[A-RP Aldor] Animae Lupi

Rollenspiel
„Die Erinnerung an unsere Vergangenheit, das Gedenken an unser früheres Leben macht es uns möglich, uns nicht in der Wildheit zu Vergessen.“

Wir unterscheiden uns von ihnen. Wir unterscheiden uns vom einfachen Menschen, wir unterscheiden uns von wilden Bestien. Doch vergessen wir nicht, dass sie uns in einigen Dingen ähneln, ja, möglicherweise gleichen.

Wir waren einst stolze Gilneer, doch wurden viele von uns gebissen. Einige nennen es Fluch, andere einen Segen – wir sehen es als eine Chance. Der Stolz in uns ist nicht gebrochen, wir akzeptieren unser Schicksal. Wir nutzen die Möglichkeiten, die uns gegeben sind.
Eine Gilneergemeinschaft, das repräsentieren wir.

Eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig schützt und respektiert, eine Gemeinschaft, die nicht vor Gefahren zurückschreckt und dennoch willig ist zu lernen- Nun, das SIND wir.

Animae Lupi

Die Gemeinschaft der Animae Lupi besteht aus einem Zusammenschluss von Gilneern, welche einem menschlichen Leben nicht abgeschworen haben.

Sie bevölkern schon seit einiger Zeit Kalimdor, nicht weit von Darnassus – dennoch fernab und groß teils ungestört von Jenen, die sich der Worgenjagd verschrieben haben.

Die Lupis leben in Frieden miteinander. Obgleich jeder dieser Worgen etwas eigen sein mag, sind sie Fremden gegenüber Gastfreundlich und Hilfsbereit, es sei denn es gibt Anlass dafür, sich nicht neutral zu verhalten.

Die Gemeinschaft folgt einer Gilnearin namens Riwena, welche sie mit Ehre und Verstand, mit strenger Hand und eigenwilligen Humor anzuführen weis.

Jedem sei es überlassen, welcher Gestalt er sich annimmt, sowohl die menschliche- als auch die Worgenform werden akzeptiert.

Die Lupis wissen ihre Freiheit, gehen zu können, wohin auch immer ihre Füße sie tragen, zu schätzen.

Stets fördern sie den Zusammenhalt durch Versammlungen, gemeinsame Abende, manches Mal ausufernde Gelage und durch das ein oder andere, fesselnde Abenteuer.
Die Ränge

In der Gemeinschaft sind die Positionen hierarchisch gegliedert.

• Anführer: Dieser Rang ist das Oberhaupt der Gemeinschaft. Seit der Gründung vertritt Riwena Barker diese ehrenvolle Aufgabe.

• Komtur: Die Aufgabe des Komtur ist es, die Bitten und Wünsche, sowie Anliegen der Gemeinschaft dem Anführer vorzutragen und diesem mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

• Vertrauter: Ein Vertrauter ist für die Einführung der Novizen zuständig und dient ebenso dazu, sich den Anliegen der Gemeinschaft anzunehmen.

• Botschafter: Die Botschafter sind für das Überbringen der Neuigkeiten, von Nachrichten und Anliegen an die Verbündeten, sowie das Aufrechterhalten bestehender Bündnisse zuständig.

• Mentor: Die Mentoren haben die verantwortungsvolle Aufgabe, ihr über die Jahre gesammeltes Wissen an die Gemeinschaft weiter zu geben.

• Heiler: Die Aufgabe des Heilers ist es, wie der Name schon verrät, sich um die Gesundheit der übrigen Mitglieder zu kümmern.

• Lupus: Dieser Rang bezeichnet ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft

• Novize: Dies ist der Einstiegsrang der Animae Lupi.

Nebenränge:

Die Nebenränge ergänzen sich zu den Haupträngen. Sie bestehen aus kleineren Aufgaben, die der Gemeinschaft zugeteilt werden.

