[A-RP] Die Oskorei

Die Aldor
*Schaut summend vorbei und hinterlässt ein kleines Geschichten Geschenk*

Zu einer Zeit als die Welt noch jung war und die Wälder sich endlos über die Ebene erstreckten. in dieser Zeit begab es sich das der Große Wolf und der Große Bär in Streit darüber gerieten wer denn der stärkste unter den Kindern des Waldes wäre. Nacht um Nacht trafen sie sich auf einer von der Weißen Dame beschienen Lichtung und fochten knurrend und grollend ihren Zwist aus.
„Ich, ich bin der Stärkste.“, knurrte der Wolf zähnebleckend. „Kein Tier des Waldes vermag meinem Zorn zu widerstehen.
„Da kann ich nur Lachen Wolf.“, sprach der Bär mit einem amüsierten Ton und schüttelte sein Haupt. „Fürchtet Schwester Falke etwa dein Toben? Oder die Alte Schildkröte? Nein, sie beide widerstehen dir.“
Wut wallte im Herzen des Wolfes auf. Zu lang schon dauerte ihm dieser Zank schon als das er noch den Spott des Bären erdulden mochte. Grollend wie ein sich näherndes Gewitter spannte er seine Muskeln an. Er würde dies hier und jetzt beenden. Ein Biss in die Kehle des Bären und alle müssten erkennen das er allein der Stärkste war.
„Halt!“ , schallte da plötzlich eine tiefe volle Stimme aus dem Dunkel nächtlichen Waldes.
Wolf und Bär blickten sich um.
„Wer da?“, keifte der Wolf scharf in die Nacht seine Reißzähne gebleckt.
„Frieden, Wolf!“, gebot die Stimme Hoheitsvoll und der große Weise Hirsch trat in die Mondbeschiene Lichtung. „Ich bin nicht dein Feind. Genauso wenig ist der Bär dein Feind.“
Der Bär nickte dem Neuankömmling freundlich zu.
„Schön das auch du den hitzköpfigen Wolf zurechtweist.“
„Ich weiße ihn nicht zurecht. Ich erinnere ihn nur daran das auch wenn unsere Kinder einander Jagen mögen wir niemals Feinde sind.“
Einsehend nickte der Bär.
„Natürlich.“
Zufrieden erwiderte der Hirsch das Nicken wobei das Licht des Mondes sich funkelnd in seinen Augen reflektierte. Dann sprach er an beide gewandt: „Es soll kein Zwist zwischen uns Herrschen. Und keine Feindschaft das Band besudeln das wir teilen. Daher sollt ihr beide den euren im ehrenhaften Zweikampf beilegen.“
Die Ohren des Wolfe zuckten.
Er „sollte“. Wer war der Hirsch schon das er ihm zu befehlen hatte was er soll? Er war der Wolf schnellste und stärkste von allen Tieren des Waldes. Was fiel dem Hirschen ein?
„Du befiehlst mir Hirsch.“ ,erklang es tief und düster aus der Kehle des Wolfes.
„Dir und dem Bären.“ ,antwortete der Hirsch. „Euer Zwist hat schon lange genug die Ruhe der Lichtung gestört.“
Knurrend spannte der Wolf wieder seine Muskeln an und seine Sicht färbte sich rot vor Raserei.
Der Bär bemerkte dies. Seine Lefzen zu einem breiten Lächeln verziehend sprach er: „Du zögerst Wolf? Gerade du der stets den direkten Weg so sehr genießt? Fürchtest du etwa den Kampf?“
Die Worte Bären waren der Funke der Funke die das Herz des Wolfes endgültig in Flammen des Zorns aufgehen ließen. Doch statt einen der beiden anzuspringen riss er sein Haupt in den Nacken und brüllte so laut das die Wipfel der uralten Bäume erbebten und alle Tiere des Waldes erwachten: „Ich werde dich Zerreißen Bär! Dich und alle die dein Blut teilen. Zu hunderten werde ich sie von meinen Kindern jagen und töten lassen! Zu tausenden werden sie dich im stillen verfluchen wissend das du es warst der meinen Zorn über sie brachte!“
„Wolf!“, fiel der Hirsch ein doch der Bär unterbrach ihn lachend noch ehe er etwas sagen konnte.
„Lass ihn Hirsch, so ist er halt. Unbeherrscht wie ein Junges dem der Magen knurrt.“
„Und du Wolf!“, fuhr er jäh ernst fort. „Wenn du es wagst einem meiner Kinder leidzuzufügen wirst du erfahren warum meine Pranken die Erde unter ihnen erzittern lassen. Dieser Streit ist nur zwischen uns beiden.“
Ein bedrohliches Knurren kam vom Wolf als Antwort.
„Also? Nehmt ihr die Aufforderung zum Zweikampf an?.“ Fragte der Hirsch und blickte zwischen den beiden hin und her.
„Ich nehme die Aufforderung an.“, antwortete der Bär und nickte gelassen.
„Ja.“, presste der Wolf vor Wut bebend hervor.
„Gut. Dann wollen wir uns hier in drei Nächten bei Vollmond treffen. Die Weiße Dame musste euern Zwist mitanhören so verdient sie es auch ihn in all ihrer Pracht beigelegt zu sehen.“
Wolf und Bär nickten zustimmend ehe sie beide von dannen zogen.
Stunden später als der Morgen zu dämmern begann erreichte der Wolf den äußeren Rand seines Reiches. Er wirkte Unruhig den Unsicherheit plagte ihn. Zwar zweifelte er nicht an seiner eigen Kraft doch wusste er wie zäh der Bär war.
„Ich brauche Sicherheit.“ ,sprach der Wolf versonnen zu sich selbst.
Doch woher nehmen? Keines der Tiere des Waldes wusste was der Morgen brachte- Keines außer…
„Die Spinne“
Ein Schauer überkam ihn als er diese Worte sprach.
Die meisten Tiere des Waldes fürchteten die Spinne und das Gift ihrer Fänge. Und selbst die großen Tiere behandelten sie mit Respekt. Denn die Spinne sah alles.
Nichts entging den acht Augen der Spinne. Weder Sichtbares noch unsichtbares weder Vergangenes oder das was noch sein sollte. Und all dies spinnte sie in ihre Netze die zu hunderten ihr Reich bedeckten.

