[A/H-Plot] Der Wind des Krieges

Die Aldor
Für welche Seite kämpft ihr?
Seid ihr für oder gegen uns?
Seid ihr unser Freund oder unser Feind?

Diese Fragen, immer dieselben… immer das Gleiche… wenn sie wüssten wofür ich bin, wenn sie nur einen meiner Erinnerungen sehen könnten, dann wäre es egal wo ich wandeln würde… ich wäre des Todes.

Es gibt nur einen Pfad den ich wandle, nur eine Seite für die ich kämpfen würde….
Fernab jeglicher Fraktion, fernab jeglichen Belangens nach Macht und Vorherrschaft…

Ich bin ein Pandaren und ich kämpfe für Familie, Freunde und mein Land…
Keine Allianzen, keine Horden… nur für Familie, Freunde und mein Land.

Sie sind so kurzsichtig, die Völker der Allianz und der Horde.
Sie sehen nur den Krieg… nur sich selbst… aber nicht die Familien und nicht die Freunde die sie verlieren dadurch…. Nein… nur Krieg und nur Wahnsinn… angeführt von Kriegsherren die morgen schon nicht mehr Leben… die morgen verraten…

Nein, dafür lohnt es sich nicht zu kämpfen… nicht zu sterben… nicht seine Familie aufzugeben…

„Meister?“, riss es mich aus meinen Gedanken.
„Ja Yiang?“, fragte ich meine Schülerin.
Sie war mehr als nur das, doch konnte ich sie noch nicht mehr über ihre Vergangenheit wissen lassen.
Ich fand sie alleine kämpfend gegen eine Meute von Sauroggs.
Jeder der Angriffe abwehrend, doch konnte sie mit ihrem Chi nicht umgehen und so musste ich einschreiten, sie beschützen… so wie ich es ihr versprach.

„Meister, seid ihr sicher, dass wir hier richtig sind?“, fragte sie mich mit ihren großen blauen Augen.
Sie erinnerten mich an meine…
„Meister! Hört ihr?“, riss sie mich abermals aus meinen Gedanken.

Es hörte sich wie ein Fest der Horde an, nein.. wo hatte ich meine Gruppe hingeführt? In die Arme der Horde?

Ich wies meine Gruppe an in Deckung zu gehen, Schutz zu suchen.
Sie bestand zu einem Teil aus Pandaren, doch zu einem viel größeren Teil aus Allianzverbündeten.
Menschen, Gnome, Zwerge, Draenei und Worgen.

Wenn uns Späher sehen könnten, dann wären wir alle dem Tod geweiht.

Ich wies Yiang, Shan Zhu und Yuhee an mir zu folgen. Schließlich wanderten wir Pandaren zwischen diesen Kriegen.
Wir gingen langsam nach vorne um zu erblicken welche Art von Hordevölker uns erwarteten.
Tauren, der größte Teil waren Tauren.
Erleichterung machte sich in mir breit, denn mit einigen Taurenstämmen kam ich schon in Kontakt und wusste, dass diese weitaus weniger kriegerisch sind als Orcs oder die anderen Hordevölker.
Auch einige Pandaren sah ich.
Somit wusste ich, wenn wir diplomatisch vorgehen würden… dann würden wir es schaffen die Gruppe lebend durch diese Konfrontation geleiten zu können.

Ich sah Tauren die ich kannte, Eyneha, Bruro, Kwatoko und Osurgrimm.
Das Glück schien mir wohl hold heute.

Ich erbat um ihr gehört und bekam auch meine Gunst… doch…

Wie naiv ich doch war…
Späher hatten uns schon die ganze Zeit verfolgt, sie sahen uns Kilometer weit vor dem Zusammentreffen…

Osurgrimm, dessen Gunst ich mir erkämpfen musste einst…ließ mich und meine Pandaren passieren… doch die anderen…
sollten…
sterben…

Eyneha verschaffte mir ein wenig Zeit und so begannen wir zu laufen… um unser Leben…

Wofür es sich zu kämpfen lohnt?

Für Familie, Freunde und das Überleben in einem fremden Land… welches mich nun Verraten hatte…
OOC:
Seid gegrüßt!

Willkommen zu unserem Plot „Der Wind des Krieges“
Gestartet hatte dieser am 29.1.2018 und ist nun bei einem seiner Höhepunkte angekommen.

Wir wollen euch einen kleinen Einblick geben in unser aller Geschichten, der sich mit der Auseinandersetzung zwischen Horde und Allianz befasst.

