Kul Tiras und der Glaube

Die Aldor
Guten Abend! Mir ist die letzten Tage ein komischer Gedanke durch den Kopf gehuscht.
Wie, ist das eigentlich, in Kul Tiras mit dem Lichtglauben?
Wird jener eigentlich ausgelebt? Denn, wenn man questet, habe ich bis jetzt noch nie etwas gefunden oder es ist mir entgangen. Der Glaube, ist wohl eher mit den Gezeitenweisen und den Gezeiten im Einklang.. Oder habe ich einen falschen Gedankengang? Es sind nur Gedanken und nichts fixes aber ich dachte doch, Kul Tiras Menschen, sind von Gilneas nach Kul Tiras gereist vor langer Zeit.. Und Gilneer haben doch einen eigentlich starken Lichtglauben.. Hat man ihn in Kul Tiras ab gelegt oder "glaubt" man doch eher an die alten Götter, Gezeiten und dergleichen? Ich weiss, es sind zu 99% nur hypotetisch und nicht fix.. Aber, ich wäre auf eure Meinung gespannt. Also was ihr dazu denkt.. Fals man überhaupt entziffern kann, was ich mit meinem Beitrag meine!
Schönen Abend wünsch ich.. *stellt ne Schüssel mit Keksen in die Mitte*
In Kul'Tiras wird die See so verehrt, wie anderswo das Licht. Das macht auch durchaus Sinn, wenn man sich durchliest, wie diese Menschen überhaupt erst nach Kul'Tiras kamen. Ich kopiere hier mal die gesammelte Legende aus dem Spiel, die Garlanis schon einmal in einem anderen Beitrag gepostet hatte:

Am Anfang waren wir blind. Wir waren orientierungslos. Wir verließen die heulenden Straßen unserer Heimat auf der Suche nach etwas Größerem. Am Ende fanden wir die See. Oder sie fand vielmehr uns.

Die Wellen heulten zwar so, wie wir es von zu Hause kannten, doch es war keine abgeschiedene Existenz wie zuvor. Den meisten reichte das aus. Jede Zuckung brachte Verluste mit sich, aber auch Nahrung. Und Nahrung bringt Freiheit mit sich.

Wir suchten den Horizont nach der Heimat ab. Matrosenaugen hielten ihn Tag und Nacht im Blick. Wir wussten nicht, was wir suchten. Eine Vermählung von Erde und Flut, die unsere Kinder vor einem Leben auf der tosenden See zu schützen vermochte.

Sturmsang hörte es als Erster. Nicht die brausenden Wellen an der Oberfläche, sondern ein sanftes Flüstern, das außer ihm niemand wahrzunehmen vermochte. Es leitete seinen Geist immer weiter in die Tiefe und enthüllte ihm unbekannte Wahrheiten über die Macht in ihm. Für uns würde nichts beim Alten bleiben.
Es begann ganz einfach. Sturmsangs Gaben leiteten Fische in unsere Netze und frisches Wasser in unsere Münder. Wir waren nicht mehr Sklaven der Elemente, sondern ihre Meister.

Als die Gaben unseres Lords an Macht gewannen, begannen auch andere das Flüstern zu hören. Schon bald konnten wir sogar über den Wind in unseren Segeln gebieten, über die Wellen, die uns immer weiter in die Nacht tragen. Mit der Zeit wurden unsere Schiffsrümpfe selbst für die übelsten Kreaturen der Tiefen unter uns undurchdringlich.

Die Weisung der Tiefen wurde klar erkennbar. Sie leiteten uns nach Hause, zu einem neuen Zuhause. Das Land war fruchtbar und würde zahllose Generationen ernähren. Wir führten andere zu uns und entsandten unsere Weisen, um für deren sicheres Geleit zu sorgen.

Haus Sturmsang beanspruchte das fruchtbarste Tal der nördlichen Landstriche. Wir erhielten den Namen unseres Lords als Tribut für unsere Gaben.

Wir waren endlich zu Hause.


Dieser unbekannten Wesenheit, die für die See steht, haben die Kul'Tiraner viel zu verdanken. Genau deshalb wird eben die See, bzw. die Gezeitenmutter verehrt und weniger das Licht. Einzelne Fälle mag es geben, aber die Mehrheit (Haha...weil Meer und so...) wird es wohl eher mit der See, bzw. der Gezeitenmutter halten. (Wobei die Gezeitenmutter dann mehr Sache der Gezeitenweisen zu sein scheint. Ob der einfache Kul'Tiraner diese auch in seinem Alltag 'anerkennt' weiß ich nicht)

Was mir dabei nicht ganz klar wurde ist, ob die Kul'Tiraner unbewusst N'zoth bzw. Azshara als Gezeitenmutter verehrt haben, oder ob die Gezeitenmutter eine eigeneständige Wesenheit ist/war, die schlicht durch den alten Gott, bzw. Azshara versklavt/ersetzt worden ist.

