Hat WoW meinen Gaming-Enthusiasmus zerstört?

Aus dem Leben der WoW-Community
(Ich fasse mich kurz, da ich eben einen langen ausführlich Text geschrieben habe, aber dieser Thread warum auch immer nicht erstellt wurde - Danke Blizzard!)

Also mein Problem ist, dass ich an Singleplayerspielen/Content keinerlei Spaß mehr habe, mit wenigen Ausnahmen. Und die Schuld daran gebe ich WoW.

Kurz zu mir: Ich bin seit fast 20 Jahren Gamer, angefangen mit Gameboy, Mario, Pokemon etc bis zur Wii/DS Zeit. Fast nur Nintendokram gezockt. Auf dem PC immer mal wieder wenige Spiele gedaddelt oder auf der PS2 sowas wie Kingdom Hearts. Seit 2008 fing es dann mit WoW an. Ich spielte bis 2014 quasi jeden Tag, von Morgens bis Abends. Traf 100 tolle Leute, wir lachten, wir weinten, wir zerstritten uns.

Alles was Abseits von WoW passierte hat mich nicht mehr interessiert (auf Gaming bezogen), lediglich Starcraft 2 habe ich ne Zeit lang gespielt. 2013/2014 wurde mir dann klar, dass ich wieder mehr auf Nintendo umsatteln möchte, einfach weil das Spiel für mich seit 4.3 immer schlechter wurde. Es war quasi wie ne Beziehung mit der Ex, du weißt es ist eigentlich sch3iße, aber weil du hoffst und glaubst es wird wieder besser bzw so wie früher gibst du ihr immer wieder ne Chance.

Jedenfalls habe ich mir 2014 dann um die Zeit n 3DS, ne WiiU und im laufe der Jahre immer wieder n paar Games gekauft. Auf vieles davon hatte ich wirklich Bock.

Doch jetzt mein problem: Die Spiele langweilten mich nach nur kurzer Zeit sehr sehr stark. Nicht weil sie schlecht waren, Nein im Gegenteil, es waren eigentlich immer ganz gute Games. Nur irgendwie hatte ich nie die Motivation sie weiterzuspielen. Ich wurde beim Spielen extrem schnell Müde, wollte dann einfach nix machen oder wieder Brain AFK WoW PvP, Overwatch, Hots oder ähnliches zocken. Irgendwas wo man einfach loslegt und spielt. Keine Texte lesen, keine Cutscenes angucken, keine neue Steurung, Gameplayelemente etc.

Und wenn ich meine Freizeit dann den ganzen Tag damit verschwendet habe bereute ich es. "Ich hätte auch mal XY weiter/durchspielen oder was im Haushalt machen können".

Es ist nicht so, dass ich außerhalb der Games keine sozialen Kontakte hätte, ich hatte immer Freunde mit denen ich mein Hobby geteilt und ausgelebt habe und auch habe ich seit 4 Jahren eine Freundin, die sehr gerne daddelt.

Und ich habe einfach das gefühl, dass dieser Jahrelange WoW Konsum mich kaputt gemacht hat. Wie ne Dr0ge von der man loskommen will, aber das "normale" Zeug kickt einen nicht mehr.

Ich war schon früher immer gerne jemand, der andere Leute in Spielen kaputt gekloppt hat. Egal ob Pokemon, Mario party, Smash bros oder Need for Speed, aber früher hatte ich auch noch großen Spaß an Singleplayer spielen und habe sie immer verschlungen. Da wurden die Games in wenigen Tagen durchgezockt.

Ich weiß nicht woran es liegt. Ist es WoW, was mich "verdorben" hat? Liegt es an mir, der immer alles kritisch betrachtet, das Haar in der Suppe sucht anstatt einfach das zu genießen was da ist? Werden die Spiele von Heute einfach immer schlechter bzw bieten sie einem nichts mehr? Liegt es daran, dass ich nicht mehr so viel zeit habe wie früher und mich die Arbeit auslaugt? Habe ich einfach zu viel gespielt in meinem Leben und habe quasi n burnout?