Ich möchte mich bei den unten genannten Gilden bedanken für ihre Zusammenarbeit und ihre wahnsinnige Unterstützung bei diesem großen Plot:

A: Aspekte des Windes [A], Dämmerläufer, Haus Mondblatt, Ruf der Sterne
H: Aspekte des Windes [H], Frostwolf Späher, Kinder des Bärengeistes, Kriegstotem, Klingenwind
Und an alle die auch Gildenlos den hier genannten Gilden gefolgt sind.

Und nun, viel Spaß beim lesen unserer Geschichte.
Da der Plot aktiv weiterläuft, könnt ihr gerne dazu einsteigen.
Wendet euch an die Gildenmeister der oben genannten Gilden oder schreibt mich einfach an :)

Ganz besonderen Dank an Vyruun, Kiran, Quiwy und Dwayaa für eure Geschichten und den Haupthandlungsstrang :)

Gruß
Lao Windpfote
Der Wind... - Teil 1

Und so geschah, was geschehen musste… wir waren aufgeflogen…

Unsere Flucht verlief… chaotisch… nachdem der Tauren, den Lao so gut kannte nur uns passieren lassen würde, wurde mir bewusst, in welcher furchtbaren Lage wir uns befanden. So rief Lao mir wild entgegen zu fliehen und drückte mich prompt von sich…

Wir hatten Glück, dass wir schnell davonkamen. Der Kampfschrei des anführenden Tauren, der seinen Leuten befahl: ZU DEN WAFFEN!... war beeindruckend und angsteinflößend zugleich.
So nahmen wir die Beine in die Hand, rissen unsere Freunde förmlich aus ihrem Versteck hervor und liefen gemeinsam los… einfach weg. Ich kannte diese Wälder nicht und war orientierungslos. Nur Faralon, der vor mir lief, diente mir als Wegweiser… die Büsche durchstreifend, kamen wir nach einer gefühlten Ewigkeit auf einen Weg, der uns zurück Richtung Norden führte. Auf einmal umgeben von Felsen und immer kahler werdendem Tal, fanden wir uns in einer Ödnis wieder… ein trostloser Anblick… in der Wüste von Desolace vermögen es nur wenige zu überleben, die sich den gegebenen Lebensumständen angepasst hatten. Doch weitere Gedanken vermochte ich mir noch nicht zutrauen, zu sehr rannten wir vor der Gefahr, die uns wohl immer noch dicht auf den Fersen war davon… doch fanden wir Schutz auf einem Vorsprung eines Berges weiter entfernt, direkt hinter Felsen, die die Sicht auf den Überganspfad zu Feralas verdeckten und uns so schützten.

... Es wird mir stätig ein Rätzel bleiben, warum die Völker der Allianz und Horde nicht im Einklang miteinander leben können. Ihr Grund, warum sie kämpfen unterscheidet sich so stark von dem meines Volkes… von meinem… ich kämpfe für meine Freunde, die meine Familie geworden ist, strebe stets nach Harmonie und Frieden, um das zu beschützen, was mir im Leben am wichtigsten ist.

Aber trotz meiner Gedankenflut, die unbarmherzig meinen Geist aufwirbelte wusste ich, dass wir nun endlich erst einmal verschnaufen konnten.
Die Verfolger waren nicht in Sicht und es sah so aus, als hätten sie unsere wohl erfolgreiche Flucht in diese Gegend nicht weiter bemerkt. Aufatmen machte sich breit… wenn auch Missmut über die gescheiterten Verhandlungen…

Ich versuchte mich zu konzentrieren und meinen Körper zu beruhigen, der noch stark mit Seitenstichen konfrontiert war. Da hörte ich von der Seite die Stimme meines Meister: „Mein Stab… er ist weg!...“

Oh nein, das war nicht gut… dieser Stab gehörte einst seinem Vater. Es war das einzige was Lao noch von ihm besaß. Ob er bei der Flucht verloren ging? Es wäre am naheliegensten. Doch jetzt zurückzukehren um ihn vielleicht zu suchen, wäre dumm gewesen. Ich hatte den Drang ihm zu helfen um seinen wertvollen Besitz zurück zu erlangen, doch müssten wir dafür noch etwas Geduld aufbringen.

