[Zwergen-RP Dunkeleisen] Flammenhort

Die Aldor
Zurück 1 11 12 13
Grüße Imrayon!

Ich glaube, dass ich schon mit jemanden von euch kürzlich Ingame gesprochen habe, denn dasselbe Thema wurde in etwa schon angefragt! :)
Da ich mich aber auch irren kann, beantworte ich gerne alle deine Fragen, um ganz sicher zu gehen:

Ja, der Flammenhort hat an solchen Events Interesse und ich freue mich über eine solche Einladung sehr! Viel geändert hat sich in der Theorie zwar nicht, aber offiziell nun bei der Allianz zu sein, sollte dennoch entsprechend gewürdigt werden.
Du kannst dich auch gerne Ingame bei mir melden, wobei ihr auch nicht soviel Rücksicht auf uns nehmen müsst. ;)
Der Flammenhort wird bald wieder an einem Plot teilnehmen und außerhalb Eisenschmiedes für ein unbekanntes Weilchen (aber vermutlich nicht zu langes) unterwegs sein, daher kann ich leider keine genaue Angabe machen, wann ein solches Event zeitlich gut passen würde.
Dazu könnte ich wahrscheinlich nächste Woche konkreter werden!

Generell spielen die meisten Mitglieder von uns aber werktags und weniger am Wochenende. Wenn ein solches Event zeitnah veranstaltet wird oder Ende Oktober/Anfang November sollte es aber auch vermutlich gut für uns passen.
Versprechen kann ich nur leider natürlich noch nichts, dadurch dass wir "nur" Plotteilnehmer sind, aber nicht die Leitung.

Setzt ruhig einfach einen Termin, wann er euch passt und wir werden versuchen da zu sein!

Liebe Grüße,
Luzula
Der dunkle Zwerg lehnte sich in dem bequemen Sessel welcher in seinem Raum stand zurück und blickte in die tanzenden Flammen im Kamin während er genüsslich und sehr bedächtig seine Tabakspfeife paffte. Seine Gedanken kreisten um die vielen Ereignisse der letzten Tage....
Bromdur war zwar angekommen...Doch irgendwie hatte ihn die Zeit im Chaosstrom verändert oder viele um ihn herum hatten sich verändert. Die Gemeinschaft, einst eines der wichtigsten Dinge in seinem Leben war ebenfalls davon betroffen....waren es neu hinzugekommene oder einfach eine der vielen Veränderungen die seit seiner Abwesenheit stattgefunden hatten?
Immerhin war er einige Jahre im Chaosstrom gefangen.
Konnte man früher in der Gemeinschaft Abende mit Philosophieren verbringen, waren die heutigen Kommentare zu Fragen der Politik und des Lebens häufig eine eines Dunkeleisenzwerges unwürdige Fäkalsprache oder aber so dümmlich das man annehmen musste sie kämen von Kleinkindern. Aber dies war kein Problem welches nur die Gemeinschaft betraf.
Ein gutes Beispiel gab es beim Rat in Eisenschmiede. Ein Alterloser Schmied, welcher schon seit einigen Tausend Jahren dieses Handwerk betreibt wird ausgelacht weil ihm „wohl das Talent fehle“....Talent hilft einem eine Sache schneller zu verstehen und zu meistern, jedoch ist dies bei einer Lebensspanne von unzähligen Zeitaltern wohl eher Nebensache. Wer von den Zwergen könnte sich überhaupt vorstellen Alterlos zu sein? Wer kann ahnen wie es ist wenn man fünftausend Jahre lang etwas macht? Niemand hat auch nur eine Ahnung davon und dennoch....dieser sich wieder aufbauende Hochmut war für Bromdur fast unerträglich. Lernten sie nichts aus vergangenen und auch aktuellen Ereignissen? Speziell die Zwerge stellten sich in letzter Zeit immer mehr als dümmliche, grölende Säufer dar. Wo war das gewisse Etwas welches sie noch vor einige Jahren auszeichnete? Diskussionen über Kleinigkeiten wurden immer geführt aber zumeist auf und mit einem gewissen Niveau und derzeit? Werden Ehrenzwerge ernannt... Es wird über alle maßen gepöbelt und gedroht... Natürlich gehört das auch dazu aber nicht im Übermaß, so wie es derzeit der Fall war. Einzig die Gnome scheinen sich treu geblieben zu sein, das gab Bromdur immerhin etwas Trost....