Wenn ich mir nämlich diese Wandbilder anschaue (https://wow.zamimg.com/uploads/screenshots/normal/785309.jpg), dann scheint das nämlich die oben gepostete Geschichte darzustellen - zumindest die beiden Bilder auf der rechten Seite...und das sieht sehr tentakelig nach....altem Gott aus.
Und Gilneer haben doch einen eigentlich starken Lichtglauben


Stimmt so auch nicht ganz - die Gilneer sind nicht so extrem Lichtgläubig wie Sturmwind oder Lordaeron die beide als die großen, Gläubigen, Königreiche gelten.

Alekia hat es schon gut zusammengefasst: Die Mehrheit der Kul Tiraner beten zur See und haben diesen Glauben auch in allen Gesellschaftsschichten vertreten, im Namen der See werden auch Hochzeiten gefeiert beispielsweise. Es gibt jedoch als Minderheit Lichtgläubige in Drustvar, bei dem Friedhof zwischen Fallhaven und Schnitztal findet man etwa Geister von alten Kämpfern Drustvars, wovon einer eine Priesterin ist, und eine Waldläuferin im Süden spricht in einer Quest "dem Licht sei dank" - es ist ein Minderheitenglaube und ich mutmaße das in Drustvar auch der Lichtglaube eher verbreitet ist als sonstwo in Kul Tiras. Dort sonst überall werden die See und die Gezeiten verehrt.

Wer die Gezeitenmutter ist ist nicht ganz klar und es gibt viele Spekulationen dazu. Manche Aussagen legen nahe das es von Anfang an die alten Götter und Aszhara waren, andere das sich das erst später geändert hat. Direkte Anbetung der Alten Götter gibt es nicht, bzw. erst durch den Verrat der Familie Sturmsang
Wer oder was die Gezeitenmutter tatsächlich ist bleibt nach wie vor spekulativ. Ich lasse den Link einmal da: https://wow.gamepedia.com/Tidemother

Da sind noch weitere Spekulationen aufgelistet worum es sich bei der Gezeitenmutter handeln könnte. Abseits der Spekulation das es sich bei der Gezeitenmutter um einen Altgott handelt, fand ich den Punkt auch ganz interessant das die Gezeitenmutter vielleicht auch einfach ein Leviathan sein könnte. Wer sich nämlich noch an Wrath of the Lich King erinnert, der erinnert sich vielleicht an die Questreihe mit Oacha'noa.
Der Glaube der Kul Tiraner ist gespalten, aber das herausragendste ist wohl der Glaube an die See und die Elemente Wasser und Wind. Allgemein ist ihr glaube recht schamanisch, aber ganz anders als der Glaube der Orcs oder Tauren.

Von dem was ich so rausgelsen haben ist es die herangehensweise wie beim Lichtglauben, aber statt dem Licht die Elemente, aber ohne die Elementare.

Beispiel:
Priester an Sturmwind glauben an das Licht, nicht an die Naaru selbst
Priester aus Boralus glauben an die See/Elemente, nicht an die Elementare selbst
Orc/Tauren Schamane halten zwiesprache mit den Elementaren als Boten der Elemente

Das Drudientum der Dornsprecher ist ein Minderheiten Glaube und auch das Licht ist eher wenig representiert. Es gibt keinen einzigen Kul Tiraner Paladin bis jetzt
Danke für eure Antworten und eure Ansichten, ich find es Interessant das ganze von euch zu lesen. Auch in Bezug auf die Gezeitenweisen. Ich hoffe es kommen noch ein paar Antworten dazu!
11.09.2018 21:35Beitrag von Gadrion
Das Drudientum der Dornsprecher ist ein Minderheiten Glaube und auch das Licht ist eher wenig representiert.


Der Glaube der Dornsprecher wird wohl nur von diesen ausgelebt, in einer Questreihe direkt hinter Aroms Wehr, ich schaue morgen nach dem Questtext, sagt der Dornsprecher das er diesem einem Bauern hilft da er der einzige bzw einer der wenigen ist der nicht mit Misstrauen und Abneigung auf die Dornsprecher reagiert.