Nach einer unruhigen Nacht auf kaltem Fels, planten wir weiter zu reisen um unseren ursprünglichen Weg wieder zu verfolgen. Doch wie? Eine hitzige Diskussion begann…
Eyneha duckte sich mit Magram unter die Wurzeln. Sie hoffte, dass die Gerüche des Waldes den eigenen überdecken würden. Der Schwindel konnte nicht lange halten. Aber er hatte Ihnen zumindest Zeit gelassen, Verwirrung zu stiften und von der Bildfläche zu verschwinden. Sie sah in das Gesicht des beinahe noch fremden Tauren, als dessen Gefährtin sie sich ausgegeben hatte. Das unwohle Gefühl hatte sie nicht heucheln müssen. Waren sie deshalb doch erst aufgebrochen. Es hatte sie nicht mehr im Geistwandlerposten gehalten, nachdem sie Zeit hatte über ihre Entscheidung nachzudenken. Sie musste wissen, was mit Osurgrimm geschehen war. Die Vermutung der Allianz, jemand hätte den Pandaren gefangen genommen, machte ihr ironischerweise Mut. Das hieß, dass Pandaren als auch Taurenhäuptling einigermaßen wohlauf waren. Und kurz darauf kam ihr, dass sie sich einigem Groll würde stellen müssen. Doch Groll war immer noch besser, als Brüder und Schwestern womöglich zum Sterben zurück gelassen zu haben. Sie mussten herausfinden, was geschehen war!
Faralon schaute auf die weite trockene Ebene von Desolace und ließ die letzten Tage sich noch einmal durch die Gedanken gehen. Was bei allen guten Dingen auf dieser Welt hatte sich Lao gedacht, warum hatte man nicht auf ihn gehört? Sie hätten garnicht erst in dieses Fest reinplatzen sollen! Dann noch diese völlig kopflose Flucht nach Desolace, anstatt ihm zu folgen, rannten alle Lao hinterher, er kannte sich nicht In Kalimdor aus, er war naiv. Als Faralon dann vorschlug zur Cenarius Wildnis zu gehen, auf neutralen Boden des Zirkels, hatte Lao in wiedersprochen und sie sind übers Meer zur Mondfederfeste gesegelt und dabei beinahe drauf gegangen. Dann hatten Kiran und die Draenei auch noch die grandiose Idee alleine durch Feralas zu ziehen...tja und dann wurden sie geschnappt. Er erinnerte sich wie er die Rüstung anlegte und den Wappenrock der Allianz...er hätte nie gedacht, das er je wieder so was tragen würde. Er erinnerte sich wie er mit den Elfen und den anderen losmarschierte. Sie hatten die Horde umstellt, sie hätten die Geißeln befreien können...doch Lao machte wieder alles zunichte, er ließ sich selbst gefangen nehmen. Der Angriff war schnell, die Elfen waren meisterhafte Schützen. Sie konnten die 3 Geißel befreien...doch wofür? Die fliehenden Orcs und Tauren nahmen Lao mit...und nun jagden sie hinterher. Yiang machte eine Wandlung durch, zuerst wollte sie alle fernhalten vom Kampf, selbst ihn. Nun jedoch, schien sie zumindest die Notwendigkeit von manchen Kämpfen. Doch die Pandaren hatten eine Wahrheit noch nicht verstanden, in Zukunft, würde sie entweder für die Allianz oder gegen sie sein, es würde kein dazwischen mehr geben, das wusste Faralon. Er erinnerte sich, diese Bister hatten den Geißeln ganz schön zugesetzt, doch Vryuun hatte es am schlimmsten erwischt...diese Monster hatten ihr den Arm ausgerissen. Und wofür? Für ihre Erdenmutter? Für das Scheusal was sie Kriegshäuptling nannten?
Waren die Orcs und Tauren so tief gesunken? Das sie einer Leiche folgten, die in ihnen nur Kanonenfutter sah?
Er schnaubte. Wenn sie für Slyvanas kämpfen wollten, so sei es. Er würde für etwas ehrenvolleres kämpfen, für etwas für das es sich lohnt zu kämpfen. Für seine Frau und Tochter in Sturmwind, für seine Freunde, für Gilneas, für Goldrinn.
FÜR.DIE.ALLIANZ!
Die Nachricht von Lao Windpfote

Die Nacht war vor Kurzem erst in Dolanaar herein gebrochen und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Meisten des Dorfes bereits im Gasthaus sammelten. Es duftete nach süßen Reisküchlein und frisch aufgebrühtem Tee, Stimmgewirr drang an die Ohren. Schließlich aber war es der Brief, der für Aufruhr sorgte und dem unbekümmerten Nachteinbruch einen faden Beigeschmack verlieh. Solange Priesterin Nachtsang nicht in Dolanaar weilte, war es Priester Blattwind, dem die Führung zuteil geworden war. Und so war es auch er, der den Brief und seinen Inhalt an die Bewohner weiter gab.