Ziel:

Wir wollen bewegen, dass die Gesellschaft der Allianz die Verfluchten akzeptiert und respektiert. Der Allianz sollte klar werden, dass nicht alle Worgen wild sind, sondern dass es auch uns stolze Gilneer gibt, die trotz der speziellen Eigenschaften, wie wir sie haben, nicht weniger menschlich sind. Wir wollen beweisen, dass wir keine Gefahr darstellen, sondern unserem König folgen.
Was euch bei uns erwartet:

  • Regelmäßige Rollenspieltermine (Versammlungen, Training, etc)
  • Große Events (Plots) in der Gilde
  • Verschiedenste, gut durchdachte Charakterkonzepte
  • Eine feste Führung und Vorschriften
  • Einstiegsmöglichkeiten für Rollenspielneulinge
  • Eine nette, aber auch etwas ausgefallene Gemeinschaft
  • Zwangloses Rollenspiel, bei dem das Leben des Menschen hinter dem PC vorgeht

  • Erwartungsvorstellungen an euch Spieler:

  • Konsequentes Rollenspiel
  • Eine überlegte Charakterstory, die nicht zu sehr von der Lore abweicht
  • Grundkenntnisse über Worgen und deren Geschichte – Bei Fragen oder Unklarheiten helfen wir gerne weiter!
  • Aktive Teilnahme am Rollenspiel, selbst mit Twinks
  • Ein gewisses Grundsozialverhalten eures Charakters
  • Aufgrund des RP- Heimatortes erwarten wir die Mindeststufe 25
  • Euer Alter ist nebensächlich, jedoch erwarten wir gutes Benehmen und einen freundlichen Umgang

  • Bewerbung

    Sollte euer Interesse geweckt sein, so könnt ihr euch Ingame oder auch in unserem Forum bewerben. Es empfiehlt sich, vorallem innerhalb des Spiels nicht mit einem spärlich bekleideten Worgen aufzutauchen, der sich nur durch Knurren oder Jaulen verständigen kann. Wünschenswert wäre es auch, wenn vorallem Gestaltwandler nicht in einer anderen Gestalt erscheinen und uns mit „Miau“ belästigen, gar versuchen uns weis machen zu wollen, dass man als Katze, Vogel oder Bär ohne weiteres vollständige Sätze sprechen kann.
    Wie findet ihr uns? Besser gefragt wäre : „Wie finden wir EUCH?“! Da die Gemeinschaft es vorzieht, sich von ärgerlichen Besuchen zu distanzieren, werden unsere Anwerber gerne (auf ooC- Wunsch) in die größeren Städte reisen und dort Flugblätter verteilen oder Steckbriefe für euch aushängen. Jeden zweiten Donnerstag findet das offizielle Anwerben in Sturmwind statt.

    Wichtige Informationen:

    Server: Die Aldor [EU]
    Fraktion: Allianz
    Völker: Worgen, Menschen (IC ausgespielt als nicht infizierte Gilneer)
    Bespielter Ort: /who Animae Lupi
    Schwerpunkt: Gemeinschaftliches, zivilisiertes Rollenspiel
    Forum: http://animaelupi.forumprofi.de
    Gefällt mir.

    /Push
    13.01.2013 15:41Beitrag von Riwena
    Sie bevölkern schon seit langer Zeit Kalimdor, nicht weit von Darnassu
    Hier nur kurz eine Anmerkung: Die Verwandlung der Bewohner von Gilneas in Worgen ist nun etwa knapp ein Jahr her, höchstens anderthalb. Ich wäre bei der Verwendung von "seit langer Zeit" also vorsichtig :)
    13.01.2013 23:21Beitrag von Hanwu
    Sie bevölkern schon seit langer Zeit Kalimdor, nicht weit von Darnassu
    Hier nur kurz eine Anmerkung: Die Verwandlung der Bewohner von Gilneas in Worgen ist nun etwa knapp ein Jahr her, höchstens anderthalb. Ich wäre bei der Verwendung von "seit langer Zeit" also vorsichtig :)


    Danke für den Hinweis. Auch wenn sich über die Formulierung diskutieren lässt, bessere ich es gleich aus ;)
    13.01.2013 23:21Beitrag von Hanwu
    Hier nur kurz eine Anmerkung: Die Verwandlung der Bewohner von Gilneas in Worgen ist nun etwa knapp ein Jahr her, höchstens anderthalb. Ich wäre bei der Verwendung von "seit langer Zeit" also vorsichtig :)


