[A-RP Gilde] Kal'Delar

Die Aldor
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*Hängt den Thread an ihre Mondgleve und schleudert ihn sogleich wieder ganz herauf*
Um mal wieder einen IC-Push einzuschieben, wenngleich wir auch gerade nicht in Darnassus verweilen.

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Die Sonne erhob sich bereits am Horizont, als Kheandra die Abschriften der beiden Briefe, die sie in Darnassus angefertigt hatte, noch einmal entfaltete. Ihre Schwestern hatten sich hinter ihr zum Schlafen nieder gelegt; die Novizin hatte die erste Wache übernommen und nun ergab sich die Gelegenheit, die Zeilen noch einmal zu überfliegen.
'Gestern noch haben wir ganz normal unsere Waren ausgeliefert …' An dieser Zeile verharrte ihr Blick, ehe er auch schon zu dem Brief daneben huschte, der aus Astranaar stammte. Eine Händlerin, die plötzlich verschwunden, eine Warenlieferung, die niemals angekommen war. Einen ersten Zusammenhang darinnen zu erkennen, wäre leicht, allerdings wohl kaum der richtige Rückschluss, denn beide gen Darnassus gerichteten Bitten um Hilfe lagen zeitlich zu nahe beieinander, um sich aufeinander zu beziehen.
Mit einem Stirnrunzeln faltete sie die beiden Briefe zusammen und schob sie zurück in die Tasche an ihrer Seite. Ihren Blick richtete sie nach vorn, ließ ihn über die zerklüftete und noch immer teils aus den Fugen gerissene Dunkelküste schweifen – ein Anblick, der nach wie vor schmerzte, ganz gleich wie oft er einem widerfuhr oder wie sehr er durch das neu erwachende Leben abgemildert wurde. Der silbrige Schimmer von Kheandras Augen mochte blasser werden im gleichen Maße wie die Sonne erstarkte, dennoch entging ihnen nicht eine Regung oder eine Einzelheit.

Letztlich sah sie in Richtung Süden. Dem Verlauf der Straßen würden sie folgen und diese nach Spuren absuchen, ehe sie innerhalb der nächsten Nächte Astranaar erreichen sollten. Es blieb zu hoffen, dass sie mehr finden konnten, als ins Leere führende Spuren.
Was sie dort erwartete? Ungewiss. Jedoch wollte sie es als gutes Zeichen werten, dass es ihr die Gelegenheit gab, noch eine weitere Angelegenheit dort persönlich zu vollbringen.

Langsam richtete sich die Novizin irgendwann auf und schritt zwischen den Schlafenden entlang. Es hatte nicht lange gedauert, bis die erschöpften Gefährtinnen in den Schlaf gesunken waren und so war sie es, die hier und da eine Decke über ihnen zurecht rückte, ehe sie an ihren Platz zurückkehrte.
Elune mochte geben, dass sowohl Sternenträne und Dämmertanz im Norden und sie selbst im Süden finden würden, was sie suchten.
*schubs*
Und liebe Grüße von Neylina.
Eine tolle Gilde mit der man einfach super RP machen konnte <3
Unter dem sternengespränkelten Himmel durchquerte ein unauffälliger Kaldorei die belebte Hauptstadt hoch oben auf Teldrassil. Wieviel Zeit seit seinem letzten Besuch vergangen war, vermochte der dunkelhaarige Nachtelf nicht zu sagen. Waren es bereits zwei Mondläufe? Oder gar drei? Doch jedes Mal stieg in ihm das Gefühl von Heimat empor. Die Gebäude umfingen ihn wie ein vertrauter Schleier und das sanfte Licht das stets auf die Statue der Schwester Haidene hinab schien wärmte die Seele mehr als jedweder Sonnenstrahl. Doch war der respektsbezeugende Besuch im Mondtempel nicht das einzige Anliegen das ihn nach Darnassus führte.

Der Kaldorei suchte im Verlauf der nächsten Stunden ihm bekannte Kontakte innerhalb der Stadtgrenzen auf um mehr über die Kal'Delar und deren Lagerort zu erfahren. Da war die Gastwirtin, der Bäcker und die Stadtwache die ihm zwar nicht direkt weiterhelfen konnten, ihn jedoch letzendlich auf die richtige Spur führten. Als er am Torhaus empor sah, nachdem der Morgen bereits mit den ersten Sonnenstrahlen über das Blätterdach leckte, musste er mit Enttäuschung feststellen, dass das Gebäude anscheinend vorrübergehend verlassen war.
Ein leises, neutrales Brummen entwich ihm. Dies war nicht sein letzter Besuch hier, soviel stand fest.
Die glühende Sonnenscheibe senkte sich bereits zum Horizont herab und tauchte den früh abendlichen Wald in ein Farbenspiel aus dunklen Rot- und Violetttönen. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, schien es doch dem Grün jedes einzelnen Blattes und dem Braun jedes Astes und Stammes einen anderen Glanz zu verleihen.
Anduriel war die Einzige aus der kleine Gruppe von Schwestern, welche nahe des Hains der Uralten ihr Lager aufgeschlagen hatten, die den farbenfrohen letzten Gruß des Tages beobachtete. Ihre Schwestern, eingehüllt in Decken und Fellen, ruhten noch. Sie gönnte Ihnen den tiefen Schlaf, den die Nähe zum Hain mit sich brachte. Die Reise, welche Ihnen noch bevor stand, würde lang und anstrengend werden. Gewiss würde sich ihnen nur noch selten die Gelegenheit bieten, in der Sicherheit wachender Urtume und Kal'dorei zu ruhen.

