte sich der Rathis nicht mal vorher den NAMEN gemerkt?! Wen jemand etwas leiten sollte, stellte dieser Teil etwas … Bedeutendes dar. Deswegen sollte man so etwas eben auch den Richtigen überlassen.



Das Totem in seinen Händen landete sachte nach den wiederholten Worten auf den Boden. Ein leichtes, beruhigendes, blaues Schimmern legte sich wie ein durchsichtiger Mantel darum, während Tarika ihres noch weiter in den Händen behielt.
„... wo er auf Sahina warten wird, bis sie wieder vereint sein werden." Der Blick der Schamanin ruhte daraufhin auf ihr, die ein leichtes Lächeln trug. Freude und Trauer gleichzeitig auf dem Gesicht.
"Wir haben ihn geschätzt, denn er hörte auf´s Wort, er blieb an Sahinas Seite, egal welcher Feind vor ihnen Stand" Er selbst sah nun die Jägerin eindringlich an. "Der Name ..." Seine Hand deutete eifrig an, dass sie es fortsetzten soll.
Mit brüchiger und etwas leiser Stimme erklang schließlich der Name des Gefährten aus der Orckehle:
„Aurigena“
Kaum ausgeprochen führte Tarika die Rede weiter, die Tonlage so respektvoll wie möglich. "So nehmt ihn bei auch auf, den kein Eber Azeroths verdient dies mehr als er!“
Abschließend beendete die brachiale, laute Stimme des Rathis die letzten Zeilen.
„Und so geben wir Aurigena nun in eure Obhut! Lok'tar Ogar!
Damit warf er die Fackel auf den Scheiterhaufen, das Feuer hungrig nach dem Holz gierend. Nach kurzer Zeit schlängelten sie sich bis zur Spitze hoch und schlugen hohe Flammen.
Unnatürlich hohe Flammen.
Etwas schien von dem Feuer Besitz zu ergreifen, eine bekannte Präzenz. In dem glühend roten Feuerstrom war nun ein großen weißer Wolf zu sehen sehen, an dessen Seite nun ein geisterhafter Eber trat.
Seinen herumgehobse und peitschenden Schwanz nach, in vollster Zufriedenheit. Die Aufmerksamkeit von beiden lag für wenige Momente ganz bei Sahina, ehe die Flammen kleiner wurden und das Bild verblasste.
Bevor es ganz Abriss, hob Gragu selbst schnell die Hände. Kleine bläuliche Funken sammelten sich Geschwind in den ausgestreckten Griffeln des Orcs. Mit größter Vorsicht schwenkte er diese und sie segelten sachte genau auf das Feuer zu. Dampf, die eine Wand aus dichtem Nebel bildete verbarg die Sicht.

Stille.

Was nach dem Auflösen blieb war nur ein brennendes Feuer, ganz ohne eine Besonderheit.


Ein würdiges Begräbnis. Sicher gab es Orcs die ihre tierischen Gefährten nur als bloße Werkzeuge ansahen und niemals diesen Aufwand betreiben würden. Aber ... Teil des Clans war Teil des Clans. Wer zur Familie gehörte, dem musste man auch gerecht werden.
Tier, wie Orc.
Den Lebenden, wie den Toten.
Es ist schon eine Zeit vergangen, seit sie von ihrer Reise vom Hyjal nach Orgrimmar zurück gekehrt sind. Die alltägliche Routine hat auch auf die Welpen abgefärbt. Rak'gor und seine Rathis vertreiben sich die Zeit mit trainieren, während die angehenden Schamanen die Stunden fürs Lernen und Üben nutzen. Für den einen oder anderen unten ihnen war es aber zu ruhig.

Tari'ka blickte wie so oft auf das ruhige Gewässer vor ihr. Ihre Prüfung zur Oge'rin hatte sie bestanden.Das Klansbrandmal prangte nun für jeden ersichtlich auf ihrem linken Oberarm. Sie war nun eine von Ihnen!

