Schwierigkeit der Classic Raids

World of Warcraft Classic
Alter, bei zwei Raidkadern muss man als Gildenmeister ja ein Organisationstier sein. Mir war PM schon stressig genug :D
Eine klassische Gildenstruktur der ich immer gerne beitrette ist folgende:

1GM
7-9(Wotlk) Classleader
2-4(Dieser Personen sind Raidlead) der Rest im LC
Bei 1em Raidcore:
10-20 Core Member
10-20 Raider
Bei 2 Raidkadern:
30-40 Core Raider
30-40 Raider
(kann auch twinks haben)
Und dann noch ungefähr 50 Socials.

Deine Gilde ist somit zwischen 90 und 130 Mann stark.


Das würde ich so unterschreiben. Meine Gilde, bei der ich in Classic Raidlead war hatte folgende Struktur.

1 GM (Gildenmeister)
1 RL (Raidleader)
8 Klassenleiter
1 Ranged Koordinator
1 Tank Koordinator
1 Melee Koordinator
1 Healer Koordinator

Bankier/Kassenwart
Berufskoordinator
Farmteam

Es gab 2 Raids.

Mainraid: Zuerst wird die stärkste Gruppe mitgenommen. Wenn Bosse sicher liegen und die Mains ihr Gear zum Großteil haben, werden Leute ausgetauscht/mitgenommen um Equip zu bekommen damit man im Falle eines Ausfalls gut Equipte Backups hat.

Funraid/Twinkraid: Besteht aus Raidern die weniger Zeit haben und Mainraidertwinks um im Notfall halbwegs gut Equipte Backups zu haben. Besteht meistens/zum großteil aus guten Freunden/Freundinnen/Verwandten usw.

Lootsystem DKP:

Ist je nach Gilde unterschiedlich. Meistens bekam man für einen Gilden 1st Kill Extra DKP. Dann noch evtl nen Bonus für bestimmte Leistungen, also dafür das niemand gestorben ist 5 Extra DKP für die Heiler z.B. Ansonsten Punkte pro Boss.

Itemverteilung: Anhand der DKP. Haben mehrere Leute eine gleiche Anzahl an DKP wird gewürfelt, wobei Klassen/Raidlead und MT Veto einlegen können, wenn ein Item für einen bestimmten Charakter nutzlos wären und diese auf anderen Charkteren mehr Sinn ergeben. Ein Veto pro VIP pro Woche möglich. Kann überstimmt werden.

Ich hab es im Allgemeinen so gehalten wie oben beschrieben.
13.11.2018 06:10Beitrag von Bador
Alter, bei zwei Raidkadern muss man als Gildenmeister ja ein Organisationstier sein. Mir war PM schon stressig genug :D

Manche Leute haben glaube ich einfach ein Talent dafür, wichtig ist nur finde ich das man nicht Raid und Gildenlead auf einmal macht. Sonst kommt sowas wie Dives von Wipe Club zustande :P

Bin kein großer Freund von DKP, das ist mir dann auch zuviel aufwand ^^
Bin da mehr der LC Freund... das dabei Spieler(Raidleitung usw) bevorzugt wird finde ich auch völlig ok. Sollen ja auch was verdienen für ihre Arbeit.
2 Raidkader pro Gilde gab es zu Classic durchaus. Jedoch kenne ich das so, dass der zweite Raid dann mehr aus Twinks oder durch Raidbündnisse mit anderen Gilden zustande kam. Wo man diverse Nachzügler hochziehen konnte.
Mein erster MC Raid überhaupt war ein Random-Raid. Man hat Leute auf dem ganzen Server zusammengesucht bis die 40 voll waren. Der Raid ist allerdings nie an den beiden Steinriesen beim Eingang vorbeigekommen :)

War aber noch lange vor 1.12.