Anduriel selbst hatte sich an das alte Mauerwerk gelehnt, welches das kleine Lager vor dem Wind abschirmte. Den dicken Wollmantel, der über und über mit weichen, schwarzen Federn ausgekleidet war, vermochte die Kälte des uralten Steins kaum zu durchdringen. Dennoch war anzunehmen, dass den Reisenden eine kühle Nacht bevorstand. Die Druidin konnte nur hoffen, dass sie dieses Mal vom Regen verschont bleiben würden. Bereits jetzt vermisste sie die Annehmlichkeiten trockener Reisekleidung.

Mit einem leichten Kopfschütteln versuchte die Kaldorei solch trübe Gedanken zu verdrängen. Mit den Unannehmlichkeiten ihrer weiteren Reise würde sie sich früh genug konfrontiert sehen. So kehrten ihre Gedanken zur vergangenen Nacht zurück. Der goldene Blick hob sich zu der abgebrochenen Säule empor, auf welcher der Nachtvogel erschienen war. In allen Einzelheiten hatte der Anblick sich in ihren Geist gebrannt. Die durchscheinende Gestalt der Eule hatte aus ihrem Innersten heraus geglüht. Die silberweißen Schwingen, prächtig und in stolzer Geste ausgebreitet, hatten eben jene Male aufgezeigt, die Bolzen hinterließen, wenn sie durch Fleisch und Knochen drangen. Und doch war es nicht der imposante Anblick dieses einst stolzen Tieres gewesen, welchen die Druidin derart in den Bann gezogen hatte. Nein.. es waren diese Augen gewesen. Uralt und wissend. Getränkt mit Traurigkeit und dennoch eine Wärme verströmend, welche die Kal'dorei bis in ihr Innerstes gerührt hatte.
In jenem kurzen Augenblick, in dem sich der Blick des Nachtvogels mit dem ihren verband hatte, hatte es nicht die geringsten Zweifel gegeben: Es war der Geist jener Eule gewesen, der sie in den alten Ruinen begegnet waren. Jene stolze Wächterin, deren edle Gestalt wie ein stummes Mahnmal der Nachtkriegerin über den geschlachteten Körpern der Naga gethront hatte. Und auch jenes Tier, das dem unstillbaren Blutdurst der schuppigen Monster schließlich zum Opfer gefallen war. Sie hatten das tote Tier an eine der Säulen genagelt gefunden. Ein Zerrbild des einst so edlen Vogels, die Schwingen mit brachialer Gewalt von Bolzen durchbohrt und an den kalten Stein gefesselt.

Das Federknäuel in Anduriels Schoß regte sich leicht und riss die Nachtelfe aus ihren erneut so düsteren Gedanken. Keine zwei Wochen alt schätze sie die junge Eule. Aufgrund der Verletzung und dem andauernden Regen hätte es ohne weitere Zuwendung vermutlich nicht mehr lange überlebt. Ebenso wenig seine beiden Geschwister. Starb das Muttertier gab es für den Nachwuchs im Allgemeinen keine Hoffnung. Dies war ein erbarmungsloser, aber notwendiger Bestandteil des ewigen Kreislaufs und sich darin einzumischen, musste stets sorgfältig überdacht werden. Hier an der Dunkelküste existierten zahlreiche Tierarten, deren Zahl aufgrund des Kataklysmus' auf eine beunruhigend kleine Menge geschrumpft war. Andere wiederum hatten das Wüten des gefallenen Schwarzdrachen besser überstanden. Eine falsche Entscheidung könnte die fein justierte Waage empfindlich aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn sich eine der Schalen zu tief neigte, bedeutete das unter Umständen nicht nur das Aussterben einer Art, sondern womöglich die Gefährdung des gesamten Lebensraums der Dunkelküste.