Die letzte Zeit hatte Sie den einen oder anderen Aufnahmeritus abgehalten. Denn erst vor Kurzem war ihr Tov'noka Rosh wieder zu ihnen zurückgekehrt. Es war eine große Ehre für Tari'ka. Einige der Worte des gestrigen Ritus hallten ihr noch in den Ohren. Auch wenn sie sicher war, dass Orsh'nak das viel besser als sie hinbekommen hätte.

"Lok'thresash …
Großer weißer Wolf, ein neuer Welpe will sich uns anschließen...
Sie scheint aus einem groben Holz geschnitzt zu sein. Zu stur um zu brechen. Jedoch gewillt, sich dem Klan zu beugen.
Sich den Aufgaben und Kämpfen zu stellen. Auch wenn sie noch viel lernen muss. Ist sie gewillt, Seite an Seite mit dem Weißwolfclan zu kämpfen und zu leben. Freude und Trauer, Schweiß und Blut werden uns zusammenschweißen....
Sie wird lernen MÜSSEN, was Respekt und Demut bedeutet.
Was es bedeutet, ein Wolf unserer Rudels zu sein.
Als Klan ... Als Familie... "


Ein Grinsen huschte der jungen, angehenden Schamanin wieder über die Lippen. Viel zu selten die letzte Zeit.
Morgosh blickte gen Himmel. Das waren eine ganze Menge Irrlichter und er hatte da ein ganz ungutes Gefühl. Bisher sollten sie den Angriff möglichst geheim halten, aber bei dieser Menge... Spätestens jetzt würden die Nachtelfen wohl merken was los war und alles gegen sie schicken was sie haben.

Er sah zu den beiden Gleven vor sich, die noch vor wenigen Stunden in ihm steckten. Trophäen seiner ersten Mission, bei der er das Kommando erhalten hatte. Hätte schlimmer ausgehen können, aber seine Gruppe hatte die Mission erfolgreich abgeschlossen und alle waren lebendig zurück gekehrt. Zu fünft waren sie losgezogen... Mit der Dämonenjägerin Splitter und der Sin'dorei Sylandria hatte er zwar bisher noch nicht viel zu tun gehabt, aber sie haben sich als sehr fähige Verbündete herausgestellt. Der Shal'dorei Theldris war ein alter Bekannter, mit dem er schon ein paar Mal zusammen gearbeitet hatte. Und sein Clansbruder Gor'nahal... es war gut, dass sie zusammen in einer Gruppe waren, so konnten die beiden Weißwölfe aufeinander aufpassen.

Er selbst zog sich bei dieser Mission schwere Verletzungen zu, als er seinen Clansbruder aus der Wurfbahn der nachtelfischen Gleven drückte. Während eine Gleve sich tief in seine rechte Brusthälfte gebohrt hatte, traf ihn eine andere Gleve verhältnismäßig schwächer an der linken Schulter. Seine Wunden waren noch frisch und nicht ganz verheilt. Der Blutritter Zavir hatte zwar gemeint, dass er sich bis übermorgen schonen sollte, aber er wollte nicht weiter untätig herum sitzen. "Meine Clansbrüder sollten nicht auf meine Unterstützung verzichten müssen." Die Wunden hätten auch nach dem Krieg noch Zeit vollständig zu verheilen.

Die Rüstung wurde über den Verband angezogen, der Köcher sowie sein Bogen befestigte er am Rücken. Auch seine Handaxt, sowie seinen Dolch befestigte er wieder am Gürtel, genauso wie seine Giftphiolen. Sein Blick schweifte abermals zu den Gleven. "Die Kaldorei wollen sie sicher zurück haben. Den Gefallen werde ich ihnen tun." Mit diesem Gedanken befestigte er nun auch noch die nachtelfischen Gleven am Gürtel. Mit entschlossenem Blick nickte er. Er war bereit für die nächste Schlacht, die wohl schon bald auf ihn zu kommen würde.
Die Schlacht tobt auf ganzer Linie an der Dunkelküste während der Tov'noka Rosh des Weißwolfclan seinen Verletzungen langsam mehr und mehr zu erliegen kommt. Doch steht er immernoch aufrecht mit einem gebrochenem Arm, einem Pfeil im Brustkorb, wie auch in der Schulter und dem Schienbein. Momente des Schmerzes ziehen durch seinen Kopf und doch, scheint er sie zu ignorieren. Er blickt einfach stur dem Kind der Kaldorei hinterher. Würde es vom Hass zerfressen seinen Clan töten wollen? Würde es später vielleicht eine glorreiche Schwester im Volke eben jener werden? Fragen welche sich der Orc nicht beantworten konnte und doch, war sie die letzte Ehre welche er in diesem Kampf erhalten sollte.

