Plaudersofa 570 - Vergeltungssüchtige Meeresphasen

Die Aldor
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Es hat mMn was mit Respekt zu tun, wenn man eine gemeinsame und verständliche Sprache nutzt und nicht etwa gedankenlos seinen Wortmüll durch die Gegend reihert. Meine Güte, wir spielen neben dem ganzen Gezappel eben ein sprachbetontes Spiel. MMn geht es darum, miteinander zu kommunizieren und nicht um 100% Perfektion oder gar diesen grausligen Dominanzkäse...
Wer Rechtschreibfehler findet ist ein Rechtschreibfehlerfinder. Und wer diese Personn anschwärzt ist ein Rechtschreibfehlerfinderanschwärzer.

*setzt Tee auf*
Aber würde es dir nicht helfen wenn dir jemand freundlich sagt das du immer den rechten Schuh auf den linken Fuss anziehst?
Leute auf Fehler hinweisen ist ziemlich respektlos. Ich würde das lieber lassen.
LRS und ADHS... sind das nicht mittlerweile Diagnosen, die du für 4,99 € irgendwo bekommst?

Ja, der war bitter. Doch ich höre oft genug, dass das irgendwie scheinbar jeder hat/haben soll/haben kann und Zack-Bumm-Fertig. Ausrede.
Vielleicht haben verschiedene Generationen verschiedene Ansichten zu Fehlern.

Ich hab in den 80er in der Schule immer meine Hausaufgaben/Diktate/Arbeiten immer schön rot angestrichen zurück bekommen und konnte so erkennen wo ich noch was falsch mache. Und aus diesen Fehlern konnte ich lernen.

Aber wenn dir niemand deine Fehler zeigt dann kannst du aus ihnen auch nicht lernen.

Respektlos ist es nur sich über die Fehler anderer Leute lustig zu machen.
In den 90er wurde das auch angestrichen und markiert und im nächsten Jahrzehnt immer noch. Roter Strich drunter und rechts am Rand, der natürlich eine exakte Breite haben musste, gab es dann die Symbolik für Fehler. Punkt. Strich. Wasauchimmer.

Ist das mittlerweile nicht mehr so, nein? Bekommst die Arbeit nur noch mit Note(npunkte) zurück? Bitter.
In einem textbasierten Miteinander finde ich es auch eher respektlos, wenn man sich nicht ansatzweise Mühe geben möchte, den Spielpartnern ein angenehmes Leseerlebnis zu bescheren, indem man seine Texte verständlich und leserlich gestaltet.
Hatte auch schon ein paar Spezialisten, die grundsätzlich fast alles klein geschrieben und auf einige Satzzeichen verzichtet haben. Das ist ein Unding für mich. Es muss wahrlich nicht perfekt sein, aber mit Selbstverständlichkeit, Faulheit und Arroganz irgendwelche Buchstabensalate hinzurotzen und dann einfach zu sagen "Ich hab LRS, lass mich in Ruhe!", ist unverschämt.

In den ersten Schuljahren lernen die Kinder auch Rechtschreibung nicht mehr richtig. Da bekommt man eine 1 im Aufsatz in der 4. Klasse, obwohl einige Fehler und Satzzeichenfehler drin sind und in der weiterführenden Schule fallen sie auf die Nase.
Ich hab in den 80er in der Schule immer meine Hausaufgaben/Diktate/Arbeiten immer schön rot angestrichen zurück bekommen und konnte so erkennen wo ich noch was falsch mache. Und aus diesen Fehlern konnte ich lernen.


Zu meiner Zeit war das auch noch so. Zwischenzeitlich haben sie zumindest bei mir in der Umgebung dieses "Schreiben nach hören" eingeführt und (Überraschung) gemerkt das das nicht so effektiv ist.

Verstehe auch nicht was an Fehlern machen so schlimm ist, wird man drauf hingewiesen, man lernt draus und gut ist. Immer dieses Respektlosigkeitsgekreische wegen jedem Bumms (mein Kommentar zuvor war natürlich ironisch gemeint).

Edit:

Roter Strich drunter und rechts am Rand, der natürlich eine exakte Breite haben musste, gab es dann die Symbolik für Fehler.


Ich hab mal gehört von ner Freundin die Lehramt studiert das jetzt bevorzugt Grün genommen wird, weil das positiver aussieht.
Hmm, für HotS gibt es als Blizzcon-Goddie ein Metallhai-Mount, Banner und ein Spray. Dann fehlt bloss noch Diablo und HS. Aber ich hätte so gerne für WoW wieder einen Murloc gehabt.
In Latein hiess ich mal "Signora Rossa", wohl weil die rechte Seite bei mir immer voll rot war. Irgendwie wollte ich wohl keine tote Sprache lernen müssen. Jedoch merke ich selbst heute noch, was für ein gutes Fundament Bildung sein kann und bin oft überrascht, was ich mir alles über Latein herleiten kann. Latein 5 hin, Latein 5 her...
27.09.2018 17:02Beitrag von Bjeschka
In Latein hiess ich mal "Signora Rossa", wohl weil die rechte Seite bei mir immer voll rot war. Irgendwie wollte ich wohl keine tote Sprache lernen müssen. Jedoch merke ich selbst heute noch, was für ein gutes Fundament Bildung sein kann und bin oft überrascht,


Imho zumindest ein Fehler, man verwendet bei uns zuviel Zeit auf die Vergangenheit, man kann jeden Lehrer hier im Land fragen "was ist dann und dann passiert" um ein totes Zahlengeratter zu starten, bei der Frage "wie bereitest du deine Schüler auf die Zukunft vor " wirds dann meist recht ruhig

beim Sprachunterricht müssten die meisten den Schülern Schmerzensgeld zahlen....
die Methoden sind ein Graus.... *entschuldigt sich umgehend beim Sofagraus*
[…]

Ich hab mal gehört von ner Freundin die Lehramt studiert das jetzt bevorzugt Grün genommen wird, weil das positiver aussieht.