Dennoch hatte die Druidin das Erscheinen des Geistes nicht einfach ignorieren können. Es war, wie Kheandra es gesagt hatte. Dies alles konnte kein Zufall sein. Der Novizin und ihren Schildwachen war es gelungen, die Eule zu rächen, die Naga zu vernichten und dem Tier ein würdiges Begräbnis zu ermöglichen. Anduriel war sich sicher, dass es dem Geist nur auf diese Weise gelungen war, sich lange genug an die wache Welt zu klammern, um ihre Jungen in die sichere Obhut der Kal'dorei zu bringen. Elune hatte alles auf die richtige Weise gefügt.
Allein schmerzte Anduriel, dass sie die drei Jungtiere bis auf Weiteres in der Obhut des Hains würden zurück lassen müssen. Die lange, beschwerliche Reise nach Feralas bot keine Möglichkeit die „Winzlinge“ angemessen zu umsorgen. Und wer wusste schon, was sie am Ziel ihrer Reise erwartete? Die Trennung würde beiden Seiten nicht leicht fallen. Ihr nicht, Cyraun nicht und selbst den Jungtieren nicht, die sich erstaunlich schnell an die Schwestern gewöhnt hatten.
An den Tatsachen änderte es jedoch nichts. Anduriel wollte die drei „Winzlinge“ in der sicheren Obhut Bruder Rundblatts wissen, bevor ihre Kameradinnen erwachen und sich zum Aufbruch vorbereiten würden. Einen leisen Seufzer konnte die Druidin dennoch nicht unterdrücken, als sie sich aus dem wärmenden Umhang schälte und langsam aufrichtete. Nun erwachte auch das zerzauste Knäuel aus Daunen und Federn in ihren Armen. Große Augen blinzelten schläfrig zu Anduriel empor und das anschließende Fiepen hätte fast dazu geführt, dass die Kal'dorei ihre Meinung geändert und das Tier nicht hergeben hätte.
Es war dieselbe Art Wärme, welche der Blick des Eulengeistes so tief in ihr Herz hatte dringen lassen, die nun in Anduriel aufloderte, als sie sich auf den Weg machte, um mit Bruder Foriel Rundblatt über die weitere Versorgung der Eulenkinder zu sprechen.
Erspähte er da etwa Schimmel?

Ten hielt inne, verengte die Augen und näherte sich dem Vorratsregal bis auf Handbreite. Ein beherzter Griff nach dem befallenen Bund Möhren folgte. Vorsichtshalber warf er direkt das ganze Bündel in jenen Eimer, dessen Inhalt er zur späteren Entsorgung vorgesehen hatte.

Nach gründlicher Kontrolle der verbliebenen Lebensmittel im Regal wandte er sich ab. Der Gesang munterer Tagvögel drang aus den umliegenden Bäumen ins Quartier der Kal’Delar. Hier oben herrschte nur das leise Rauschen des vorbeiziehenden Höhenwindes. Sicher, vor Sonnenuntergang schlief Darnassus. Dennoch – es fühlte sich leer an.

Ein nicht unerheblicher Teil der Gemeinschaft ging irgendwelchen Hilferufen in Feralas nach. Mindestens zwei blieben auf Draenor verschollen. Entsprechend unangetastet blieben die Vorräte im Versammlungshaus.

Recht wahllos griff er nach einer roten Beete, rieb die unscheinbare Knolle zwischen seinen Handflächen. Dieses vermaledeite flaue Gefühl in der Magengegend wollte einfach nicht weichen. Im Gegenteil: Je länger er sich hier drinnen aufhielt, desto stärker drängelte es sich in den Vordergrund. Erst jetzt wurde ihm klar, wie sehr ihm dieser Haufen spitzohriger Dickschädel ans Herz gewachsen war.

Warum konnte er es nicht wie Schwester Sternenträne halten? Was hatte sie noch gleich zu ihm gesagt? „Der Tod ist Teil des Lebens”. Irgend etwas in der Art.

Unter leisem Schnauben legte er die Beete zurück an ihren Platz. Stimmte schon. Was änderte es, wenn er sich Sorgen machte? Besser, wenn er den Zustand der Lebensmittel im Auge behielt, damit den Heimkehrern ein vernünftiges Mahl kredenzt werden konnte, falls – nein, wenn – sie in wenigen Tagen wieder im Quartier aufschlugen.

Als er die Stufen mit einem Eimer voller Müll herabstieg, zwang er sich zu einem breiten Lächeln und beschwingten Schritten. Erstaunlich. Vermittelte man seinem Körper nur hartnäckig genug den Eindruck, fröhlich zu sein, fühlte man sich direkt besser.

Jedenfalls für den Moment.

/OOC: Ab mit dir. Zurück auf Seite 1!
Dunkelheit, der Geruch nach verbranntem Fleisch, Befehle die Gerufen wurden...

Vor kurzem lief er noch mit einer Karawane mit und wollte sie zurück nach Darnassus begleiten.
Er war zum Nachdenken los gezogen und suchte sein enges Band zur Natur...
Malorne der weiße Weg Wächter half ihm so oft wieder aus der Dunkelheit auf einen neuen Pfad der das richtige für ihn war. Doch nun...
Die Umgebung explodierte um ihn. Aus den Schatten der Hügel und Baumstümpfe sprangen Kapuzenmänner hervor. Die Granate die flog erwische zwei gute Schildwachen und beendete beinahe Augenblicklich ihr leben. Dunkle Energien schossen in die Karawane. Erbittert verteidigten sie sich. Das Band zur Natur leistete ihm große Dienste und rettete einer Schildwache das Leben die von einem Assassinen eben noch attackiert wurde. Hätten die Wurzeln nicht regiert und ihn fest umschlungen wäre sie gestorben. "Flieh Itaku! Hole Hilfe!" rief der Druide seiner Eule zu welche sich eilig in den Himmel aufmachte. Ein Dolch wurde nach der Eule geworfen und erwischte den Vogel an dem Bein jedoch zum Glück wurde er nicht schwerer verwundet. Mit einem Aufschrei warf sich Aktairon gegen seinen Gegner den er durch seine gewaltige Größe einfach zu Boden riss, ein Schlag mit seinem Streitkolben folgte und zertrümmerte den Schädel. Doch man kann nicht überall seine Konzentration haben... Das letzte woran er sich erinnerte.
Ein Schlag auf seinen Hinterkopf und dann nur noch Dunkelheit...