Die Besuche des Pandaren Lao Windpfote waren noch gar nicht so lange her. Als er Geschichten mitbrachte, das Mondfest besuchte oder Schwester Nachtodem den letzten Atem raubte. Nun aber benötigte er Hilfe und so war es nicht verwunderlich, das die Reaktion darauf sogleich folgte. Feralas war kein Ziel, welches man schnurstracks erreichen konnte und so musste man sich auf eine etwas längere Reise einstellen, wenngleich es dieses Mal ein Schiff war, welches sie in den Dschungel und somit zur Mondfederfeste bringen sollte.

Das Rauschen des Meeres

„Günstige Winde!“ sprach die Schildwache, welche Priester Blattwind und seine Mitstreiter an Bord der Meerespracht willkommen hieß. Auf dem Schiff selbst herrschte bereits reges Treiben, so konnte man Schildwachen und Matrosen zugleich dabei beobachten, wie sie die letzte Fracht, die ohnehin in den Süden gebracht werden musste, verstauten oder sich den letzten Handgriffen vor Abfahrt widmeten. Noch schien ihnen das Wetter in die Karten zu spielen, denn der sternenbehaftete Nachthimmel und Elunes Antlitz waren frei von jeglichen Wolken.

Während sich die Truppe, die sich unter Priester Blattwinds Befehl befand einquartierte, gab es darunter Vorbereitungen oder extra Wachpositionen, um jeglichen Vorkommnissen zu trotzdem, die sich ihnen in den Weg stellen mochten. Feralas war ein entferntes Ziel, umso länger würden sie auf dem Meer unterwegs sein und die Chancen erhöhen, Zwischenfälle nicht vermeiden zu können.

Schon bald war ihnen das Wetter nicht mehr so zugetan, wie noch zu Anfang der Seefahrt. Der Himmel zog sich langsam zu, während in der schwarzen Ferne des weiten Meeres bereits die ersten Blitze zu sehen waren. Die Besatzung wurde unruhig, war es doch wohl nur der verstärkte Wind, den man in einer solchen Situation als positiv erachtete. Und während Kapitän und Besatzung das Schiff in Schach hielten, konnten die Schildwachen aus Dolanaar das scheinbar vollkommen verlassene Schiff beobachten, wie es langsam an ihnen vorbei trieb. Unheimliche leere Umgab das Deck und keine Seele war an Bord auszumachen. Erst, als es an ihnen vorbei war und umgehend eine Nachricht ans Festland geschickt wurde, konnte man die Anspannung weichen sehen.

Bald allerdings sollte sich das Ereigniss wiederholen, als sich die Meerespracht mehr und mehr von Teldrassil entfernte und der riesige Weltenbaum nur noch klein am Horizont zu sehen war. Zuvor noch hatte man die Reaktion auf den Brief erhalten und so war das leere Schiff nie am Hafen von Rut’theran angekommen, obwohl es doch direkt darauf zu trieb. Kaum, so schien es, war die Nachricht gelesen, konnte man es abermals in der Nähe des eigenen Schiffes ausmachen. Erneut setzte das augenscheinlich leere Schiff die Besatzung des Meerespracht in volle Alarmbereitschaft, denn das unbehagliche Gefühl wollte einfach nicht weichen. Als das herrenlose Schiff näher kam, sehr nahe, konnte man den leblosen Körper über der Reling baumeln sehen. Ein Mensch und der Grund, weshalb unverzüglich Pfeile auf die Sehnen der Bögen gelegt wurden.

Angespannt starrte man in die Leere. Vorbereitet auf das, was vom Schiff kommen mag und somit abgelenkt von dem, was bereits am eigenen Schiff geschehen war. Das einsame, kleine Boot der Goblins hatte sich unbemerkt von der anderen Seite genähert und so waren sie die ersten, die das Schiff der Kaldorei betraten. Und während jene auf der einen Seite die Ablenkung genutzt hatten und dort bereits ein Kampf ausbrach, war vom verlassenen Schiff plötzlich eine ganze Meute Piraten zu sehen. Der Pfeilhagel der Kaldorei setzte unverzüglich ein und so war es eher ein kleines Ärgernis auf See, statt eine große Bedrohung. Diese Piraten jedenfalls würden keiner Seele auf See mehr etwas antun können.
Osurgrimm stampfte auf einen erhöhten Posten des verborgenen Lagers und blickte über das tot anmutende, trostlose Land. Niemand könnte sie finden, ohne dass sie ihn bemerkten. Und doch konnten sie nicht mehr länger hier bleiben.