    Hmm... da bin ich mir gar nicht so sicher... also wie die Addons gekommen sind ja das ist ca ein Jahr... aber um ehrlich zu sein spielt man im RP auch innerhalb von ein paar stunden die man online ist einen ganzen Tag aus also würde ich sagen 2-3 Jahre liegen zwischen Cata anfang und MoP anfang... aus dieser Theorie heraus würde ich sagen das es möglich ist "schon seit längerem dort zu sein"

    Ich finde das Konzept gut und endlich mal eine Worgengilde die nicht so Rudelmist macht gefällt mir deswegen /push
    13.01.2013 23:41Beitrag von Gronthak
    Hmm... da bin ich mir gar nicht so sicher... also wie die Addons gekommen sind ja das ist ca ein Jahr... aber um ehrlich zu sein spielt man im RP auch innerhalb von ein paar stunden die man online ist einen ganzen Tag aus also würde ich sagen 2-3 Jahre liegen zwischen Cata anfang und MoP anfang... aus dieser Theorie heraus würde ich sagen das es möglich ist "schon seit längerem dort zu sein"
    Das ist, ohne es böse zu meinen, Blödsinn. Nur weil du nur zwei Stunden online bist, heißt das nicht, dass diese 2 Stunden nun ein ganzer Tag sind - und das nächste mal wenn du einloggst ein neuer Tag beginnt oô

    Mal davon ab dass auch 2-3 Jahre nicht "seit langer Zeit" sind. Ich will hier ja auch niemandem das Konzept zerreden, sondern lediglich freundlich darauf hinweisen, dass die Zeit in der Worgen so existieren eben gar nicht mal so lang ist ;)

    /edit: Aber weitere Diskussion gehört hier nicht hin, wir wollen den Thread ja nicht zuspammen.
    Also ich finde die Idee toll, ich würde auch fast schon mal sagen das ihr ein neues Mitglied habt *grinst frech* ist zwar nur ein Twink aber wenn ihr das geschriebene wirklich so umsetzt denke ich das ich sehr Aktiv sein werde :)
    13.01.2013 23:44Beitrag von Hanwu
    Hmm... da bin ich mir gar nicht so sicher... also wie die Addons gekommen sind ja das ist ca ein Jahr... aber um ehrlich zu sein spielt man im RP auch innerhalb von ein paar stunden die man online ist einen ganzen Tag aus also würde ich sagen 2-3 Jahre liegen zwischen Cata anfang und MoP anfang... aus dieser Theorie heraus würde ich sagen das es möglich ist "schon seit längerem dort zu sein"
    Das ist, ohne es böse zu meinen, Blödsinn. Nur weil du nur zwei Stunden online bist, heißt das nicht, dass diese 2 Stunden nun ein ganzer Tag sind - und das nächste mal wenn du einloggst ein neuer Tag beginnt oô

    Mal davon ab dass auch 2-3 Jahre nicht "seit langer Zeit" sind. Ich will hier ja auch niemandem das Konzept zerreden, sondern lediglich freundlich darauf hinweisen, dass die Zeit in der Worgen so existieren eben gar nicht mal so lang ist ;)


    Keine Sorge, ich denke nicht, dass das irgendwem wie ein Angriff auf unser Konzept vorkommt ;)
    Ich bin allerdings der Meinung, dass die Zeit in der Worgen existieren sehr wohl schon eine längere ist, nur nicht zwingend, was die Gilneer- Worgen betrifft.
    Ich würde darum bitte, diese Streitfrage in einem passenden Thread zu diskutieren :)
    Danke und LG

    Riw
    13.01.2013 23:45Beitrag von Orleya
    Also ich finde die Idee toll, ich würde auch fast schon mal sagen das ihr ein neues Mitglied habt *grinst frech* ist zwar nur ein Twink aber wenn ihr das geschriebene wirklich so umsetzt denke ich das ich sehr Aktiv sein werde :)