Die Flammen im Kamin tanzten etwas weniger, der Tabak in Bromdurs Pfeife glomm mit jedem Zug von neuem auf und seine Gedanken begannen sich zu beruhigen....

Er würde schon aus seiner tiefen und ehrlichen Verehrung für die Hüterin der Gemeinschaft niemals den Rücken kehren... nun zumindest nicht freiwillig...Aber Bromdur hatte zu viel schreckliches erlebt als dass er sich mit diesen unsittlichen Möchtegerns die sich derzeit als Zwerge aufspielen länger beschäftigen würde als dies auf Grund geleisteter Versprechen notwendig war.

Bromdur sinnierte noch weiter bis sein Tabak aufgeraucht war, dann stand er auf und begab sich auf einen Spaziergang durch Eisenschmiede...Das baldige Treffen mit seinem Freund Fitzelbling würde eine nette Abwechslung werden, immerhin war Fitzelbling mit Bromdur zusammen im Chaosstrom, vielleicht ging es ihm ja ähnlich....
@Luzula: In Ordnung. Wir werden es in unsere Planung mit einbeziehen.
Danke
Grüße un' so vonner andren Seite des Meeres!
*der Troll hebt sachte die Hände*

Ich hätte da einen Gnom an der Hand, der sich von dem Dunklen äußerst angezogen fühlt... ist denn eure Gnomenquote im Flammenhort bereits erfüllt? :)
Hallo Akaebeka!

Ich kann dir leider keine eindeutige Antwort auf diese gute Frage geben. Unser einer Gnom hat bislang seine politisch korrekte Quote gut ausgefüllt, wir haben aber auch nun etwas zwergischen Zuwachs bekommen. ;)

Ob dein Gnom zum Flammenhort passt und aufgenommen wird, entscheide zu dem ich auch nicht alleine, sondern alle Wissenshüter. Generell möchte ich deine Anfrage also nicht ablehnen, sondern würde dir vorschlagen: Lass es auf das Rollenspiel ankommen!
Zwar bin ich der Meinung, dass es für einen Gnom auch viele andere Gemeinschaften oder Gilden gibt, die sehr gut in Frage kommen und der Charakter vermutlich wesentlich besser aufgehoben wäre, aber das kann ich OoC nicht vorab entscheiden - schon gar nicht, ohne den Einzelfall oder den Charakter überhaupt genauer zu kennen.
Selbst wenn die Entscheidung gegen den Gnom fällt, bedeutet das noch lange nicht, dass wir nicht dennoch miteinander spielen können und wer weiß... vielleicht ändert sich dann noch die Meinung in der Zukunft! :)

Trau dich also einfach und schnupper mal bei Gelegenheit vorbei!

Mit freundlichen Grüßen,
Luzula
Lang ist's her, aye..

Jertha Tharline Schattenstein kränkelte aktuell. Wie man es kennt, gehen einem viel zu viele Gedanken durch den Kopf, wenn man seinen gewohnten Tätigkeiten nicht nachgehen kann. Genau so erging es aktuell der Golemschmiedin, die nicht einmal körperlich in der Lage ist ihre schwere Rüstung anzuziehen. Dementsprechend neu dürfte der Anblick sein, der sich manchen in den letzten Tage bot. Keine schwere Panzerung, nichts. Jertha trug völlig normale Kleidung aus Stoff und dünnem Leder. Ihr karriertes Hemd war sonst etwas, was sie lediglich in ihrer Werkstatt beim Schmieden trug.

'nen eigenen Lehrling haben, heh..

Die Golemschmiedin selbst war bereits seit Jahrzehnten ausnahmslos in ihrem Feld tätig. Einen Lehrling aufzunehmen ging ihr aber bisher nie durch den Kopf. Früher hatte sie ja noch mehr zu tun, als sie und Hjelom, ihrem verstorbenem Ehemann, im Schwarzfels für das Militär gearbeitet haben. Er in den Reihen des Militärs, sie selbst eher außerhalb, in dem sie Kriegsgolems für jenes schuf. Da war keine Zeit für übereifrige und nervige Lehrlinge, die einem bei der eigenen Tätigkeit noch störten.

Die werden mir genau so gehorchen wie ich damals Rhelrim gehorchen musste. So viel steht fest.

Disziplin, bedingungsloses Gehorchen und Perfektionismus war nichts ungewöhnliches was damals von der noch jungen Jertha gefordert wurde. Sie als eingeschüchtertes junges Ding hat all dies während ihrer Lehre mehrfach bewiesen, nun war es aber an der Zeit, dass ein eigener Lehrling das ebenso tut. Zwar ist Jertha erst im mittleren Alter, aber die neue Kriegssituation könnte jederzeit seinen Tribut fordern.

