Seele eines Spielerherstellers

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11.11.2018 12:47Beitrag von Blades
Und egal was du dir angeschaut hast, auch denen geht es nur um den Umsatz / Gewinn. Dein Hobby ist deren Job. Egal was von jetzt von der aktuellen Situation bei Blizzard halten mag... auch anderswo heißt es nicht plötzlich "Spieler vor Umsatz".

Heute stimme ich dieser Aussage zu. Vor 15 Jahren war das meistens noch anders.
Wenn ich boshaft sein wollte würde ich sagen, das Blizz sein Kind verraten hat und Activision den Hals nicht voll bekommt aber das ist müßig.
Man stumpft ab, schon allein deswegen weil vieles was früher in diesem Bereich revolutionär war, heute der langweile Standard ist.
Ist man abgestumpft sieht man vieles einfach trocken...

...was interessiert mich Blizzard! Nicht mehr.
Mich interessiert nur noch das Produkt das sie vertreiben. Gefällt mir das nicht mehr, war es das. Das könnte auch von 08/15 angeboten werden, die würden mich auch nicht interessieren.
Früher hat man auf Spieleschmieden Stein und Bein geschworen und war Fan. Wieso eigentlich?
Vielleicht weil sie Seele hatten?!
Heute nicht mehr. Heute zählen nur noch Zahlen. Da bleibt sogar das Produkt mitunter auf der Strecke.
Blizzard hatte nie eine Seele. Es gibt keine Seele. Nur Atome und Leere :-)
Ja...ich bin 32 und spiele Blizzard Spiele seit ich 8 bin!
Das erste Mal Warcraft 2...auf dem Rechner meines Onkels...5 Stunden am Stück!
Aber letzte Zeit fühlt sich das nicht mehr wie Blizzard an.

Ich will nicht, dass Blizzard dasselbe wie Bioware oder Westwood passiert. Das sie seelenlose Spiele auf den Markt bringen.
11.11.2018 13:15Beitrag von Taltos
Früher hat man auf Spieleschmieden Stein und Bein geschworen und war Fan. Wieso eigentlich?
Früher (Bei mir altem Mann ist das praktisch von meinem ersten NES das 1988 ?hier durch die amerikanische PX in mein Zimmer kam bis heute) war Blizzard eine meiner liebsten Spieleschmieden (Hab Classic CE bis BFA CE dadrüber stehen und unzähligen alten Kram wie Diablo Erstauflage für PS1 )
Ich hab mit GMs diskutiert (als sie noch vor mir in ihrem blauem Outfit standen) ,war in Foren aktiv und hab praktisch immer brav Bugs/Meinungen/Feedback zu Betas gegeben .
Ich hatte das Gefühl ich war Teil einer Gemeinschaft von Blizzard Fans und hatte das Gefühl das Blizzard sich mit unserer Meinung auseinandersetzt und sich die grösste Mühe gibt gute ,neue und grossartige Spiele zu machen . . .

Mittlerweile habe ich das Gefühl das meine Generation Blizzard zwar gross gemacht hatt ,aber nun ausgedient hatt (Vermutlich weil bei weitem nicht so Lukrativ wie Mobile Spieler ).Blizzard vermittelt mir auch nicht wirklich das sie noch viel Wert auf Qualität legt .(Siehe billigen Reskin von einem Spiel was ein 14Jähriger in seiner Garage basteln könnte)
Das was Activision mit Blizzard anstellt ist schon Zuhälterei :D
10.11.2018 16:48Beitrag von Blades
10.11.2018 15:57Beitrag von Bromburak
Activision trifft den Nerv der Zeit besser als Blizzard und deshalb sind sie auch erfolgreicher.


https://investor.activision.com/static-files/8229563c-2259-46c7-8acb-42ea074b896f

(siehe Seite 8 der verlinkten Präsentation)

ähm... Blizzzard ist erfolgreicher! King ist erfolgreicher. Activision ist das Schlusslicht!


Zahlen lesen soll gelernt sein, wird schon.
11.11.2018 17:46Beitrag von Bromburak
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https://investor.activision.com/static-files/8229563c-2259-46c7-8acb-42ea074b896f

(siehe Seite 8 der verlinkten Präsentation)

ähm... Blizzzard ist erfolgreicher! King ist erfolgreicher. Activision ist das Schlusslicht!