    Freut mich zu lesen, Orleya! Einfach mal Ingame anschreiben oder das Forum besuchen :)

    LG Riw
    @Hanwu
    Ja die einen spielen es so die andere so ;) Spielen und spielen lassen.. wir haben es bis jetzt im RP fast immer so gehandhabt... aber jeder macht es anders^^

    und weil es schön ist nochmal ein.......*trommelwirbel* /push :P
    Also ich als gelegenheits RP spieler muss sagen das mir das Konzept sehr gut gefällt und das es meiner meinung nach mal was neues ist im Worgen RP (so gut kenne ich mich da nicht aus) aber ehrlich gesagt imponiert mir das mehr als jedes andere Worgen Konzept bis jetzt. Es wäre für mich eine Überlegung wert da mal reinzuschnuppern.

    Ich wünsche der Animae Lupi ganz viel Glück und hoffe das ihr es schafft euer Ziel zu erreichen.

    Mfg

    Artha

    Ich wünsche der Animae Lupi ganz viel Glück und hoffe das ihr es schafft euer Ziel zu erreichen.


    Vielen Dank dafür, wir werden unser Bestes geben :)

    LG Riw
    Ein neuerlicher /Push weil ich mir jetzt mal einen Worgen auf die Aldor erstellt habe
    /Push in eigener Sache (!)
    Dreorwyn zieht mit gesenktem Kopf durch die Kanalgasse Sturmwinds. Er biegt den Weg zum Magierdistrikt ein als ihm zwei dunkle Gestalten auffallen die ihm entgegenkommen. Er drückt sich an den beiden Gestalten vorbei, eine Frau und ein Mann. Ein geruch umwirbelt seine Nase. Irgendwie kam ihm eine der Gestalten bekannt vor. Er hält inne wärend er den Schritten lauscht die sich von ihm entfernen. In Gedanken versuchen versucht er sich zu erinnern woher ihm der Geruch bekannt vorkam. Er kratzt sich energisch am Kopf wobei einen Moment später für den Bruchteil einer Sekunde eine Flamme um seine Fingerkuppen tanzte. Er fegte das Feuer mit einer schnellen Handbewegung, verengten Augen und einem Fluch davon. Er musste endlich etwas finden womit er den Fluch aufheben konnte. "Fluch...", schoss ihm durch den Kopf und er dreht sich ohne nachzudenken um. Die Gestalten waren bereits verschwunden. Er beeilte sich ihnen nachzukommen, sie wieder ausfindig zu machen. Jetzt wusste er woher er die Gestalt kannte und er wusste auch dass sie ihm helfen konnte.

    /mal zur abwechslung ein kreativer push ^^
    *guckt um die Ecke und findet das dieser Thread viiiieeel zu weit hinten ist*

    /push
    Riwena rieb sich die Schläfen, die Kopfschmerzen die neuerdings ihre Gedanken zerfaserten wurden langsam aber mit stetiger Sicherheit unerträglich. „Ich muss Yenuri fragen, ob er Kräuter dagegen hat.“, murmelte sie missgelaunt. Sie widmete sich wieder der alten, abgegriffenen Karte des Gebirges, welches die Gemeinschaft nun doch seit einiger Zeit bewohnte. Kurz sah sie zur Seite, ließ die Spitze ihres Federfüllers in dem Tintenfass versinken und diesen sich vollsaugen. Sie hob den Füller schließlich wieder über die Karte und legte die Stirn in Falten. Sie versuchte ihre Gedanken zu sammeln, was der Anführerin aber nicht so Recht gelingen wollte. „Was…Bei Goldrinn, langsam wird das zur Qual.“ Erneut fasste sie sich an die Schläfen, diesmal die Schreibfeder in der Hand haltend, färbte sich ein kleiner Teil der kurz geschnittenen, roten Haarpracht blau. Als ein Tropfen der blauen Tinte sich einen Weg über ihr Gesicht und ihren Kiefer suchte, schließlich am Kinn abfiel und auf der Karte landete überkam sie ein plötzlicher Zornesausbruch. Die, zuvor in der Lunge gesammelte, Luft entfuhr ihr in einem Ruck, die Karte wurde mit einer Wucht vom Schoß gefegt, die das Tintenfass neben ihr mitriss. Die Tinte ergoss sich über diverse Notizen, Riwena aber hielt sich nur den Kopf, nicht weiter auf das Chaos achtend. „Schlafen…ich muss schlafen..“ presste sie hervor und warf sich rücklings auf das Bett.