Langsam verschwand die Kaldorei in den tiefen Wäldern hinter der Orcischen Front. Es war ein Atemzug, ein kleiner Wimpernschlag eh der Tov'noka Rosh die Augen aufriss und einen Schmerz in sich bemerken konnte. Es fühlte sich als als würde ihn jemand lebendig aufschlitzen und in den Schatten der Lichter konnte er sich selbst sehen... sich... mit einer Gleve im Rücken. "Nicht.. liegen.." dachte er sich in diesem Moment. "Ich werde nicht... liegend... unter.. gehen...". Ob er es ausgesprochen hat oder nicht, kann man wohl nicht mehr sagen. Es war wie eine Stimme welche durch seinen Kopf dröhnte und doch, konnte er spüren wie seine Beine nach gaben. Nach vorn fallend, verschuldet durch die Wucht der Glevenschleuder lies er sich auf die Knie fallen, trieb den einen Pfeil tiefer in das Knie.

Er konnte eine Stimme hören, spüren wie jemand an seinem Körper zu reißen begann. Die Augen grade noch so offen haltend, erkannte er die Umrisse von Tari'ka, der jungen Wellensprecherin des Weißwolfcan. Er konnte sehen, dass sie etwas sagte, konnte merken wie sie an ihm zu reißen begann... doch hören... gar sie erkennen... konnte er jedoch nicht.

"Ihr hattet eine gute Jagd" dröhnte eine bekannte Stimme an das Ohr des Schamanen. Seine Wunden waren versiegt, der Schmerz verflogen, die Verletzungen beseitigt. Lediglich fand er sich auf einer grünen Wiese wieder, Wölfe im Hintergrund welche der Sonne nach jagten und vor ihm... sein Vater, sein Freund, sein Bruder... der weiße Wolf Lok'tresash. "Ist... ist meine Jagd beendet weißer Wolf?" - "Ja, ich fürchte das ist sie mein Sohn. Du hast dir einen Platz... den Respekt... und auf ewig meinen Schutz gesichert."

Orsh'nak blickte auf seine Hände, auf seinen Körper welcher einen weißen Wolfspelz über die Schultern hatte... den Pelz... mit welchem die Weißwölfe damals begraben worden sind. "Darf ich... eine bitte äußern Weißer Wolf? Sie mag vielleicht törricht sein aber... lastet sie doch schwer auf mir." - "Sprich mein Sohn und ich werde dir Gehör schenken" waren die Worte des Wolfes als er sich hinlegte. Nicht etwa um zu schlafen sondern viel mehr um dem Schamanen von Angsicht zu Angesicht in die Augen zu blicken. "Mein Clan... euer Clan... er vergießt Blut während ich hier bin... Rak'gor... dein Sohn hat zu viele Kriege bestritten... deine Töchter... sind nicht bereit hier zu sterben... ICH WEIGERE MICH SIE HIER STERBEN ZU LASSEN!" Die letzten Worte des Orces hallten wie ein Orkan über die Ebenen, dem großen weißen Wolf entgegen.