Selbst dem Wolf in seiner Wut behagte es nicht ihr Reich aufzusuchen. Jenen düsteren Teil des Waldes den nie ein Sonnenstrahl berührt hatte und über dem man nie die Töchter Lüfte ihre Bahnen zogen. Doch der Wunsch nach Gewissheit war übermächtig und so kehrte der Wolf um und machte sich auf dem Weg zum Hain der Spinne.
Einmal zog die Sonne am Wolf vorbei während er sich einsam und allein dem Hain der Spinne näherte. Hunger plagte ihn doch der Wolf wusste er musste sich eilen wenn er noch bei Zeiten das Reich der Spinne erreichen wollte.
Dichter und dichter wurde der Wuchs des Waldes. Immer seltener fiel das Sonnenlicht auf das grün des Waldbodens. Bald schon konnte man den Himmel nur noch durch vereinzelte Löcher im Astwerk erblicken. Dann gar nicht mehr. Nachttiefe Schwärze umgab den Wolf. Einer Eingebung folgend rief er nach der Spinne. Erst schien es als bliebe sein Ruf unbeantwortet. Da erklang plötzlich ein klackerndes Lachen aus den Schatten heraus.
„Wolf, was fühhrrrt dich zuuu miiirr“ , säuselte es gedehnt aus der Dunkelheit heraus.
„Spinne? Bist du das?.“ ,fragte der Wolf.
„Natürlich Wolf. Und ja ich kann dir sagen was du wissen willst.“
Erleichtert atmete der Wolf aus.
„Dann sag mir Spinne werde ich den Kampf gewinnen?“
Stille.
Zäh wie Harz verstrichen die Sekunden. Sekunden der Stille in denen die Unruhe des Wolfes immer weiter zunahm. Plötzlich, nach etwas was sich für den Wolf wie eine qualvolle Ewigkeit angefühlt hatte, vernahm er ganz dicht an seinem rechten Ohr.

