Nuroks Tipps für Maiev

Jetzt, da die legendäre Wächterin Maiev Schattensang ihren Erzfeind nicht mehr in Azeroth jagen kann, ist sie in den Nexus gekommen, um ihren Jagdtrieb an Illidan (und vielen anderen Helden) auszuleben. Im Gepäck hat sie ihr riesiges Arsenal an Massenkontrolleffekten und Potenzial für entscheidende Spielzüge. Damit ihr das meiste aus Maiev herausholen könnt, haben wir mit Nils „Nurok“ Gebhardt von Team Liquid über seine ersten Eindrücke gesprochen.

Drückt dem Spiel euren Stempel auf

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Für Nurok ist Maiev hauptsächlich eine Heldin, die dank der mächtigen Kombination aus ihrer Eigenschaft Reflexe der Wächterin, ihrer offensiven Fähigkeit Umbralfesseln und ihren beiden heroischen Fähigkeiten entscheidende Spielzüge machen kann. Mit Reflexe der Wächterin kann Maiev auf Kommando in die Luft springen, wodurch sie 0,75 Sek. lang gegen alle feindlichen Effekte, gegnerischen Helden, Diener und Söldner immun ist. Ihre Umbralfesseln binden gegnerische Helden, die mit ihrem nächsten automatischen Angriff getroffen werden, an sie. Wenn sie versuchen, sich von ihr fortzubewegen, werden sie wieder zu ihr herangezogen. Dank dieser beiden Fähigkeiten kann sie vielen lebensgefährlichen Angriffen entkommen und ihre Gegner auf viele kreative – und bestimmt frustrierende – Arten verschieben.

„Mit ihren Fähigkeiten und Talenten ist sie für großartige Spielzüge geschaffen“, so Nurok. „Schon ihre passive Eigenschaft ist sehr schwierig einzusetzen. Ich bin mir sicher, dass es Spieler geben wird, die sie wahllos einsetzen und nicht viel Nutzen daraus ziehen. Andere Spieler hingegen werden damit tödlichen Angriffen wie Tracers Bombe, den ultimativen Fähigkeiten von Ragnaros oder dem Stilleeffekt von Malfurion entrinnen können. Wenn man ihre Eigenschaft zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, kann man Massenkontrolleffekten und Fähigkeiten ausweichen, die einen sonst auslöschen könnten.“

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Und sobald man das gegnerische Team dazu verleitet hat, ihre mächtigsten Angriffe zu verschwenden, kann man mit Umbralfesseln kontern, die Gegner ans eigene Team heranziehen und sie gemeinsam vernichten.

Ein echt scharfer Fächer

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Zwar sind Maievs Massenkontrolleffekte und ihre Beweglichkeit der Schlüssel zu großen Spielzügen, doch Nurok ist überzeugt, dass ihre Q-Fähigkeit Dolchfächer ihr das Potenzial verleiht, ganze Gegnerteams auszuschalten. Der schnelle, halbmondförmige Angriff mit kurzer Abklingzeit (4 Sek.), die noch kürzer ausfällt (0,5 Sek.), wenn sie zwei oder mehr gegnerische Helden gleichzeitig trifft, macht einen großen Teil ihres Schadens aus.

„Wenn man Maiev spielt, verlässt man sich gewissermaßen auf ihr Q“, so Nurok. „Nicht vollständig, aber mit Q kann man den meisten Schaden verursachen, und man will in Teamkämpfen innerhalb kürzester Zeit mit so vielen Qs wie möglich treffen.“

Daher empfiehlt Nurok, Dolchfächer früh im Spiel mit den Talenten auf Stufe 1, 4 und 7 zu verbessern. Das Talent auf Stufe 1 ist Naishas Andenken, das ihre automatischen Angriffe zwischen Zielen weiterspringen lässt. Das mag riskant erscheinen, weil man zumindest zwei Gegner mit einem Q treffen muss, um die Fähigkeit wieder aufzuladen. Nurok glaubt aber, dass das Schadenspotenzial spät im Spiel alle Frustmomente ausgleicht, die man in der frühen Spielphase erleben kann, wenn man beispielsweise auf einem Weg gegen nur einen Gegner kämpft.