Ob es jenen zu stören schien? Ob er auch nur eine Sekunde lang etwas anderes dachte? Sein Gesicht war wie eingemeißelt aber die Augen Sprachen Worte, welche die Schnauze nicht wiedergeben wollte... Trauer. "Was also... junges Kind... gedenkt ihr zu tun?" fragte der Wolf als er Orsh'nak näher ansah. Der Tov'noka Rosh richtete seine Hand gen Himmel und blickte dabei vom Wolf zu den Wolken auf. "Lasst mich einmal... nur noch einmal... den Segen der Himmel bitten. Lasst mich meinen Clan... als letzten Akt... als letzte Hoffnung... einen weiteren Tag geben? Ich bitte euch großer weißer Wolf Lok'tresash... DAS ist alles was ich möchte."
Der Schmerz kam zurück und mit ihm auch die Blindheit, die Taubheit und doch konnte er deutlich spüren wie er wieder die kalte Blutgetränkte Erde unter sich spüren konnte. Ob man es sehen konnte... wer weiß... aber der Schamane bildete sich ein in diesem Moment ein wenig zu grinsen. Mit der letzten Kraft welche er besaß griff er langsam an seinen Kilt und umfasst das Totem mit seinen Händen. "Große Geister des Himmelswalls... Legenden des Prinzen Donneraan... Krieger des Windsuchers und Vollstrecker der Süd, Ost, Nord und Westwinde... erhört meinen Ruf... folgt meinen Worten." Orsh'nak schloss die Augen, weiter formte er die Worte welche er einfach nur in seinem Kopf hallen lies.

"Ich erbitte... nein... ich erhoffe mir den Segen der Stürme selbst. Meine Zeit der Jagd ist abgelaufen aber immer noch, trachten Feinde nach einem Urteil über meinen Clan. Meinen Clan welcher euch immer mit Erfurcht und Respekt gegenüber trat. Mein Clan in welchem ihr einen Sohn wie auch eine Tochter habt welche eure Lehren mehr verehren als viele andere im Clan. Lasst mich ihnen einen weiteren Tag schenken... lasst mich ihnen einen weiteren Atemzug auf der Welt der Fleischlinge geben. Für gewöhnlich biete ich euch ein Opfer... biete euch etwas ehrenvoll gejagtes... biete euch mein Blut und meine Zeit. Doch jetzt... ihr großen Geister der Winde... so biete ich mich selbst an."

Stille legte sich im Geist des Tov'noka Rosh wieder, langsam legte sich die Dunkelheit über seine Augen eh er zu fallen drohte. Doch grade als jegliche Lautstärke, jegliches Bild von seiner Wahrnehmung verschwand, hörte er eine Stimme nach ihm rufen. Sie klang mächtig, vertraut, erhaben und wohl bekannt ohne jeden Zweifel war es die Stimme von Ceronis, dem Sturmelementar und Wächter des Westlichen Windes, Orsh'nak seinem bestem Freund im Himmelswall. "Der Himmelswall... hat euren Ruf erhört Schamane!" donnerte die Stimme des Elementars im Geiste. Orsh'nak konnte merken wie er zu fallen begann und doch, wurde er auf einmal von einer scheinbaren Kraft gehalten. "Und der Himmelswall... akzeptiert eure bitte... als einen ihrer Freunde... großer Schamane!"

Von jener Kraft gehalten konnte er spüren wie die Schmerzen schlagartig verschwunden waren, erkonnte sehen wie seine Haut sich schwarz zu färben begonnen hat, wie seine Adern durch flüsse gleißender Energie ersetzt wurden. Die Kopfhaut begann aus dem nichts heraus eine Kapuze zu formen während die Haut mehr und mehr von einem schuppenartigen Panzer überzogen worden ist. Er konnte die grenzenlose, beeindruckende, Furchteinflößende Macht der Himmel selbst spüren... immer dachte er, dass er den Winden so nah gewesen wäre doch merkte er jetzt, wie abgrundtief falsch er damit lag... im Vergleich zu dem was er jetzt fühlte, war alles davor einfach nur die ersten Schritte eines Kindes.
Aszendiert sich erhebend begann Orsh'nak seine Waffen zu nehmen und auf das Schlachtfeld zu gehen. Er trat vorbei an Kriegern der Horde, an Orcs, Tauren, Trollen, Sin'dorei, Goblins... sogar an Untoten. Jeder Schritt des Schamanen wurde begleitet von einem fast schon gefühltem endlosen grollen der Gewitterwolken, jeder Atemzug knisterte durch die Luft wie Blitzeinschläge welche sich ihren Weg durch die Luft bahnen. "Für den Clan...!" grollte die Stimme auf Kalimag, der Sprache der Elemente.