Nach der Flucht aus Feralas, als sie nur knapp dem Kreuzfeuer der Allianz entgangen waren, hatten sie diesen Posten im Gebirge bezogen. Noch immer hörte der Bulle die Pfeile und Kugeln surren, welche ihnen von allen Seiten um die Ohren geflogen waren. Nur dem schützenden Nebel der Schamanen, welcher das Zielen wohl unmöglich machte, war es zu verdanken, dass diese Sache nicht böse ausging. Auf der Flucht hatten sie die Gefangenen im Austausch gegen den Durchlass nach Desolace eingebüsst. ..Nun, beinahe.

Die Menschenfrau und die Draeneiweiber hatte man abgeworfen, so dass die Allianz sie sehen konnte. Doch im Nebel bemerkte man wohl erst zu spät, dass die Orcs den Pandaren, welcher sich ihnen zuvor in den Weg gestellt hatte, noch immer mit sich schleppten.

Osurgrimm hatte Lao bereits einmal die Möglichkeit gegeben zu fliehen und sich aus dieser Sache heraus zu halten. Er war ein Narr gewesen, die Gelegenheit nicht zu nutzen und sich statdessen für seine Allianzfreunde zu opfern. Jetzt war er ein Gefangener. Und wohl der wertvollste von allen. Die Weiber waren verzichtbar. Hatte man sie doch ohnehin schon befragt. Doch Lao war es, welcher die Allianzgruppe auf der Suche nach den Relikten angeführt hatte. Und er war es, welcher nun auch Osurgrimm zu diesen Relikten führen würde.

Doch als wäre das nicht schon genug, kam dann noch der Elf. Ein einziger Nachtelf, welcher die Gruppe verfolgt hatte und sich ihnen offenbarte. Felorn war es. Derselbe Elf, welcher bereits zuvor gekommen war und welcher sie in gewisser Weise vor dem bevorstehenden Angriff der Nachtelfen gewarnt hatte. Er wollte sich als Geisel für Lao eintauschen. Osurgrimm schnaubte bei dem Gedanken. Natürlich hatte er ihn einfach ebenfalls gefangen genommen, ohne auf das Angebot einzugehen.

Doch jetzt war alles anders. Nach der Befragung der beiden Gefangenen hatte sich jener Entscheid im Bullen gefestigt, welchen er in Wahrheit schon von Anfang an getroffen hatte. Er würde in den Süden ziehen und ein für allemal herausfinden, was es mit diesen Relikten auf sich hatte. Die Allianz sollte sie auf keinen Fall bekommen. Doch auch die Horde sollte sie nicht bekommen, wenn es sich verhindern ließ.

Zwar brannte in seinem Herzen der Wunsch, die Allianz und ihre Zivilisation zu vernichten, ihre Völker zu erobern und ihre Länder der Natur zurück zu geben, so wie es ihr Recht war, - doch wenn, dann mit wahrer Stärke. Mit Axt und Horn. Und nicht mit Hilfe von irgendwelchen dunklen Mächten. Zu viele Worte von großer Macht waren im Zusammenhang mit diesen Relikten gefallen. Und die dunkle Fürstin wäre nicht der erste Kriegshäuptling, welche solcher Macht zum Opfer fiele.

Die Orcs des Klingenwindes hatten treu an der Seite der Kriegstotem gestanden. Unwissend worum es ging, waren sie seinem Ruf gefolgt. Und während sein eigenes Volk sich aus dem Staub gemacht hatte, waren die Orcs mutig an seiner Seite geblieben, selbst als man dem Tod beinahe ins Auge geblickt hätte. Osurgrimm würde dies nicht vergessen. Er machte Brumokh zu seinem Blutsbruder und weihte die Orcs über seinen Plan ein. Und wie er es sich gedacht hatte, würden sie ihn dabei unterstützen.