„Ich seeeehe den Kampf dooch sein Ausgang hängt noch in der Schweeeebe.“
„Was soll das heißen?“, entfuhr es dem Wolf.
„Das heißt das du nuuur gewinnst wenn du auf deine waaahre Stärke seeetzt.“, antwortete die Spinne.
„Hab dank Spinne.“ ,grollte der Wolf nun voll düsterer Vorfreude. „Wenn ich erst den Kampf gewonnen habe wer ich dir die Reste des Bären als Mahl gewähren.“
Als antwort kam das säuselnde Lachen der Spinne das langsam im Dunkeln des Waldes verhallte.
Der Wolf aber kehrte ohne sich auszuruhen zu seinem Rudel zurück.
„Meine wahre Stärke.“, dachte der Wolf, auf dem Rückweg, mit einem selbstsicheren Blick in seinen Augen. „Dies ist leicht. Zorn und Wut verleihen mir Kraft und meine Raserei ist meine größte Waffe.“
Er musste also nur auf seinen Zorn bauen um den Bären zu vernichten.
Als er endlich beim seinem Rudel eintraf begann er sogleich damit sich noch mehr in seine Wut auf den Bären reinzu steigern. Kein Mahl nahm er zu sich und kein Schlaf gestatte er seinem ermatteten Körper stets im Geiste dem Bären dafür die Schuld gebend. Der Bär war der Grund warum er hungerte. Der Bär war schuld daran das er keine Ruhe fand.
Mehr und mehr verlor er sich in seiner Raserei. Bald schon traute sich keiner der anderen Wölfe mehr ihn auch nur anzublicken aus Furcht er würde sie dafür anfallen und zu blutigen Fetzen zerreißen.
Dann kam der Tag des Kampfes und der Wolf aus um sich dem Streite zu stellen.
Ein schaurigen Anblick bot er so abgemagert und geifernd. Seine Augen glühten Rot vor Wut und sein Blick war der eines tollwütigen Tieres.
So Schrecklich war er anzusehen das keines seiner Kinder sich traute ihm zu folgen.
Als der Wolf am Kampfplatz eintraf war der Bär schon dort. Mit blauer Farbe hatte man ihm Mondsicheln auf den Pelz gemalt und in seine Mähne hatte man die Fangzähne geschlagener Feinde hinein geflochten.
Hinter ihm hatten sich seine Kinder die Bären des Waldes sowie sein Bruder der Kleine Bär versammelt. Sogar die Furbolgs waren erschienen und saßen etwas abseits unter den Bäumen.
Zwischen dem Bären und dem Wolf stand der Hirsch. Sein Weißer Pelz schien im Licht des Mondes ganz weiß wie als ob er aus Wasser bestünde in dem der Mond sich spiegelte.
„Da bist du Wolf!“, feixte der Bär und ließ ein donnerndes Lachen vernehmen. „Schlecht siehst du aus? Hattest du so große Furcht vor dem Kampf das du keinen Bissen zu dir nehmen konntest.“
„Lach nur Bär jedes Wort das du sprichst macht deine Niederlage nur noch sicherer!“, kläffte der Wolf als Antwort zurück und entblößte seine Zähne.
Die Augen des Hirsches verfolgte das geschehen aufmerksam. Ein Weile verharrten sie auf dem Wolf erfüllt von Bedauern dann huschten sie zum Bären hinüber.
„Ruhe!“
Die Stimme des Hirsches lies das Knurren des Wolfes und das Lachen des Bären verstummen.
„Wir sind hier versammelt dem Wettstreit dieser beiden beizuwohnen. Jegliches eingreifen in das Kampfgeschehen ist untersagt.“
Ungeduldig zitternd knurrte der Wolf „Mach schon Hirsch, mich dürstet es danach den Pelz des Bären zu zerfetzen.“
Schweigend bedachte der Hirsch den Wolf mit einem strafenden Blick ehe er laut verkündete: „Der Kampf möge beginnen.“
Die Stimme des Hirsches war noch nicht verklungen da stürzte sich der Wolf schon auf den Bären zu nur um kurz vor ihm einen Satz zur Seite zu machen und die Flanke des Bären anzugreifen. Der wiederum hob seine Pranke um den Wolf wegzuschmettern.