Es gibt durchaus Spiele die ich durchgespielt habe bzw sehr viel Zeit darin investiert habe, wie zB Zelda Breath of the Wild, Mario Odyssey, Donkey Kong Tropical Freeze, Splinter Cell Blacklist, bayonetta 1 & 2, Pokemon, Animal Crossing und auch alte Games wie Super Metroid (NES). Aber es gibt n ganzen 4rsch voll Spiele die hier eben mit <5 Stunden Playtime rumliegen, obwohl ich Bock auf sie habe.

Aber vielleicht bin ich ja das Problem, ich war schon immer jemand für den das Gras auf der anderen Seite grüner aussieht, ich konnte mich noch nie gut entscheiden und denke mir im Nachhinein immer "hättest du mal das andere genommen". Und auch verliere ich (zumindest Heute) schnell den Enthusiasmus für etwas. Egal ob Videospiele, Pen & Paper, TCG oder sonst was.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen eine Pause zu machen bzw aufzuhören mit Gaming. Es ist einfach mein Leben und mein Hobby. Meine Bude steht voll mit Merch, ich habe Merch Klamotten, Sammelfiguren in Vitrinen, Artbooks, Collectors und Limited Editions, Sonderausgaben, Poster etc.

Eigentlich will ich meine Freizeit nicht mehr (so stark) mit Dingen wie Overwatch, RBGs, Hots etc verschwenden, sondern mich mehr auf Singleplayer Games konzentrieren, wo ich was aufbauen, erleben und "erreichen" kann. Aber mir fehlt einfach die Motivation es zu tun. Auch ein Problem ist, dass ich Serien, Videos etc nicht einfach so gucken mag, Ich muss dabei was daddeln, wobei sich hirnlose MP Titel eben am besten eignen. Nur Serien/TVs/Videos/Filme schauen langweilt mich auch, wenn es nicht gerade extrem spannend ist. Bin aber ehr son Typ der ne Serie die er schon 128930x gesehen hat Nebenbei laufen lässt, statt etwas neuem ne Chance zu geben, da müsste ich ja aufpassen.

Hat jemand ne Idee, bzw geht es euch auch (manchmal) so?
Bei mir tritt das gleiche Phänomen auf, allerdings weiß ich nicht, ob WoW daran schuld ist. Früher als kleiner Junge und Teenager habe ich sehr gerne Kampagnen und Singleplayermodus gespielt, jetzt ausschließlich Multiplayer seit mehreren Jahren, schon fast ein Jahrzehnt. Nur noch WoW und CoD.
Es ist leider so, das man viele Singelplayer Spiele, welche heute schonmal bis zu 70€ kosten, ein einziges Mal durchspielt und diese dann im Schrank Staub ansetzen.

Bei Multiplayer Spielen, hat man dne vorteil das man diese öfters Spielen kann, sogar auch mit Freunden/Feinden.

Bei WoW hat man nun vieles von Beiden, Singelplayer erfahrung und Multiplayer. Zusätzlich dazu noch Persistenz (Alles bleibt erhalten).
Ein Stück weit kann ich deine Meinung nachvollziehen. Allerdings sind die Ansprüche in den letzten Jahren extrem gestiegen. Einerseits muss in jedem Spiel oder jeder Erweiterung etwas komplett neues geboten werden andererseits kann man das Rad nicht neu erfinden.

So läuft die Entwicklung immer mit dem derzeitigen Stand der Technik und man kann in erster Linie nur mit grafischen Erneuerungen und Features rechnen.

Bei wow kommt dann noch der soziale Faktor dazu. Praktisch macht das Spiel keinen Spass wenn man immer nur allein durch die Welt rennt. Diese zwischenmenschliche Kommunikation fehlt dann einfach in den normalen Singleplayer Kampganen...
Ja es liegt an den Spielen meistens.