Als er erwache lag er in einem Käfig. Seine Hände und seine Füße waren gefesselt. Stöhnend blickte sich der alte Druide um. Eine Höhle und neben ihm in Käfigen erblickte er weitere Schildwachen und Verteidiger. Er atmete tief durch und wollte seinen Geist mit der Natur verbinden... Doch ein stechender Schmerz durchfuhr ihn und verhinderte es. Er schrie auf und sah hinaus. Auf einem Stuhl im Raum saß ein Mann in dunkler Robe. Ein dunkler Kristall in seiner Hand. "Entweder wir bekommen ein schönes Lösegeld für dich oder du wirst ein entsprechendes Opfer für die dunklen sein." lachte der Typ und sah zu dem Druiden in die Zelle.
Aktairon schloss seine Augen. "Malorne hilf mir..." murmelte er.
Gefangen und kaum Chancen zu entkommen betete er. "Elune, Mutter des Mondes, Malorne Gefährte der großen Mutter helft mir..." Nun war Itaku seine ein zigste Hoffnung und so betete er das seine Eule Hilfe holen konnte.
Dem Schicksal ausgeliefert gingen seine Gedanken an seine Brüder und Schwestern der Kal'delar die er schätzen lernte und an die Mondpriesterin Adhariel Sternenträne. Eine träne entwich seinem Gesicht.

(Ein kleiner Teil aus der Zelle und ein kleiner happen was mit ihm geschah. *Bindet den Thread an eine seiner Eulen und lässt ihn hinauffliegen*)
Das sanfte Mondlicht, das fremde Völker gerne als kühl bezeichneten, brach durch die Wipfel der hohen Bäume Teldrassils und umschmeichelte die kleine Lichtung, auf welcher sich die Teiche von Arlithrien befanden. Für Athaleya war es ein warmes Licht, in welchem sie die Zuneigung von Mutter Mond spürte und dessen Anwesenheit selbst in den dunkelsten Stunden Trost spenden konnte. Aber mehr noch als die Mondgöttin selbst, spendete ihr die tiefe Verbundenheit zu der Welt und den Wegen von Cenarius Ruhe und Kraft.

Der mondhelle Blick Athaleyas glitt über die glatte Oberfläche des See, durchbrach diese und sah auf die Steine hinab die am Grund schimmerten. Viele Kiesel und andere Steine in bunten Farben ergaben ein herrliches Spiel im weißen Licht, welches sie Stunde um Stunde hätte beobachten können und dabei die Zeit vergessen. Zeit war immerhin fast das einzige Gut, von dem sie genug hatte. Die schlanken, knochigen Finger mit den verzierenden Hautbildern, ganz im volkstypischen Muster gehalten, strichen durch das saftig hohe Gras und mit einem Schwung sank sie auf den Rücken, wo das dunkelgrüne Haar mit dem Bett der Natur verschmolz. Würde sie hier finden was sie suchte? Der Weg nach Darnassus hattte erst nur einen Grund gehabt, bevor Orthonas an sie heran getreten war und von den Kel'Delar berichtete, die sie nun zu finden ersuchten. Doch ihr Begehr war es einen neuen Shan'do zu finden und endlich ihrem inneren Drang und größten Wunsch nachkommen zu können, der ihr so lange verwehrt geblieben war.

Sie würde Geduld haben. So wie der Mond eine jede Nacht seine Bahnen zog, so würde sie Antworten bekommen und ihre Wege sich formen und was auch immer ihr bestimmt war, sie würde folgen. Die Handflächen presste sie flach auf den Boden, der weich mit Moos unter den dichten Halmen überzogen war und sie spürte die Kraft der Natur, des Lebens und des Wachstums. Es war wie ein berauschender Strom, den sie zwar merken aber noch nicht nutzen konnte. Es war wie das Flüstern der Bäume, das wispern des Windes. All dies war da, doch noch konnte sie ihren Geist nicht damit einen.

Sehnsüchtig wartete sie auf diesen Tag, während die Zeit an den Teichen verrann.
*winkwedel*

Danke für die schönen Texte, besonders an Athaleya und Orthonas :)

Und gleich mal eine Info für alle, die es eventuell interessiert. Momentan ist ein Teil von uns noch in Feralas zugange. Je nachdem wie es läuft, könnte man uns aber auch schon nächste Woche wieder in Darnassus treffen. Ansonsten ist der Rest in Darnassus sicherlich bereit für Rp!