Schlag folgte auf Schlag. Klaue auf Pelz.
Mal war es der Wolf in blinder Raserei eine Wunde zufügte mal war es der Bär dessen mächtige Pranke den Wolf hinwegfegte.
Nach Stunden des Kampfes standen sich beide Kontrahenten Blut überströmt und erschöpft gegenüber. Der Atem dem Bärs ging rasselnd und ein leichtes zittern ging durch seinen Leib.
„Weiter Bruder“ feuerte sein Zwilling ihn an.
„Zeig es dem Wolf.“ Stimmten einer der Furbolgs ein.
Mehr und mehr rufe wurden laut und es schien als würde der Bär mit jeder Stimme die sich erhob einen Teil seiner Stärke zurückgewinnen. Der Wolf beobachtete dies mit wachsendem Unwohlsein denn erselbst konnte kaum noch stehen.
„Wo war sein Rudel?“ ,schoß es ihm durch den Kopf. „Wo waren seine Kinder und Gefährtinnen?“
Er wandte sich um und blickte auf seine seite der Lichtung.
Nichts. Kein einziger Wolf war zu sehen kein Fuchs niemand.
Als er sich dem Zentrum der Lichtung zuwandte sah er noch wie die Klaue des Bären auf ihn zukam.
„Aber die Spinne.“ ,dachte er noch dann umfing ihn tiefe Ohnmacht.

Tief im Wald. Dort wo die Sonne nie den Boden erreicht. Und die Kinder der Falkenmutter nie ihre Bahnen ziehen saß die Spinne lächelnd in ihrem Netz.
„Nuun versteeehst duuu es guuter Wolf. Oder? Deine Stärke war niiiie die der Rasereiiiiii. Wer der ganzen Welt zürnt steht alleiiine. Und diiiiie Stärke deines Geschlechts faaand sich schon immer in eurem Zuuusammenhalt.“
Die Reise nach Boralus war sehr holprig, aber nur aus IC Sicht. Ich danke euch, dass ich dabei sein durfte. Der kleine Plot hat mich positiv überrascht. Euere Charaktere und Geschichten haben wirklich Tiefe und waren ein Genuss.
Liebe Grüße an alle die dabei waren.

:-*
Am Abend des 9. kann der ein oder andere Bewohner Neuankömmlinge in Boralus bemerken....Zwei Gruppen die Unabhängig voneinander die Stadt betreten. Eine Gruppe reitet auf Pferden durch das Tor in die Seemannsgasse hindurch, geführt von einer Gezeitenweisen und begleitet von Größtenteils in Lederkleidung gehüllten Frauen. Eine andere Gruppe kommt mit einem kleinem Boot im Hafen an, Drei Männer und Zwei Frauen, letztere beide durch Kapuzen verborgen. Hier wird einer der Männer gestützt und die Gruppen verschwinden in den Mengen der Bewohner von Boralus

Die Oskorei sind ab heute in Boralus anzutreffen! :) Für wielange nun das ist offen und wird sich im RP zeigen.
Keir lässt sich auf dem Bett seines Zimmers nieder. Der Rücken schmerzt von dem langen Ritt, die Glieder sind Müde durch die Zeit in Drustvar. Es war eine lange und vorallem gefährliche Zeit. War es wirklich ein ganzer Monat gewesen? Ein Monat in dem die Oskorei gekämpft und gelitten haben. In dem sie nicht nur mit dem Verfluchten Land zu tun hatten sondern auch mit ihren eigenen, inneren, Dämonen. Sie wurden besiegt, die Gruppe wieder vereint. Lächelnd blickt er an die Decke. Es gab weitere Bürden die sie auf ihren Schultern trugen. Dunkle Schatten der Vergangenheit, die Gefahren der Zukunft...doch im Hier und jetzt waren sie in einem bequemen Bett in einem Gasthaus in Boralus. Sie konnten endlich wieder ausschlafen, ihre Kräfte sammeln und sich auf die nahenden Schlotternächte vorbereiten. Keir freute sich darauf....morgen, morgen würde er mit den Arbeiten an diesem Fest beginnen. Mit diesem Gedanken verfiel er in einen ruhigen Schlummer, während in der Nacht Boralus noch immer lebt.

Die Oskorei befinden sich aktuell in Boralus - genauer nächtigen sie in der "Brauerei Angelhopfen" im Norden der Aschenwinddocks :)

In den nächsten Tagen widmen wir uns den Vorbereitungen zum Schlotternachtsfest, genaueres ist hier zu lesen:

https://eu.battle.net/forums/de/wow/topic/17624202561#post-1
Obligatorische Threadsicherheit :)

Aktuell befinden wir uns weiterhin in Haderfurt, werden heute Abend aber einen kleinen Ausflug übers Wochenende unternehmen. In den nächsten Tagen wird auch dieser Thread nocheinmal überarbeitet - in den Monaten die es die Oskorei schon gibt kam es zu einigen Veränderungen die eine neue Vorstellung notwendig machen.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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