    *push*
    Dreorwyn kratzt sich am Hinterkopf als er den Weg in Richtung des Weitblicktals einschlug. Er teleportierte sich stets unterhalb des Eingangs um dann den restlichen Weg bergauf zu Fuß zu erklimmen. Doch diesmal war etwas anders, es fiel ihm sofort auf als er das Tal betrat, aber er hatte sich nichts dabei gedacht. Doch er sollte noch sehr schnell merken dass es ein Fehler war es nicht sofort zu bemerken.
    Es war still im Tal. Nicht einmal mehr einige sehr nachtaktive Mitglieder der Animae Lupi waren noch zu sehen. Doch Dreorwyn genoss diese stille anstatt dass sie ihn hätte skeptisch machen sollen. Es war selten der Fall dass er des Nachts - wenn er denn mal wieder im Tal war - völlig alleine war. Vermutlich waren alle im Gemeinschaftshaus, oder in ihren Häusern und schliefen. So, hatte der junge Magier auch absolut keine Bedenken als er die Hand hob wärend sein Blick noch über das Tal wanderte und gegen das Holz sachte klopfte das die Tür zu Riwenas Haus war. Doch die Tür gab nach. Irrietiert veranlasste ihn das nachgeben der Türe auch dazu, sich mit den Augen der Türe zu widmen.
    Als hätte man einen Hebel in seinem Inneren umgeschalten war er auf einmal sehr skeptisch und vorsichtig was sein Vorhaben angeht. Unsicher gleitet sein Blick von der Tür die durch das leichte anstoßen langsan zur Seite schwank zu dem Schloss welches nicht mehr vorhanden war. Stattdessen prangte lediglich ein Loch, an welchem unverkennbar Schwarzpulver hing.
    Ein unverkennbarer Geruch von geronnenem Blut ließ den Magier wie hypnotisiert in das Zimmer eintreten welches er noch nach Sonnenaufgang verlassen hatte. Als er das Zimmer verlassen hatte war es nicht sonderlich ordentlich gewesen. Aber er konnte sich erinnern dass er zumindest versucht hatte etwas Ordnung zu schaffen ehe er ging. Er wollte damit Riwena eine ledigliche Freude machen wenn sie aufwachen würde. Doch er konnte sich nicht daran erinnern dass bei seinem Verlassen der Kartenstapel völlig aufgewühlt wurde und einige Expemplare zerissen auf dem Boden zerstreut waren. Auch dass das Bett Kratzspuren aufwies und Blutspritzer an dem Holz hingen war ihm vorher nicht aufgefallen. Die Kerze an dem Nachttisch war umgeworfen und Wachs, welches bereits getrocknet war hat sich über den halben Tisch und den Boden ergossen. Und das kleine Lichtspiel welches auf einer Kiste am Fußende des Bettes normalerweise stand, lag zerbrochen im Raum. Die Federn des aufgeschlitzten Kopfkissens wirbelten kaum merklich auf als der Magier in dem Raum stand und sich mit gerunzelter Stirn und Entsetzen in den Augen im Zimmer umsah. All das war neu.
    All das, sollte nicht so sein.
    Das Blut welches er roch gehörte Riwena, aber da war noch etwas anderes, etwas Unbekanntes. Geruch von jemanden den er nicht kannte lag in der Luft und ihm wurde schlecht als er sich ausmahlte was hier geschehen war. Dreorwyn stolperte rückwärts zurück, stieß mit dem Rücken gegen die Tür, welche er aufriss und nach draußen stampfte. Der Magier sah sich panisch um und stampfte öfter als einmal mit dem Stab auf den Boden. Er lief zum Gemeinschaftshaus und rief nach jemanden, doch niemand antwortete. Was um Alles in der Welt war vorgefallen? Warum sah es in Riwenas Zimmer eindeutig nach einem Kampf aus? War jemand eingebrochen? Waren jetzt alle unterwegs um den Einbrecher zu stellen? Warum hing der Geruch von Blut im Raum?