Wissen darf nicht verloren sein, mein kinderloses Leben wäre nutzlos, wenn ich irgendwann sterbe und mein Wissen nicht an die neue Generation weiterreichen könnte. Bei dem Gedanken blutet mein Herz, Hjelo..

Nun öffnete Jertha die glühenden Augen. Vor ihr stand ihr liebstes Konstrukt, Hjelotrom, der selbstverständlich ihre Aussagen jedes Mal mit einem tiefen, unnatürlichen Ton unterzeichnet hat. Wie gewohnt mit seinem treuem: "Bestätigt."

Es kommen neue Zeiten auf uns zu, Hjelo. Bald werden wir unsere Werkstatt für zwei neugierige, junge und glühende Augen öffnen müssen.
OOC: @Jertha, dass Angebot steht seit der Ratssitzung nach wie vor. *zwinker*
Wir können zwar keinen Lehrling entbehren, aber wenn es dir darum geht, dein Wissen zu verbreiten, hätte die Weltenschmiede Com mit Sicherheit Verwendung für dieses. *verlegen wink*
Und es wäre für dich vielleicht auch nicht uninteressant an einer Quelle für jedwede Art von Handwerkern zu sitzen, sowie den Luxus diverser Handelspartner zu genießen.

________
Ich erwähne hier nochmal eine Entschuldigung, da ich selber leider nicht so oft auf dem Server bin wie ich gerne wollte, und daher das ein oder andere mal die Forenthreads mit meinen Weltenschmiede-Tentakeln Terrorisiere!^^

Dennoch behufte Grüße,
Leiter der Weltenschmiede, Xanthor!
"Kommst du bald wieder?" Die zwei Knopfaugen im Kindergesicht glühten im dämmrigen Licht, während sie aufmerksam und hoffnungsvoll Luzula musterten. Die hagere Dunkeleisenzwergin hob milde einen Mundwinkel zum schiefen Lächeln an und zupfte ihrem Sohn zärtlich an den schwarzen Haaren. Seine Spitzen knisterten dabei leise und Funken stoben vereinzelt in die Luft. Sedrims Locken wuchsen langsam heraus, sodass sein Haarschopf einem Chaos glich - Kamm hin oder her.
"Es werden schon ein paar Tage sein. Ich beeile mich aber, versprochen!" Feierlich schloss Luzula ihre rechte Hand und klopfte sich damit sachte gegen die Brust, direkt über dem Herzen. Danach sank sie wieder bequem zurück gegen das Bärenfell und in die weichen Kissen hinein.
"Bringst du uns was mit?", wollte der Sprössling als nächstes wissen und grinste keck. Die Zauberin kam nicht umhin amüsiert zu schnauben und ihrem Sohn gegen die zierliche Nase zu stupsen. Bei den Ahnen, was wurden die Kleinen schnell alt. Sein fünfter Geburtstag stand bald vor der Tür. "Ja, natürlich tue ich das! Was möchtet ihr beide denn aus dem Hinterland haben?"
Ihr glimmender Blick richtete sich nun auf beide Zwergenkinder. Sedrim schob direkt beim Grübeln die Unterlippe vor, wohingegen Franclorn eher bedröppelt dreinschaute und ihren Arm merklich fester hielt. Vom jüngsten Nachwuchs kam dann allerdings zuerst die genuschelte Antwort, die Luzulas Ohren nicht erreichte, da er sein Gesicht durch Niedergeschlagenheit direkt in ihrer Kleidung vergrub.
"Na, es sind nur ein paar Tage... wie klingt eine Greifenfeder, mh?" Zunächst gab es keine nennenswerte Reaktion, dann nickte der Knirps mit einem wehleidigen Schluchzen. Sedrim hingegen schnalzte einmal laut und lehnte sich an ihre andere Seite. "Ich möchte auch eine Feder. Oder was vom Oger!"
"Was denn vom Oger?" Verwundert hoben sich nun ihre Brauen an und ihr Kopf neigte sich wieder zum Schwarzhaarigen.
"Na, mh... eine Kette, oder etwas aus seinem Schatz! Oger haben Schätze, oder?"
"Ah, wenn das so ist! Ich werde sehen, ob da etwas für euch beide dabei ist. Eines Tages, wenn ihr alt genug seid, kommt ihr auf die Ogerjagd und Schatzsuche mit. Also Kopf hoch, Franclorn!"
_________

Feuer und Flamme!