Kaldorei Schildwachen stürmten auf den Aszendenten zu, doch mit nur einem Wisch der Hand, waren sie erfasst von einem Sturm davon geweht worden. Andere Kaldorei schossen mit Pfeilen auf den Körper des immer weiter voranschreitenden Aszendenten. Während einige Pfeile durch jenen Körper durch flogen, wurden andere von der schieren Gewalt der Luft einfach zerrissen "... für die HORDE..." ertönte erneut die donnernde Stimme, eh der Arm nach vorne gerissen wurde. Aus der Hand lösten sich Kettenblitzschläge welche einfach erbarmungslos durch die Reihen der Bogenschützen wüteten und nur noch verbranntes Fleisch zurück ließen. Dann... nach gefühlt einer Ewigkeit... konnte er die Mondpriesterin erreichen. Vieles stand in ihren Augen aber keines davon war Angst gewesen. Hat sie sich wohl ähnlich wie der Schamane mit ihrem Schicksal abgefunden. "... FÜR DIE FAMILIE!" schlug die letzte Stimme durch die Luft.

Schamane legte die Hand an die Mondpriesterin eh man sehen konnte wie die Augen immer mehr begonnen aufzuglühen, ebenfalls schienen die Adern immer heller zu werden eh dann im kurzen Moment eines Wimpernschlages die Nacht erhellt wurde. Ein gewaltige Blitz schlug aus dem Himmel direkt in den Körper der Mondpriesterin ein und lies ihr nicht einmal mehr genug Zeit um zu schreien. Die Asche aus den Händen gleiten lassend, den Boden unter ihm vom Blut bedeckt, die schiere Energie im Körper inne wohnend, blickte der Aszendent genau zu seinem Clan.

Er blickte in die Augen von Sahina, Rak'gor, Tari'ka, Gekram, Gornahal, Morgosh, Morghar. Zu seinen Brüdern und Schwestern, zu seinen Gefährten, Freunden wie auch Familie. "Verzeiht mir bitte... meine Schwäche" ertönte die Stimme noch kurz eh der Wind vollkommen Schmerzlos begann den Körper des Aszendenten als Staub in den Wind zu tragen. Die Kleidung begann sich mehr und mehr aufzulösen, der Schmerz verblasste als eine längst vergangene Erinnerung, die Geräusche des Krieges, das Blut an den Händen, die Zeichnungen und Narben der Kriege verblassten immer mehr. Zurück blieb nur noch mit einem dumpfen knall das Totem des Schamanen welches erlischen sollte wie auch die Typische Wolfsmaske welche auf den Boden gefallen ist.

Sich langsam von seinem Körper entfernend, konnte er spüren wie er langsam als Geist... als Seele... als Ahne... die Welt der sterblichen verlassen hatte. Seine Augen blickten auf die Gruppe, sah die Reaktionen des Clans als man sich umwandte zum weißen Wolf. "Wir Wölfe... selbst auf der anderen Seite... werden auf ewig aufpassen... FÜR DEN WEIßWOLFCLAN!" mit diesen Worten wandte sich der Tov'noka Rosh ab, ging in die Jagdgründe des großen Lok'tresash und hinterlies das größte Geschenk welches er seinem Clan machen konnte... einen weiteren Tag.


An dieser Stelle möchte ich einen meinen Dank aussprechen an Maagal welcher uns diesen Plot erst möglich gemacht hat. Ich möchte meinen Dank aussprechen an die Gilden KABOOM, Blutritter, Anoduna Therosha, Aschensturm, der Knochenbrecherkohorte, den Sturmspeeren wie auch den Kriegstotem... welche den Plot mit leben füllten.