Und für alle, die neugierig sind, hier ein kleiner Auszug des aktuellen Plots.

Der scheinbar unaufhörliche Regen peitschte den Schwestern ins Gesicht und wurde durch den Flugwind nurnoch verstärkt. Mittlerweile war jede Einzelne von ihnen bis auf die Knochen durchnässt und die Laune, die dadurch verursacht wurde, konnte man wunderbar in den grimmigen Gesichtern nachlesen.

Die letzten Stunden waren alles Andere, als angenehm oder reine Routine. Ein Hinweis hatte die Gruppe von Kaldorei in diese Ruinen geführt. Ein einziger, kleiner Hinweis war es, dem sie nachgehen konnten. Was hatten sie auch für eine andere Wahl?
Die Druiden in Träumersruh zeigten sich nicht von ihrer besten Seite, was Kooperation oder Unterstützung anbelangt. Insgeheim hatte Asaciel auch nicht damit gerechnet, aber nun waren sie, zumindest vorerst, auf sich gestellt.

Verlassene, morsche, uralte Ruinen ragten vor der Gruppe auf und sie lenkten die Hippogryphen so leise wie möglich durch die Dunkelheit, um schlussendlich zu Landen. Leichte Rauchschwaden, die sich wie ein feiner Nebel den Weg nach oben bahnten, waren schon von etwas weiter weg erkennbar, zumindest für Kaldorei. Das Feuer, welches in den Ruinen loderte, schien erst kurz vor ihrer Ankunft langsam das zeitliche gesegnet zu haben. Lediglich die schimmernde Glut war es, die man letztendlich noch erkennen konnte und schon bald sollte sich das Gefühl einstellen, nicht allein zu sein.

Während die beiden Jüngsten, Elryniel und Cyandris, in ein Versteck gebracht wurden, kreiste Anduriel zusammen mit Kheandra und Cyraun ihre Bahnen, um Asaciel die Deckung zu Geben, die sie da unten sicherlich brauchte.
Die Ruhe, die sich über die Ruinen gelegt hatte, wirkte trügerisch. Der langsam aufkommende Wind quetschte sich pfeifend durch enge Ritzen und unterbrach mit seinem Heulen für kurze Zeit das Prasseln des Regens. Während Asaciel durch die Ruinen schlich, wurde es für die Anderen Zeit sich mit dem zu Befassen, was diesen Ort augenscheinlich heimgesucht hatte. Merkwürdige Schatten tauchten aus dem Nichts auf, um im selben Moment wieder zu verschwinden. Unheimliches Flüstern war es, was an die Ohren der Kaldorei getragen wurde. Markerschütternde Schreie einer Frau, dessen qualvolles Flehen keinen der Hörer an der Folter zweifeln ließ, die sie wohl gerade durchleben musste.

Keine der Schwestern vermochte es, den Ursprung dieser Szenerie auszumachen. War es vielleicht doch nur Einbildung? Oder spielte jemand mit ihnen? Was auch immer es war, es sollte sich vorerst nicht einstellen....
Guten Tag liebe Community,

ich unterbreche diese wunderbare Ansammlung von IC-Texten für eine kurze Mitteilung. Bei den Kal'Delar herrscht vorerst wieder Aufnahmestopp. Bereits vorliegende Bewerbungen im Forum werden natürlich noch berücksichtigt. Vorerst können wir jedoch keine weiteren Annehmen.

Der Grund dafür ist einfach. Wir wollen intern erst einmal wieder richtig zusammen wachsen, bevor wir uns neuen Interessenten zuwenden. Wir erachten dies als sehr wichtig, um ein entspanntes Miteinander in unserer kleinen Familie namens Gilde gewährleisten zu können.

Liebe Grüße
Die Gildenleitung
Guten Morgen...äh Tag!

Zunächst einen Dank für den Dank. :) Es macht immer wieder Spaß sich in Form von Kurzgeschichten auszutoben.

Da Asaciel etwas zur Erreichbarkeit schrieb, wollte ich eine kleine Rückmeldung liefern, damit es nicht den Nachgeschmack hinterlässt, man hätte mal etwas geschrieben und dann nie wieder von sich hören oder sehen lassen. Frech wie ich bin, nehme ich mal Orthonas mit in diesen Beitrag rein.

Wir sind derzeit noch gar nicht richtig im RP angekommen und nach sehr langer Abstinenz von World of Warcraft gerade noch dabei alles Neue auszukundschaften und uns damit wieder vertraut zu machen. Die Texte hier waren ein erstes "Fühler ausstrecken" um unser Rollenspiel selbst langsam in die Bahnen zu leiten und damit man uns zumindest schon mal irgendwie zuordnen kann, wenn wir dann bald IC auf der Bildfläche erscheinen.