Der Großteil des Flammenhorts ist in den nächsten zwei Wochen nicht in Eisenschmiede anzutreffen, sondern auf einer Expedition unterwegs. Wer uns also sucht, wird leider erstmal nicht fündig. Nach dem Plot wird aber die Hauptstadt der Zwerge wieder wie gewohnt unsicher gemacht!

Liebe Grüße,
Luzula
Die Ogerhöhle stank widerwärtig, wie ein Eulengewölle oder sauer gewordener Pilzbrei. Der junge Zwerg drückte sich die Nase mit zwei Fingern zu und schnappte angeekelt nach Luft. Es brauchte ein paar Atemzuge, um den pelzigen Film auf der Zunge zu ertragen, ehe er den Zinken rümpfte und mit der Fackel die rauen Felswände beleuchtete. Groteske Bemalungen zierten den düsteren Gang und hässliche Monsterfratzen grinsten ihn unheilvoll an. Der Forscher wusste, dass er seinem Ziel gefährlich nah war! Tagelang hatte er nach dem Oger gesucht, war Spuren gefolgt, hatte Rätsel entschlüsselt und seinen Gefährten mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Jetzt zahlten sich seine Bemühungen endlich aus. Der Dunkeleisenzwerg atmete tief durch, rückte seinen Gürtel zurecht und überprüfte kurz die Gürteltaschen, sowie das eingewickelte Seil. Alles oder nichts – ein wahrer Forscher kniff nicht!
Entschlossen pirschte er sich tiefer in die Höhle vor. Ständig wölbte sich die Decke bedrohlich tief, sodass er seinen Kopf einziehen musste, um nicht den Hut zu verlieren. Vor ihm öffneten sich plötzlich die Höhlenwände und er befand sich in einem stockdusteren Raum. Der Gestank war hier allerdings fast unerträglich, also musste der Oger ganz in der Nähe sein. Langsamer als zuvor, aber deutlich wachsamer, schlich sich der junge Forscher weiter in das Gewölbe vor, bis das Feuer seiner Fackel ein goldenes Glänzen in der Dunkelheit zum Vorschein brachte.
„Der Schatz!“
Mit größer werdenden Augen starrte er auf das Geschmeide, welches wie achtlos zwischen Steinbrocken am Boden zu einem Haufen aufgetürmt lag. Ketten, Perlen, Münzen, Kronen, Waffen, Edelsteine und Schalen aus edelsten Materialien, wie Gold und Mithril, strahlten in voller Pracht. Fasziniert trat der Forscher einen andächtigen Schritt näher. Der Schatz war einfach wunderschön... und zum Greifen nahe. Gerade als ihm der Gedanke kam, dass es viel zu schnell ging, gar zu unproblematisch, hörte er hinter sich ein Schnauben und warmer Atem ergoss sich müffelnd über seinen Nacken und Schultern. Beinahe wäre ihm sogar der Hut vom Kopf gefegt worden, wurde aber noch rechtzeitig festgehalten, bevor sich der Dunkeleisenzwerg erschrocken umblickte und ins Gesicht des Ungetüms sah.
Der Oger war in eine gewickelte Robe gehüllt, Lederfetzen hingen wahllos an ihm herab und Felle bedeckten den übergroßen Wanst. Rot glühende Augen starrten ihn erbost entgegen und riesige Zähne knirschten erzürnt gegeneinander.
„Du nicht nehmen Schatz!“ Die Stimme des Ogers grollte in seinen Ohren und die Keule des Monstrums schwang bedrohlich über seinen Kopf, aber trotzdem war das erste, was ihm dazu durch den eigenen Schädel ging: „Das sagen Kobolde!“
Irritiert lupfte der Oger die Brauen, bevor er wütend brüllte und sich auf den Zwergen stürzte. Aufkreischend warf sich der junge Forscher knapp zur Seite, aber sein Gegner hatte ihn am Fuß gepackt. Der Überlebenskampf begann – wie gut, dass er voraus gedacht hatte!
„Lorn, jetzt!“, rief der Dunkeleisenzwerg in die Dunkelheit hinein, während er verteidigend mit der Fackel vor sich fuchtelte, um das alles-verschlingende Ogermaul von sich fern zu halten. Der Bösewicht brüllte entsetzlich und zog ihn unheimlich langsam am Fuß in die Höhe, sodass er wie ein aufgehangener Schinken in der Luft pendelte. In der Finsternis regte sich allerdings auf das Kommando... nichts.
„Lorn! Ich sagte – jetzt!“
„Hahaha, ich essen kleinen Zwerg!“, verkündete der Oger indessen triumphierend und schnappte sich nun auch sein zweites Bein. Kopfüber hängend rutschte dem Forscher der Hut vom Haupt und stürzte schlapp zu Boden. Allmählich verspürte er doch Panik aufkommen. „Lorn! Jetzt mach' schon!“
„Ich hab' Angst!“, maulte eine andere Stimme kläglich zurück. Brüder...
„Der Oger frisst mich gleich! Jetzt komm endlich! Franclorn, hilf mir!“, zeterte der junge Forscherligist, während er unbändig unter dem festen Griff des Ogers zappelte.
Pure Erleichterung durchströmte ihn, als er im Schein der Fackel auch endlich seinen jüngeren Bruder sah, der mit zitternder Axt dem Rücken des Ogers näherte. Seine rot glühenden Augen flackerten unruhig und es schien ihm viel Mut abzuverlangen sich dem großen Gegner zu stellen, aber etwas entscheidendes fehlte...
„Dein Bart, Franclorn!“
„Oh...“ Der jüngere Bruder guckte an sich herab und schob das rote Garn wieder über die Schnute, sodass dem Retter der Stunde auch endlich danach aussah. Danach stürmte er etwas wackerer auf den Oger zu und zog ihm hinterrücks die Axt über den Kopf. Dieser schien nichts von dem Gespräch bemerkt zu haben, so sehr war er seinem Hunger erlegen, sodass er überrascht aufkeuchte und endlich von seinem Opfer abließ. Überschwenglich fuchtelte der Oger mit den Armen, taumelte und stürzte schließlich wie ein gefällter Baum um. Die beiden Brüder jauchzten glücklich, klatschten sich ab und traten an den Bezwungenen vorsichtig heran. Seine letzten, bedeutungsvollen Worte krochen mühsam, röchelnd und unter entsetzlichen Husten an ihre Ohren:
„Ihr... nehmen... Schatz.“


