Classic - Verändert es eure Prioritäten in WoW?

World of Warcraft Classic
Okay, jetzt wird es foll deep.
Ich hab mir heute eine Streamaufzeichnung von Kargoz angeschaut (https://www.youtube.com/watch?v=HfE5O6m6nUQ) und die hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Das mehr oder weniger wichtige Thema im Stream war, was eine gute Gemeinschaft in WoW ausmacht und wie man Gilden bilden kann, die über Jahre zusammenbleiben. Aber abseits davon stellte Kargoz eine ganz interessante und doch sehr einfache Frage:
"Was macht euch WIRKLICH Spaß in WoW?"

Ich hab da mal kurz drüber nachgedacht und meine erste Antwort war eigentlich "Raiden! Achja und Open World PvP!", aber nach einigen Momenten ließ ich meine Gedanken mal ein wenig weiter abschweifen. Da wurde mir klar, dass ich bei meinen Ausflügen auf Privatserver eigentlich nur die Mentalität mitgebracht und kultiviert hatte, die ich von WoD an im Endgame-Content gelernt hatte:
Effizienz, Geschwindigkeit, Wettkampf, das Abheben von anderen Spielern durch Leistung und Erfolge.

Ich musste dann an meine Zeit als unschuldiger Noob denken, den diese Welt damals noch so sehr verzaubert hatte. Und an meine ganzen Konzepte für Charaktere auf Rollenspiel-Servern, auch wenn diese (Ich war damals ja noch jung) meist unausgegoren und nicht besonders gut waren.

Als ich zu Legion auf Elysium begann, dachte ich nur daran, dass ich nie die Raids in Classic gesehen hatte und unbedingt irgendwann in Naxxramas den Endboss fallen sehen wollte. Jetzt denke ich mir: "Ich hab mich nie einem Orc-Clan auf einem RP-PvP-Server angeschlossen."
Ist schon interessant, wie so was die Perspektive verändern kann. Schlagartig war es mir garnicht mehr so wichtig, unbedingt schnell Level 60 zu werden und die Frage, ob ich eher "casual" oder "semi-hardcore" raiden will, war damit auch sofort beantwortet. Jetzt ist meine größte Sorge plötzlich nicht mehr, ob Raidbosse stark genug für Talente und Items aus 1.12 sein werden, sondern ob Blizzard einen deutschen RP-PvP-Server öffnen wird.

Habt ihr vielleicht auch den Eindruck, dass ihr an das damalige Spiel ganz anders herangehen wollt, als an die modernen WoW-Erweiterungen?
Was ist eure Antwort, wenn ihr euch die Frage stellt "Was macht mir WIRKLICH Spaß in WoW?" oder vielmehr "Was machte mir einst WIRKLICH Spaß und hielt mich im Spiel?" und denkt ihr, dass ihr das so in die kommende Classic-Version übertragen könnt?
"Was macht mir WIRKLICH Spaß in WoW?" oder vielmehr "Was machte mir einst WIRKLICH Spaß und hielt mich im Spiel?" und denkt ihr, dass ihr das so in die kommende Classic-Version übertragen könnt?


Erstmal: Sehr schöner Beitrag, da fällst du in letzter Zeit sehr mit auf! Weiter so!

Im Prinzip war bei mir der Fokus auf Endcontent immer gegeben. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass die Mitspieler ebenfalls ein extrem wichtiger Faktor waren. Zu Classic hatte ich da ehrlich gesagt keinen großen Anspruch. Ich war in ZG, ich war in MC und ich war in Dungeons. Allerdings jeweils mit einer lustigen Truppe, hat sehr viel Spaß gemacht. Zu dieser Zeit habe ich einem Ork "Grashnak" auch eine Gilde übernommen, semi erfolgreich. :D

Zu BC habe ich irgendwann in eine sehr raidorientierte Gilde gewechselt, die Leute waren mega drauf und es hat sich mit der Zeit so ein 3-er-Gespann gebildet, was bis BT gehalten hat.

Da mein PC damals kaputtgegangen ist und ich nicht sofort Ersatz hatte, war ich erstmal raus. Kurz danach habe ich meinen Charakter gewechselt und war nunmehr auf einem neuen Server. Da ging es für mich dann nur noch um Fortschritt. Das war eine Hardcore-Raidgilde. So richtig persönlichen Anschluss habe ich nicht mehr gefunden und war nur noch auf Itemdjagd, war zu dem Zeitpunkt auch i. O.