Ich denke mal im März werden wir das IC weiterspinnen, auch wenn wir den Hinweis natürlich vernommen haben aber aus der Konsequenz heraus werden wir dennoch mal auftauchen, denke ich. Schade ist es natürlich, da hat es wohl nicht sollen sein aber ich verstehe es und es spricht nur für die Gilde. Ich hoffe einfach es ergibt sich daraus dann ein loses Rollenspiel und Bekanntschaften, worauf ich mich in jedem Fall sehr freue. :)

Liebe Grüße und euch weiterhin gutes Gelingen!
Eschental, Maestras Posten ...

Als die Sterne bereits im Morgengrauen verblassten, ließ sich Kheandra auf dem Lager nieder, das man ihr in Maestras Posten zugewiesen hatte. Etwas besonderes war es wahrlich nicht, aber nach den letzten Wochen genoss die Novizin es, für einige Atemzüge allein sein zu können, bis ihre Schildwachenschwestern ebenfalls nachkommen würden. Jene hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Späherberichte von der Küste genauer unter die Lupe zu nehmen, derweilen Kheandra selbst einige der hier stationierten Schildwachen aufgesucht hatte. Dabei hatte man ihr auch den Brief überbracht, der sie wohl eigentlich schon in Darnassus hätte erreichen sollen.

Nun also öffneten ihre Finger ihn und ihr Blick zuckte zunächst herab zu dem Namen derjenigen, die ihn abgeschickt hatte - Daschana Mondwispern. Ihre Züge verhärteten sich, denn sie ahnte bereits, dass es sich um die 'Neuigkeiten' aus Feralas handeln würde, um die sie gebeten hatte.
Zeile um Zeile huschten ihre Augen entlang und sie presste ihre Zähne dabei so fest aufeinander, dass sie leise knirschten. Ein tiefer Atemzug füllte ihre Lunge erst, nur um dann wieder ruckartig ausgestoßen zu werden.

Die Schildwachen von Feralas hatten die Mission also zu einem Ende führen und die Feinde eliminieren können mit den Informationen, die ihre Schwestern und sie selbst gefunden hatten - soweit der erfreuliche Teil des Berichtes. Dass die gefangenen Kaldorei allerdings gebrochen worden waren .. und Tiralia Eichenblatt nur tot hatte geborgen werden können, ließ Kheandra die Hand zur Faust ballen und die Augen schließen.

Zu langsam. Sie waren zu langsam gewesen. Eine Schwester hatte dafür mit dem Leben bezahlt.
Krachend fuhr ihre Faust auf den Grund.
Es würde sich nicht wiederholen.
Eschental, Astranaar ...

Zischend atmete die Novizin ein, als Cyraun mit grimmig-zufriedenem Gesichtsausdruck fortfuhr, ihre aufgeplatzte Lippe und ihre schmerzende Schläfe mit einem zuvor in kühles Wasser getauchten Tuch abzutupfen. Kheandra konnte nicht leugnen, dass ihr Rücken brannte wie Feuer und ihr Gesicht nicht nur zerschlagen aussah, sondern sich auch so anfühlte.
"Schrecklich würdevoll, nicht wahr?", brummte sie in Richtung der alten Kampfgefährtin, die es sich nicht hatte nehmen lassen, sich ihrer anzunehmen, noch ehe die Sonne aufginge. Ein Schmunzeln begleitete die Worte - zugegebenermaßen hinreichend grotesk anzusehen.

Nicht, dass dies die Schildwache vor ihr stören würde. Und nicht, dass man mehr Reaktion hätte erwarten können, als das vollkommen typische Brummen Cyrauns. Nur das amüsierte Funkeln im Blick der Hippogryphenreiterin verriet Kheandra die Zustimmung des Gegenübers.
"Immerhin sieht Asaciel schlimmer aus", fügte sie hinzu und schob letztlich das sie peinigende Tuch von sich. Es sollte genügen für's Erste.

"Du wolltest wissen, welche Aufgaben mir die Priesterin stellte, Cyraun ... Zunächst sollte ich einen Brief schreiben, in welchem ich den Verbündeten der Allianz erklären sollte, warum die Kaldorei nicht einen Baum mehr als unbedingt erforderlich fällen würden, um der Kriegsmaschinerie in einem der Wälder Kalimdors ein leichteres Fortkommen zu sichern. Ich entschied mich dafür, ihnen die Bedeutung der Wälder für unser Volk und auch für die Moral unserer Truppen zu verdeutlichen, indem ich ihnen etwas Gleichwertiges ihrer eignen Kulturen aufwies, das sie ebenfalls nicht opfern würden - es sei denn in der größten Not.
Würde ernsthafte Gefahr bestehen, das ganze Eschental könnte in Flammen gesetzt werden, würden wir ebenfalls Schneisen schlagen, um noch schlimmeres zu verhindern ..."

Für den Moment hielt Kheandra inne und zog einen Becher mit Wasser heran, um einen Schluck aus diesem zu nehmen. Ihren Blick hob sie gen Cyraun.
"Die zweite Prüfung war der waffenlose Nahkampf gegen zwei meiner Schildwachenschwestern - dich und Asaciel. Die Dritte wiederum, mich der Wunden anzunehmen, die unsere Schwester davon getragen hat. Scheinbar waren die Ergebnisse zufriedenstellend."