Sedrim rollte brummend mit den Augen und ruckelte mit dem Arm gegen das Bärenfell des Umgefallenen. „Cadmir! So sprechen nur Kobolde!“
Ein amüsiertes Glucksen erklang unter der Holzmaske, bevor ein loderndes Auge schief zu den beiden Kindern aufschielte, wovon eines ihn vorwurfsvoll anglotzte. Prompt kniff er wieder die Lider fest zu. „Ich bin tot, ich kann gar nicht reden.“ nuschelte Cadmirs Stimme unter der Verkleidung zurück, ehe er noch rasch hinzufügte, „jetzt holt schon euren Schatz!“

Der junge Forscher räusperte sich und klopfte seinem Bruder auf die Schulter. Jener blinzelte noch reichlich missmutig auf den toten Oger.
„Komm, Bruder. Holen wir unsere Belohnung und kehren nach Hause! Sie werden uns wie Helden feiern!“


Und im Stillen, tief in den eigenen fantasievoll ausgeschmückten Gedanken, konnte Sedrim den Tag nicht erwarten, wo er und sein Bruder eine richtige Schatzsuche begleiten würden...
Ob die Großen bald von ihrer Reise zurückkämen und genauso erfolgreichen waren? Er konnte seine Neugierde kaum noch in Zaum halten!
"Verflucht nochmal..", murmelte Mjorna Steinflamme in ihrem Zimmer im Ordenshaus. Die junge Zwergin war wieder daheim und hatte erstmal einige Erlebnisse zu verarbeiten. Von Untoten, zu Ogern.. zu anderen Vorkommnissen. Sachte streichelten ihre grauen Finger über den Körper ihrer Spinne Rhutra, während Rhotrus, der kleine Entdecker von ihren beiden Spinnen, mutig auf ihrem roten Haar hin und her tappselte.

"Das nenne ich eine Reise, meine Lieben.", meinte sie erzählend zu den beiden Arachniden, die zumindest ohne Zwischenlaute zuhören konnten. Eine Antwort wollte Mjorna sowieso nicht haben. Sie war froh alleine in ihrem Zimmer zu sein und die ereignisreiche Wochen zu verarbeiten. Die Zeit vor der Reise hatte immerhin bereits alte und tiefe Wunden im Herzen aufgerissen.. klar war jedoch eine Sache:

Sie ist stark geworden. Mehrfach hatte sie sich selbst bewiesen und darauf konnte sie zu dem Zeitpunkt zumindest stolz sein. Die Lehre verläuft bisher gut, wodurch sie durchaus viel lernen konnte und sogar anwenden. All das verdankt sie dem Flammenhort, der sie damals aufgenommen hatte und dazu beigetragen hatte, dass sie nun stärker wurde.