Zu Wotlk habe ich eine super Truppe gefunden, zu dem Zeitpunkt waren alle etwas enttäuscht von ihren vorherigen Erfahrungen und so ziemlich jeder wollte das Spiel an den Nagel hängen.

Einer hatte dann den Einsatz gezeigt, dass es so nicht zuende gehen sollte und hat letztlich mit jeder deprimierten Seele ein kurzes Gespräch geführt und sein Konzept für Wotlk vorgestellt. War ein sehr charismatischter, elitärer aber auch vertrauenswürdiger Mensch. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Spaß wie lange nicht mehr, wir waren auch zu dem Zeitpunkt die serverbeste Gilde. Irgendwann haben wir uns dann mit der zweitstärksten Gilde fusioniert, ab da lief nichts mehr, viele Leute haben aufgehört und die schöne Gemeinschaft war zerstört und damit auch für mich WoW. :x

Witzige Anekdote: Meine Unbeholfenheit gegenüber Frauen zu dieser Zeit hat mir geholfen meinen ersten Treffer zu versenken. :D Anekdote Ende.

Was ist die Schlussfolgerung für mich:

Ich bin äußerst erfolgsorientiert in WoW, allerdings möchte ich ebenso ein funktionierendes soziales Gefüge haben. Sodass man sich zusammen über das erreichte freut und nicht nur stumpf auf sein eigenes Gear schaut.

Die Kombination aus familiäre Gilde und Progress macht für mich diesen Reiz aus.
Ich werde mir schön Zeit lassen, auch wenn ich damals diesen Priester in 14 Tagen /played auf 60 hatte, so habe ich heute bei weitem nicht mehr die Zeit wie früher.

Aber in jedem Fall ein Priester. (Zwerg oder Untot, da bin ich noch unentschlossen)

Mal die ein oder andere Instanz am Wochenende, ansonsten einfach ohne Stress oder "Zugzwang" leveln.

Mitspielern in Not den Allerwertesten retten, dabei Aggro ziehen, ne halbe Stunde vor den Elite Mobs weglaufen/und oder sterben.

Oder einfach zur Entspannung einfach bei guter Musik Blümchen sammeln oder Satyrn farmen in Azshara (wenn ich dann das Level hab ^.^)

Edit:
In meinen Anfängen hatte ich gar keine Gilde und guffelte auf meinem NE Schurken herum. Zu dieser Zeit begegnete ich immer öfter Hordlern die sich anständiger benommen haben als meine Allianz-Mitspieler (Zuluhed!). Ich habe den Schurken gelöscht und habe diesen Priester angefangen, wurde von ihnen aufgenommen und war mitmal in MC und all den Raids. Die Atmosphäre war prima.

Zu BC zerbrökelte die Gilde. Da immer weniger los war spielte ich nebenher auf einem anderen Server (Rat von Dalaran) einen Magier und einen anderen Priester hoch, yay RP. Später wechselte ich auf einen neuen Server und spielte eine Draenei Schamanin, traf wieder tolle Leute mit denen ich dann auch wieder aus der Laune heraus einfach mal nach Karazhan ging und wir tatsächlich, völlig unerwartet auch Bosse legten samt Rollenspiel, also das Komplett-Paket (Die Aldor).

Wir hielten uns bis WotLK (Malorne), danach waren wir so klein geworden, dass wir nichtmal mehr 5er Inis gehen konnten. Neue Leute zu finden die zu uns passten war schwierig, daher werde ich vermutlich in Classic auch erstmal Gildenlos bleiben.
Ich bin auch am überlegen mir einen char auf einem rp-pvp realm zu erstellen - sollte es einen geben. Der Gedanke einer reinen Untoten-Schurkengilde z.B hat was.
Letztendlich ist es Dein/mein/unser Spiel. Wir haben es in der Hand, und setzen die Prioritäten.
Ich glaube auch, durch die gereifte Spielerschaft wird Classic eine neue Form der Qualität erreichen. Viele wünschen sich nichts mehr, als einzutauchen, in eine Welt, die im Grunde keine Regeln und Vorschriften kennt, in der jeder sein darf, was er sein will. Meine Wenigkeit möchte meucheln und morden, singen und tanzen, möchte mit meinen Gildis Drachen jagen, und Städte überfallen. Abends ein Lagefeuer in Orgrimmar entzünden, Geschichten und dem Geschwätz anderer lauschen...kurz - wieder zu Hause sein. :)
sicherlich hab ich schon das ziel mein gear zu verbessern
oder auch generell den wert meines chars durch ausgeskillte berufe etc.