Zahlen lesen soll gelernt sein, wird schon.


Dann mal los. Bitte bezogen auf die Zahlen zu Umsatz und Gewinn, wie gesagt auf Seite 8.

Aber ich übertrage es mal:
King: 506 Millionen Umsatz, 184 Millionen Gewinn, Umsatzrendite: 36%
Blizzard: 635 Millionen Umsatz, 189 Millionen Gewinn, Umsatzrendite 30%
Activision: 397 Millionen Umsatz, 112 Millionen Gewinn, Umsatzrendite 28%

Was kann man da falsch deuten?
wo bleiben die nervenden Werbeeinblendungen ?

Blizzard hats echt nicht mehr drauf.

edit....Gnomies dürfen sowas.
11.11.2018 17:42Beitrag von Belfcanary
Das was Activision mit Blizzard anstellt ist schon Zuhälterei :D


Weißt du eigentlich, wer wen aufgekauft hat?
Kleiner Tipp: Nicht Activision hat Blizzard gekauft.
Activision Blizzard entstand aus der am 2. Dezember 2007 angekündigten Fusion von Activision und Vivendi Games, wobei der Vivendi-Konzern zunächst 52 Prozent der Anteile halten wird. Vivendi plant aber, durch Aktienrückkäufe letztendlich 68 Prozent der Anteile an Activision Blizzard zu halten.[6] Die Aktionäre stimmten am 8. Juli 2008 der Transaktion zu; vorher genehmigten bereits die Kartellbehörden den Zusammenschluss, sodass Activision Blizzard seit dem 10. Juli 2008 als Unternehmen auftritt.

Quelle: Wikipedia
11.11.2018 12:47Beitrag von Blades
11.11.2018 12:44Beitrag von Taltos
Mein persönliches Empfinden ist, das die sich eindeutig für den Umsatz entschieden haben und das ist ok. WoW ist eigentlich nicht mehr mein Ding.
Also bin ich los und hab mir was Neues ausgeschaut und das geht gut an. Wie lange? Weiß ich nicht, mir auch egal. Weil ich jetzt Spaß haben möchte.


Und egal was du dir angeschaut hast, auch denen geht es nur um den Umsatz / Gewinn. Dein Hobby ist deren Job. Egal was von jetzt von der aktuellen Situation bei Blizzard halten mag... auch anderswo heißt es nicht plötzlich "Spieler vor Umsatz".


Nein, einfach nur nein.
Es gibt immer noch Firmen und um ehrlich zu sein gab es Nie mehr wie jetzt die spiele mit Herz Entwickeln! Klar geht es irgendwo immer ums Geld aber man merkt 100% den unterschied zwischen Games bei denen es NUR ums Geld geht und Games bei denen dies nicht der Fall ist.
Jede Firma versucht glaube ich das beste Game zu entwickeln das ihnen möglich ist aber irgendwo muss etwas nicht stimmen wenn man versucht diesen Geld Faktor mir einzubringen.
Siehe: Mass Effect 4, Mittelerde: Mordors Schatten, Star Wars battlefield 2...

Witcher 3 von CD Projekt:
Ein Game mit guten DLC`s ohne Shop absolut NUR pro verkauften Spiel. (Sowas sollte eigentlich immerhin *Genug* sein.
divinity original sin 2 von Larian Studios...Ebenfalls einfach ein Herzens Game.

Derzeit gibt es sehr viele Kleiner Entwickler Teams die tatsächlich gute Games raus bringen.

Ein Handy Game ist wohl das absolute Gegenbeispiel und es ist erschreckend das die EU dort noch nicht eingeschritten ist.
Denn Sie sind Simpel dazu gemacht das man Süchtig wird.
Sie überschütten einen Anfangs mit Lob...Auch wenn es unbewusst ist...
Alles ist dazu gemacht das Geld ausgibt. Daher gibt man für Sachen nie direkt Euros aus sondern immer ingame Währung... Diese verschleiert das viel besser...
11.11.2018 12:44Beitrag von Taltos
Viele wirklich gute Innovationen sind an WoW verreckt weil sie so erscheinen wollten wie der Genre-King. Eigentlich ist Blizzard mit WoW schuld an der Tatsache, das Stillstand ist in diesem Bereich - seit Jahren gibt es nur lieblose Doubletten die mit abkassieren wollten.