Meine Vermutung: Der Glaube stammt von den Drust und ähnelt dazu der Hexenkunst vom aussehen, es wäre nicht überraschend wenn die Kul Tiraner in Drustvar sich eins und eins zusammen denken und dann die Dornsprecher für Drustanhänger halten.
11.09.2018 22:19Beitrag von Tongreth
Meine Vermutung:


Das muss man nicht vermuten. Das die Dornensprecher vom letzten Drust ausgebildet werden, bzw. sich das von den Drust abgeschaut haben, die sich während des Krieges in die Gesellschaft Kul'Tiras' integriert haben, ist Tatsache.
Weshalb ich es auch als Minderheiten Glauben tituliert habe.
...und dann die Dornsprecher für Drustanhänger halten.


Ist der "Chef" der Dornsprecher nicht sogar ein Drust? Ich meine, er sagt das.
12.09.2018 00:43Beitrag von Aeslynn
Ist der "Chef" der Dornsprecher nicht sogar ein Drust?


11.09.2018 23:01Beitrag von Alekia
Das die Dornensprecher vom letzten Drust ausgebildet werden


Ist er.
Dass der Glaube an die See/Gezeitenmutter/sowasindieRichtung Staatsreligion ist, scheint ja durch Quests, NPC-Aussagen und generelles Flair hinreichend untermauert zu sein. Ich sehe allerdings keinen Grund, wieso es nicht auch Lichtglauben in KT geben sollte; vermutlich nur eben in der Unterzahl. :)
11.09.2018 23:01Beitrag von Alekia
Das muss man nicht vermuten. Das die Dornensprecher vom letzten Drust ausgebildet werden, bzw. sich das von den Drust abgeschaut haben, die sich während des Krieges in die Gesellschaft Kul'Tiras' integriert haben, ist Tatsache.


Aye, Aye. Ich hielt es als Vermutung formuliert da ich mir nicht sicher bin inwiefern dies den Drustvar Bewohnern bekannt ist. Die Kronsteig tocher weiß es aber Herrin der Lande und Bauern der Lande sind da im Infostand was unterschiedlich.
Der Lichtglaube ist ja erst lange nach der Besiedlung von der Insel entstanden und sie haben sich schon immer ehr von ihren Verwandten auf dem Festland abgesondert.

Ich denke der kul tiras glaube entspricht ehr dem urglauben der Menschen, nach dem Motto "wir machen nicht jeden Trend vom Festland mit"
12.09.2018 11:00Beitrag von Midra
Der Lichtglaube ist ja erst lange nach der Besiedlung von der Insel entstanden und sie haben sich schon immer ehr von ihren Verwandten auf dem Festland abgesondert.

Ich denke der kul tiras glaube entspricht ehr dem urglauben der Menschen, nach dem Motto "wir machen nicht jeden Trend vom Festland mit"


Der Lichtglaube entstand während der Trollkriege (Ende ca -2800) und vor 2700 Jahren besiedelten Gilnearische Kolonisten Kul Tiras...da der Lichtglauben lt. Chroniken auch sehr schnell viele Anhänger fand und ein Geist der ersten Kämpfer Drustvars eine Priesterin ist kann man eher davon ausgehen das der Lichtglauben mitgebracht wurde, über die Jahrhunderte aber einfach an Relevanz verlor.
11.09.2018 19:42Beitrag von Iefan
Wer die Gezeitenmutter ist ist nicht ganz klar und es gibt viele Spekulationen dazu. Manche Aussagen legen nahe das es von Anfang an die alten Götter und Aszhara waren, andere das sich das erst später geändert hat.


und von der wowpedia:
..But in recent times the voices changed, becoming demanding and even violent.


DAS finde ich sehr interessant, insbesondere wenn sich die Aszhara-Theorie bewahrheiten würde - auch für die gesamte Storyentwicklung.
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EDIT sagt: https://www.youtube.com/watch?v=xDTxulptRJ8
Muss ich mal vorbeischauen da...
Da das hier noch nicht wirklich aufgebracht wurde:
Der Seeglaube ist nicht nur etwas spirituelles, er ist auch sehr politisch. Sturmsang ist einer der drei großen Lords, kontrolliert die fruchtbarsten Teile der Inseln und hat direkte Macht über die Flotte von Kul Tiras. Und Sturmsang ist der Anführer der Gezeitenweisen.
Das geht so weit, dass zum Ende der Kul Tiras Geschichte nicht Brannon Sturmsang das Sturmsangtal in einer offiziellen Zeremonie vertritt, sondern Bruder Pike.

Jemand der eigentlich Haus Prachtmeer oder Waycrest dient, aber die Worte der Gezeitenweisen als zu sehr lebensweisend sieht, hat tatsächlich politisch gespaltene Loayalitäten.