Die Schildwache vor ihr legte ihr die Hand auf die Schulter.
"Nicht, dass eine von uns je daran gezweifelt hätte..."

~*~

Damit schiebe ich den Thread einmal mehr empor und danke an dieser Stelle auch für das schöne Rollenspiel des gestrigen Abends.
Die Nasenflügel blähten sich regelrecht auf, als die Kaldorei die frische, salzige Meeresluft einsog. Der Brustkorb hob und senkte sich mehrere Male sichtbar, bevor die silbrig schimmernden Augen wieder geöffnet wurden. Für einige Momente verharrte ihr Blick auf dem offenen Meer, bevor wenige, geübte Handgriffe dafür sorgten, ihre Bewaffnung vom Gurt zu lösen. Langsam ließ sie die Mondgleve ins Gras sinken, bevor sie sich selbst daneben setzte und aus ihren Stiefeln schlüpfte.
Die nackten Zehen bohrten sich in die Erde und für einen Augenblick sah das sonst so grimmige Gesicht der Schildwache etwas enspannter aus.

Hier am Fuße Teldrassils hatte sie Ruhe gefunden. Ruhe, um nachzudenken. Sie rutschte etwas näher ans Wasser heran, schob ihre Füße hinein und ließ den Oberkörper nach hinten ins Gras fallen. Noch immer pappsatt von Ten's Leckereien schob sie die Hände unter den Kopf und beobachtete den klaren Sternenhimmel.

Ob sie und Anduriel wirklich alle Kal'Delar zum Umsiedeln bewegen konnten? Immerhin gab es zu der Idee noch keinen großen Protest. Lor'danel war nicht allzuweit entfernt und ein Pendeln zwischen Teldrassil und Festland war mittels Hippogryphen kein allzu großes Thema.
Je mehr sie darüber nachdachte, desto größer wurde ihre Ungeduld. Das Festland konnte die Hilfe von ihnen mehr gebrauchen, als die geschützte Stadt Darnassus.
Das erste Licht des Morgens streifte die Dunkelheit der Nacht und ließ die Sterne am Himmelszelt blasser werden, als Kheandra nach den letzten Gebeten und Gesängen an Mutter Mond in ihre Kammer zurückkehrte und sich an dem Schreibtisch niederließ. Neben einer Reihe an ordentlichen Schriftrollen, mit denen sie sich gerade beschäftigte, ruhten auch eine Schreibfeder und ein Tintenfässchen. Dieser beiden bedurfte sie, wenn sie sich den Abschriften ältester Texte widmete.
Heute jedoch widmete sie sich einer schlichten Botschaft, die sie später zum Quartier der Kal'Delar bringen lassen würde. Ihre Schrift fügte sich dunkel und geschwungen.

Elune Adore Kal'Delar

Schon einmal sprachen wir in den letzten Tagen darüber, ob wir gemeinsam nach Lor'danel an der Dunkelküste ziehen wollen und können. Jenes Gespräch wurde unterbrochen, ehe es wirklich beginnen konnte.
Ich selbst habe nun Befehle erhalten von Seiten des Tempels, die ebenfalls mit der Dunkelküste und einem Teil der Kal'Delar verbunden sind.

Es würde mich freuen, fänden wir zur Mitte der Woche zusammen, wenn Mutter Mond all die Sternseelen zur Jagd ruft.
So es euer Wunsch ist, können wir die Begrüßung Elunes zum Beginn der Nacht gemeinschaftlich vollbringen.

gez.
Kheandra Borkenpfad


~*~

[OOC] Ich freue mich auf Mittwoch und unsere kleine Zusammenkunft.
"Besser hätte die Trainingseinheit nicht laufen können" murmelte die Schildwache in sich hinein. Eine ordentliche Prügelei, ganz ohne Waffen mit einem ebenbürtigen Gegner, Kheandra. Zwar sah sie nicht weniger lädiert aus, wie ihre ehemalige Schülerin, aber das änderte nichts an ihrer vollkommenen Zufriedenheit. Es hatte einfach nur gut getan. Beide Kontrahentinnen hatten erst aufgehört, als die Kräfte sie gänzlich verließen. Schlussendlich landeten beide im Gras und die sonst so ernsten Gestalten brachen in Gelächter aus.
Schmerzende Knochen, aufgeplatzte Lippen und haufenweise blaue Flecken sollten sie davon tragen. Und dennoch hätten beide nicht entspannter sein können.

Die größte Herausforderung stand Asaciel in dieser Nacht allerdings noch bevor: Ihre Haare.
Nachdem sich die beiden ein Bad im See gönnten, um Schweiß und Blut vom Körper zu bekommen war es ein notwendiges Übel, den lang geflochtenen Zopf zu lösen. Dummerweise war Arvenia, Asaciels Tochter, im Tempel zu beschäftigt gewesen, diese feinfühlige Angelegenheit des Flechtens zu übernehmen und Kheandra wurde ebenfalls im Tempel erwartet.
Es blieb also an ihr selbst und das Ergebnis war, wie so oft, nicht von Schönheit geprägt. Das allerdings kümmerte sie herzlich wenig, denn der praktische Nutzen stand für sie stets im Vordergrund.