Wohl eher bei den anderen MMO-Entwicklern, die angesichts der hohen laufenden Kosten (dauerhafter Server-Betrieb und Content-Patches) auf Nummer Sicher gehen wollen, nach dem Motto "Wenn es bei WoW erfolgreich ist, dann bauen wir es auch nach".

12.11.2018 00:58Beitrag von Sadiq
Ein Handy Game ist wohl das absolute Gegenbeispiel und es ist erschreckend das die EU dort noch nicht eingeschritten ist.
Denn Sie sind Simpel dazu gemacht das man Süchtig wird.
Sie überschütten einen Anfangs mit Lob...Auch wenn es unbewusst ist...
Alles ist dazu gemacht das Geld ausgibt. Daher gibt man für Sachen nie direkt Euros aus sondern immer ingame Währung... Diese verschleiert das viel besser...


Das Problem ist, dass die Mobile-Gamer Spiele mit Einmal-Zahlung beim Kauf größtenteils ablehnen. Schau dir mal die Verkaufszahlen von Spielen ab 9 Euro an, die sind recht überschaubar. Die F2P-Entwickler haben ihre Kundschaft konsequent so erzogen...
12.11.2018 00:58Beitrag von Sadiq
Nein, einfach nur nein.
Es gibt immer noch Firmen und um ehrlich zu sein gab es Nie mehr wie jetzt die spiele mit Herz Entwickeln! Klar geht es irgendwo immer ums Geld aber man merkt 100% den unterschied zwischen Games bei denen es NUR ums Geld geht und Games bei denen dies nicht der Fall ist.
Jede Firma versucht glaube ich das beste Game zu entwickeln das ihnen möglich ist aber irgendwo muss etwas nicht stimmen wenn man versucht diesen Geld Faktor mir einzubringen.
Siehe: Mass Effect 4, Mittelerde: Mordors Schatten, Star Wars battlefield 2...


Das sehe ich wirklich anders. Auch diese Firmen handeln eben mit der Absicht möglichst guten Gewinn zu machen. Nur sind diese Wege je nach Zielpublikum andere.
Sind es Mobile Gamer? Dann nimmt man vermutlich Microtranactions, einfach weil diese Gruppe tatsächlich EInmalkosten überwiegend ablehnt
Oder klassische PC Spieler? Dann kommt eher B2P / Abo ev. gekoppelt mit DLC heraus.
Oder doch eher das F2P PC Publikum? Dann wieder shop und Microstansactions

Es sind nicht die einen so viel "netter" als die anderen, es geht eben um das Zielpublikum.
12.11.2018 14:55Beitrag von Blades
Es sind nicht die einen so viel "netter" als die anderen, es geht eben um das Zielpublikum.

Falsch.
Das Zielpublikum wurde geschaffen.
Jeder der 1 und 1 zusammenzählen kann weiß, das es dabei rein um Geld und Abhängigkeit bei niedrigem Niveau geht.
Das ist wie bei den Banken und dem Zusammenbruch und man steuert bereits jetzt schon wieder in diese Richtung.
Der Zusammenbruch beim Mobile-Gaming kommt, wenn Regierungen erkannt haben, das, ähnlich wie bei den Beute-Boxen, ein Riegel davor notwendig wird.
Wer bis dahin seine Produktionskosten raus hat - Glück.
Danach sind die nämlich alle nichts mehr wert. Füllstoff ohne Anspruch.
Vermutlich wird das nächste „mmorpg“ , das so einschlägt wie wow ,15 Millionen Menschen ködert oder mehr und eine Generation prägt, etwas mit Virtual Reality zu tun haben.

Wahrscheinlich ähnlich wie in dem Film „Ready Player one“, wenn man bedenkt das die Technik schon existiert (z.b. Laufbänder, auf denen man in alle Richtungen gehen kann) und es für jedermann bezahlbar wird.

Wow hat grundsätzlich das selbe Problem wie jede Serie oder Trilogie, meist ist zu Beginn eine standfeste gute Story die fesselt. Wie jede gute Story hat sie allerdings, mehr oder weniger, ein Ende.

Nun kann man mit Erfolg nicht rechnen , möchte ihn wenn er da ist aber aufrecht erhalten, was ein weiterführen der Story bedeutet und wenn man unter Druck eine Story weiterführen muss, können da an den Haaren herbeigezogene Dinge entstehen oder es fühlt sich einfach nicht mehr toll an.