aber das war für mich immer nur eine notwendigkeit um an dem ganzen geilen !@#$%^- teilnehmen zu können
und dabei mein ich nich raids

ich meine die ganzen server-internen events und dinge wie open pvp oder stundenlange AVs
oder einfach nur um besser freunden aushelfen zu können bei... was auch immer^^

das fehlt in retail alles
es gibt nur raids und mythic+ und die dazu gehörige gear progression (die auch schonmal besser war)

schon krass dass man erst wieder classic spielen muss um ein richtiges mmorpg zu bekommen
ist das ganze konzept den so angestaubt?
wollen spieler heutzutage nicht mehr von einer spielwelt überwältigt werden?
Die Frage macht echt nachdenklich,

ich habe damals in Wotlk einfach alles auf mich einwirken lassen und genau so werde ich es auch in Classic machen auf der Reise von 1-60 alles mitnehmen was geht, wenn ich was vergesse oder nicht geschafft habe geh ich halt später nochmal hin.
Mein grober Plan ist lvln, Dungeon's laufen, Schlüssel für Dungeons/Raids besorgen (um Leuten zu helfen oder bissl Gold abzustauben :D), Raiden nur wenn es Spaß macht, ab und an mal im Alteractal kämpfen für das gewisse Gefühl ansonsten gucken was die Welt noch zu bieten hat (RP mit Fremden, Zuschauen wie sich Leute in der Gurubashi Arena die Köpfe einschlagen, Leuten helfen oder fragen ob sie einem helfen und vieles mehr)

Mein Tipp an alle, nehmt euch Zeit egal was eure Gilde/Freunde sagen, 60 wird man nur einmal (Mit dem einem Char zumindest ^^) und diese Reise sollte man genießen, deswegen !@#$%^t auf Lvl Guides und YT Tipps und Tricks und spielt einfach drauf los und verirrt euch mit lvl 18 in die Brennende Steppe :D
Interessant.

Von Level 1 an die Herausforderung spüren und diese mit jedem Level, das macht für mich den Reiz aus bei Classic.
Allen Stress und Hektik hinter sich lassen. Kein Druck verspüren schnell zu Leveln, einfach nur jeden Augenblick genießen. Was ich heute nicht schaffe mach ich halt morgen.
10.11.2018 17:43Beitrag von Remô
ist das ganze konzept den so angestaubt?
wollen spieler heutzutage nicht mehr von einer spielwelt überwältigt werden?


Ich denke nicht - es passt nur nicht in das Konzept von Ergebnis orientierten Kapitalisten die unter allen Umständen am Mainstream teilnehmen wollen.

Wenn man sich auf dem Markt umschaut, findet man praktisch keine MMORPG's mehr - nur möchtegern WoW-Klone die das Erlebnis genauso entwerten wie Retail das tut.
Ich begann einst auf der Arguswacht Rp-Pvp und levelte diesen Krieger ich war auf meinen weg zu 60 in einer tollen Rp gilde als ich nach 3monaten irgendwann 60 wurde und spielte fand ich die raids immer interessanter und fand eine Gilde die das tut und eine wunderbare menschliche Komponente hatte und war lange dabei bis in Tbc.

In Tbc war aber irgendwann bei karazhan Schluss aber ich wollte mehr somit wechselte ich damals zu den Vorboten des Todes die beste gilde am Server.
Wir erledigten gemeinsam Lady Vashj aber wochenlanges wipen an kelthas zersplitterte die gilde und übrig blieb der harte Kern wir waren 10 Leute wir hatten jede Menge Spaß wir machten alles zusammen aber auf einen kleinen rp pvp Server neue Leute zu finden war damals einfach nicht gegeben. Wir suchten uns eine neue gilde auf einen neuen Server .
Wir fanden einen Kern der Erfahrung hatte und uns brauchte . Schnell wurde aus dem PvE Teil der gilde eternal sorrow und uns die Gilde ES auf Taerer.

Und mein Gott wir haben wir geraidet wir hatten uns bis Sunwell in die Top 10 world geraidet.