Später organisiert mit der Gilde lief es dann viel besser, aber man sollte selbst MC nicht unterschätzen wenn die Organisation fehlt *g*
13.11.2018 08:10Beitrag von Montaro
2 Raidkader pro Gilde gab es zu Classic durchaus. Jedoch kenne ich das so, dass der zweite Raid dann mehr aus Twinks oder durch Raidbündnisse mit anderen Gilden zustande kam. Wo man diverse Nachzügler hochziehen konnte.
Ja das gab es , es geht aber um 2 vollwertige Raids auf der gleichen Stufe!!! organiesier vom selben lead
@Fortuno
Äh da du keine Ahnung hast so nebenbei bemerkt Düsterbruch kam mit

Patch 1.3 ins Spiel das war am 7 März 2005 das war knapp ein Monat nach

Release und da fanden glaube ich noch keine MC Raids hier in Europa statt :-)

Und als ich mit meiner damaligen Raidgruppe so ca. mitte 2005 mit MC

Raids gestartet sind und wir DB, T0 Ausrüstung und alles was man so

Blau / Lila vor MC bekommen konnte hatten, war MC alles andere als nen

Spaziergang.
also bzgl topic und mal von dieser 40 people sache ABGESEHEN! glaube ich auch, dass es durchaus einfacher wird und das aus diversen gründen:

1. die hardware. heutzutage dürften heftige lags, DCs oder PC-abstürze eher der faktischen seltenheit angehören und waren bei uns damals durchaus ab und an mal nen wipegrund.

2. die bossmechaniken sind von den allermeisten bekannt. egal ob durch original classic oder durch X p-server, die spieler kennen die classic bosse, kennen fast optimale taktiken diese zu legen usw.

3. das gear. zu classic sind wir bunt equipped in MC gestartet. keiner hatte nen genauen plan vom theorycrafting, was die wichtigsten stats waren usw.
dazu kommt, dass man inzwischen sehr gut weiss woher man was bekommt. naturresigear für huhuran sag ich nur. zu classic war das für mich eher so "hm ok aus der ini bekomme ich das, die vz gibts aus zg und vllt noch trank?" usw. ist halt ALLES bekannt.

wissen ist ganz einfach macht und das gilt auch hier. ich schätze, dass wir WESENTLICH mehr C'thun kills sehen werden und auch wesentlich mehr raids in naxx als eben früher. das ist für mich einfach nur logiksache.

es mag "schwer" werden, für den ein oder anderen, aber unterm strich im gesamten wird es dennoch einfacher.
@Neltharos, dieser Thread dreht sich mehr um die Schwierigkeit der Organisation als um das tatsächliche bestreiten des Raids. Für dieses Thema gibt es ja schon unzählige andere Threads (:

PS: Keiner bestreitet deine Punkte (Hoffe ich zumindest einmal).
13.11.2018 17:24Beitrag von Waupee
Und als ich mit meiner damaligen Raidgruppe so ca. mitte 2005 mit MC

Raids gestartet sind und wir DB, T0 Ausrüstung und alles was man so

Blau / Lila vor MC bekommen konnte hatten, war MC alles andere als nen

Spaziergang.


Nur hatte man damals noch recht wenig Ahnung von der Stärke mancher Items.
Soweit ich weiß, war T0 halt in vielen Fällen einfach Müll und blau konnte lila oft locker ausstechen.
Die Privatserver bringen uns locker 10 Jahre an Theorycrafting, solches Wissen hatte man damals einfach nicht.

Mal ein Beispiel: Wenn das nicht zufällig rein der Privatservermechanik geschuldet sein sollte, wird man beim Leveln als Priester in Classic einen Köcher anlegen. 10% mehr Angriffsgeschwindigkeit mit Fernkampfwaffen und der Zauberstab ist halt wichtig.

Krieger werden im bis in die 40er hinein auf Items mit Willenskraft würfeln, um sich zwischen den Kämpfen schneller zu regenerieren.
Beweglichkeit wird für sie im Levelbereich möglicherweise wichtiger als Stärke sein. Kriegertanks im Raid werden oft Furor geskillt sein, damit mehr Wut und Aggro erzeugt wird und die DDs mehr durchholzen können.

Ich muss da gerade an die Wirtschaftssimulation "Patrizier 2" denken.
Hab das Spiel als Kind geliebt und konnte da endlose Stunden reinstecken.
Vor einem oder zwei Jahren hab ich das Spiel mal endlich "richtig" gezockt, mit allen Informationen, die ich im Netz finden konnte. P2 kam 2000 raus und 18 Jahre später sitzen da noch Freaks dran, um möglichst effiziente Spielweisen zu erkunden. Das war, als würde ich ein komplett anderes Spiel spielen und so wird es auch in WoW Classic sein. Wir gewinnen eine komplett neue Sicht auf die Spielmechanik und werden anders spielen.
Da sind irgendwelche Items aus Düsterbruch dann plötzlich wichtiger, als so manches Epic aus dem Raid.
13.11.2018 06:56Beitrag von Koemlske
13.11.2018 06:10Beitrag von Bador
Alter, bei zwei Raidkadern muss man als Gildenmeister ja ein Organisationstier sein. Mir war PM schon stressig genug :D

Manche Leute haben glaube ich einfach ein Talent dafür, wichtig ist nur finde ich das man nicht Raid und Gildenlead auf einmal macht. Sonst kommt sowas wie Dives von Wipe Club zustande :P


Hm, ich hab damals beides gemacht und fand das eigentlich nie problematisch.