Auch geht ein besonderer dank an Kazhimwelche an diesem Abend die SL für uns gemacht hat und auf eine so wundervolle Weise das Ende des Charakters Orsh'nak in Szene gesetzt hat.

Doch mein größter Dank gilt meiner Gilde dem Weißwolfclan. Wir haben zusammen gelacht, geweint, schlaflose Nächte gehabt aber immer hat es Spaß gemacht. Daher sage ich einmal ein großes... DANKE
Er lebte.
Eine Tatsache, die die meisten anderen eigentlich erfreuen sollte, aber er war ein Orc.
Im Gegensatz zu den anderen Völkern stellte der Tod keinem Umstand dar, denn man fürchten sollte. Es ging vielmehr darum, WIE man starb.
Und das ideale Ableben eines wahren Orcs fand auf dem Schlachtfeld statt, im Angesicht eines würdigen Gegners und im guten Alter. Die Einzige Außnahme stellten die Ältesten dar. Ihre Aufgabe war schließlich Wissen zu bewahren, zu lehren und zu leiten.

Dennoch, auch wenn in seinem Fall ein langes Leben nur von Vorteil für den Clan sein konnte, fühlte er im Angesicht all der Toten nur eines:

Schande.

Tari´ka und er hatten ihr möglichstes getan, doch es war nicht genug. Der Tov´noka Rosh war tot, ettliche andere Orcs, Tauren, Trolle ...Elfen.
Die Frage, die ihn mehr und mehr beschäftige war: Für was?
Sie hatten ihr Leben für die Horde gegeben. Für ihre Familien. Den Kriegshäuptling.
Aber ... es war immer noch nicht genug!
Sie schändeten die Toten! Erweckte, hirnlose Monster, die als verzerrte Abbilder ihres alten Selbst auf den Feind einschlugen.
Ein wiederlicher Anblick.

Und sein Clan, ER, war Teil davon. Teil dieser neuen Horde, die sich seit Garrosh mehr und mehr von den orcischen Werten verabschiedten.
Sollte das die Zukunft der Horde sein? Überleben um jeden Preis selbst ohne Ehre?
Oder hielten sie sich verzweifelt an ihren Idealen fest, wenn kein Platz mehr dafür war in dieser Welt? War der Clan am Ende zu schwach um es sich leisten zu können? Nur die Starken konnten schließlich auch ihre Werte verteidigen und durchsetzten. Sonst hätte es doch NIE gerade eine UNTOTE Elfe an die Spitze geschafft!

Sie mussten eine Entscheidung treffen. Was für Orcs wollten sie sein?
OOC:
Sehr schön geschrieben! Wäre ich ein Orc, so würde ich deinen Reihen Zuflucht suchen!
Doch auch auf Seiten der Allianz, gibt es zahlreiche Wesen, die die Ehre der Horde vermissen!

_____________
Dioniss Aca!
Stille. Kälte. Ein weißes Meer umgeben von eisigen Gipfeln.
Winterquell war kein gefrorenes Grab, wie die frostigen Landschaften Nordends aber das gleiche Gefühl wie damals schlich sich ein.

Überdruss

Diese elende Weiß, zusammen mit der Trägheit die von den Temperaturen kam. Es machte ihn müde, Körper wie Geist. Für eine Zeit lang war diese Ruhe, diese Einfachheit dieser Ebene recht angenehm. Keine Hektik, nur der tägliche Kampf gegen die Elemente. Er konnte verstehen, warum sich der Rathis gerade hier für entschieden hatte. Es machte ... den Kopf frei.

Aber auf Dauer? Douk.
Sie hatten lange genug ihre Wunden geleckt, überlegt welchen Weg sie einschlagen wollten, darüber gestritten und geflucht. Es war die Zeit gekommen, geeint aus dem Weiß zu treten, die Axt erneut in die Hand zu nehmen und sich seinem Feind zu stellen!
Wie es sich für Orcs gehörte.

...
Davon abgesehen, war die Aussicht auf die köstlichen Rippchen aus Durotar auch ein wahrer Antrieb, nach dieser langen Zeit.