Doch die Zeit drängte. Jeden Moment den sie verloren war teuer. Sie mussten aufbrechen zur großen Pforte, um Vorräte und Verstärkung zu holen - und dann zurück in den Süden. Auf einem Weg, welcher nicht von den Elfen bewacht wurde. Sollte die Allianz sich ihnen jedoch ein weiters Mal in den Weg stellen, würde man sie zerschmettern. Osurgrimm würde diese Relikte finden. - Und vernichten, wenn es ihm möglich war. An seiner Seite jene wissend, welche treu waren und die Notwendigkeit dieser Handlung verstanden. Und der Pandaren sollte sie führen.
Der Wind... - Teil 2

Eine Seeüberfahrt… na super. Mehr war Lao also nicht eingefallen… mit einem kläglichen Anblick von Floß, welches Ahkari durch hohen Einsatz von einem nahegelegenen Hordeanleger stahl, sollten wir sicher nach Feralas gelangen? Dieser Gedanke grenzte an Wahnsinn und war ebenso weniger gefährlich als durch den offenen Talübergang einzukehren. Aber ein Zurück gab es nun nicht mehr.
So halfen uns die Elemente, die Yuhee um Hilfe bat um schneller voranzukommen. Jedoch hielt das Floß nicht sehr lange… Die Last und die nicht gedachte Nutzung dem das Floß dank uns ausgesetzt war, sollte diesem nicht annähernd gewachsen sein und schlussendlich zerlegte es sich in seine Bestandteile… wie närrisch von Lao auch nur zu glauben, dass es bis zu unserem Ziel gehalten hätte. Wieder einmal schüttelte ich bei solch einem Gedanken den Kopf.
Doch wer wäre ich schon, die Entscheidung meines Meisters in Frage zu stellen… so hatten sich seine spontanen Ideen doch auch ebenso oft genug als Triumph herausgestellt und uns vor Gefahren bewahrt.
Wir kamen zwar erschöpft und klitsch nass am Ufer der Mondfederfeste in Feralas an, aber Yuhee war es zu verdanken, dass wir noch lebten und nicht im Wasser untergingen.

Unsere Klamotten zogen wir vor der Überfahrt aus um sie eigentlich im trockenen zu wissen... naja man kann sich denken, nachdem das Floß brach, was mit ihnen passierte.
Ein eigenartiges Gefühl erneut fast nackt vor meinen Freunden zu stehen… so erinnerte ich mich zurück an den Beginn unserer Reise, der meiner neuen Robe zum Verhängnis wurde, weil ein Ziehfaden heraushing und mein Meister sie fälschlicherweise für geeignet hielt unser Segel im Zaume zu halten. Ich musste schmunzeln. Der Faden hielt meine Robe im Grunde zusammen und löste sich… und meine gesamte Robe mit auf… tja… ich war glücklich wenigstens ein wenig meiner Unterkleidung noch im festen und bestehenden Zustand zu wissen…

Faralon warf mich aus meinen Gedanken. „Du hättest auf mich hören und den von mir gewählten Pfad einschlagen sollen Lao! Denkst du eigentlich auch an das Wohl der Anderen? Ich denke ICH sollte die Führung über unsere Gruppe übernehmen!“
Ich blickte auf, warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu, wollte etwas entgegnen, aber hielt mich zurück. Die anderen saßen derweil um ein Feuer der Elfen herum und konnten ihre mittlerweile getrockneten Sachen wieder anziehen. Ich tat es Ihnen gleich.
Lao und Faralon diskutierten derweil über das weitere Vorgehen, bis mein Meister letztlich ein Machtwort sprach und kurz verschwand. Faralon war sichtlich schlecht gelaunt und machte einen Rundgang um auf andere Gedanken zu kommen…
Die Anderen beobachteten die beiden Streithähne, sahen dann mich erwartend und aufmerksam an, bis Ahkari das Wort ergriff: „Yiang, was wird als nächstes geschehen?“, ich antwortete nicht sofort.
„Ich bin mir nicht sicher Ahkari, lasst uns für heute ruhen und abwarten was Lao weiter geplant hat. Unser Weg wird uns weiter durch diese Wälder führen, soviel steht fest.“
Sie nickte nur knapp und wand sich wieder ihrem Buch zu. Den Anderen war Sorge ins Gesicht geschrieben, so lächelte ich warm um sie nicht weiter zu verunsichern. Shan und Yuhee neckten sich kurz daraufhin, wie immer. Ein süßes Paar. Und der Rest widmete sich eigenen Dingen.