Anfangs hab ich noch alles allein gemacht (der ehemalige Gildenleiter hörte Hals über Kopf mit WoW auf und hat mir den Lead aufgedrückt). Nach und nach haben sich dann 2-3 Leute rauskristallisiert, die besonders engagiert waren und dann mit der Zeit mehr Verantwortung übernahmen.

Nach einer Weile waren wir quasi eine Art Council. Ich hatte dabei zwar die letzte Entscheidungsgewalt als Gildenleiter, kam aber eigentlich nie in die Situation davon Gebrauch machen zu müssen, weil wir uns zumeist recht flott auf einen Kurs einigen konnten.

Was die jeweiligen Aufgaben anging, so hat da jeder so sein Steckenpferd gehabt.
Der eine hat sich bevorzugt um Recruitement gekümmert, der nächste um die Raidanmeldungen und Lootvergabe/verwaltung, ich hab mich mit Vorliebe um Taktiken und Einteilungen gekümmert. Raidlead hat irgendwie jeder von uns gemacht - das wechselte auch schon mal von Boss zu Boss.

So wirkliches Raidlead mit großen Ansagen etc. war im Grunde auch nicht nötig. Wenn was anzusagen war, wurde vorher flexibel bestimmt wer das macht. Das musste auch nicht zwangsweise jemand aus der Führungsebene sein.

Ich schätze, dass es sehr hilfreich war, dass wir damals eine ziemlich TS und Forenaktive Gilde waren. Es herrschte ständiger Austausch und das war vor allem für mich hilfreich, wenn's darum ging Entscheidungen zu treffen.

Die Gilde hab ich insgesamt knapp 4 Jahre lang geleitet bzw. solange eben auch direkt in Sachen Raids mitgemischt und der Laden lief gut - zwischenmenschlich, wie auch Raiderfolgstechnisch.

Ich würde es heute wieder so machen bzw. bin z.b. generell kein Fan davon, wenn in Gilden zu viele Köche irgendwelche Positionen besetzen bzw. unnötige Rangabstufungen vorgenommen werden.

Entsprechend bin ich auch kein Fan davon mehrere Raidgruppen zu haben, denn das impliziert, dass ein Teil der Spieler eben jeweils nur Member zweiter Klasse ist und das ist in meinen Augen allgemein nicht unbedingt förderlich für eine funktionierende Gemeinschaft.

Da muss ich sagen - dann doch lieber 2 km/h langsamer was Progress angeht, dafür aber eben auch ein echtes Gemeinschaftsgefühl.

Ich weiß zumindest, dass ich mich in einer Gilde in der einige Raidmember mehr wert sind als andere nicht wohl fühlen würde - egal zu welcher Kategorie ich dabei selbst gehören würde.
13.11.2018 21:35Beitrag von Viljah

Da muss ich sagen - dann doch lieber 2 km/h langsamer was Progress angeht, dafür aber eben auch ein echtes Gemeinschaftsgefühl.

Ich weiß zumindest, dass ich mich in einer Gilde in der einige Raidmember mehr wert sind als andere nicht wohl fühlen würde - egal zu welcher Kategorie ich dabei selbst gehören würde.