Ich befürchte an diesem Punkt sind wir jetzt. Es fühlt sich an wie eine Serie , die nicht mehr genau weiß wo sie eigentlich angefangen hat und wo sie eigentlich hin will.
12.11.2018 14:55Beitrag von Blades
12.11.2018 00:58Beitrag von Sadiq
Nein, einfach nur nein.
Es gibt immer noch Firmen und um ehrlich zu sein gab es Nie mehr wie jetzt die spiele mit Herz Entwickeln! Klar geht es irgendwo immer ums Geld aber man merkt 100% den unterschied zwischen Games bei denen es NUR ums Geld geht und Games bei denen dies nicht der Fall ist.
Jede Firma versucht glaube ich das beste Game zu entwickeln das ihnen möglich ist aber irgendwo muss etwas nicht stimmen wenn man versucht diesen Geld Faktor mir einzubringen.
Siehe: Mass Effect 4, Mittelerde: Mordors Schatten, Star Wars battlefield 2...


Das sehe ich wirklich anders. Auch diese Firmen handeln eben mit der Absicht möglichst guten Gewinn zu machen. Nur sind diese Wege je nach Zielpublikum andere.
Sind es Mobile Gamer? Dann nimmt man vermutlich Microtranactions, einfach weil diese Gruppe tatsächlich EInmalkosten überwiegend ablehnt
Oder klassische PC Spieler? Dann kommt eher B2P / Abo ev. gekoppelt mit DLC heraus.
Oder doch eher das F2P PC Publikum? Dann wieder shop und Microstansactions

Es sind nicht die einen so viel "netter" als die anderen, es geht eben um das Zielpublikum.


Natürlich geht es wie gesagt irgendwo immer ums Geld ...
DIe Spiele Entwickler die ich meinte sind Firmen die nicht mit einem mega Hype oder Gewinn rechnen sie machen dennoch ein Spiel das gut ist.
Witcher 1 und 2 sind beide nicht extrem gut verkauft worden und dennoch entwickelte man weiter...Andere hätten sich gesagt (es ist nicht erfolgreich wir beenden die Reihe. (gibt zuviele beispiele bei denen das so passiert ist)

DLC`s werden eher Negativ gesehen weil Sie zurecht meist Abzocke sind aber wenn du die Witcher 3 Dlcs gespielt hast dann weis man das diese durchaus bereichernd sein können.
Vermutlich wird das nächste „mmorpg“ , das so einschlägt wie wow ,15 Millionen Menschen ködert oder mehr und eine Generation prägt, etwas mit Virtual Reality zu tun haben.

Wahrscheinlich ähnlich wie in dem Film „Ready Player one“, wenn man bedenkt das die Technik schon existiert (z.b. Laufbänder, auf denen man in alle Richtungen gehen kann) und es für jedermann bezahlbar wird.

Wow hat grundsätzlich das selbe Problem wie jede Serie oder Trilogie, meist ist zu Beginn eine standfeste gute Story die fesselt. Wie jede gute Story hat sie allerdings, mehr oder weniger, ein Ende.

Nun kann man mit Erfolg nicht rechnen , möchte ihn wenn er da ist aber aufrecht erhalten, was ein weiterführen der Story bedeutet und wenn man unter Druck eine Story weiterführen muss, können da an den Haaren herbeigezogene Dinge entstehen oder es fühlt sich einfach nicht mehr toll an.

Ich befürchte an diesem Punkt sind wir jetzt. Es fühlt sich an wie eine Serie , die nicht mehr genau weiß wo sie eigentlich angefangen hat und wo sie eigentlich hin will.


Es gibt böse Zungen die behaupten, dass WoW das immer schon für die Warcraft Lore war. Ich meine, alleine was man Mit Illidan und Kael Thas in TBC angestellt hat, nur um da ein paar Bad-Ass Bosse zu haben xD.

Nicht umsonst hat Blizzard ja schon zu WotlK Zeiten gesagt, dass ein Potentielles WC4 die WoW Story einfach ignorieren würde^^.