Was niemand bemerkte war, dass sich Vyruun und Dwayaa, unsere beiden neuen Draenai, Kiran, die Menschenfrau und Quiwy unsere Gnomin, unerlaubt entfernt hatten… mit verheerenden Folgen!
Die Gnomin schmunzelte und schüttelte den Kopf. Was für eine Aufregung.
Und auf einmal sollte sie an allem Schuld sein. Dabei hatte sie schon oft während der Reisen die Gruppe verlassen um das Gebiet nach lohnenswerten Gesteins- und Erzproben ab zu suchen. Da war es auch niemandem aufgefallen und hatte vorallem keinen gestört.

Kiran dieses Mal mitzunehmen war in ihren Augen völlig ohne Gefahr. Das Dwayaa ihnen folgen würde konnte ja keiner von ihnen Ahnen. Daher war die Gnomin nach Dwayaas Auftauchen auch allein zu der Höhle gegangen. Sie musste sehr nah an der Taurensiedlung vorbei. Als Gnom mit ihrer Erfahrung war es keine große Herausforderung vorbeizuschleichen aber die junge Draenei... nein es war besser gewesen sie bei Kiran zu lassen.

"Habe ich zumindest gedacht..." murmelte Sie mehr zu sich selbst.

Das ertönen eines Kriegshorns hatte sie wissen lassen das etwas nicht stimmte. Als sie Kiran und die Dreanei jedoch entlich fand war es zu spät. Sie wurden bereits in Fesseln gelegt. Dass Vyruun inzwischen ebenfalls dort war, hatte sie nicht gewundert.Natürlich kam Dwayaa nicht ohne ihren Schatten...ob sie wollte oder nicht...

Die Sprengung der Höhle brachte auch keinen Effekt der als Ablenkung getaugt hätte. Sie würde herausfinden müssen wieso der Zünder erst so spät funktioniert hatte...

Sie hatte die Orcs verfolgt um zu sehen wo sie die drei Begleiter hinbrachten und dann dort die Sache beobachtet und gewartet.

Und all das wurde ihr nun vorgeworfen. Warum sie den Rest der Gruppe nicht geholt hatte? Wen hätten sie den holen sollen? Diesen Lao? Bei dem man nie wusste ob er grade da ist oder nicht und dessen Ziele und Gründe selbst für ihn nicht offensichtlich schienen? Yiang seine Schülerin? Damit sie mit den Orcs bei einer Tasse dieses langweiligen Gebräus welches sie Tee nennen über die Gefangenen reden konnten? Ganz sicher nicht.

Oder das Hündchen? Die Gnomin erinnerte sich an das Bild welches er abgegeben hatte als er mit den Pandaren den Kampf üben wollte um einen "Worgenstil" zu entwickeln und kicherte in sich hinein. Der hätte die Orcs vielleicht mit seinem geschwafel zermürben können aber mehr auch nicht.

Wer war da sonst noch...Der Zwerg? Sie mochte die Zwerge aber dieses Exemplar...diese andere Worgin? Nein...niemand von denen wäre hilfreich gewesen. Und dass sie damit richtig lag, hatte dieser völlig verblödete Angriff gezeigt. Wer zum verfluchten Goblin greift eine Gruppe Orcs an die Geiseln mit sich führen. Noch dazu hatten die Schamanen dieser Gruppe schnell in Nebel gehüllt und dieser vertrottelte Worgen schoß obwohl er unmöglich sehen konnte auf was. Die Gnomin hatte versucht ihm seine Pistolen aus den Hundepfoten zu schiessen aber sie war eben eine verflucht schlechte Schützin. Der Schuss ging soweit vorbei dass er das geschehen nichtmal ansatzweise beinflusste.

Die Gnomin schüttelte abermals den Kopf. Und das alles sollte nun ihre Schuld sein? Es war ihr gleich. Ihre drei Begleiter waren frei. Das war die Hauptsache...Gut Vyrunn hatte ihren Arm verloren aber sie lebte. Und dass die Orcs jetzt diesen Lao stattdessen mitgenommen hatten störte die Gnomin ebenfalls nicht. Der war sowieso nie da...und davon abgesehen wurde sie ohnehin aus der Reisegruppe verbannt. Die Gnomin lachte auf bei dem Gedanken daran, dass diese Pandarin wirklich glaubte das die Gnomin aufgrund einer Erlaubnis bei der Gruppe war. Sie hatte es auch längst aufgegeben die Ziele oder den Grund für die Reisen verstehen zu wollen. Ganz sicher war sie sich sogar, dass es die Pandaren selbst nicht genau wussten.Darum waren die ganzen Befragungen durch die Nachtelfen für diese nicht zufriedenstellend.Sie wusste eben nichts von irgendwelchen Relikten und Sillithus.