"Es wird sich noch zeigen, was in der Zukunft sonst so passiert, meine Lieben..", meinte sie nun recht euphorisch zu den beiden Krabblern, wobei schließlich wieder ein überaus freundliches Lächeln auf das Gesicht der Dunkeleisenzwergin huschte.
Feuer und Flamme!

Die Expedition wurde erfolgreich beendet und die Dunkeleisenzwerge tummeln sich nun wieder in Eisenschmiede. Ab der kommenden Woche wird die Lehre für die angehenden Zauberer im Flammenhort wieder regulär aufgenommen.
Da der meiste Unterricht öffentlich in der Stadt abgehalten wird, ist es für Gäste und Neugierige im Regelfall möglich zufällig darüber zu stolpern, oder mit Nachfrage als Zuhörer teilzunehmen. Haltet also die Augen offen, denn die Dunklen sind los!

Mit freundlichen Grüßen,
Luzula
Im Ordenshaus des Flammenhorts ging Mjorna in die Küche, um dort mit ihrem Ofen 'Zischbrüh' einen Eisenschmiedekuchen für die Ordensmitglieder vorzubereiten.
Jedes Wappen wurde ordentlich mithilfe von dem kleinen klappernden Ofen 'Frau Zischbrüh' fertiggestellt, wobei der wichtigste Klan zum Schluss kam. Das Beste kommt immerhin zum Schluss!
Rasch kümmerte sie sich um den Teil der Dunkeleisenzwerge im Kuchen. Mit einem sachtem Lächeln auf den Lippen wurde das Wappen des Klans liebevoll perfekt nachgestellt. Schließlich strich sie nochmal vorsichtig über den Kuchen, ehe sie ihn verdeckt und mit einem Zettelchen in der Küche des Ordenshauses stehen ließ. "Nehmt euch ruhig ein Stück des Eisenschmiedekuchens, meine Lieben!", stand auf dem Zettelchen, wobei zierliche Flammen an den Rand des Zettels gezeichnet wurden.

Nachdem dies erledigt wurde, huschte Mjorna in ihr Zimmerchen und zog, für ihre Verhältnisse zumindest, schnell ihre Trainingskleidung an. Heute musste und wollte sie den neu erlernten Zauber üben! So ging die Dunkeleisenzwergin mit schnellen Schritten in das Militärviertel. Dort angekommen schloss sie zunächst die Augen und machte einige Dehnübungen, bevor es daran ging sich zu konzentrieren und die Abläufe zu wiederholen. Den Vorgang ging sie wohl zunächst im Kopf durch, immerhin probte sie die Haltung, bevor sie ihren rechten Fuß zurückschob und etwas in die Knie ging.

Für einige Momente wurde der glühende Blick fest verschlossen, ehe sie wieder die Augen öffnete und beinahe bösartig auf die Trainigsattrappe blickte. Beschwörend hob die Dunkle schließlich die Rechte mit leicht gespreizten Fingern an und fixierte ihr Ziel voller Entschlossenheit.. nach einigen langen Sekunden flirrten bereits Funken um ihre Rechte herum, welche mittlerweile sogar leicht zitterte. Der Lehrling blickte nach einiger Zeit schmerzerfüllt auf die Attrappe. Was in ihrem Kopf in jenem Moment vorging.. kann nur sie wissen.
Schließlich verließ das Befehlswort auf der harten Sprache der Zwerge ihren Mund, ehe der Zeigefinger auf das Ziel deutete. Peitschend schoss ein Lavahieb auf die Attrappe hinab, auch wenn jener noch recht winzig wirkte. Dennoch dürften Außenstehende keinesfalls ihren Platz mit dem der Attrappe tauschen wollen. Es handelt sich hier immerhin um Lava.. und jene ist selbstverständlich heiß.

Erschöpft ließ Mjorna nach dem Zauber die Hand nach unten sinken und stützte sich an ihren Knien ab. Dennoch ließ sie es sich nicht nehmen zufrieden ihren rechten Mundwinkel nach oben wandern zu lassen...

Nimm an der Unterhaltung teil!

Zurück zum Forum