Das ist natürlich nichts, was WoW irgendwann tiefergehend erforschen wird, aber im RP scheint mir das recht wichtig zu sein.

Und um noch etwas eriter zu spekulieren(!):
Das ist eben der Grund warum ich glaube, dass die Mehrheit der Kul Tirasen die Religion der Gezeitenweisen eben nicht wirklich als religiöse Quelle von moralischer Anleitung sehen wird, sondern mehr als einen weiteren Satz von Regeln, den man befolgen muss, um Glück auf See zu erhalten.

Ich sehe die Tirasen eben in erster Linie nicht als religiös, sondern abergläubisch. Wenn da Zauberer sind, die sich mit Wasser und Wind auskennen und die auf Schiffen helfen können Flauten und Stürme zu überstehen, dann tut man halt was man muss, um auf ihrer guten Seite zu bleiben. Das bedeutet noch lange nicht, dass irgendwelche Gezeitenmütter für die eine besonders heilige Rolle haben.

Wenn die Anweisungen der Gezeitenweisen zu weit über den richtigen Umgang mit der See hinaus gehen würden und zu politisch würden, kann ich mir gut vorstellen, dass viele aussteigen würden und bei ihrem Patriotismus und der Treue zu den örtlichen Häusern bleiben würden.
Ich spekuliere mal mit und gebe meine eigene Vermutung hinzu:

Der Gezeirenglaube muss das Licht nicht ausschließen. Im Gegenteil. Die Gezeiten sind von der Verbindung zwischen Erde, Sonne (Licht) und Mond (sagen wir mal schatten) abhängig. Vielleicht hat sich der Glaube durch Veränderung weiter entwickelt und das Licht spielt als eigener Aspekt on der Verbindung zwischen Ebbe und Flut eben mit hinein. Er wäre damit weit Elementarer geworden und würde auf die See gelenkt werden. Die See macht die Wichtigkeit der einzelnen Verhältnisse immerhin vertrauter
Aber wo schließt das eine denn das andere aus? Ich meine man kann ja den Lichtglauben und den Glauben an die Gezeiten kombinieren.

Wie z.B. zur Zeit der Christianisierung Europas gab es viele die daraus eine Form des Synkretismus machten, also den alten Glauben (an die heidnischen Götter) und den neuen (den Christengott) kombinierten.
So kann es ja auch bei vielen Kul Tiranern sein.
12.09.2018 13:46Beitrag von Wimbert
Das geht so weit, dass zum Ende der Kul Tiras Geschichte nicht Brannon Sturmsang das Sturmsangtal in einer offiziellen Zeremonie vertritt, sondern Bruder Pike.


Brannon ist aber auch nur der Neffe von Lord Sturmsang. Am Ende seiner Questreihe an der Angelpunktwerft sagt er das er seinen Onkel bezüglich dieser Schattenmagie um Rat fragen wird. Bruder Pike dagegen scheint der Anführer der Sturmwacht und damit defakto neuer Herr über das Sturmsangtal zu sein.

https://wow.gamepedia.com/The_Deadliest_Catch

Zum Glauben sagte es taelia, die in Kul Tiras aufwuchs, es ziemlich deutlich:
Taelia says: Most people here look to the sea for guidance the same way others look to the Light, but the tidesages have a much deeper connection with the water.
https://wow.gamepedia.com/The_Missing_Fleet

Die Aufgaben der Gezeitenweise, oder Seepriester umfassen aber auch was mehr als nur Schiffe segnen.
Sie segnen die Schiffe, finden die besten Angelpunkte, und lesen das Wasser.
https://wow.gamepedia.com/Hera_Copeland#Quotes
https://de.wowhead.com/quest=48540/unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-die-werft

Auch führen Sie die Seelen der Toten zur See, den die Leichen werden nicht bestattet sondern dem Meer übergeben. The tides claim all.

https://wow.gamepedia.com/Lost,_Not_Forgotten
https://wow.gamepedia.com/Rest_in_the_Depths

Das Haus Prachtmeer hat auch eigene Gezeitenweise:

https://de.wowhead.com/npc=141662/prachtmeergezeitenweiser
Und Offiziere der Gezeitenweise an der Prachtmeerakademie
https://de.wowhead.com/npc=137823/offizier-der-gezeitenweisen

Für das Licht als verbreitete Religion spricht...2 Chars. In Drustvar.

Die winzigste Anzahl. Noch gibt es Kapellen, Priester oder Kirchen des Lichts in Kul Tiras.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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