-------------------------------------

Mokra! Der Weißwolfclan meldet sich hiermit zurück und ist ab Montag wieder im RP anzutreffen! Unsere erste Station ist Klingenhügel in Durotar.
Rak'gor steht am Hafen der Zandalari Hauptstadt Dazar'alor. Sein Blick wandert langsam über die Händler, Fischer und Soldaten die sich hier tummeln, während er einfach nur dasteht und wartet. Worauf er wartet weiß er selbst nicht so genau. Doch da der Klan den Hafen nicht verlassen darf bleibt ihm nicht viel Auswahl. Als er sich am Morgen mit Waffenübungen beschäftigte, wurde er beinahe von den Rastari festgenommen. Scheinbar sahen sie es als Provokation. Vielleicht taten sie das aber auch nur, weil Rak'gor sich erst gestern bei der Ankunft des Klans mit einem Arkanital anlegte. Er schüttelt langsam den Kopf bei dem Gedanken. Letzten Endes ist es egal. Der Klan würde in wenigen Tagen wieder nach Durotar zurückkehren. Der einzige Grund in der Trollstadt zu verweilen war der Kriegerbund der derzeit hier zu einem großen Teil verweilt.
Nachdem er noch eine weile herum gestanden hat, wendet sich Rak'gor von dem Gewusel vor ihm ab und marschiert die Treppe zum Basar hoch, wo sich all die Händler aus aller Welt versammeln. Womöglich findet er hier noch einige nützliche dinge für den Klan. Nicht oft hat man die Gelegenheit Waren von Völkern wie den Kalu'ak, Tol'vir, Vrykul und anderen Völkern an ein und dem selben Ort zu erwerben.
Es ist mittag und die Sonne brennt gnadenlos auf den roten Sand Durotars. Ebenso wie auf jene, die über diesen Sand huschen. Rak'gor ist einer dieser huschenden. Der Klan ist aus Zandalar zurück und reitet gen Klingenhügel. Zurück dorthin wo sie hingehören.

Rak'gor blickt sich langsam um, in der kurzen abwesenheit des Klans hat sich hier nichts verändert. Der Sand knirscht zwischen den Zähnen und setzt sich auch da fest, wo man ihn nicht haben will, und dort besonders hartnäckig. Dennoch ist er froh wieder hier zu sein. Zandalar und die Zandalari strapazierten seine Geduld. Und das feucht-warme Klima war ihm zuwieder. Die trockene und gnadenlose Hitze Durotars ist dagegen regelrecht angenehm.


Der klan ist zurück aus Zandalar und kann für Rp in Klingenhügel gefudnen werden! (Meist ist zwischen 19Uhr und 22Uhr jemand anzutreffen)
Es ist Mittag in Durotar. Die Sonne brennt unerbittlich auf den roten Sand Durotars hernieder und auf die Bewohner. Rak'gor steht vor dem Gasthaus in Klingenhügel und bekommt von den versuchen der Sonne ihn medium rare zu grillen nicht viel mit. Zumindest interessiert es ihn nicht.

Erneut liest er das Pergament in seiner Hand, mit dem roten Wachsiegel der Horde makiert, wirkt das Pergament hoch offiziel. Doch was steht drinn? Gute Nachrichten wie es scheint, denn der großgewachsene Orc grinst breit beim lesen. als er es langsam zusammenrollt wendet er sich um und stampft zielstrebig zum Lager seines Klans im dorf Klingenhügel.

"Neue Befehle für den Klan. Viel zu lang haben wir nun schon nur den roten Staub Durotars geschluckt, endlich werden wir ihn mit dem Blut unserer Feinde herunterspühlen" spricht er mit seiner tiefen Bassstimme als er sein Kriegswolf sattelt. "Auch wenn es nur Zentauren sind. Jeder Gegner ist mir gerade recht. Und der Klan braucht endlich wieder etwas, das sie aus dem eintönigen Alltag reißt"

Nimm an der Unterhaltung teil!

Zurück zum Forum