Irgendwann kam von meiner Seite aber eine leichte Unzufriedenheit auf den was wurde aus uns ? Ein reiner erfolgsorientierter raid Verbund.
Menschlichkeit oder Freundschaft war kaum noch vorzufinden die Zeit hatten wir nicht wir mussten raiden rund um die Uhr und uns gegenseitig Flamen um auf diesen Niveau zu raiden.
Ich hielt das nicht mehr aus und lernte bei meinen Daily heros einen Troll Schamanen kennen Toaster von der Gilde mag keiner und wir unterhielten uns oft und lange und spielten täglich zusammen irgendwann hatte er mich soweit das er mich zu mag keiner holte.
Eine gute gilde aber nicht auf dem Niveau wo ich vorher geraidet habe.
Aber schnell merkte ich das die gilde noch relativ jung war und auf besten Wege war.
Bei meinen ersten raid mit mag keiner legten wir kaelthas und der t6 Conten wurde frei. Am selben Abend clearten wir noch hyal und den bT bis sharaz.
Was mich verblüffte war der Spaß den die Leute hatten und dennoch so gut spielten allen vor allem ihr Maintank Bartzer Tauren Krieger und der erste Tank der es schaffte das ich zugebufft bis unter die Nase voll durch Rotzen konnte ohne Aggro zu ziehen.
Eine enge Freundschaft entwickelte sich. Und am Ende war mag keiner die anhand der boss kills die zweit beste gilde am Server .
Würde man aber die Zeit berechnen die mag keiner brauchte waren wir sogar die beste und wir hatten immer nur Spaß und highlife.

Wotlk war im kommen und TItansgrip warri fand ich blöd und ich wechselte so wurde zu wotlk mein feral druide mein Main.
Ich wollte es nochmals wissen und wollte noch einmal top ten world raiden verlor dabei aber jegliche Lust an WoW.
Seit cata spielte ich jedes addon nur wenige Wochen. Halte aber mit Bartzer immer noch ab und an Kontakt. Und freue mich in Classic wieder gemeinsam auf die Jagd zugehen.
Jedoch anders entspannter der First kill ist nicht wichtig das gemeinsame Server interne da menschliche ist wichtig wie gut oder schlecht es gemeistert wird ist egal solange wir Spaß dabei haben.

Zum Schluss möchte ich noch einige von meinen alten Weggefährten grüßen und wenn ihr das liest meldet euch doch !

Seagal,Gorkhan, Sjeni, Cyphira, Slacsor , Phönix, Opti , Svartjup, mauki , masi, engomar, olgo, Toaster und alle anderen dessen nicks ich nicht mehr weiß und ihr euch an mich erinnert.

Küsschen Clarias
10.11.2018 17:01Beitrag von Classiclost
Ich bin äußerst erfolgsorientiert in WoW, allerdings möchte ich ebenso ein funktionierendes soziales Gefüge haben. Sodass man sich zusammen über das erreichte freut und nicht nur stumpf auf sein eigenes Gear schaut.

Die Kombination aus familiäre Gilde und Progress macht für mich diesen Reiz aus.


Mir ist erst wieder in BfA klar geworden, wie wichtig das für meinen Spielspaß ist.
Nur auf Boss-Kills zu schauen und sich permanent mit anderen Gilden zu vergleichen, ist pures Gift. Auch in einer erfolgsorientierten Raidgilde sollte es eine richtige Gemeinschaft geben, sonst tut man sich ja nur zusammen, weil man auf die Mitspieler nicht verzichten kann. Sie sind dann halt notwendig, mehr nicht.
Ich finde es ganz interessant, mir die Firstkill-Videos von Method anzuschauen.
Auch wenn die Jungs total hardcore drauf sind, die haben da teilweise eine recht lustige Atmosphäre. War das beim Archimonde-Firstkill, als sie der Mutter (?) eines Raidmitglieds mitten im Kampf ein Geburtstagsständchen gesungen haben?
ich muss gestehen, dass ich recht pragmatisch wär :D
Ich würd nen Char nach und nach auf 50 spielen - und ab da nur noch ab und an ne Gruppe für meinen Lieblings Dungeon suchen...
Das ist es worauf ich mich freue :D

Der Rest ist weniger meine PFlicht^^ wobei - meine Freundschaft zu Hakkar in ZG erneuern :D
Ich hatte mich eigentlich immer mehr darauf gefreut, wieder mit den Gildies oder Bekanntschaften die man unterwegs in Azeroth schloss, im TS zu schnacken oder zu tippseln im /w.

War auch nicht regelmäßig Online. War immer ein schöner Augenblick.
Spielen war da mehr zweitrangig, Man tat es, oft gemeinsam mit anderen.

Die Gesellschaft mit den Menschen hat sich verändert. Zwar kann man sich an eine Situation oder Umgebung anpassen. In der Regel fällt man aber irgendwann auf ein gewohntes Verhaltensschema zurück.

Mal schauen wie sich alles entwickelt.

Nimm an der Unterhaltung teil!

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