Jetzt war sie wieder hier. In der Mondfederfestung. Die Nachtelfen waren meistens ganz nett und sie genoß es mit einigen von ihnen anregende Gespräche führen zu können. Sie hatte sie viel zu lange viel zu wenig mit diesem Volk beschäftig. Jetzt aber hatte sie Zeit dazu. Sie musste ohnehin auf die Draenei warten bis diese eine Reise überstehen würden...
Eine kleine Geschichte für Lao, von einem Freund aus einer anderen Welt, der sehr begeistert bei der Sache mitließt. Diese Geschichte ist für Lao.

"Wink....Wink!!! Aufwachen, der Dienst ruft!"-brüllte der Sergeant des Regiments. Wink rieb sich die Augen, noch völlig verschlafen, die Sonne war noch nicht aufgegangen, doch er wusste, der Tag der Abreise ward nun gekommen. Wieder einmal. Wieder einmal das Banner der Horde tragen. Wieder einmal mit hungrigem Magen, grunzend in Reih und Glied marschieren. Diesmal war es eine Schifffahrt nach Nordend. Die Allianz hat dort ihr Lager geschlagen und versucht Resourcen abzugreifen. Doch nicht mit uns!

Wink machte sich fertig und zog seinen Wappenrock und seine Uniform an. In der Reflektion des Teiches in Orgrimmar sah er sein sein Spiegelbild. Die Rüstung eines Grunzers, eines Soldaten der Horde. Er betrachtete sein Gesicht, den gepflegten Bart, die leuchtenden Augen, voller Kampfesgeist und Stolz. Doch für einen Moment zog es ihn zurück... zurück in die Vergangenheit... zurück zu der Zeit, als alles noch anders war. Als er als junger Adept noch keine Ahnung hatte,keine Ahnung von Moral, von Schicksal und seiner Bestimmung für eine Seite zu kämpfen.

"Wofür kämpfst du? Und Warum? Und warum kämpfen wir alle? Bringt das was?Ist es für das Gleichgewicht? Das Ying und Yang? Das Geben und Nehmen? Der Lauf der Natur? Oder ist es die Hoffnung.... die Blüte, die darauf wartet, sich in den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings zu öffnen, um ihre volle Pracht zu entfalten? Die Blüte....der Freiheit!

Wink sah sich sein Spiegelbild genauer an. Das Banner der Horde. Das Banner, welches für Stolz stand, für religiöse Freiheit, dem Recht, sich frei zu entfalten, egal, ob nun Loa Gott, den Geistern, oder einem paranoiden Hirngespinst. Das Hordenbanner, dass vielen Rassen die Möglichkeit gab, trotz großer UNterschiede und Differenzen trotzdem an einem Strang zu ziehen und gemeinsam für einen Platz in dieser Welt zu kämpfen. Wink lächelte und nickte. Dafür stehe ich!

Doch dann dachte Wink an all seine alten Freunde, die nun teilweise seine Feinde waren. An die Pandaren, denen er nun gegenüberstehen musste und sogar... töten würde. Das blaue Banner. Das Banner der Generik, das Banner der Repression, das Banner des Lichts. Sofort kam Wut in Wink auf... "Wie können sie nur..... sich für diese Seite entscheiden....".
Eine Allianz, die friedlich schien, doch nicht wahr, das Licht, so hell, dass es blendete und den Trug der Freiheit nicht offensichtlich machte. Eine Allianz, welche Vertrauen nur auf gegenseitige Gleichheit aufbaut. "Nein!" das ist nicht der Weg von Wink.

Sich wieder aus den Gedanken reißend, lächelte Wink und betrachtete ein letztes Mal sein Spiegelbild. Nun im Gesamtpaket.
"Ich habe die richtige Entscheidung getroffen!
Lok'tar Ogar!
Für die Horde!"

.....schrie Wink stolz und machte sich auf, seine Reise in den kalten Norden vorzubereiten.


Ich bin ziemlich !@#$% im Schreiben, hoffe es ist lesbar. Ich freue mich auf viele weitere tolle Geschichten zu eurem Plot.

Liebe Grüße
Argent Dawn's beste Bratwurst aka Bruder Wink Ochsenfass

Nimm an der Unterhaltung teil!

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