„Naishas Andenken ist weniger effizient, wenn man nicht zwei Gegner gleichzeitig treffen und die Fähigkeit oft wieder aufladen kann“, findet Nurok, „doch es ist meiner Meinung nach trotzdem die beste Wahl. Denn auch wenn man früh im Spiel nicht mit vielen Qs trifft, kann es in der späten Spielphase in Teamkämpfen entscheidend sein. Wenn man zu Beginn eines Teamkampfs zwei Helden gleichzeitig mit einem Q trifft, hat man gleich einen Riesenvorteil.“

Wenn das Questtalent Festnageln auf Stufe 4 abgeschlossen wird, erhält Dolchfächer zusätzlich einen gehörigen Machtzuwachs. Auf Stufe 7 kann man laut Nurok entweder den Schaden von Dolchfächer weiter mit Elunes Zorn erhöhen oder mit dem Talent Fesseln der Verderbnis Maievs Umbralfesseln aufwerten und so die Panzerung von Gegnern verringern. Schlussendlich hängt es davon ab, ob man Helden mit viel Panzerung kontern muss.

„Allgemein finde ich, dass ihr Q ihre stärkste Grundfähigkeit ist und dass man sie mit zusätzlichen Talenten weiter aufwerten soll“, erklärt Nurok. „Die Quest auf Stufe 4 ist unheimlich stark. Sie erhöht den Schaden und die Reichweite. Der Schaden wird um fast 50 % erhöht, und das bei einer Fähigkeit mit einer Abklingzeit von 0,5 Sek., wenn man mehrere Helden trifft.“

Laut Nurok legt Maiev so richtig los, wenn sie auf Stufe 16 das Talent Mittel zum Zweck wählt, das ihren physischen Schaden um 35 % erhöht, wenn sie mehr als 15 Panzerung hat. Bedenkt dabei, dass alle ihre Talente auf Stufe 13 ihr die Möglichkeit bieten, in kürzester Zeit ihre Panzerung zu erhöhen. Nurok empfiehlt hier Schattenrüstung, weil dieses Talent „am zuverlässigsten“ ist, da man „nur zweimal E drücken muss, um garantiert 25 Panzerung zu erhalten.“ Wenn man also Mittel zum Zweck freigeschaltet hat, muss man nur noch seine Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt einsetzen, um absurd viel Schaden zu verursachen.

„Es ist beinahe wie Genjis Drachenklinge“, sagt Nurok. „Manchmal kann man so das ganze gegnerische Team in drei oder vier Sekunden ausschalten.“

Beide heroische Fähigkeiten sind stark, doch aus ganz unterschiedlichen Gründen

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Nurok findet, dass die Wahl von Maievs Talenten auf den Stufen 10 und 20 stark vom gegnerischen Team abhängt – und davon, auf welchem Schlachtfeld man kämpft. Ähnlich wie Anub'araks Kokon kann auch Tragbares Gefängnis ein einzelnes Ziel vorübergehend aus dem Spiel nehmen. Das ist nützlich, wenn es im Gegnerteam einen Helden gibt, den man unbedingt ein paar Sekunden lang außer Gefecht setzen will, während man sich auf das restliche Team konzentriert. Doch im Gegensatz zu Anub'araks Kokon ist Tragbares Gefängnis eine Präzisionsfähigkeit, die nur das erste getroffene Ziel isoliert. Deshalb kann man mit dieser Fähigkeit schneller einen Fehler machen.

„Wahrscheinlich werden die meisten Spieler Kerker der Wächterin bevorzugen, weil diese Fähigkeit leichter effizient einzusetzen ist“, denkt Nurok. „Wenn man zwei oder drei gegnerische Helden im Kreis gefangen hält, kann man in kürzester Zeit mit Q viele Angriffe auf sie einprasseln lassen. Und sogar, wenn man nicht viele Gegner einsperrt, kann man mit Kerker der Wächterin die Gegner auf Abstand halten – die Gegner außerhalb des Kreises müssen sich erst einmal um das Ding herumbewegen.“

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Maiev glänzt besonders dann, wenn sie Gruppen von Gegnern massenhaft Schaden zufügt. Daher empfiehlt Nurok, sie in Kombination mit Kriegern und Unterstützern zu spielen, die ihre eigenen Massenkontrolleffekte mit in den Kampf bringen. „Anub'arak, Tyrael, Diablo, Muradin – alles, was Gegner an einem bestimmten Ort festhält, ist gut für Maiev.“ Zwar erfüllen Unterstützer wie Malfurion und Stukov diese Kriterien, doch Nurok sieht eine besonders gute Wechselwirkung mit Uther, weil seine passive Eigenschaft von ihm geheilten Helden Panzerung verleiht.

Welche unglaublichen Combos wollt ihr gemeinsam mit euren Verbündeten als Maiev in Heroes of the Storm abziehen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Wir sehen uns im Nexus!

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