… das ist ein Scherz, oder? Sag, dass das ein Scherz ist! :D
In den Zeiten, in welchen wir leben, kann ich mir gut vorstellen, dass das kein Scherz mehr ist.
Als meine kleine Schwester noch in den ersten 2 Jahren der Grundschule war, wurden die Eltern explizit beim Elternabend darum gebeten, die Kinder bei den Deutsch-Hausaufgaben nicht zu korrigieren, wenn sie frei schreiben, weil die Kinder sonst den Spaß daran verlieren und überhaupt nichts mehr machen würden.
Wenn ich mir ansehe, welch eine Generation von Sensibelchen herangezüchtet wird und man nix kritisieren darf, frage ich mich ernsthaft, wie meine Generation die Schule überhaupt überlebt hat, ohne sich deprimiert aus dem Fenster zu werfen. Muss ja furchtbar gewesen sein, diese Schulzeit. :^)
*shrug* Vierfarbiger Kugelschreiber mit umwechselbaren Minen in schwarz, rot, blau und grün, also *klack* *klack* und feddisch. Das war mal des Lehrers Kampfbesteck oder so...
Wenn ich mir ansehe, welch eine Generation von Sensibelchen herangezüchtet wird und man nix kritisieren darf


Leider ist man da schon mittendrin.

Guten Abend, Rechtschreibsofa!
Hallo, Artjom! Wie geht's der Metro?

(Könnte ich auch mal wieder daddeln.)

Denke auch, wir sind teils mittendrin. Ich merke es persönlich sehr in der Malerei und/oder generell künstlerischem Gewerbe. Da gab es schon ein paar Ausreißer die sogar sachliche Kritik im Sinne von "Wo ist ein mögliches Problem, warum ist es ein Problem und wie könnte man es besser machen?" als persönlichen Angriff sehen.

Formt man es um und legt viele Blümchen auf die Kritik, leidet die Präzision der Aussage darunter.

Da kann ich froh sein, das OC-Hinweise auf ein bspw. falsch geschriebenen Nachnamen noch angenommen werden. Mir also nicht gleich der Kopf abgerissen und mein Gegenüber zur Furie wird. :D
… das ist ein Scherz, oder? Sag, dass das ein Scherz ist! :D


Bitterer Ernst. Darauf gabs erstmal nen Schnapps.

Wenn ich mir ansehe, welch eine Generation von Sensibelchen herangezüchtet wird und man nix kritisieren darf, frage ich mich ernsthaft, wie meine Generation die Schule überhaupt überlebt hat, ohne sich deprimiert aus dem Fenster zu werfen. Muss ja furchtbar gewesen sein, diese Schulzeit. :^)


Ich hab letztens die Bezeichnung "Generation Schneeflocke" gelesen und fand das außerordentlich zutreffend.
Jaja, diese seichte Kuscheldecken-Erziehung.
Ekelhaft.
Was mich derzeit aber wirklich schockt sind auch die "älteren" Leute, die ihre gute Kinderstube vergessen haben.
Sowas wie Vordrängeln kann ich ja immer gut ab.
Neulich stand ich im Supermarkt an der Kasse und habe gewartet, dass ich mein Zeug aufs Band schmeißen konnte. Ich hätte schon loslegen können, aber ich wollte der Kundin vor mir nicht so auf die Pelle rücken (weil ich sowas selber wie die Pest hasse).
Plötzlich kommt nen Typ hinter mir an, rennt mir fast in den Rücken und fängt an sein Zeug aufs Band zu schmeißen.
Ich: "Äähh... gehören Sie zu der Dame (der Kundin vor mir)?"
"Was?! Oh... oh. Ehm. Bitte, bitte."
Pfft. Ich bin nich die Hübscheste und gewiss auch nicht die Schmalste, aber als lebender Pappaufsteller (mitten im Gang vor der Kasse!) eigne ich mich nun auch nicht. Oder gerade deswegen nicht.
Und zu den Stress-Kartoffeln, die die Leute vor sich umrempeln, nur um an den Waren-Trenner (diese Plastikdinger halt) zu kommen, werde ich auch nie gehören.

Like, wo haben die Leute ihre Augen und ihre Gehirne gelassen?
Das mit dem Drängeln kann ich auch ein Lied von singen. Bin viel, sehr viel mit der Bahn unterwegs. Da ist mir folgendes aufgefallen.

In den meisten Dörfern, wenn du dort ein oder aussteigen möchtest, wird eine Ein- und Ausstiegslücke gebildet. Die Personen stellen sich also überwiegend fleißig weit am Rand hin, so das der gesamte Platz frei ist.

Wenn ich dann durch Berlin fahre ist das ganz anders. Ein- und Aussteigen schwierig und mir kommt es so vor, als möchte jeder so schnell wie möglich "sein persönlichen Sitzplatz" ergattern. Was sich dann auch darin widerspiegelt, wenn jemand ein Platz hat, sich die weiteren Fahrgäste nur sehr "ungern" neben einen anderen Menschen zu setzen scheinen. Da steht man lieber. Verstehe wer will.

Als wenn Fahrgäste wie Worgen knurren würden.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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