Aber ja, hast schon nicht unrecht, die Story in WoW wurde besonders grottig, als man den Kardinalfehler Nummer 1 im MMORPG-Stoey-Buisness begangen hat und den SC als "Champion" in den Storymittelpunkt gestellt hat. Also ab Cata gings bergab...
Ich fand es schon irgenwie witzig, als auf der Blizzcon so ein Typ auf der Bühne stand, der dauernd rufte:" Ihr seid so schöne Freunde! Ihr seid der Grund warum es Blizzard gibt! Wir sind eine Familie! Bitte kauft unsere Spiele!"
08.11.2018 21:39Beitrag von Riveria
Es würde mich auch nicht überraschen wenn die Aktien-Inhaber ihm richtig auf die Füße treten denn so ein Desaster hat mal eben ein paar Millionen vernichtet und ich würde schätzen das darüber keiner sonderlich amüsiert ist insbesondere wo man vorher noch davon ausging das die Aktien im Wert steigen


für minus 7% gehört der Kerl instant für den Arbeitsmarkt freigesetzt....
Was mich in letzter Zeit noch mehr nervt als "BFA ist das schlechteste Addon aller Zeiten!"-Threads ist die immer wieder auftauchende Aussage "Papa Blizzard hat mich nicht mehr lieb!", wahlweise auch als "Blizzard geht es nur noch ums Geld!" oder "Blizzard ist ein großes, menschenfressendes Ungeheuer!" getarnt.

Ich persönlich muss nicht von einem Spielehersteller lieb gehabt werden. Entweder ich mag die Spiele, dann spiele ich sie, oder ich mag sie nicht, dann eben nicht. Natürlich darf auch gern konstruktive Kritik gegeben werden, aber dennoch kann man nicht auf deren Umsetzung beharren.

Für mich sind Blizzardspiele immernoch sehr liebevoll gestaltet, ich sehe immer noch Herzblut und Kreativität in der Entwicklung. Perfekt sind sie nicht, und wenn man einen langen Weg mit einem Projekt mitgeht, dann gibt es auch Abzweigungen, die man nicht mitgehen will, so what? So ziemlich alle längeren Spielereihen haben/hatten das Problem.

Mal abgesehen davon: Wer sagt denn, dass das Streben nach Gewinn Spiele mit Seele ausschließt? Jedes Entwicklerstudio will auf diesem großen Markt überleben, und viele suchen dabei Alleinstellungsmerkmale, sei es eine gute Story, eine überragende Spielmechanik oder die Erfindung eines Genres.

Gleichzeitig bedeutet ein mit Herzblut entwickeltes Spiel nicht zwangsläufig Erfolg: Ein deutscher Entwickler brachte vor nicht allzu langer Zeit einen Titel heraus, der mangels Budget natürlich nicht in der Triple A-Klasse mitspielen durfte. Trotzdem versuchte mam sich an einem packenden Storytelling, in das mit Sicherheit viel "Seele" geflossen ist. Blöderweise vernachlässigte man die Spielemechanik. Ergebnis: Schlechte Kritiken, Spiel aufm Markt durchgefallen. So kanns gehen, wenn man mit zuviel Idealismus dabei ist.

Natürlich faselt man in Amerika immer was von "großer Familie". Würdest du zu einem Waschmittelhersteller gehen, würde er bei seiner Werbeveranstaltung ähnliches sagen. Am Ende geht es aber immer um ein Produkt, das verkauft werden soll, Kunden, sie das Produkt nutzen sollen. Entwickelt man das Produkt am Kunden vorbei, fällt es eben durch. Trifft man den Geschmack der breiten Masse, wird es immer jemdanden geben, der meckert. Geht man neue Wege, und sei es die Änderung der Packung, werden Kunden abspringen, aber vielleicht auch neue dazukommen. So ist das nunmal.

Und so halte ich es auch im Umgang mit den Firmen: Im besten Fall geht es um gegenseitige Wertschätzung. Das hat aber nix mit Liebe, Seele und rosa Einhörnern zu tun. Ich wertschätze die Arbeit der Firma, die wertschätzen mein Bedürfnis als Kunde, immer unter der Maßgabe, dass ich nicht der einzige Kunde bin. Als Kunde habe ich ein Interesse daran, dass die Firma Geld an einem für mich guten Produkt verdient, denn ich will es ja weiterhin nutzen können, den Nachfolger haben oder Ersatzteile kaufen können.

Fazit: Nein, es ist nicht egal, wieviel Geld Papa Blizzard nach Hause bringt. Weil doch die meisten hier die Spiele wiederspielen wollen, und das in annehmbarer Qualität.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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