Die Morgendämmerung trat bereits ein, als Asaciel ihre letzte Runde durch die Stadt drehte. Sie war noch nicht lange hier, seitdem sie aus dem Eschental beordert wurde. Es waren vielleicht 3 Jahre und ihrer Meinung nach 3 Jahre zu viel. Was hatte sie hier schon großartig zu tun? Stets stand ihr die Begeisterung in den Augen geschrieben, als sich die Gelegenheit ergab, die Stadt zu verlassen. Und nun war der Moment sie endgültig zu verlassen zum Greifen nahe.
Schon in der nächsten Woche konnte sie damit beginnen, ihre Habseeligkeiten im Quartier zusammen zu sammeln und nach Lor'danel zu bringen.

Lor'danel, das Festland. Zusammen mit Kheandra, Cyraun und dem Rest der Einheit sollte das ihr neuer Platz werden. Und glücklicherweise stimmten die anderen Kal'Delar, ihre Freunde, damit überein, das Festland zur neuen 'Heimat' zu machen.

Super! Dann sind wir ja zeitweilig Nachbarn! Ich komm dann mit Kuchen und Tee vorbei!
Die Küste malte ihren Strand in den Horizont, formte hochragende Bäume und hölzerne Dächer. Die Wellen schlugen hoch am Schiff hinauf und trugen zu der Nässe bei, die der Regen bereits mit sich brachte. Bellende Befehle hallten über das Schiff und Sturmkrone und ihre Mannschaft bereiteten sich darauf vor zu ankern.

Asaciel blinzelte in den Regen hinein. Endlich war der Zeitpunkt gekommen, an dem sie die Stadt hinter sich lassen konnte, um sich den Dingen zu widmen, die wichtig waren. Das Festland konnte die Hilfe gebrauchen und von hier aus konnten sie durchaus besser agieren, als von Teldrassil aus.
Das Transportschiff kam zum stehen und die Fracht, sowie die Kaldorei wurden mit kleineren Booten an Land gebracht.
Tief sog sie die salzige Meerluft in ihre Lungen und reckte den Kopf empor in den wolkenverhangenen Nachthimmel. Sie schloss die Augen und schien für einen Moment den Nieselregen, der auf ihre bereits nasse Haut tropfte, zu genießen. Schließlich aber folgte sie den anderen hoch in das Dorf und half dabei, die Fracht des Schiffes dorthin zu bringen.

Nun war Lor'danel ihre Heimat. Die Heimat ihrer Schildwacheneinheit und ihrer Freunde, der Kal'delar.
Der Mond hatte fast schon seinen vollen Glanz am Himmel erreicht, als Asaciel erwachte und in den Himmel blinzelte.
"Habe ich so lange geschlafen?" murmelte sie in sich hinein, bevor sie sich aufrichtete. Sie schob die Decke beiseite und streckte sich ausgiebig, fast schon zeitgleich mit dem massigen Säbler, an den sie zuvor angelehnt geschlafen hatte.
Den vergangenen Tag hatte sie es vorgezogen, ihrem tierischen Freund Gesellschaft zu leisten, etwas außerhalb des Dorfes.
Während die eine Hand symbolisch die Augen rieb, tastete die andere bereits nach dem Kopfschutz. Stirnrunzelnd öffnete sie die Augen und blickte auf ein weiches Stoffbündel. Kein teurer Stoff, nein. Schlicht und mit nur wenigen Mondsichelstickereien verziert. Sie runzelte die Stirn, aber sie würde lügen, wenn sie keine Vorahnung hätte, von wem das Bündel stammen könnte.

"Was hast du ausgeheckt, alte Dame?" kam es ihr über die Lippen, als sie sich den Inhalt des Bündels zur Gemüte führte. Eine Pergamentrolle, zusammengehalten mit einem geflochtenen Lederarmband. Sie blinzelte, als sie die eingebrannten Zeilen darauf las.
Und schließlich war das das Pergament, welches sie eingiebig betrachtete.
"Immerhin hat sie keine Falten gemalt."
Das Pergament rollte sie zusammen und ließ es in ihrer Tasche verschwinden, denn das Armband bedurfte zu diesem Zeitpunkt viel mehr an Aufmerksamkeit. Stets wählte sie für solcherlei Geschenke einen angemessenen Platz und niemals hatten solche Geschenke ihren eigentlichen Zweck erfüllt.

Sie griff nach der frisch geschärften Mondgleve, die neben ihr lag. Nachdenklich fuhr sie mit einem Finger über eine der Klingen und zog die Augenbrauen zusammen. Letztendlich band sie das Lederarmband um den Griff der Waffe und nickte abschließend.

"Stets werden deine Worte meine Taten im Krieg begleiten, Waffenschwester."

Nimm an der Unterhaltung teil!

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