Das fällt mir immer dann besonders auf, wenn mal wieder ein Spiel dabei ist, was halbwegs zieht und Elemente bringt, die mich einfach wie früher packen.

Die meistens Games sind einfach flach und sollen nur noch 7 Milliarden Menschen ansprechen, am besten so gemacht das man sie mit Maus, Tastatur, Gamepad, Lenkrad, Handy, Joystick und Gaspedal spielen kann, sprich es soll jeder angesprochen werden und im SPiel auch alle Menschen ihre kleine Ecke finden.
Kurz die Games verlieren damit jeglichen Schneid und sind einfach auch wie Kinofilme gemacht statt das das Spiel den Spieler fordert und gleichzeitig auch durch Errungenes durch sehr netten Fortschritt belohnt usw.

Ich spiele heute immer noch gerne ältere Games wie Might & Magic Teil 7. Die Spiele ziehen noch immer..

Wenn man mal aufhört nur an das Geld zu denken, aber das wurde dann um das Jahr 2000 richtig offensichtlich gebrochen. Publisher, sprich Leute die nur das Geld interessiert, haben auch im Spielesektor das Geld gerochen und nun heisst es nicht mehr macht coole Spiele für eine Gemeinde, sondern macht die Spiele um viele zu erreichen die es kaufen und Geld rein kommt für Rendite..

Die ganzen Crowdfunding Dinge sind oftmals schon ziemlich gut geworden, Auch wenns oft an der dt. Sprachausgabe mangelt weil das Geld fehlt.

Heute komme ich mir wieder so vor, wie damals zu Beginn mit Amiga 500 und so. 250 Spiele in der Box, alle für Kurzweil nett aber eben keins das einen Jahre bindet.
Heute hast du auch wieder eine gewaltige Box an SPielen, aber alle sind eben durchschnittlicher..
Wenn was großes kommt, ist es eher wieder mehr Show als Inhalt und soll viele Leute ansprechen usw.

Das klappt schlecht. Am besten ist es, wenn man etwas tut , weil man es selbst will, nicht um Geld damit zu machen und vor allem muss man einfach wieder eine Fangemeinde bedienen und nicht am besten in einem RPG auch den Shooterfreund, den ARPGler, den Häuslebauer und den LKW Fahrer..

ich denke auch nicht das es unbedingt soviel weniger Geld bringt langfristig, weil die Gemeinde 1. viel viel größer ist als damals und diese auch viel viel treuer ist.

Alle Leute erreichen zu wollen endet einfach in Spielen die nicht mehr ziehen und man sich nicht mehr richtig wiedererkennt und versinken kann.

Als z.B. EQ2 vor paar Jahren mal Zeitserver brachte und man EQ2 also ursprünglich spielte, ohne Add Ons, so wie es beim Start warm nur ohne Fehler usw. war das ein heiden Spaß und ich war wieder voll dabei, bis man es öffnete und schon war es einfach wieder bescheiden..

Es sind die Spiele die das Problem sind in erster Linie, weniger deine Einstellung. Genau genommen ist deine Einstellung auch so, dass dies hervorgerufen wird, weil die Games dich nicht mehr binden können.

Das ist vor allem auch bei MMORPG sehr starl zu spüren. Die hat es noch viel schlimmer erwischt als Singleplayer RPG´s.
Eben weil man diese stark zerstört hat mit Items, Endgame, Solo QUests Spielweise und massig andere wertige Inhalte und Schwierigkeiten entfernt hat. Über bleibt eben seichte Gammelunterhaltung die ganz schnell ihren Reiz verliert, vor allem wenn man nicht am Item-Endgame-Zahlenwettsrteit gefallen findet, der irgendwie viel zu viel geworden ist und das echte interessante verdrängt hat und somit die Heimat die man nicht mehr findet.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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