    Verwirrt hastete der Magier von dem Gemeinschaftshaus wieder hinaus in das Weitblicktal. Die eisige Klaue der Sorge und der Ungewissheit bohrte sich erbarmungslos immer tiefer in sein Herz. Der Magier fand keine Spuren. Die Gerüche waren zu schal um ihnen zu folgen. Er wusste weder wo seine Kameraden waren, noch wo Riwena war. Er versuchte zur Ruhe zu kommen und konzentrierte sich auf einen Punkt. Er starrte einen Baum an ehe er seinen Geist ausbreitete, ihn erweitern wollte... aber es führte zu nichts. Es war ihm aufgefallen dass es im laufe des Tages eine plötzliche Veränderung in magischer hinsicht gegeben hätte. Doch niemals hätte er für möglich gehalten dass es jemand schaffen würde diesen Zauber zu brechen. Den Zauber der nunmehr schon länger als fast zwei Jahre anhielt. Zu dem Gefühl der Sorge, der Verwirrung und der größer werdenden Angst keimte noch eine Emotion auf. Und diese machte ihn schier wahnsinnig, da die kleinen Puzzleteilchen sich langsam in seinem Kopf zusammensetzten.
    Versagen.
    Ein gequälter Schrei durchbrach die stille der Nacht die über dem Weitblicktal hing und wandelte sich in ein jaulen. Kurz darauf sieht man einen schwarzmähnigen Worgen aus der Senke hinab preschen. Die Erde flog und seine Nüstern blähten sich auf als er über das Steinkrallengebirge hetzte. Die Kraft mit der er sich von der Erde abstieß um vorran zu kommen war an dem lauten Aufprallen seiner Klauen zu vernehmen. Dreorwyn rannte als wäre er auf der Flucht. Als würde eine Armee der Verlassenen beritten hinter ihm her sein. Er nahm seine Umgebung nicht mehr wahr, einige Zeit gab es nur seinen gehetzten Atem, den laut seiner Pfotenaufschläge und die Hindernisse die wenige Meter vor ihm waren um diese zu überwinden.
    Irgendwann kam Dreorwyn zum stehen. Er schloss die Augen und schüttelte den Kopf als er an einer kleinen Wasserstelle zum stehen kam. Das knochige Gestell eines schon längst verwesenen Kodos ragte wenige Meter von ihm entfernt hinauf. Der Worgen versuchte seinen Atem unter kontrolle zu bekommen. Seine Lungen schmerzten von dem langen, viel zu schnellen Lauf. In seinem Gefühlschaos hat er sich von der verführerischen, blinden Wut leiten lassen, doch um die Oberhand zu behalten ist er gerannt. Vielleicht ist er auch gerannt um den Kopf frei zu bekommen. Er wusste nicht genau warum er gerannt war. Er wusste nur, dass wenn er noch länger in dem Tal geblieben wäre, ihn die erstickende Stille und die quälende Ungewissheit dazu getrieben hätten etwas zu tun, wofür er sich im Nachhinein gehasst hätte.
    Doch noch immer packten ihn Selbstzweifel und Schuld. Er hätte das Tal nicht verlassen sollen. Er hätte hier sein sollen, nicht von ihrer Seite weichen dürfen. Er hatte Versagt. Seine Klauen gruben sich in den lehmigen Boden und ballten sich zur Faust. Er bemerkte nicht einmal dass er sich die Klauen in den Handballen rammte und sich selbst verletzte. Erst als der Geruch von seinem warmen Blut an seine Nüstern drang lockerte er seine Pranke, hob sie auf seine Nasenhöhe und betrachtete sie eine Weile.

    Nimm an der Unterhaltung teil!

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