Naja, mein großes Problem ist zum Beispiel meine Erwartungshaltung. Wenn ich Raid und Glead bin/wäre/war ist Dives ein Witz dagegen. Deshalb hab ich es immer gerne wenn Gildenmeister, Raidlead und LC, voneinander getrennt. Die Abstufungen im Rang sind halt für den LC recht wichtig und man erkennt grob raus wer bereit ist wieviel für die Gilde zu tun.
Von Klassenleadern erwarte ich auch das sie wirklich alles über ihre Klasse wissen. Angefangen von Caps über Rota - Trinkets und bei welchem Boss sie benutzt werden usw.
Des weiteren sollten sie LOGs benutzen um am Ende eines Raids Spieler zu analysieren und ihre Fehler mit ihnen durchzugehen.
In den meisten Fällen kommt ein gutes Verhältnis auch mit Erfolg und je effizienter die Spieler sind umso mehr Spaß kann man sich erlauben ohne irgendwem die Zeit zu stehlen. Aber nichts desto Trotz, ein guter Raidleader sowie Gildenmeister(jetzt gar nicht mal so sehr wie ihre Art ist solange sie keine Arsc*** löcher sind, sondern mehr von ihrem Wissen) sind halt einfach der Schlüssel zum Erfolg.
Das richtige Shotcalling empfinde ich jedoch schon als Wichtig, besonders wenn die Truppe noch nicht eingespielt ist. Ich will gar nicht wissen wieviel Zeit ich verloren habe weil Palas sich uneinig waren wer was bufft und Tanks einfach Blind gepullt haben oder still da Standen.
Was die Rollenverteiluing angeht so sollte auch hier meiner Meinung nach nicht jeder alles machen. Ein Klassenleader sollte nicht Rekrutieren. Die Raidleitung sollte sich nicht in Klassenmechanik einmischen. (ausgenommen Debuff Verteilung) Genauso wenig sollte ein Raidleader der zum Pull pfeifen sollte im LC sein und mit der Itemverteilung rumeiern. Als Gildenmeister musst du Objektiv bleiben und die Entscheidung ob du einen Spieler /gkickst sollte nicht daher rühren das ein Spieler mit dir als Raidleitung kurz depatiert hat(besser gleich ganz vermeiden^^)
Aber hier ist natürlich kein System Perfekt.

In Titan auf Angrather (Wotlk P-Server) habe ich erlebt wie es 3 Personen schaffen gemeinsam 2 Raidcores Serverfirst durchzu boxxen. Da war ein richtiges Kompetetives Feeling vorhanden bei dem jeder sein absolut bestes geben wollte.
Bei denen war ein 4H Raidabend mit 10-12 Stunden Arbeit für Analysen verbunden. Als Neuling fühlt man sich dabei dann wie vor Gericht wenn man da alles durchgeht. Am Ende des Tages waren aber jene die bereit waren sich zu Verbessern und diese "Zusatzzeit" auf sich genommen haben um vieles Besser.
Wir reden hier von 20-30% mehr Schaden bei selbem Gearlvl.
@Koemlske
Ja, da haben wir offensichtlich recht unterschiedliche Vorstellungen bzw. Prioritäten.

In meiner ersten Raidgilde war noch Militärton angesagt. Da gab's seliges in den Armen liegen, wenn ein Plan aufging, aber wehe es ging was schief - dann war halt Drama angesagt und dann wurde halt auch schon mal rumgebrüllt oder irgendwer zusammen gestaucht.

Ich hab's dort nicht ganz 6 Monate ausgehalten, denn Unmut runterschlucken und brav nicken ist halt einfach nicht meine Art und das war mir der Erfolg dann halt auch nicht wert.

Anschließend ging es dann mit eigener Gilde weiter. Erst halt als Raidlead, dann als der Gildemeister abdankte, eben auch als Gildenlead. Beides ging einfach einher miteinander, da halt auch alle Gildenmitglieder raideten und das Gildenziel eben gewisse Erfolge waren.
Erfolge nicht im Sinne von ''wir müssen Serverfirsts machen'', sondern Erfolge von ''wir versuchen so viel zu erreichen wie möglich', denn das man alles umnietet, war halt seinerzeit schlicht nicht selbstverständlich oder absehbar.

Das hört sich alles ein bisschen Larifari an, was es anfangs sicherlich auch war, aber auch bei uns wurde analysiert, das ein oder andere Gespräch zwecks Leistung geführt und wenn nötig auch mal ne klare Ansage gemacht, aber es war halt auch nicht nötig, ständig alles zu überprüfen, übertrieben zu optimieren oder gar irgendwie ausfällig zu werden.

Ich bin eh niemand der laut wird.
Mein Fokus liegt generell auf der sorgfältigen Auswahl der Mitspieler. Je weniger Patzer einem dabei passieren, desto mehr Stress erspart man sich halt hinterher.

Mal davon ab, ist mir aber Progress bzw. kompetetives Raiden heutzutage gar nicht mehr wichtig. Firstkills etc. wurden für mein Verständnis 2005/2006 gemacht - da fehlt mir jegliche Ambition sowas noch im Jahre 2019 nachzujagen.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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